Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

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Tanja86
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Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon Tanja86 » Sa 15. Jan 2011, 19:10

Hallo!
Ich habe ein großes Problem... Und zwar bin ich seit 6 Monaten in einer Psychiatrie, weil ich so Ängste etc hatte. Leider geht es mir immer noch nicht gut genug und ich bin auch nicht stabil genug um entlassen zu werden...
Dummerweise, will die Kasse nicht mehr zahlen... Ich bin privat und über die Beihilfe versichert... Es ist eine Privatstation wo ich mich im Moment befinde und ich weiß, ich werde abstürzen wenn ich entlassen werde, weil ich einfach noch total labil bin...
Meine Ärztinm meinte nur, dass die nächste Konsequenz Mao-Hemmer wären oder Elektrokrampftherapie.. Das will ich natürlich nicht.. Ich bin zwar depressiv, aber nicht so schwer. Bei mir ist grad alles extrems chaotisch, ich hab quasi kein zuhause etc. Ich weiß nicht weiter...
Habt ihr eine Idee oder kennt ihr iregnd eine Klausel damit die Kasse noch zahlt?!
Kann ich es irgendwie schaffen noch in der Klinik zu bleiben, bis ich noch etwas stabiler bin???

Bitte ganz dringend um Antwort, hab ja leider nicht mehr viel Zeit was zu unternehmen, weil ich womöglich schon nächste Woche entlassen werde, wenn die Kasse den Verlängerungsantrag nicht genehmigt...

Liebe Grüße

Tanja86
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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon Tanja86 » Sa 15. Jan 2011, 22:26

hallo! doch bei kassenpatienten ist das bei uns auch so...
ein anwalt? das ist aber doch teuer und ich hab auch nicht mehr viel zeit :(
wo soll ich denn so schnell einen her bekommen???

eine bekannte hat mir gesagt, dass es in einem anderen bundesland so ist, dass die patienten nicht entlassen werden dürfen, wenn es ihnen nicht gut genug geht. und wenn die kasse nicht mehr zahlt, muss das die klinik übernehmen..?!
ich hab keine ahung, aber ich weiß, dass wenn ich so entlassen werde werde ich in aller spätestens einer woche wieder dort sein mit nem mega absturz :(
will das jetzt zuende bringen und nicht noch mal hin müssen... :/

ich hab leider schon eine sehr lange krankheitsgeschichte und im moment...
ich hab quasi weder ein zuhause, noch job, ausbildung etc. noch wär ich dazu überhaupt in der lage.. ich kann nicht allein sein, darum muss ich auch unbedingt in eine wg, aber mit meienr störung ist das auch nicht so leicht und.. argh weiß nicht mehr weiter :cry: :cry: :cry:

cake
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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon cake » So 16. Jan 2011, 11:38

ich hab quasi weder ein zuhause, noch job, ausbildung etc. noch wär ich dazu überhaupt in der lage.. ich kann nicht allein sein, darum muss ich auch unbedingt in eine wg, aber mit meienr störung ist das auch nicht so leicht und.. argh weiß nicht mehr weiter
Du hast auch keine Freunde???
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Mirjam
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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon Mirjam » So 16. Jan 2011, 13:15

Tanja86 hat geschrieben: ....ich hab quasi weder ein zuhause...
hallt tanja !

wie kann man das verstehen?
wenn du die möglichkeit hast zu wohnen... würde sich als alternative vielleicht eine tagesklinik anbieten.

oder wie ist das, wenn du von der privatstation auf eine 'normal'station gehen würdest? würde sowas überhaupt gehen? ich vermute mal, dass privatstation teurer ist, oder?

was sagt denn der sozialarbeiter zu deiner wohn/job-situation?
LG
Mirjam

Tanja86
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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon Tanja86 » So 16. Jan 2011, 15:41

hallo! danke für eure antworten!

also ich habe freunde und werde auch bei einem unter kommen können.. ich kann nicht nach hause zurück, weil ich dann sofort einen rückfall bekommen würde.. aber es ist einfach extrem schwer ohne ein sicheres zu hause zu leben.
ich habe angst vor allem... war von gestern auf heute die erste nacht in den 6 moanten weg.. es war einige stunden echt übelst schlimm :(
ich war bei dem freund, zu dem ich auch nach der klinik gehen werde, aber das geht eben alles nicht so einfach.
mit der sozialarbeiterin hier hab ich nach betreuten wg's gesucht, aber entweder voll, nix zu finden oder es ging einfacht nicht (also von mir aus).
eine andere station... sagen wir so, die privatstation hier ist gut, aber die kassenstation.. kein kommentar..
außerdem würde die kasse das denk ich auch nicht zahlen. die ist zwar günstiger, aber dennoch ein kostenfaktor der nach 6 monaten einfach nicht mehr übernommen werden kann. und die kassenstationen sind hier echt unter aller... ihr wisst was ich meine!
will einfach den aufenthalt durchziehen und keinen absturz bekommen um dann wieder hier zu landen.. :(

