schizoide Persönlichkeitsstörung

lore80
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schizoide Persönlichkeitsstörung

Beitragvon lore80 » Fr 20. Feb 2009, 13:39

Hallo
hat jemand von euch Erfahrungen mit einer Beziehung zu einem Partenr der an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung leidet? Oder leidet wohlmöglich jemand von euch an dieser?
Würde mich gerne mit jemandem austauschen

HisShadow
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schizoide Persönlichkeitsstörung

Beitragvon HisShadow » Mo 23. Feb 2009, 22:32

Hallo,

ich leide an eine schizoiden persönlichkeitsstörung. Hast du einen Partner, oder
leidest du selbst unter einer. Naja, ich weiß nicht
so recht wie ich anfangen soll. Also falls dich
irgend etwas interessier, dann frag einfach.

Lg

lore80
Beiträge: 2
Registriert: Fr 20. Feb 2009, 13:36

Beitragvon lore80 » Di 24. Feb 2009, 10:24

hallo hisshadow,
habe einen "partner" der daran leidet. wobei er es nur als freundschaft bezeichnet. es unterscheidet sich aber kaum von einer klassischen partnerschaft. bis auf die tasache das er sich dazu nicht bekennen kann und eben mein größtes problem: er erträgt ganz schlecht körperliche nähe. das wird immer schwerer für mich. denn je häufiger wir uns nun sehen, fast täglich umso weniger nähe läßt er zu. zur zeit würde ich sagen gar nicht mehr. das macht mich echt fertig. er ist wirklich das was ich immer gesucht habe von seinem charakter. ich kann auch nicht mit ihm darüber reden. er macht dicht. komme nicht an ihn ran.sonst können wir über alles mögliche reden. eben nur nicht über uns. wie gehst du da mit um? oder was fällt dir dazu ein?

Nicky01
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Beitragvon Nicky01 » Fr 27. Mär 2009, 10:45

Hallo

habe gerade deinen Beitrag gelesen. Ich selbst hab die Diagnose Schizoide P-Störung gekoppelt mit ängstlicher P-Störung und Borderline.

Alles was Du von deinem Partner schreibst, kenne ich, denn ich bin genauso.

LG Nicky

moby
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Beitragvon moby » Mi 17. Jun 2009, 00:21

hallo bin neu hier. mir wurde ebenfalls schizoide persönlichkeitsstörung diagnostiziert. kann aber bei mir keine sytome davon erkennen. mir wurde sulpirid (400mg/täglich) verschrieben, davon merke ich auch kaum etwas. hat jemand von euch erfahrung mit schizoide psychose und mit medikamenten :)

Nicky01
Beiträge: 2
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Beitragvon Nicky01 » Mi 17. Jun 2009, 08:01

Hallo moby

nachdem ich eine Zeitlang Lorazepam genommen hatte, dies aber absetzen musste wegen Suchtgefährdung, nehme ich nun Olanzapin. Dies hilft mir, erstmal nachts wieder zu schlafen, der Druck, mich jeden Tag zu schneiden ist geringer, wenn auch nicht weg und auch so fühle ich mich etwas ausgeglichener.
So richtig wollte ich die Diagnose nie respektieren, aber was bleibt mir anderes übrig, bin Mutter von 3 Kindern und muss für meine Familie stark sein.

moby
Beiträge: 17
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Beitragvon moby » Mi 1. Jul 2009, 02:36

hallo nicky

den wunsch mir weh zu tun habe ich auch, lasse es aber sein(einige male zigarette ausgedrückt)
ich denke dass du stark genug bist, wenn du es möchtest
mfg

Vogelmaske
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Re: schizoide Persönlichkeitsstörung

Beitragvon Vogelmaske » Di 8. Mär 2016, 09:23

Ich wüsste nicht, daß eine schizoide Persönlichkeitsstörung mit Selbstverletzungen einhergeht oder daß man dabei Medikamente nehmen muss. Ich habe sie offenbar, habe eine Suchttherapie vor 20 Jahren erfolgreich gemacht, und eben die Partnerschaftsprobleme, die mit Wechsel von Nähe und Distanz zusammenhängen. Häufige Wechsel. Das kann ständiges Drama verursachen, und macht alle möglicherweise noch kränker. Bzw, man findet oft einen Partner, der ebenfalls Probleme hat. Vielleicht aber ist meine Diagnose auch gar nicht richtig.

