Bipolare Störung

Hier hinein gehören spezifische Beiträge zu Depressionen, manischen und manisch-depressiven (bipolaren) Störungen, Zyklothymie, Dysthymie und anderen Störungen des Gemüts.
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citta
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Re: Bipolare Störung

Beitragvon citta » Do 13. Jan 2011, 14:04

Hallo Sonne

Hast du schon einmal an eine Selbsthilfegruppe gedacht? Das könnte dir vielleicht etwas von dem Selbstvertrauen geben, das du zur Bewältigung des Alltags brauchst.

Liebe Grüsse
Citta

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Feuerchen
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Re: Bipolare Störung

Beitragvon Feuerchen » Do 13. Jan 2011, 14:38

Vielleicht wäre es auch eine Option, Sonne2010, wenn Du z.b. 2 mal die Woche die Kinder für 2-3 Stunden zu einer Betreuung oder Pflegefamilie geben würdest, damit Du Dich wieder erholen könntest... In der Zeit, könntest Du einfach Kraft für Dich schöpfen und einfach mal die Seele baumeln lassen?

War nur so ein Gedanke... Für die Kinder ist es schön auch mal was anderes zu sehen ,und es ist besser ein bis zwei mal auf die Mutti ein bischen zu verzichten, als eine ständig gestresste Mama um sich haben. Die Kinder bekommen das ja auch mit, daß es Dir nicht so gut geht.

Liebe Grüße
Feuerchen

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Remedias
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Re: Bipolare Störung

Beitragvon Remedias » Do 13. Jan 2011, 18:34

hallo Sonne,
ich habe auch eine sechzehnjährige Tochter, einen Mann und eine Katze.
Bei mir wurde schizoaffektive Störung diagnostiziert; allerdings erst vor 6 Jahren.
Da war meine Tochter auch noch recht klein.
Grundsätzlich möchte ich dir aber Mut machen, dass es umso besser wird, je älter die Kinder werden.
Wie alt sind deine?
Mein Mann hat viel Haushaltspflichten übernommen, wenn es mir nicht gut gehjt oder ich in der Klinik bin.
Ansonsten muss ich gestehen, dass ich ihn fast ein wenig vernachlässige.
Meine Kraft brauche ich vorallendingen für meine Tochter.
Sie hat früh verstanden, dass ich einfach nicht so die fitte Mutter für Unternehmungen bin, sondern mehr die zum Reden.
Für Aktivitäten hat sie sich früh ihren Freundeskreis gesucht.
liebe Grüße Remedias

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Remedias
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Re: Bipolare Störung

Beitragvon Remedias » Do 13. Jan 2011, 20:14

hallo, Sonne, deine Kinder sind doch noch sehr jung, da ist alles schwieriger.
Ich gehe in ein Arbeitsprojekt arbeiten, es ist allerdings schon 2. Arbeitsmarkt.
Dort nehmen sie Rücksicht auf meine Befindlichkeiten, wenn es nicht geht, werde ich halt von meiner Psychiaterin
Meine Tochter geht in eine 10. Klasse Gymnasium; sie ist eine mittelmäßige/prächtige Schülerin :) und ansonsten eine ganz Liebe.
Die Pubertät ist ja schon fast vorbei.
liebe Grüße Remedias

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Re: Bipolare Störung

Beitragvon lordi » Do 13. Jan 2011, 21:12

Hallo Sonne,
es ist zwar schon Jahre her, aber in meiner psychiatrischen Klinik war eine jüngere Frau, die hat von der Krankenkasse umsonst eine Haushalts- und Kinderhilfe bekommen. Jetzt weiß ich nicht, ob das nur während ihres stationären Aufenthaltes war. Allerdings hat ein anderer Bekannter auch von der Krankenkasse eine Hilfe durch die Krankenkasse bekommen. D.h. eigentlich hat die Hilfe seine Frau (sie war Hausfrau mit 2 kleinen Kindern unter 10 Jahren) bekommen, die an der Schulter operiert worden war und nichts machen konnte. Erkundige dich doch.

Selbsthilfegruppen können aufbauend sein, sie können aber auch belastend sein - wenn nur Negatives erzählt wird.

Kinder habe ich keine also kann ich nicht mitreden.