Tanja86
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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon Tanja86 » So 16. Jan 2011, 16:34

ich sag ja auch nichts gegen kassenstationen im allgemeinen!
nur hier die sind eben echt mega mieß...
also da würde mir definitiv nicht geholfen werden...

ich weiß es doch auch nicht.. ich habe gehofft jemand weiß was von einer klausel im gesetzt oder so, dass man so nicht entlassen werden darf. und ich kann mich nicht auf medikamente einstellen lassen oder gar eine elektrokrampftherapie machen, wenn das
bei meinem störungsbild nicht mal sinnvoll wäre...
sorry ich weiß halt selbst nicht weiter und habe einfach gehofft jemand hier weiß mehr oder hat eine idee oder so.. :(

wie lang warst du denn in der klinik?

elmsfeuer
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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon elmsfeuer » So 16. Jan 2011, 18:46

Hallo Tanja,

mir kommen zu Deiner beschriebenen Situation folgenden Gedanken:
Vorab: Es ist kein Angriff keine Wertung, es sind nur meine Gedanken zu diesem schwierigen Thema.
Du schreibst, du warst jetzt schon 6 Monate in der Klinik. Das ist eine verdammt lange Zeit, und es gibt viele Menschen, da wird die Angst vor der Entlassung mit jedem Tag größer. Auch ich habe lange Zeit am Stück in Kliniken verbracht, und die Angst war teilweise so groß, dass es unvorstellbar für mich war, wieder "draußen" zu leben. Schutzlos, niemand, der mich "verwaltet" und mir Entscheidungen abnimmt, selber verantwortlich für mich.
Selbstverantwortung zu übernehmen nach einem so langen Aufenthalt ist etwas ganz ganz schweres, das weiß ich nur zu gut. Und manchmal ist es kontraproduktiv, einen patienten zu lange zu behalten, eben weil die Angst so groß wird. manchmal muss der Schritt nach draußen sein, denn leben lernt man indem man es lebt.
Ich will Dir damit nicht absprechen, dass es Dir sehr sehr schlecht geht, das liegt mir fern und steht mir auch nicht zu.
Ich habe Menschen gesehen, die sind den Schritt gegangen, voll von Angst. Auch ich. Manche kamen wieder auf die Beine. Andere haben Suizidversuche oder ähnliches unternommen, um einen Beschluss zu erwirken und nicht entlassen werden zu können. Das ist natürlich keine Lösung, denn die Probleme werden dadurch noch größer. Ich hab das auch durch, dass ich nach so langen Klinikaufenthalten völlig "lebensunfähig" war und mein leben am liebsten dort weitergelebt hätte, einfach weil das "draußen" soviel Angst machte. Ich habe dadurch alles verloren und habe es irgendwann doch geschafft mich aufzurappeln und mir wieder ein Leben außerhalb von Institutionen aufzubauen.
Ich verstehe das mit Deiner Wohnsituation noch nicht ganz. Bist Du zuhause realen Bedrohungen ausgesetzt oder ist es mehr die Angst vorm alleinesein?
Ich finde die Idee von Mirjam bezüglich Taagesklinik sehr gut, denn so nach 6 Monaten von heut auf morgen nach Haus ist natürlich ein extremer Schritt, Da wäre Tagesklink ein guter Übergang.
Und die Idee, sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst zu wenden, wie Erwin vorschlägt, finde ich auch sehr gut. Sie bieten oft auch eine aufsuchende betreuung zur Nachsorge nach Klinikaufenthalten an und können Dir auch auf Dauer eine Wohnbetreuung vermitteln, die zu Dir nach hause kommt, wenn Du das möchtest. Wohnheimplätze in guten Einrichtungen sind eben rar und oft kann eine ambulante Betreuung vieles auffangen. hatte ich selber lange Zeit und habe es auch grad erbeut beantragt.
keine Ahnung ob Dir meine Gedanken jetzt weiterhelfen. Darf ich Dich fragen was Du für eine Diagnose hast? Würde etwas weiterhelfen, Deine Situation vielleicht besser zu verstehen. Hatte grade nochmal nachgelesen und gesehen dass Du schreibst:
ich kann nicht allein sein, darum muss ich auch unbedingt in eine wg, aber mit meienr störung ist das auch nicht so leicht und
von daher ist mein Vorschlag mit ambulanter betreuung vielleicht gar nichts für Dich...
Auf jeden Fall aber wünsche ich Dir dass Du einen Weg für Dich findest.
lg elmsfeuer

Mirjam
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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon Mirjam » So 16. Jan 2011, 20:09

Tanja86 hat geschrieben: mit der sozialarbeiterin hier hab ich nach betreuten wg's gesucht, aber entweder voll, nix zu finden oder es ging einfacht nicht (also von mir aus).
eine andere station... sagen wir so, die privatstation hier ist gut, aber die kassenstation.. kein kommentar..
Hallo Tanja !

