Brauche dringend HILFE....

Bini82
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Brauche dringend HILFE....

Beitragvon Bini82 » Mo 7. Jun 2010, 19:55

Hallo Ihr lieben

Oh man ich habe am Wochenende richtig mist gebaut..... im moment befinde ich mich gerade in Stationärer Behandlung .... Meine Therapeutin hat mir heute gesagt das sie kein Vertrauen mehr zu mir hat und die Behandlung auf 2 Wochen begrenzen möchte...

Ich bin echt verzweifelt .... ich möchte ihr gerne Zeigen das es mir wirklich ernst ist mit diesem Aufentalt .... aber WIE??????

Ich hatte an eine Vereinbarung gedacht die ich gerne schriftlich aufsetzten möchte nur leider weiß ich nicht genau wie!!!

Bitte helft mir!!!!

cake
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Re: Brauche dringend HILFE....

Beitragvon cake » Mo 7. Jun 2010, 20:44

Na, eine Vereinbarung ist vielleicht eine gute Lösung.
Nur weiß ich ja im Moment echt nicht, was passiert ist.
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Bini82
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Re: Brauche dringend HILFE....

Beitragvon Bini82 » Mo 7. Jun 2010, 21:29

ich habe wärend meiner Wochenendbeurlaubung Medikamente eingenommen....

Es tut mir so leid .... es hat alles kaputt gemacht!!!!

ich möchte gerne eine schriftliche Vereinbarung mit meiner therapeutin treffen... wo gewisse punkte wie Selbstverletzendes Verhalten und auch suizid gedanken mit vestgehalten sind!

leider weiß ich nicht wie ich dieses Schreiben /Selbstvereinbarung verfassen soll ...

oder habt ihr noch andere Ideen???

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Laura
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Re: Brauche dringend HILFE....

Beitragvon Laura » Mo 7. Jun 2010, 22:07

Hallo Bini!

Auf der Station müsste es doch einen Sozialarbeiter oder eine Sozialarbeiterin geben. Die kennen sich oft ganz gut mit Schriftkram aus. In den Büros der Beratungsstelle, die für mich zuständig ist, stehen eimerweise Ratgeber, so auch ein bestimmtes Buch über Behandlungsvereinbarungen in der Psychiatrie. Vielleicht kann Dir da der Sozialdienst der Station weiterhelfen, zwischen der Ärztin und Dir ist ja im Moment dicke Luft.

Meiner Einschätzung nach haben solche Behandlungsvereinbarungen aber kaum Rechtsgültigkeit und sie werden eher dann eingehalten, wenn der Patient für sich die Vorsorge trifft, dass man im Akutfall notfalls auch unsanft mit ihm umgehen darf als wenn er festhalten lässt, dass man im Akutfall möglichst sanft mit ihm verfahren sollte. Man muss den Ärzten wohl ein bisschen zugestehen, dass es Dinge gibt, die sie zu häufig bei Patienten erleben und auf die sie dann schnell ziemlich abgenervt reagieren. Es kann ja z. B. sein, dass diese Ärztin es sehr lange auf dem sanften Weg bei anderen Patienten mit ganz ähnlichen Symptomen versucht hat und immer wieder gescheitert ist.

Was wünscht Du Dir denn für eine therapeutische Vorgehensweise in Deinem Fall? Eher sanft und eine Auge zudrückend oder klare Grenzen und Konsequenzen? Soweit ich gehört habe, ist das Symptom SVV oder auch Medikamentenmissbrauch nicht ohne Weiteres mit allzu viel Toleranz behandelbar, auch wenn sich natürlich jeder Betroffene sanfte Behandlung wünscht und dass man ihn auch mal "sündigen" lässt, ohne ihn gleich zu "bestrafen".