Viele Grüße
Lordi

citta
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Re: Bipolare Störung

Beitragvon citta » Fr 14. Jan 2011, 10:51

Hallo Sonne

Nein, ich habe leider noch keine Erfahrung mit Selbsthilfegruppen, aber ich suche selber eine für Schizophreniebetroffene oder Psychoseerfahrene. Ich kann mir einfach vorstellen, dass einem so eine Gruppe einen Rückhalt vermitteln kann, der ebenso wenn nicht noch wirksamer als eine Einzeltherapie sein kann. Wertvolle Beziehungen zu anderen Menschen sind für mich das A und O aller Heilungsprozesse. Man gewinnt durch sie ein anderes Selbstverständnis, das einem hilft, sich in der eigenen Situation zurechtzufinden.

Liebe Grüsse
Citta

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Re: Bipolare Störung

Beitragvon citta » Fr 14. Jan 2011, 13:36

Hallo Sonne

Nein, ich habe keine Kinder. Ich bin auch erst einundreissig, vielleicht wird es noch dazu kommen. Aber ich habe natürlich auch Bedenken weil die Schizophrenie vererbbar ist und ich bin froh, wenn ich mal mein eigenes Leben ein bisschen unter Kontrolle bringe. Du musst ja schön beschäftigt sein mit deinen Kindern und dann noch den psychischen Hürden!
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und dass du dich irgendwie etwas entlasten kannst. Hast du auch ein Tagebuch?

Liebe Grüsse
Citta

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Remedias
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Re: Bipolare Störung

Beitragvon Remedias » Fr 14. Jan 2011, 16:30

Hallo, Sonne,
warst du mit deiner bipolaren Störung denn auch psychotisch?
liebe Grüße Remedias

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Feuerchen
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Re: Bipolare Störung

Beitragvon Feuerchen » Fr 14. Jan 2011, 18:25

Hallo Sonne,

Ja, ich habe auch Kinder... Und es war total schwer, als ich krank wurde...Meine Kinder mußten zwangsweise reifer werden, und auch manches selber übernehmen, wie z.b. sich die Brotzeit schmieren , im Haushalt mithelfen usw...

Allerdings waren meine Kinder etwas älter. Und ein 13 Monate altes Kind wegzugeben ist auch nicht so toll. Das kann ich verstehen, daß Du da zurückschreckst... Bei Deinem größeren Kind (8 Jahre), könnte ich mir das eher für ein paar Stunden vorstellen.. Auch bei Kindern ist es so, daß sie vor neuen Gegebenheiten erst mal zurückschrecken...(Ich mein, wegen der Hausaufgabenbetreuung in der Schule, die Du erwähnt hast. - Und ja, Schule ist halt doch Schule, da kann ich Deinen Bub voll verstehen!)
Wenn er aber eine Pflegefamilie hätte, die auch Kinder hätte, mit denen er spielen könnte, würde es sicher nach einer Eingewöhnungszeit anders aussehen... Dann würde er Freundschaft schließen und z.b. einfach einmal in der Woche einen Spielnachmittag bei Familie sowieso, sowieso machen.

Vielleicht hast Du eine Familie in deinem Bekanntenkreis, (z.b. eine Familie aus der Klasse Deines Sohnes) die an dem Tag, wenn Deine Mutter mal das Kleine betreut, auch deinen Sohn für zwei bis drei Stunden nehmen würde. Dann hätte er Kontakt zu einem Spielgefährten und du hättest etwas Luft Dich zu erholen. Ich würde mit der Familie dann direkt ansprechen , daß du krank warst, und ob Du nicht regelmäßig einen Nachmittag ausmachen könntest.

Deine beiden sind ja vom Altersunterschied wie zwei Einzelkinder... Beiden muß man eine individuelle Betreuung zukommen lassen... Das ist wirklich nicht einfach!.... Das Kleine kann einfach die Spiele mit dem Großen noch nicht mitmachen...

Ich drück Dir die Daumen, daß Du eine Möglichkeit für Dich findest!

Liebe Grüße
Feuerchen

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Re: Bipolare Störung

Beitragvon citta » So 16. Jan 2011, 20:55

Hallo Sonne

Ich habe zwar nicht kleine Kinder aber ich habe mich eben kürzlich gefragt, ob ich mit meiner Schizophrenie Kinder haben sollte. Was du schreibst, schreckt mich jetzt natürlich ein wenig ab. Ich möchte mich nicht überfordern. Hast du keine Möglichkeit die Kinder abzugeben, die Kitta oder ähnliches.
Liebe Grüsse
Citta

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Re: Bipolare Störung

Beitragvon citta » Mo 17. Jan 2011, 16:04

Hallo Sonne
Ich bin krank geschrieben und arbeite zur Zeit überhaupt nicht. Ich lebe zwar in einer stabilen Partnerschaft aber mit den FInanzen ist es auch zu zweit sehr knapp. Die finanzielle Sicherheit wäre für mich schon die Voraussetzung um eine Familie zu gründen. Ich werde wohl, soweit meine Überlegungen, keine Kinder haben. Ich bin glaube ich, einfach zu instabil und verletzlich für so eine grosse Aufgabe. Aber ich bewundere alle, die das schaffen.
Liebe Grüsse
Citta

