PS mit dependenten und selbstunsicheren Anteilen

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FrankaZiss
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PS mit dependenten und selbstunsicheren Anteilen

Beitragvon FrankaZiss » Sa 2. Apr 2011, 15:13

Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und auf der Suche nach Hilfe und Rat bei PS Cluster C.

Ich bin 26 Jahre alt. War gerade 9 Wochen in einer tagesklinischen Einrichtung. Dort gab man mir die Diagnose. Man meinte, meine Depressionen und die generalisierte Angststörung kommt durch die PS und dass diese behandelt werden muss, damit sich alles andere hinten dran auflösen könne. Durch diese Leistung, die ich immer erbringe (mich dadurch definiere) und dem Hang zu Helfersyndrom komm ich immer in eine Erschöpfung und diese verursacht meine Depressionen und die Angstörung.

Ich bin in der Wiedereingliederung, zunächst für 4 Stunden (wollte mich nicht wirklich krank schreiben lassen, wegen der starken Schuldgefühle). Es geht mir wieder ganz schlecht. Hab Muskel-Gelenkschmerzen, keine Freude und sogar wieder passive Suizidgedanken.

Jetzt bin ich natürlich auf der Suche nach einer Anschlusstherapie, nur ist es nicht einfach jemanden zu finden und die Katze im Sack möchte ich auch nicht kaufen.

Wenn ich jemanden erreiche und einen Termin zu probatorischen Sitzungen machen kann, dann kann mir keiner sagen, ob er mich einfach behandeln kann. "Kommen Sie erstmal her und dann lernen wir uns erstmal kennen", sagt man mir. Einer sagte mir am Telefon, nachdem ich meine Diagnose erklärt habe: "Ich bin jetzt ganz verwirrt". Ach und dem musst ich das erstmal aufdrängen, was ich hab. Der wollte gleich n Termin machen und nicht mal wissen, warum ich kommen möchte. Das war irgendwie komisch. Da geh ich nicht hin.

Ich trau dem ganzen Frieden nicht und möchte natürlich jemanden suchen und auch gleich am Telefon befragen, ob er das richtige Therapieverfahren anbietet. Für mich ist es schon so schwierig mich aufzuraffen und irgendwo hinzugehen. Es ist momentan nur ein Durchhalten. Wenn ich ständig zu jemand anderen laufen muss, dann ist das ganz schön demotivierend.

Jetzt meine Frage: Welches Therapieverfahren ist richtig? Muss ich eine Verhaltenstherapie machen oder Tiefenpsychologie oder kann mir jemand sagen, was genau gemacht wird oder gemacht werden sollte?

Ich habe große Schwierigkeiten momentan. Überhaupt jemanden anzurufen und mich da durchzuringen, war schwierig. Die nächste Psychologin sagte mir, sie mache nur Verhaltenstherapie. Was ich denn machen möchte. Denn Tiefenpsychologisch könne sie nicht anbieten. Daraufhin habe ich gefragt: "Ja, was solle ich denn am besten machen bei dieser Diagnose"? Das konnte sie mir auch nicht beantworten. Ich solle erstmal hinkommen.

Sie war ganz nett am Telefon, auch wenn sie mir nicht versprechen kann, dass ich überhaupt rein rutsche und wenn dann nur alle 14 Tage einen Termin habe, werde ich hin gehen. Ich finde niemanden irgendwie...

Ich weiß einfach nicht weiter...

Bitte um Hilfe

Liebe Grüße

Fortuna
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Re: PS mit dependenten und selbstunsicheren Anteilen

Beitragvon Fortuna » Sa 2. Apr 2011, 21:23

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FrankaZiss
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Re: PS mit dependenten und selbstunsicheren Anteilen

Beitragvon FrankaZiss » Mo 4. Apr 2011, 17:36

Hallo Fortuna,

vielen lieben Dank für deine Antwort. Ob ich das so durchziehen kann, weiß ich noch nicht. Ich hatte heute einen Termin bei einem Psychiater. Er hat mir vorerst ein anderes Medikament verschrieben. Ich will es mal damit versuchen. Die Arbeit im Stich zu lassen, fällt mir sooooo schwer. Außerdem würde sie liegen bleiben, bis ich wieder komme, mein Kollege könnte keinen Urlaub machen und diese Schuldgefühle würden mich noch mehr kaputt machen. Der Psychiater hat mir auch eine Liste mit Empfehlungen gegeben. Die werde ich erstmal alle durchtelefonieren. Wenn das alles auch nichts bringt, dann gehe ich den Weg, den du mir vorgeschlagen hast. Weil dann gibt es auch keinen anderen mehr.

Du schreibst so, als hättest du Erfahrungen damit. Kannst du mir davon berichten?

Liebe Grüße

FrankaZiss

Fortuna
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Re: PS mit dependenten und selbstunsicheren Anteilen

Beitragvon Fortuna » Mi 6. Apr 2011, 12:37

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Zuletzt geändert von Fortuna am Sa 28. Mai 2011, 00:42, insgesamt 1-mal geändert.

FrankaZiss
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Re: PS mit dependenten und selbstunsicheren Anteilen

Beitragvon FrankaZiss » Mo 11. Apr 2011, 20:36

Hallo Fortuna,

ich würde gerne mehr darüber wissen. Wie hast du das alles geschafft?

Vielleicht finde ich so den richtigen Weg.

Manchmal habe ich wegen der Schmerzen keine Hoffnung mehr. Eigentlich habe ich doch alles, was ein Mensch braucht, aber mit den Schmerzen ist das auch nichts wert, denk ich mir oft. Was nützt mir schönes Wetter, wenn ich mich nicht darüber freuen kann. Was nützt es mir, wenn ich keine Kraft habe raus zu gehen und die Sonne zu genießen.

Es nervt alles nur noch.

Ich habe dir auch noch im Vorstellungs-Thread geschrieben, aber du kannst die Antwort auch gerne hier geben.

Danke dir für deine Hilfestellung, die du mir bereits gegeben hast.

Es ist wirklich schön, zu wissen, dass man nicht alleine ist.

Würde mich interessieren, wer noch ähnliche Probleme hat. Vielleicht finde ich ja noch einen Thread zu diesen Schmerzen.

Lieben Gruß

Franzi


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