Tramler
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Re: schizoide Persönlichkeitsstörung

Beitragvon Tramler » Fr 16. Sep 2016, 14:28

Ich denke, dass jeder das Recht hat, die gute Beziehungen zu haben. Und ja, ich hatte die Beziehung mit der Frau, die die schizoide Störung hatte. Und alles war in Ordnung. Wir haben einige Probleme mit dem Sex, aber nicht wegen ihrer Störung. Damals hatte ich Probleme mit meiner Potenz, die ich dank dem Präparat Viagra löste. Diese Arznei bestellte ich in dieser Online-Apotheke
https://www.generiekeviagra.com/viagra/ ... al/100-mg/
Also. Das ist kein großes Problem, wenn der Partner eine schisoide Störung hat. Die Beziehungen sollen in Ordnung sein.

mamschgerl
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Re: schizoide Persönlichkeitsstörung

Beitragvon mamschgerl » So 25. Sep 2016, 08:47

es ist in der tat so, daß sich manche krankheitsbilder wieder überschneiden.
aber wie auch immer, selbstverletzung kenne ich von der schizoiden persönlichkeitsstörung auch nicht.
was aber typisch ist: die unfähigkeit, beziehungen zu führen hinsichtlich der psychischen wie auch physischen möglichkeiten. da die affektregulierung kaum bzw. gar nicht vorhanden ist, fällt es den betroffenen auch schwer, angemessene gefühle zu zeigen bzw. überhaupt erst zu empfinden. sexualität spielt ebenso eine untergeordnete rolle, wenn überhaupt. vertrauen zu fassen, ist fast unmöglich und das tief sitzende mißtrauen gegenüber anderen verhindert es meistens ganz.
freude oder positive gefühle sind höchst selten und wenn, dann auch nur annähernd, also nie so ausgeprägt, daß man diese empfindungen als tatsächlich beschreiben könnte.
meistens wird der nach außen sichtliche, psychische teil stark kontrolliert und den gegebenheiten angepasst, so daß man sich trotz mankos einigermaßen unauffällig in die soziale und gesellschaftliche gemeinschaft einfügt.
wie gesagt, es ähnelt stellenweise dem krankheitsbild nach 60.31, daher vielleicht die vorangegangene meinung, daß selbstverletzung zur schizoiden persönlichkeitsstörung gehört, da diese möglichkeit bei 60.31 durchaus auftreten kann ( aber auch wieder nicht )
wechselnde beziehungen sind leider üblich, da ein "normal" empfindender mensch kaum mit dieser "gefühlskälte" umgehen kann und so trennungen sehr schnell stattfinden, auch weil sexualität so gut wie keine rolle spielt, da diese nun mal naturgemäß mit sehr intimer körpernähe und in der regel auch mit der guten alten liebe zu tun hat, was eben beides aufgrund des krankheitsbildes zum einen eher unerwünscht und zum anderen nicht zu empfinden möglich ist.
beziehungen, die also eher "oberflächlich" bleiben, können daher gut funktionieren, aber sowie es an die substanz geht, also tätigkeiten und gefühle vom anderen eingefordert werden, muss diese partnerschaft zwangsläufig zu bruch gehen.

Llllleona 5x.2
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Re: schizoide Persönlichkeitsstörung

Beitragvon Llllleona 5x.2 » Di 12. Sep 2017, 21:52

Habe sowas auch. Unter anderem. Soll heißen: ebenso Borderline (bzw. emotional instabile) und abhängige Persönlichtkeitsstörung. Außerdem Depression, rezidivierend.

Ist bei mir ein bisschen alles durcheinander. Kann sehr-sehr verliebt sein. Aber eher nur dann, wenn ich für mich bin. Wenn ich dann unter Menschen bin oder sogar in der Nähe des Menschen, in den ich verliebt bin, bin ich überfordert, nehme dann möglicherweise gar nichts von meinen Gefühlen mehr wahr, nur dass ich sehr-sehr in der Nähe dieser Person sein möchte. Aber gleichzeitig halte ich Nähe überhaupt nicht aus, erstarre dann oder bekomme irgendwelche Verfolgungsideen (dass mir diese Person etwas antun möchte oder ähnlich). Und ich habe sehr oft das Gefühl, dass ich nicht liebenswert bzw. dass ich abscheulich bin. Aber das ist nur ein (sehr starkes) Gefühl, hat nichst mit der Realität zu tun, denn eigentlich habe ich erfahren, dass ich einen guten Eindruck mache auf Menschen, dass andere sich wohlfühlen in meiner Nähe und mich manche gerne sehen. Und schlecht sehe ich auch nicht aus. Aber trotzdem wundere ich mich immer wieder, wenn dann z.B. eine Ärztin, zu der ich gehe, mich anlächelt und mir das Gefühl gibt, dass ich willkommen bin und offenbar nicht denkt: "oh Gott, die schon wieder...!" Und dann gibt es Zeiten, wo ich gar nichts über mich preisgeben kann, die sich abwechseln mit Zeiten des genauen Gegenteils.

Vielleicht ist Depression, die möglicherweise aus der Schizoidie resultiert, eine Erklärung fürs SVV...?
Manchmal ist mein Glas halbvoll,
manchmal ist mein Glas halbleer,
manchmal ist das Leben toll,
manchmal ist das Leben so besch*** wie ein verschissenes Katzenkisterl...


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