Tiefenpsychologische PT bei Ängstlich vermeidender PS??

Stranger_in_this_Town
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Tiefenpsychologische PT bei Ängstlich vermeidender PS??

Beitragvon Stranger_in_this_Town » So 8. Jan 2006, 17:39

Hallo,

ich habe bis vor etwa einem Jahr eine VT gemacht, die ich abgebrochen habe, u.a. weil wohl die Therapieform wohl nicht so die richtige für mich war. Ich bin einfach nicht damit klar gekommen, fast nur am Hier und Jetzt zu arbeiten, irgendwelche Übungen zu machen um mein Verhalten zu ändern, usw. Ich glaube, für mich wäre es wichtiger, meine Vergangenheit aufzuarbeiten, wissen woher meine ganzen Probleme kommen und auf diesem Weg Lösungen zu finden.

Jetzt würde ich gerne eine neue Therapie machen, hab aber noch nirgendwo eine Antwort darauf gefunden, ob ich bei Ängstlich vermeidender Persönlichkeitsstörung auch eine Tiefenpsychologisch fundierte Therapie machen kann und vor allem ob sie etwas bringt. Überall steht die Verhaltenstherapie als Therapieform erster Wahl bei dieser Störung.

Hat jemand eine Antwort für mich? Und vielleicht sogar von positiven Erfahrungen zu berichten?

Viele Grüße,
stranger

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snow
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Beitragvon snow » Di 10. Jan 2006, 06:25

Hallo stranger,

wenn du das Gefühl hast (aufgrund deiner bisherigen Erfahrungen) das dir eine solche Therapie etwas bringen könnte, dann lohnt der Versuch alle mal. Außerdem kannst du die ersten 5 Probesitzungen auch dazu nutzen, um den Therapeuten direkt zu fragen, ob er es bei deiner Erkrankung für angebracht hält, oder nicht.

Viele liebe Grüße, snow
Wenn Gefühle wie Licht sind,
dann sollte der Verstand ein Glas sein;
welches das Licht in seine Farben aufspaltet.

Jonas
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Beitragvon Jonas » Di 10. Jan 2006, 14:16

Hallo Stranger,

wichtiger als den therapeutischen Stil finde ich immer die menschlichen Qualitäten des Behandlers - dass man sich als Patient bedingungslos akzeptiert und wirklich verstanden fühlt. Wenn die Beziehung zum Therapeuten stimmt, wenn man sich da wirklich geborgen und, wie gesagt, mit seinen Nöten und Problemen verstanden fühlt, dann kann Veränderung stattfinden, egal, ob es nun eine Verhaltenstherapie ist, eine tiefenpsychologisch orientierte oder eine Gesprächstherapie.

Leider ist es nach meiner Erfahrung nicht ganz einfach, einen Therapeuten zu finden, der diese Qualitäten besitzt. Ich würde diese ersten fünf Probestunden dazu nutzen, ganz genau darauf zu achten, wie ich mich fühle, ob das, was ich sage, ankommt, gehört wird, akzeptiert wird, ob die Antwort Verständnis für mich widerspiegelt usw. Wenn Dein Gefühl dann nach diesen fünf Stunden zum 100% ja sagt, bist Du an den Richtigen geraten.

Gruß,

Jonas
http://www.eigener-planet.de/

faarigia
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Re: Tiefenpsychologische PT bei Ängstlich vermeidender PS??

Beitragvon faarigia » Do 19. Feb 2015, 11:07

danke für deine Antwort. Sowas habe ich fast schon befürchtet. Schlimm ist vor allem, dass er alle so zur Weißglut bringen kann, dass man am Ende einfach keine Lust mehr hat und ihn am liebsten ignorieren will.

Man kann halt überhaupt nicht mir ihm reden. Passt ihm ein Thema nicht, haut er ab...

Werde auf jeden Fall deine Infos meiner Freundin mitteilen. Und dann müssen wir mal schaun, wie man die Sache am besten angeht.

Dir auf jeden Fall alles Gute.
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fluuu
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Re: Tiefenpsychologische PT bei Ängstlich vermeidender PS??

Beitragvon fluuu » Fr 20. Feb 2015, 11:18

Hallo,
ob bei Ängstlich vermeidender Persönlichkeitsstörung eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie sinnvoll ist hängt davon ab
ob die Ursachen der Ängste in der biographischen Entwicklung zu finden sind z.B. bei Traumatisierung und dass das Bohren in die Tiefe
die Ängste nicht verstärkt wie es bei den meisten Patienten der Fall ist. Deshalb zunächst Stabilisierung durch Verhaltenstraining.
Ansonsten wie schon gesagt wurde ist der nächste Aspekt für den Erfolg der Therapie die Beziehung untereinander egal mit
welcher Überschrift, jedoch eine therapeutische Beziehung beinhaltet nicht allein das Tätscheln, eine Strenge gehört dazu.
gruß fluuu

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