schizophren ?

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"verrückter"
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schizophren ?

Beitragvon "verrückter" » So 26. Aug 2007, 17:55

Hallo,
sorry, dass ich erst falsch gepostet habe. Hier bin ich glaub ich richtig.Also:
Während meiner "psychose" gings mir gut. Ich hörte zwar Stimmen, doch sie waren positiv. Ich war zu dieser Zeit sehr energiegeladen und kreativ. Es waren aber auch paar komische ideen dabei. Jedoch war ich gut ansprechbar und konnte gut denken. Ich wurde jedoch in die Psychatrie eingewiesen und bekam starke Medikamente.Ein Albtraum begann: Meine Stimmen waren zwar weg, doch ich wurde stark depressiv und konnte überhapt nicht mehr denken.Was man mir sagte kam nicht mehr bei mir an und ich dachte jeden Tag an Selbstmord. Ich lag nur noch im Bett und jedes Tun war eine Qual für mich. Die Therapien konnte ich größtenteil vergessen, weil ich überhaupt nichts mehr blickte. Mein Denken war so stark gelähmt, dass ich die einfachsten sätze nicht mehr verstand.
Nach einem Jahr Psychatrie gehts mir jetzt besser. Die Medikamente wurden umgestellt und die Dosis verringert. Geistig bin ich aber immer noch nicht gut drauf. Ich spiele mit dem Gedanken die Tabletten abzusetzen, wovon mir aber jeder Psychiater abrät. Was soll ich tun ? War ich überhaupt wirklich richtig krank ? Die Tabletten haben mich, so scheint es mir, eher krank gemacht.

Arno63
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Beitragvon Arno63 » Sa 8. Mär 2008, 16:09

Hallo Roddick
Schade das ich deine nachricht erst jetzt lese.
Schizzophrenie da deutet man Dinge die nicht real sind.Z.B sieht die bilder in der zeitung und ordnet sie ganz anders zu.ich hatte auch noch verfolgungswahn.habe mich als wehrmachtssoldat gesehen und gefühlt.Alles solche schrägen Sachen.
es ist nicht schön .Man denkt man kann alles.Geht ein her mit schlaflosigkeit.Erstfolgt das hoch wo man tausend ideen hat. das muß meißt in der klinik wieder richitggestellt werden.Mit erst mal zur Ruhe
Kommen.Danach folgt das tief meist mit Depreesionen
und Komplexen.Da wieder rauszukommen kostet viel Kraft.Oftmals sieht der Patient seine krankheit nach 5 bis 10 Rückschlagen ein und nimmt erst dann Hilfe an. So war es bei mir. Aus löser war Dauerstress.Zu viel Arbeit.Nun bin ich seit 3 Jahren gesund und fühle mich gut.
Falls jemand noch Fragen hat nur zu.
Gruß Arno

wurzel
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Beitragvon wurzel » Sa 8. Mär 2008, 17:59

Hallo Arno,

das, was Du schreibst kann ich gut nachvollziehen. Bei mir war es ähnlich.. Nach der schizoaffektiven Psychose fiel ich in ein tiefes Loch und bis jetzt, ein Jahr später konnte ich mich nicht ganz von der Depression befreien. Manchmal trauer ich dem Zustand in der Psychose nach, weil das Lebensgefühl und die Energie mir fehlen. Die wahnhaften Gedanken allerdings nicht. Deine Überlegungen kenne ich. Als es mir danach sehr schlecht ging hab ich auch hin und her überlegt, war verwirrt und konnte nicht unterscheiden, was krankhaft war und was nicht. Außerdem gefiel ich mir in der Psychose viel besser. Das war allerdings nicht ich, meine Persönlichkeit ist eine andere. In einer Psychoedukationsgruppe erfuhr ich viel über das Krankheitsbild, was mir bis jetzt weitergeholfen hat und ich erfuhr, einen Unterschied zwischen gesund und krank zu machen. Außerdem erfuhr ich, dass das Wiedererkrankungsrisiko nach der 1. Erkrankung relativ gering ist, wenn man 1 Jahr die Neuroleptika genommen hat. Ein Buch finde ich besonders gut dazu, das ist von Dr. Bäuml / Psychosen. Bist Du schon öfter erkrankt oder war das Deine 1. Psychose? Welche Medikamente nimmst Du?
Liebe Grüsse
wurzel

Aki
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Beitragvon Aki » Sa 8. Mär 2008, 18:15

Das Buch ist 0815.
Wenn Du mehrere dieser Form gelesen hast
stellt sich halt die Frage , ob die nur voneinander
abschreiben oder ob es da auch etwas Eigenes gibt.
Wenn Du gezielt nach der
Studie des Autors suchst wirst, Du umfallen vor lauter Erkenntnisgewinn.

