Glossar | P

Pubertätskrise

siehe unter “Adoleszentenkrise“

Psychotherapeutengesetz

Das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) trat am 01.01.1999 in Kraft. Es regelt den Zugang und die Voraussetzungen für die psychotherapeutische Tätigkeit von Ärzten und Psychologen. Nach diesem Gesetz sind nur noch drei Berufsgruppen berechtigt, die Bezeichnung “Psychotherapeut” zu führen: Ärzte und Ärztinnen heilkundlich approbierte Psychologen und Psychologinnen heilkundlich approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und -therapeutinnen

Psychotherapeut

Vom Wort her ist jeder ein Psychotherapeut, der “Psychotherapie” betreibt. Seit 1999 ist die Bezeichnung “Psychotherapeut(in)” durch das sogenannte Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geschützt. Sie darf ausschliesslich getragen werden von Ärzten und Ärztinnen heilkundlich approbierten Psychologen und Psychologinnen heilkundlich approbierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und -therapeutinnen Die Bezeichnungen “Psychologe” “psychologisch” und “auch “Psychotherapie” sind dagegen nicht geschützt , […]


Psychopathologie

Die Psychopathologie ist vom griechischen Wortsinn her die Lehre von den seelischen Leiden , d. h. sie beinhaltet Vorstellungen über die psychischen Krankheiten des Menschen und versucht, psychisches Leiden auf eine wissenschaftliche Basis zustellen. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden psychische Störungen und Krankheiten dann klassifiziert und in der praktischen Anwendung dann beim Patienten diagnostiziert. Psychopathologie […]

Psychologische Psychotherapie

Psychotherapie, die durch einen anerkannten, d. h. heilkundlich approbierten Psychologen durchgeführt wird. Siehe auch –> Psychotherapeuten

Psychiatrie

Psychiatrie bedeutet “Seelenheilkunde”. Sie ist die Fachdisziplin, die sich mit der Erkennung und Behandlung psychischer Krankheiten und “abnormer” Seelenzustände beschäftigt. Der Begriff “Psychiatrie” setzt sich zusammen aus den 3 griechischen Wörtern “psyche” (Seele), “iatros” (Arzt) und “iatrike techne” (Heilkunst) und wurde 1808 von J. C. Reil eingeführt, um die Arbeit der niedergelassenen psychotherapeutisch tätigen Ärzte […]


Psychasthenie

Heute nicht mehr übliche, von Pierre Janet im 19. Jhd. verwendete (Sammel-) Bezeichnung für neurotische Störungen, die nicht der Hysterie zuzurechnen waren. Es handelte sich um Störungen, die mit geschwächter Willenskraft (Abulie oder Hypabulie), Ängsten, fehlendem Selbstwertgefühl, Schüchternheit und Phobien einhergingen.

Phobie

Der Begriff “Phobie” leitet sich ab vom griechischen Wort “phobeo” und bedeutet “in die Flucht schlagen, erschrecken”. In der Psychiatrie und Psychotherapie bezeichnet Phobie eine überzogene und beliebig reproduzierbare Furcht vor eigentlich harmlosen Dingen oder Situationen, die den Betroffenen drängen, solche Dinge oder Situationen konsequent zu vermeiden bzw. aus der Situation zu flüchten. Phobien sind […]

Panikstörung

Die “Panikstörung” bezeichnet das wiederholte Auftreten von Panikattacken. Ein Synonym ist der Begriff “Herzangstsyndrom”.


Panikattacke

Eine “Panikattacke” ist ein anfallsartig auftretender Zustand heftiger Angst, charakteristischer Weise verbunden mit oft bedrohlich erlebten körperlichen (psycho-vegetativen) Symptomen wie Angst zusammenzubrechen, zu sterben oder den Verstand zu verlieren Beklemmungsgefühl Herzrasen gefühlter Pulsschlag Schweissausbruch Hitzegefühl Atemnot Zittern Die genannten typischen körperlichen Symptome einer Panikattacke sind Ausdruck der durch die Angst ausgelösten Stressreaktion des Körpers. Ggl. […]

Psychoanalyse

Die “Psychoanalyse” wurde von S. Freud begründet und ist dreierlei zugleich: eine medizinisch-entwicklungspychologisches Lehrgebäude eine diagnostische Methode zur Aufdeckung schwer zugänglicher, vor- und unbewusster seelischer Prozesse eine Behandlungsmethode für sogenannte neurotische Störungen, v. a. die klassischen “Übertragungsneurosen“ Kern der psychoanalytischen Lehre nach S. Freud sind die Annahmen, dass Umwelteinflusse vor allem in den ersten Lebensjahren […]