Zwangsgedanken oder Schizophrenie?

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nightquest
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Zwangsgedanken oder Schizophrenie?

Beitragvon nightquest » Sa 30. Jun 2007, 11:53

Ich würde Euch gerne meine Lebensgeschichte erzählen. Sie ist etwas länger, es wäre trotzdem schön, wenn einer von Euch es sich durchlesen könnte:

Ich bin 30 Jahre alt. Meine Mutter erkrankte nach meiner Geburt an paranoider Schizophrenie. Ich wuchs jedoch bei meinem Vater und meinen Großeltern mütterlicherseits auf, so dass ich nicht viel davon mitkriegte. Meine Kindheit verlief relativ glücklich und relativ ereignislos. Das änderte sich, als ich aufs Gymnasium kam. Vom ersten Tag an war ich ein Aussenseiter und wurde gemobbt. Ich war sehr unglücklich darüber, aber ich wagte es nicht mich meinem Vater oder meinem Lehrern anzuvertrauen. Stattdessen versuchte ich zu vertuschen, dass ich gemobbt wurde. Ich wurde immer unglücklicher. Ich gewöhnte mir an, mich selbst zu beissen. Ausserdem zog ich mich mehr und mehr in eine Phantasiewelt zurück. Ich las damals viel Fantasy-Literatur und ich stellte mir vor, in dieser Welt zu leben.
Mit 13 oder 14 entwickelte ich seltsame Gedankengänge. Unser Schulhof hatte zum Beispiel weisse und schwarze Fliesen und ich entwickelte den Gedanken, dass es Unglück bringen würde, wenn ich auf die weissen treten würde. Deswegen versuchte ich es zu vermeiden. Ich hatte noch viele andere ähnliche Gedankengänge, wie z. B. dass es Unglück bringen würde, wenn ich nicht die Stufen von Treppen zähle, oder dass ich unter einer bestimmten Eisenbahnbrücke nicht mit dem Fahrrad fahren darf, während dort ein Zug fährt, weil sonst jemand sterben muss und so weiter. Ich war mir selbst darüber bewusst, dass diese Gedanken verrückt sind, aber ich schaffte es nicht, sie aus meinem Kopf zu verbannen. Mein Leben wurde mehr und mehr durch diese Gedanken bestimmt. Ich war sehr unglücklich und dachte über Selbstmord nach. Ich vertraute keinem diese Gedanken an, weil ich mich schämte.

Jetzt kommt etwas sehr schreckliches:
Eines Tages sagte ich mir, dass ich aufhören müsste mit diesen Gedanken. Es gab eine bestimmte Stelle, bei einer Brücke, wo ich die Gitterstäbe am Geländer zählen musste und ich musste immer jeden siebten berühren und die anderen durfte ich nicht berühren. Eines Tages ging ich hin und packte jeden einzelnen an und ich tat das um mir selbst zu beweisen, dass nichts schlimmes passiert. Drei Tage später starb der Hund unserer Familie, den ich sehr geliebt hatte, plötzlich. Nochmal zwei Monate später starb mein Onkel an einem Herzinfarkt. Er war sehr krank gewesen, hatte schon mehrere Bypass-Operationen hinter sich. Er war starker Raucher und die Ärzte hatten ihm gesagt, dass Rauchen für ihn lebensgefährlich ist, doch er racuchte weiter. Ich fühlte mich total schrecklich und hatte Angst sein Tod wäre mein Werk gewesen. Ich versuchte gegen diesen Gedanken anzukämpfen, denn er war ja sehr krank und er war an seiner Krankheit gestorben. Aber ich kriegte den Gedanken nicht aus meinem Kopf weg. Schliesslich fing ich an zu denken, dass mein Vater als nächstes stirbt und ich fing an zu denken, dass das vielleicht schon allein aus dem Grund passieren wird, weil ich so viel darüber nachdenke. Ich versuchte den Gedanken zu bekämpfen, aber nichts half. Ich betete zu Gott, dass er meinem Vater in Freiden lassen soll und dass er stattdessen mich töten soll, wenn er schon will das jemand stirbt, weil ich alles Schuld bin. Ich bete, dass Gott mir ein Zeichen geben soll, dass er meinen Vater leben lässt. Weil es nichts gab, was ich irgendwie als Zeichen interpretierte, kam ich zu der Auffassung, dass es feststeht, dass mein Vater sterben muss.
Schliesslich kam ich auf den Gedanken, dass ich es bin, der ihn töten wird. Ich fing an Angst vor Messern zu haben, weil ich befürchtete, ich könnte meinen Vater damit töten.
Gleichzeitig, aber wusste ich, dass ich nur verrückt war. Ich sagte mir selbst immer wieder: keine Angst, du bist nur verrückt. Und ich murmelte das oft vor mich hin "Du bist nur verrückt, du bist nur verrückt", um mich zu beruhigen. Doch dann dachte ich noch mehr darüber nach und mir kam der Gedanke, dass Verrückte sogar besonders oft ihre Eltern töten.
Ich hatte Selbstmordgedanken und ich kaufte mir Alkohol und Schmerzmittel mit dem Ziel mich damit umzubringen. Doch dann erkannte ich, dass ich trotz allem zu sehr am Leben hänge. Ich versuchte mir ganz rational klar zu machen, dass ich nie, nie, NIEMALS meinem Vater was tun würde und mein letztes bisschen Verstand kapierte das irgendwie auch und tasächlich wurden die Gedanken irgendwie weniger.