Wichtig finde ich es, dass Deine Ärztin und Du wieder zueinander findet. Was macht man, wenn man das Vertrauen eines anderen verletzt hat? Man erarbeitet es sich wieder zurück. Sollte die Ärztin von Dir nun eine Art Büßerverhalten erwarten, sieh es ihr nach. Immerhin muss sie, unallwissend wie sie ist, dafür sorgen, dass Du die Behandlung mitmachst, auch nach Situationen, in denen Du schwach wurdest und die Behandlung nicht so mitgemacht hast, wie sie angedacht und vereinbart worden war.

Viele Grüße und gute Besserung!

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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fluuu
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Re: Brauche dringend HILFE....

Beitragvon fluuu » Di 8. Jun 2010, 19:37

Hallo,
Du kannst einen formlosen Text verfassen in dem Du erklärst, dass Du versuchst sowohl selbstverletzendes Verhalten als auch Suizidgedanken
zu vermeiden und dazu schreibst Du welche Maßnahmen und Methoden Du anwendest wenn Du am WE alleine bist und in eine Zwangslage kommst.
Du schreibst die Dinge auf die Du in den Therapien auf Station gelernt hast um mit solchen Situationen alleine fertig zu werden ohne die
zerstörerischen Fluchtmethoden zu brauchen. Wenn Dir das in einer gewissen qualitativen Form gelingt und der Therapeutin übergibst ist die
Chance groß, dass sie es akzeptiert und die Vereinbarung gilt. Schreibe noch dazu welche Konsequenzen Du vorschlägst solltest Du Dich nicht
an diese Vereinbarung halten, es sollte etwas sein was Dir wirklich weh tut. Mit dieser Vereinbarung gewappnet sollte es gelingen die WE ohne
"Dummheiten" gut gefüllt mit interessanten Aufgaben und Unternehmungen selbstständig zu überstehen. Allein der Gedanke an diese schriftliche
Vereinbarung mit der Therapeutin sollte Dir Schutz bzw. Hoffnung geben und Du beschäftigst Dich mit etwas sinnvollem für Dein Leben.
gruß fluuu

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Bini82
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Re: Brauche dringend HILFE....

Beitragvon Bini82 » Di 8. Jun 2010, 21:04

Hallo

Vielen lieben dank für die Antworten!

Ich habe eine Selbstvereinbarung geschrieben wo drin stand das ich für die nächsten 14 Tage keine SSV und keine Soizidalen Handlungen Vornehme ... wird der Druck zu stark melde ich mich beim Pflegepersonal!
Diesen Zettel habe ich heute meine Therapeutin gegeben und dann hatten wir ein sehr gutes Gespräch ich hoffe sehr das ich weiter bleiben darf!

Ich weiß manchmal selber nicht genau was ich will ob lieber die harte Tour oder lieber mal ein Auge zudrücken! Nur eins weiß ich jetzt mit sicherheit das mein Verhalten am Wochenede sehr falsch war und ich jetzt für meine Therapie kämpfe

Vielen Dank!

dividuum
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Re: Brauche dringend HILFE....

Beitragvon dividuum » Mi 9. Jun 2010, 08:27

14 Tage ohne SVV schaffen? Viel Spaß ;-) dann bräuchtest du ja fast keine Therapie mehr, wenn das so einfach wäre. Deine Therapeutin kann einfach nicht mit dir arbeiten, wenn du unerlaubt zu Medikamenten greifst. Nur darum geht es, und Medikamentenmissbrauch zählt eindeutig zu selbstverletzendem Verhalten.
Richtig ist, dass der Druck enorm wird, wenn du bestimmte Rituale unterbindest. Das gehört zum Erfahrungsprozess. Schneiden, Verbrennen, sich schlagen...das können ebenfalls solche Süchte sein, für die es jedoch keine Entzugstherapie gibt wie bei Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit.
So eine Vereinbarung macht man mit dem Stationsarzt bzw. dem Therapeuten zusammen, in einem Gespräch mit einer von ihm/ihr ausgehändigten Unterlassungserklärung, die du dann unterschreibst.


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