Und wer eine "Psychoedukation" benötigt, weiß was
er für ein Gegenüber hat und wie weit
man schon gesunken ist.

wurzel
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Beitragvon wurzel » Sa 8. Mär 2008, 18:34

Hallo Aki,

vielen Dank für Deinen konstruktiven Beitrag. Jeder hier schreibt davon, was er, oder wie er es erlebt hat. Wenn es Übereinstimmungen gibt, dann wohl nur, weil jede Erkrankung gleiche Symptome hat. Das interessante bei psychischen Erkrankungen ist der individuelle Unterschied, der aufgrund der persönlichkeit, wie Vergangenheit ectr. zu begründen ist. Eine Psychoedukationssgruppe ist etwas, was unglaublich hilfreich sein kann und wichtig für die Krankheitseinsicht ist. Ich nehme gerne kritik an, bin hier aber nicht, um wüst beschimpft zu werden. Besonders in einem Forum wie diesem finde ich das das ALLERLETZTE!

Aki
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Beitragvon Aki » Sa 8. Mär 2008, 18:45

Das ist meine Meinung.
Diese darf in diesem Land frei geäußert werden
auch wenn es oft einen anderen Anschein macht !!

wurzel
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Beitragvon wurzel » Sa 8. Mär 2008, 19:38

Siehst Du, das dachte ich mir auch, als ich Deinen Beitrat las...allerdings sollte man dann vielleicht die Grundregeln des zivilisierten Miteinanders einhalten..

ich zitiere:

Und wer eine "Psychoedukation" benötigt, weiß was
er für ein Gegenüber hat und wie weit
man schon gesunken ist.

ohne Worte..

Aki
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Beitragvon Aki » Sa 8. Mär 2008, 20:11

Ich habe niemanden persönlich beleidigt.
Und wenn jemand Beziehungsideen hat ist das nicht mein Problem.

Arno63
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Beitragvon Arno63 » Sa 8. Mär 2008, 20:12

Hallo Wurzel
Ja war schön öfter krank (Psychose)
8Mal oder so. Bekomme jetzt Risperdal gespritzt.Alle14 Tage. Bekommt mir recht gut.
Muß dazu sagen Bin seit 2006 erwerbsunfähig bekomme Rente.Somit habe ich nicht soviel Stress.
wenn man Depressionen hat und in ein Loch fällt,giebt es eine Möglichkeit.Man nimmt einen großen Zettel und Zeichnet ein großes U drauf.Dann
schreibt man die jahreszeiten drauf ,von geburt bis jetzt.Schreibt dann seine schönsten Begebenheiten
dadrunter.Dann list man sich dann mehrere Male durch
und schöpft ,dann bekommt man ein glückliches Gefühl.
Und darauf kann man aufbauen.
Viele Grüße Arno .

Igbert
Beiträge: 6
Registriert: Mi 18. Jan 2006, 12:23

Beitragvon Igbert » Mo 10. Mär 2008, 23:40

Hallo,

habe mir gerade Eure Diskussion durchgelesen. Ich wollte eigentlich nur ergänzen bzw. wiederholen was "wurzel" schon angemerkt hat. Mir persönlich hat auch sehr das Buch von Prof. Bäuml geholfen. Dieses Standardwerk - und quasi der Klassiker unter den Psychiatrie- Büchern - hat den Vorteil, dass es auch oder gerade für Laien sehr gut verständlich ist.
Zu Beginn meiner psychotischen "Laufbahn" war Krankheitseinsicht für mich ein Fremdwort. Außerdem hatte ich keine Ahnung was sich alles hinter dem Begriff "Schizophrenie" verbirgt. Mit Hilfe von Psychopharmaka, einer Psychoedukationsgruppe und den Büchern von Bäuml bin ich allerdings jetzt auf einem sehr guten Weg.
Ich kann nur an jeden Betroffenen appelieren: geht auch in eine Psychoedukative Therapie und versucht an euch zu arbeiten. Ich weiß selber wie schwer das ist, aber mit einem starken Willen, kommt man schon wieder auf die rechte Bahn!
Schöne Grüße

wurzel
Beiträge: 24
Registriert: Mo 8. Okt 2007, 20:06

Beitragvon wurzel » Di 11. Mär 2008, 14:18

Hallo Du,

das freut mich sehr, dass Du Dich an unseren "kleinen" Diskussionsrunde beteiligst :D . Teilweise fühlte ich mich etwas unsicher (wußte auch nicht so recht, ob ich darauf antworten soll) und angegriffen da ich ja nur von mir berichten kann, und die Behandlung mir damals im Nachhinein sehr gut getan hat, außerdem war es ja auch kein Spaziergang.. Das Buch hat für mich vielleicht noch eine besondere Bedeutung,mein behandelnder Arzt war damals Dr. Bäuml.
Schön, von jemandem zu hören, der ähnliche Therapiewege gegangen ist!
Also, danke für Deinen Beitrag :D und alles Gute!

wurzel


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