Wie Elmsfeuer schon schreibt, irgendwann muss man die Selbstverantwortung erproben. Vielleicht wird einem auf einer Privatstation der Absprung zu schwer gemacht, weil es einem dort zu gut geht?? #-o Entschuldigung, aber diese Bösartigkeit von mir :-" muss grad sein.

Was mich stutzig macht ist, dass du schreibst " oder es ging einfacht nicht (also von mir aus). "
Wie sollte man das verstehen? Dass sowas nicht gleich hundertprozent passend angeliefert wird... Aber so für's Erste, wäre es überhaupt nicht tragbar gewesen?
LG
Mirjam

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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon Tanja86 » So 16. Jan 2011, 20:43

hallo!

also ich kann nicht nach hause zurück weil die umstände dort einfach nicht gehen...
tagesklinik wäre ja auch klinik, weiß nicht ob die kasse das übernehmen würde?!

ich hab mich ja schon mit den ganzen psychologischen und sozialen diensten auseinander gesetzt, aber..
also es ist so, ich weiß man muss sich seiner angst stellen, hab sowas ja schon länger... aber es wäre jetzt zu heftig. einmal über nacht weg gewesen und dann womöglich direkt eine entlassung?
ich habe wieder viel selbstverantwortung übernommen, aber so schnell geht das ja leider nicht. ich denke einfach, es wäre falsch mich jetzt so zu entlassen ohne das ich wirklich mehrmals über nacht weg war etc.

also wegen den wg's wo es nicht passte. das hatte schon seine gründe, weil ich denke man sollte mit den mitmenschen dort schon irgendwie klar kommen. das waren 2 wgs wo ich nein sagte. die dritte.. das ist noch kein platz frei, aber ich bemüh mich grad selbst eine wg zu gründen. aber mein problem bleibt halt gerade.
ich bin einfach labil. ängstlich, depressiv etc.
meine diagnose wurde mal gefragt... tja... persönlichkeitsstörung, angststörung, panikstörung, depression, zwangsstörung.

achso und nochwas an mirjam!
ich wollte damals auch nicht von der geschlossenen runter wegen der ängste...


liebe grüße und danke für eure hilfe!!!

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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon elmsfeuer » Mo 17. Jan 2011, 08:47

Hallo Tanja,

ich denke, Du solltest es einfach versuchen mit Tagesklinik. Könnte mir schön vorstellen, dass die Kasse es übernimmt, denn es ist ja ein weiterer Schritt auf Deinem Therapieweg. Und mehr als ablehnen können sie ja nicht, also lohnt doch der Versuch...
Ich stimme Dir zu, dass eine Entlassung nach einmaliger Übernachtung ziemlich überstürzt ist, ein bisschen mehr Vorbereitung sollte da schon betrieben werden.
Und klar, es geht alles nicht von heute auf morgen, ich wollte Dir nicht unterstellen, dass Du nicht dran arbeitest :)
Mit stationärem Wohnen ist das schon eine schwierige sache, ich denke, man wird nichts finden wo es hundert Prozent passt mit allen Mitbewohnern. Immerhin lebt dort niemand umsonst, alle haben ihre Probleme, was ein Zusammenleben ja nicht unbedingt erleichtert.
Es gibt ja auch verschiedene Formen von stationärem Wohnen. Denkst Du an eine WG, die tagsüber betreut ist und wo man sich ansonsten selber versorgt etc... oder an ein Wohnheim, wo es rund-um die-Uhr Betreuung gibt? Ist ja auch Klientelmäßig oft nochmal ein Unterschied.
Und wie meinst Du das, dass Du selber eine WG gründest? dass Du Dir quasi Mitbetroffene suchst und so... aber wer trägt dann die Kosten und so? das Thema interessiert mich, weil es mich über kurz oder lang auch betreffen wird, in eine betreutere Wohnform zu wechseln.
Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen, dass sich eine gute Lösung findet!
lg elmsfeuer

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Re: Wie noch in der Klink bleiben?? WICHTIG!!!

Beitragvon Tanja86 » Di 18. Jan 2011, 18:13

hallo!
also da ich über meine mutter versichert bin kann ich das nicht ändern...
in 2 wochen werde ich entlassen und danach in die tagesklinik was wohl geht (hoffe ich).
ich denke nur, dass 2 wochen zu wenig sind...
war ja bis jetzt erst einmal über nacht weg und naja das war übelst schwer...
ich komm aber auch nicht mehr mit der psychologin klar. ich mein, ich musste mir anhören, dass ich krank auf die welgt gekommen bin!!!

ja ich werde wahrscheinlich eine wg neu gründen. die betreuten wg's sind einfach echt rar hzumindest hier...
man kann sich auch einen betreuer suchen und den von einer ,,normalen'' wg aus in anspruch nehmen. ich bin mir eh nicht sicher, ob es so gut für mich ist mit nur kranken zusammen zu wohnen... aber ich guck jetzt erstmal was kommt und wie ich das regeln kann. hab die woche so viel zu tun, dass ich jetzt schon zusammen brechen könnte :(


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