Schliesslich machte ich mein Abitur, ich hatte eigentlich den Wunsch Zimmermann oder Dachdecker zu werden. Doch mein Vater wollte, dass ich studiere und um ihm einen Gefallen zu tun fing ich an Mathematik zu studieren.
Zunächst fuhr ich immer von meinem Heimatdorf mit dem Auto zur Uni.Zunächst fuhr ich immer von meinem Heimatdorf mit dem Auto zur Uni. Ich fuhr nur an den drei Tagen in der Woche, weil ich nur an diesen drei Tagen Vorlesungen hatte. Ich lernte in meinen ersten Semestern kaum Leute kennen. An der Uni fühlte ich mich sehr unwohl. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Leute in der Unihalle mich angucken und sich denken, dass ich ein Freak bin und ich glaubte, dass meine Kommilitonen nichts mit mir zu tun haben wollten. Die Gedanken, dass ich bestimmte Sachen tun muss, damit nichts schlimmes passiert wurden langsam weniger, aber dafür kamen mir andere seltsame Gedanken.
Ich befürchtete zum Beispiel oft, bei meinem Weg zur Uni Leute zu überfahren, ohne es zu bemerken. Ich wusste natürlich, dass das Blödsinn ist, aber der Gedanke war nicht aus meinem Kopf wegzukriegen. Ich betete in dieser Zeit viel (wahrscheinlich so viel, dass es schon bekloppt ist) und fragte Gott immer wieder, was ich dann getan habe und bat ihn mich nicht so zu quälen.
Mir kam auch der Gedanke, dass ich mich mitten in der Uni ausziehen könnte und nackt rumlaufen könnte. Ich war mir oft am Abend eines Tages nicht sicher, ob ich das getan hatte, denn ich dachte mir "möglicherweise hast Du es ja getan, aber Du hast es nicht bemerkt, weil Du verrückt bist und umnachtet warst".
Schliesslich entschied ich mich, dass ich anfangen müsste zu leben. Aus dem Grund zog ich bei meinem Vater aus und nahm mir eine Wohnung am Studienort... aber es wurde zu einem Reinfall. Ich bemühte mich um Kontakt zu meinen Komilitonen (beziehungsweise ich versuchte mich darum zu bemühen), aber ich hatte das Gefühl entweder abgelehnt oder kaum wargenommen zu werden. Das lag zum Teil auch an mir. Ich kam immer eine Minute vor Vorlesungs- oder Seminarbeginn und ging eine Minute nachher. Meine Angst war zu groß, dass ich Konversation machen müsste und etwas dummes sagen könnte und deswegen abgelehnt würde. Ich war sehr unglücklich und zog mich immer mehr in die Welt der Fantasyliteratur und der Computerspiele zurück.
So verbrachte ich mehrere Semester ohne einen einzigen Schein zu machen und ging schliesslich nicht mehr zur Uni.Ich war sehr unglücklich und meine Angewohnheit mich selbst zu beissen wurde immer schlimmer. Eines Tages sagte ich mir, dass es so nicht weitergeht. Ich ging zu meinen Hausarzt und erzählte ihm von Depressionen (die genauen Symptome schilderte ich nicht, ich schämte mich). Der Hausarzt verschrieb mir Trimipramin und seltsamerweise half das nicht nur gegen die Traurigkeit, sondern auch gegen das verrückte Zeug, das ich dachte. Der Hausarzt schickte mich ausserdem zum Psychiater und dieser diagnostizierte recht schnell "ADS im Erwachsenenalter", ich fragte ihn, ob es nicht etwas anderes sein könnte beispielsweise Schizophrenie und er sagte das könnte nicht sein, weil man bei Schizophrenie auch Sörungen der Wahrnehmung des Denkens hat. Ich hatte nicht das Vertrauen meine Probleme, die man ja vielleicht so bezeichnen könnte, zu beschreiben. Ich hatte auch nicht das Vertrauen von meiner Mutter zu erzählen.