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Re: Bipolare Störung

Beitragvon cake » Mo 31. Jan 2011, 11:42

Könntest Du dir eine Mutter-Kind-Kur vorstellen?
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Mirjam
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Re: Bipolare Störung

Beitragvon Mirjam » Mo 31. Jan 2011, 14:52

sonne2010 hat geschrieben:....
Die Idee fand ich gut, nur spielt mein Partner da nicht mit , da müsste er beide Kinder ins Bett bringen. ..................
Mein Mann ist da ein ganz lieber, der muss sich immer mein Gejammer anhören, da ich momentan wegen einer Depression wieder Antidepressiva nehme.
Hallo Sonne!

Wäre das denn sooo ein Problem, beide Kinder ins Bett zu bringen? Und er muss dein Gejammer anhörn? Wie versteh ich denn das jetzt?!?

Es gibt für psychisch kranke Mütter auch Kliniken, in denen sie ihre Kinder mitbringen können.
http://www.ipsis.de/adressen/adresselternkind.htm

Kinder mit 13 Monate... Hab ich in Reha auch schon mitbekommen, dass Mütter da Schwierigkeiten haben beim Abgeben in der Kindergruppe. Vor allem, wenn deine stark fremdelt. Aber es war meistens machbar.
Dass Kinder da gern krank werden stimmt. Ist ja ein Alter wo sie eh alles durchmachen. Oft kriegen die MagenDarm und das geht dann reihum, weil sich alle nacheinander anstecken. Aber das sind in den meisten Fällen immer nur zwei/drei Tage und schließlich brauchst du dich außer um die Kinder nix kümmern. Ich war auch schon in Reha mit meinen beiden und ich möchte diese Zeit nicht missen. Wir Frauen hatten viel Spaß miteinander. Und auch die Kinder.
Mein Psychiater empfahl sogar noch, ein 2. Kind zu bekommen. Wenn er davon abgeraten hätte, ich hätte nie noch eins bekommen.
Hat er das wirklich "empfohlen"? Abgesehen davon liegt die Entscheidung ja immerhin noch nur bei dir!
Es ist in meinem Alter und vor allem mit Kindern so schwer, Leute kennenzulernen.
Hmm... ich find, es gibt eigentlich keinen Zeitraum, in dem man besser Leute kennenlernt als wenn die Kinder in dem Alter sind wie deine Kleine... :-k
Meine Nachbarin meinte auch, man müsste Bekanntschaften pflegen und nicht vernachlässigen, aber ich bringe ja nicht mal mein Leben auf die Reihe.
Also willst und kannst du grad keine neuen Leute kennenlernen...?

Wenn du im Kindergarten auf einem Zettel am schwarzen Brett jemanden suchen könntest, der deine Kleine vielleicht nachmittags ne Stunde betreut.

Oder deine Nachbarin?
Nachmittags und am Wochenende kommt dann noch mein Sohn dazu.
Was macht dein Mann am Wochenende?
LG
Mirjam

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Re: Bipolare Störung

Beitragvon cake » Di 1. Feb 2011, 08:03

Nur hat unser lieber Sohn immer die Treffen sabotiert, in dem er wie ein Wilder getobt und geschrien hat. Da konnte man sich nicht mit seinen Freunden unterhalten. Bald haben deswegen auch zwei befreundete Elternpaare den Kontakt zu uns abgebrochen
:-k Ja, da habe ich grad auch überlegt.
Wie war Er denn im Kindergarten und jetzt in der Schule?
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Mirjam
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Re: Bipolare Störung

Beitragvon Mirjam » Di 1. Feb 2011, 11:23

sonne2010 hat geschrieben:...könnte ich sowieso nur in den Sommerferien fahren, weil mein Sohn schon in der Schule ist.
Hallo Sonne !
Nur zur Info. Ich weiß, dass das nichts für dich ist. Die Kinder haben da oftmals auch Schulunterricht (überhaupt im Alter von noch acht Jahren; bekommen das Material von der Heimatschule mit.

Hab mal von einem bekannten Kinderpädagogen gehört, dass Kinder, die eine heftige Trotzphase haben dafür leichter durch die Pubertät gehen. Und die Pubertät ist länger! als die Trotzphase. Also: Hoffnung!
LG
Mirjam


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