Was habe oder bin ich?

moby
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Was habe oder bin ich?

Beitragvon moby » Mi 17. Jun 2009, 01:19

Hallo ihr alle.
ich weiß absolut nicht mehr weiter und zweifle innerlich etwas die diagnose des arztes an.
ganz gleich was es ist, ich habs seit der frühen kindheit und bin jetzt mitte 20. ich kann sehr schlecht mit anderen leuten reden, mit fremden so gut wie gar nicht, obwohl ich das gerne möchte. bin höllisch aufgeregt ohne das ich etwas anmerken lasse. alles ändert sich bei mir teilweise im stundentakt, wie auf einer achterbahn, ein auf und ab. den einen augenblick froh den anderen augenblick überkommt mich eine tiefe trauer, wobei mir tränen aus den augen schießen und ich nichts mehr wünsche als mein leben ein ende zu machen. mal rasen mir die unzählige gedanken unkontolliert in alle richtungen und dann wiederum totale denkblokade wo ich nicht mal zwei zusammenhägende sätzte rausbekomme. die eine stunde bin ich körperlich voller energie, die nächste stunde kostet mich jede bewegung überwindung. bei mir trügt der schein, ich gehörte zu den faulsten aber besten schülern. auf der arbeit das gleiche: beste ergebnisse aber innerlich keine lust. lächle und lache viel obwohl mir niemals zum lachen zumute ist. und das sind nur einige symtome, die ich erwähne. bin innerkich am verrecken. nehme seit zwei monaten 400mg sulpirid ohne oder wenn dann mit sehr geringer wirkung.

was ist es? inzwischen habe ich keine kraft mehr dagegen anzugehen. hilft mir bitte, wenn ihr gleiche erfahrungen habt oder wisst, was es ist.
Danke!!

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Laura
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Beitragvon Laura » Mi 17. Jun 2009, 01:36

Hallo moby!

Hier nur meine ganz subjektive Einschätzung: Zwei Dinge treten aus Deinem kurzen Beitrag deutlich hervor: Deine Nervosität und die Beobachtung Deiner Leistungen. Je nachdem, wo Du arbeitest oder wie Du in Deinem Elternhaus geprägt wurdest, hast Du vielleicht noch keine Alternative zum reinen Leistungsdenken erlebt. Vielleicht regt sich da Widerstand in Dir, Dich nur aufgrund Deiner guten Leistungen zu definieren und definieren zu lassen. Wo darfst Du mal Mensch sein und Spaß haben?

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

moby
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Beitragvon moby » Do 2. Jul 2009, 17:58

hallo,

klar wünsche ich mir so erfolgreich wie es nur geht zu sein, jedoch habe ich die symtome, die habe akzeptiert. dabei habt ihr mir sehr geholfen. vielen dank.
einiges ist in die ferne gerückt, wovon ich immer geträumt habe. ich kann nicht heiraten und eine familie gründen. ich werde nicht mehr anfangen zu studieren... und und und

aber ich finde es ok so


liebe grüße

drumair
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Re: Was habe oder bin ich?

Beitragvon drumair » Mo 16. Feb 2015, 06:43

die nächste stunde kostet mich jede bewegung überwindung ?
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Remedias
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Beitragvon Remedias » Di 17. Feb 2015, 20:07

einiges ist in die ferne gerückt, wovon ich immer geträumt habe. ich kann nicht heiraten und eine familie gründen. ich werde nicht mehr anfangen zu studieren... und und und
Woher willst du wissen, dass du das nicht verwirklichen kannst? Wer hat dir das gesagt?
ich möchte dir Mut wünschen, trotz allem deinen Träumen weiter nach zu jagen.
Hier eine Buchempfehlung über eine junge schizophrene Frau, die heute als Psychologin arbeitet, obwohl ihr das keiner zugetraut hat und ihr alle davon abgeraten haben:http://www.amazon.de/Morgen-bin-ich-L%C ... 3442740878
Es ist so, dass einiges schwieriger ist, dass du Umwege gehen musst, dass du Hilfe brauchst , aber wenn du erstmal Klarheit über dich hast, kannst du auch mit eventuellen Einschränkungen umgehen.
Wie gesagt, alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen Remedias

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fluuu
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Re: Was habe oder bin ich?

Beitragvon fluuu » Fr 20. Feb 2015, 11:38

Hallo,
es sollte Dich weniger die Frage wie nennt man das was mir fehlt beschäftigen, die ärztliche Diagnose ist nicht so wichtig,
viel entscheidender ist wie Du mit Deinen Symptomen umgehst und welche Ursachen es dafür gibt.
Du hast die von Dir ausführlich beschriebenen Symptome, das ist die Gegebenheit, das gilt es zunächst zu akzeptieren
und dann lässt sich schauen auf welcher Vorgeschichte diese Symptome basieren nach dem Ursache-Wirkung-Prinzip.
Dann findest Du einen Umgang damit, eventuell Linderung oder gar Heilung aber der Diagnoseschlüssel dient zur
Abrechnung bei der Krankenkasse, er hat auf den Verlauf Deiner Störung kaum einen Einfluss.
Wichtig für den Behandlung von dem was Dir fehlt ist das Vertrauen zum Arzt, kannst Du keine positive Beziehung
ermöglichen kann der Arzt Dir nicht helfen das zu finden was Dir fehlt.
Opposition gegen die Krankheit ist o.k. aber nicht gegen den Arzt im Anfangsstadium, erst wenn die Krankheit überwunden
ist und der Heilungsprozess weitestgehend abgeschlossen wurde ist die Opposition zum Arzt gerechtfertigt um die Beziehung
zu lösen und von den positiven bindenden Gefühlen los zulassen. Die Persönlichkeit ist selbstständig gesund.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de


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