Meine lebensgeschichte geht noch etwas weiter, ich lernte nämlich eine Frau kennen und sie kommt aus einer Familie, wo auch Schizophrenie vorkommt und ich frage mich jetzt, ob sie schizophren bin, ob unsere Kinder mal schizophren werden.

Ich habe meine Lebensgeschichte in einem Schizophrenie Forum erzählt und da hat mich eine Benutzerin auf Zwangsgedanken aufmerksam gemacht und ich hab vor Freude fast geheult, weil ich mich darin wiederekannt hab und jetzt hoffe, dass eine Möglichkeit besteht, dass ich nicht schizophren bin.

Falter
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Beitragvon Falter » Sa 30. Jun 2007, 17:48

Habe mit Interesse Deine Lebensgeschichte gelesen und möchte meine Gedanken dazu Dir mitteilen:

Mein Mann hat sich vor einiger Zeit sehr verändert und auch Dinge getan und geäußert, die für ihn nicht ungewöhnlich waren. Zuerst und auch für eine ganze Zeit nämlich genau 3/4 Jahr sind viele Dinge geschehen, die ich nicht einordnen konnte. Er ist dann in eine Klinik gegangen und hat sich mit vielen Tricks über 6 Wochen stationär behandeln lassen. Danach wurde die Behandlung ambulant fortgesetzt und es war eigentlich wieder das gewohnte Familienleben da. 6 Monate später hat er einen Rückfall erlitten und ließ sich nicht mehr freiwillig behandeln, so dass er in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Bislang hatte man uns nur gesagt, dass es sich um Depressionen handelt, die wieder verschwinden, dann waren es plötzlich Psychosen und erst jetzt habe ich zufällig auf einer Rechnung das Wort Schizophrenie gelesen. Mir hat keine Ratschläge gegeben, wie ich damit umzugehen habe, es ist bestimmt auch nicht einfach. Ich habe erst jetzt im Internet zu Schizophrenie geforscht und gelesen, was für diese Menschen wichtig ist. Erst jetzt kann ich mir doch die Frage stellen, ob es so weitergeht. Deshalb meine Frage an Dich: Was ist an Schizophrenie so schlimm? Mal abgesehen davon, dass es eine schwere Erkrankung ist. Aber wenn man genau weiß welche Erkrankung man hat, kann man sie therapieren und damit leben. Man weiß warum man so handelt wie man handelt und die Angehörigen können entscheiden, ob sie damit umgehen können. Das Bewusstsein ist ein ganz großer Schritt zur Bewältigung aller Probleme. Hieraus ergeben sich die Antworten auf alle Fragen.
Ich würde mich über eine Antwort von Dir freuen.

nightquest
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Beitragvon nightquest » Sa 30. Jun 2007, 19:11

Falter hat geschrieben:Was ist an Schizophrenie so schlimm? Mal abgesehen davon, dass es eine schwere Erkrankung ist. Aber wenn man genau weiß welche Erkrankung man hat, kann man sie therapieren und damit leben. Man weiß warum man so handelt wie man handelt und die Angehörigen können entscheiden, ob sie damit umgehen können. Das Bewusstsein ist ein ganz großer Schritt zur Bewältigung aller Probleme. Hieraus ergeben sich die Antworten auf alle Fragen.
Ich würde mich über eine Antwort von Dir freuen.
Was an Schizophrenie so schlimm ist, abgesehen davon dass es eine schlimme Krankheit ist. Wahrscheinlich gar nichts.

