Soziale Phobie

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fluuu
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Re: Soziale Phobie

Beitragvon fluuu » Fr 1. Jul 2011, 11:07

Hallo,
um nicht ungerecht zu sein was die erziehende Mutter angeht mit dem eventuell psychisch kranken Sohn,
die Väter haben den selben Anteil, vor allem die abwesenden Väter.
Warum sind die Väter so oft abwesend und der Mutter bleibt das Prägen des Kindes überlassen?
Sind sie bei der Arbeit zum Geld verdienen? Lungern sie auf der Straße oder in Kneipen umher weil
sie als Arbeitsloser den Vorwurf von der Frau ein Taugenichts zu sein nicht ertragen können?
Die Frau möchte Schoppen gehen und braucht das Geld vom Mann?
Oder sind sie schon lange getrennt weil die Frau die Liebe zum Kind nicht mit dem Mann teilen möchte?
Oder der Vater ist immer daheim hat aber neben der Frau nichts zu melden und er resigniert vor sich hin.
Das wäre für einen heranwachsenden Sohn die schlimmste Form der Abwesenheit des Vaters.
Egal welche familiäre Situation, alle können sie Störungen beim Kind hervorrufen in der sozialen Kompetenz.

Bei einer Sozialen Phobie geht es nicht anders als die geprägten Ängste Stück für Stück zu bewältigen,
das ist für einen Jugendlichen alleine kaum zu schaffen und die familiäre Situation ist sicherlich auch nicht
der beste Lehrmeister gegen Ängste. Zum Anderen gilt es das Selbstvertrauen zu stärken durch Übungen
die nach der Überwindung ein Erfolgserlebnis spürbar machen.
gruß fluuu

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Mirjam
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Re: Soziale Phobie

Beitragvon Mirjam » Fr 1. Jul 2011, 11:38

früher haben kinder auf der straße soziale kompetenz gelernt

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Remedias
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Re: Soziale Phobie

Beitragvon Remedias » Fr 1. Jul 2011, 14:38

Ist soziale Phobie wirklich eine Krankheit?
Oder nur eine Pathologisierung einer ganz normalen Charaktervariation.
Ich hatte früher KlassenkameradInnen, die waren einfach schüchtern.
Sie wurden rot beim Reden. Sie stotterten vor Nervosität. Es waren die Leisen, Unauffälligen - wenn man sie näher kennen lernte, oft die besten Freunde und Freundinnen.

liebe Grüße Remedias

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Re: Soziale Phobie

Beitragvon Mirjam » Fr 1. Jul 2011, 23:02

Ich denk das kommt auf das Ausmaß drauf an.
LG
Mirjam

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fluuu
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Re: Soziale Phobie

Beitragvon fluuu » Mo 4. Jul 2011, 11:12

Hallo,
genau, man muss nicht alles als Krankheit deklarieren was anders ist oder von der Norm abweicht.
Auf der anderen Seite haben an Sucht leidende Menschen lange dafür gekämpft damit die Störung als
Krankheit akzeptiert wird.
Wenn der Leidensdruck so groß ist, dass ein geregelter Alltag mit Gang zur Arbeit nicht mehr
möglich ist, dann ist der Titel "Krankheit" eine Hilfe.
So ist es auch bei der Sozialen Phobie, gehört in der Klassifikation zu den Angststörungen.
Dieses Verhalten ist keine Schüchternheit sondern des Vermeiden von Kontakt, kann soweit gehen,
dass ein Verlassen der Wohnung nicht mehr möglich ist, es kommt zur psychischen Isolation.
Jeder der eine innere Isolation schon mal erlebt hat weiß was für ein grausames Gefühl das ist.
Menschen die an Sozialer Phobie leiden sind letztendlich nicht in der Lage sich selber zu versorgen.
Das Problem einkaufen gehen bei psychischen Störungen kennen sicherlich viele.
Es ist schade aber immer wieder zu beobachten, der eigene Zustand wird als ganz schlimm bzw.
schwer krank dargestellt oder die Symptome sind schwerwiegend aber es wird alles geleugnet,
nur die anderen Menschen haben keine Probleme, sie spielen nur etwas vor oder tun so als ob.
Es ist wirklich schade, dass die psychisch Betroffenen untereinander die Problematiken nicht ernst
nehmen und so gegeneinander agieren anstatt sich zu Solidarisieren gegen den Feind inneres
Unvermögen, dieses Defizit haben alle Menschen gemeinsam.
gruß fluuu

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MaddinV
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Re: Soziale Phobie

Beitragvon MaddinV » Fr 8. Jul 2011, 17:51

Hallo,

als betroffener kann ich dazu nur sagen, das ich mit unter schon sehr sehr darunter gelitten habe, es war zeitweise so schlimm, das ich nicht einmal einkaufen konnte, sobald mich jemand angeschaut hat, Hab ich angefangen zu zittern, was ich dann nicht mehr verbergen konnte.
Dazu kamen dann Schweißausbrüche und das verlangen, die Situation sofort zu verlassen.
Hab dann zeitweise versucht mit Alkohol es in der Griff zu kriegen.

Habe es jetzt weitgehend im Griff, aber weg ist es immer noch nicht.
Manchmal gibt es kleine Rückfälle.


Viele Grüße
MaddinV


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