Entschuldige meinen Zynismus, aber wahrscheinlich ist Krebs auch nicht schlimm... abgesehen davon, dass es eine schlimme Krankheit ist.
Es ist nicht wahr, dass Schizophrenie immer heilbar ist. Im Fall von meiner Mutter konnte es nicht geheilt werden. Man kann vielleicht damit leben. Man kann irgendwie mit allem Leben, aber man muss seine wünsche ans Leben sehr einschränken.
Meine Mutter war ein kluge Frau, Mathematikerin war sie. Sie konnte mit der Krankheit nicht mehr arbeiten.
Sie hat durch die Krankheit ihre Familie verloren, weil sie sich von meinem Vater verfolgt fühlte. Sie hat ihren Sohn (mich) nicht aufwachsen sehen.

Viele Schizophrene begehen Selbstmord.

Das schlimmste aber ist: Schizophrenie ist sehr stark erblich.
Kinder zweier Schizophrener Eltern haben ein Erkrankungsrisiko von circa 40% selbst an Schizophrenie zu erkranken (und zwar egal ob sie bei ihren Eltern aufwachsen oder nicht. Die Krankheit ist vor allem genetisch bedingt). Doch die 60% die nicht erkranken sind nicht etwa gesund, sondern haben oft andere psychsiche Störungen. Nur 20% der Kinder zweier Schizophrener sind vollkommen gesund.

Von den Kindern mit nur einem Elternteil, das an Schizophrenie erkrankt ist, erkranken 10-15% an Schizophrenie und viele haben andere psychische Störungen.

Kann man das denn seinen Kindern wünschen?

Also ich weiss, das ich wenn ich die Daignose Schizophrenie kriege, dass ich dann überlegen würde mich sterilisieren zu lassen.
Das muss natürlich jeder für sich selbst wissen, aber wenn ich diese diagnose kriegen würde, wollte ich keine Kinder und weil Vater hzu sein mein Lebenstraum ist, darum wäre das schlimm für mich.

Falter
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Beitragvon Falter » Sa 30. Jun 2007, 19:37

Wahrscheinlich kann ich meine Gedanken nicht so rüberbringen, wie ich es meine und fühle. "Schlimm" ist nicht wirklich der richtige Ausdruck den ich meine. Du hast mit allem Recht. Für mich stellt es sich im Moment als Entlastung dar, da ich seit zwei Jahren damit lebe und nicht weiß oder wußte was es ist. Und letztlich die Fehler schon bei mir gesucht habe. Jetzt stellt sich für mich die Frage was kann und was muss ich tun?
Wie hättest Du anstelle Deines Vaters reagiert? Was würdest Du machen, wenn Du schon Kinder hättest?

nightquest
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Beitragvon nightquest » Sa 30. Jun 2007, 19:44

Falter hat geschrieben:Wahrscheinlich kann ich meine Gedanken nicht so rüberbringen, wie ich es meine und fühle. "Schlimm" ist nicht wirklich der richtige Ausdruck den ich meine. Du hast mit allem Recht. Für mich stellt es sich im Moment als Entlastung dar, da ich seit zwei Jahren damit lebe und nicht weiß oder wußte was es ist. Und letztlich die Fehler schon bei mir gesucht habe. Jetzt stellt sich für mich die Frage was kann und was muss ich tun?
Wie hättest Du anstelle Deines Vaters reagiert? Was würdest Du machen, wenn Du schon Kinder hättest?
Ja, ich verstehe, was du meinst. Schizophrenes Verhalten + Diagnose Schizophrenie ist besser als das Verhalten ohne die diagnose.

Ich hätte genau so wie mein Vater reagiert. Ich hätte den Kontakt abgebrochen.
Ich habe glücklicher Erinnerungen an meine Kindheit. Vielleicht war es die einzige gute Zeit in meinem Leben. Ich bin froh, dass mein Vater mir diesen kleinen Schutzraum bieten konnte und ich mache das auch noch häufig, wenn ich traurig bin, dass ich an meine Kindheit zurück denke: Das Kornfeld bei uns, den kleinen Bach, wo ich Dämme baute. Wie mein Vater mir Kakao machte. Alles so ein kleines Zeug und ich bin sehr sehr froh, dass ich mir als Kind keinen Kopf um Schizophrenie machen musste. Ja, ich wusste nicht mal genau was das ist.

Ich weiss nicht, was ich machen würde, wenn ich Kinder hätte. Habe ja keine.

Hast Du denn Kinder?

Falter
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Beitragvon Falter » So 1. Jul 2007, 11:24

Ja wir haben einen Sohn. Er ist im Teenie-Alter und - so finde ich - meistert er die Sache ganz gut. Was er wirklich mitbekommt und wo er vielleicht eingeschränkt ist, kann ich nicht sagen. Er hat auf jeden Fall ganz viele wichtige Sachen und vielmehr Zeit als andere Kinder mit seinem Vater gemacht und verbracht. ich glaube, dass er davon jetzt lebt, so wie du.

Trotzdem ist auch dieses Alter ein Wichtiges und ich bin mir nicht sicher, wie ich mich entscheiden soll. Trennung? Es hängt soviel daran. Wir haben ein halbes Leben miteinander verbracht und eine gute Zeit gehabt. Gestern wollte ich zum Ausdruck bringen, dass meiner Meinung nach, es am wichtigsten ist, dass der/die Betroffene die krankheit annimmt soweit es geht. Dann - so denke ich - können die Angehörigen auch helfen und sehen einen Sinn darin. Dies ist bei meinem Mann leider nicht der Fall. Er ist seiner Meinung nicht krank und braucht keine Hilfe, aber er kann schon seit Monaten nicht arbeiten und wartet jeden Tag das er vorbeigeht. Dies mit anzusehen ist grausam.
Ich habe gestern noch eine Seite psychatrienetz gefunden. Kennst du die? Dort ist auf Literatur hingewiesen worden auch zum Thema Familienplanung. Vielleicht ist das was für dich?

nightquest
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Beitragvon nightquest » Mo 1. Okt 2007, 19:15

Servus,
Ich war inzwischen beim Arzt. Meine Diagnose ist Zwangserkrankung. Schizophrenie kann ausgeschlossen werden!!!
Ich nehme inzwischen Medikamente dagegen und m ir ght es sehr gut. Nur traurig, dass ich mic so lange nicht zum Arzt getraut habe und traurig, dass es wahrscheinlich ganz viele Betroffene da draussen gibt, die nicht wissen, dass sie Zwangsgedanken haben und sich für schizophren halten :(

Wie geht es deinem Mann inzwischen?

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Arachne
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Beitragvon Arachne » Mo 1. Okt 2007, 20:11

Ich nehme inzwischen Medikamente dagegen und m ir ght es sehr gut
Das freut mich sehr, dass es Dir besser geht! O:) Deinen Bericht zu lesen war sehr anrührend. Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft,
LG
Arachne

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Beitragvon Paradiesvogel » Mo 22. Okt 2007, 21:53

Hey,

warum sind eure interessanten Wortwechsel denn so im Sande verlaufen?

Es war äußerst interessant zu lesen! Und ich wünsch euch auch alles Gute!

Das Thema Familienplanung interessiert mich nämlich auch - ich bin noch jung und möcht auch mal selber Kinder kriegen, sehr gerne...! Aber ich find es auch so schlimm, die Krankheit jemandem weiterzuvererben, wisst ihr?

Gruß und hoffe, ihr meldet euch wieder,

Paradiesvogel

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Beitragvon nightquest » Di 6. Nov 2007, 21:03

Ich würde gerne mit dir darüber reden. :)
Was wurde bei dir diagnostiziert?

Paradiesvogel
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Beitragvon Paradiesvogel » Sa 10. Nov 2007, 21:14

hi! na im prinzip auch paranoide schizophrenie.... aber ich finde auch, dass ich oft zwanghaft bin.
grad was sauberkeit angeht und gründlichkeit, da find´ ich oft keinen schluss, keinen punkt.

im moment bin cih auf einem guten stand, alles läuft soweit so gut. also was die krankheit betrifft und das beruffliche.

bin also medikamentös eingestellt & auch die nebenwirkungen, naja, sagen wir - ich hab mich an sie gewöhnt und das ist doch immerhin was, oder?

aber das thema familienplanung ist ein heikles finde ich. ich würde so gern eine gesunde familie haben, also kinder wo ich mir keine sorgen machen muss, weil dass ich schon allein eine schizophrenie hab´ das reicht mir! jetzt erst musste ich wieder daran denken, wie man denn den ganzen stress als mensch, der labiler ist als andere, aushält? durchwachte nächte, verspannter rücken, na all sowas (ich hab neulich mit einer geredet, die grad´n kleines baby hat).
na und dann das risiko wieder krank zu werden, bei den strapazen um die geburt herum - ich weiß nicht, aber es ist doch gemein, dass das alles nicht so normal funktioniert wie bei gesunden leuten...

jetzt wart ich erstmal auf deine antwort =)

ciao


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