Das Recht auf Psychose?

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Xcat
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Beitragvon Xcat » Di 26. Feb 2008, 02:27

Nach der aktuellen Entwicklung musste ich wieder mal feststellen wie ich von Leute denen ich vertraut habe hintergangen und verraten wurde, die einen Hilfe angeboten hatten, sich plötzlich gnadenlos von einem distanzieren. Das macht mir zusätzlich zu meinem aktuellen schlechten Zustand sehr zu schaffen. :sad:

Ich meine jetzt nicht meine Schwester und meine Freundin, die Beide momentan zwar Druck auf mich machen, aber mittlerweile vermute ich dass sie damit recht haben könnten, und dass ich mir meinem Zustand nicht voll bewusst bin.

Sondern in den letzten Tagen haben ein paar andere Leute ein 180 Grad Wendung gemacht, und ich verliere nun das Vertrauen in alle andere. Auch in denen die mir sehr sehr nahe sind. :???:

LG Tom
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Dani2
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Beitragvon Dani2 » Di 26. Feb 2008, 10:38

vermutlich wird dir wesentliche information vorenthalten.
wie soll man dann jemand vertrauen.

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Beitragvon Xcat » Di 26. Feb 2008, 11:12

Es ist schön sehr gut möglich, dass man mir die Wahrheit nicht sagt. Zumindest passieren mir in dem Zusammenhang momentan sehr merkwürdige Dinge, die mir das Vertrauen in die Menschheit verlieren lassen. Und es wird ständig hinter mein Rücken intrigiert. :???:

LG Tom
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Dani2
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Beitragvon Dani2 » Di 26. Feb 2008, 11:19

@x-cat
Ja, das ist der absolute Alptraum.
Ich schätze Du bist wehrlos , ohnmächtig
und vor allem verzweifelt weshalb Du diese irren
Machenschaften nicht durchschaust.
Was befürchtest Du denn worauf das hinausläuft´?
Was muß denn noch passieren ?
Wollen sie Dich einfach endlioch hängen sehen, damit ihr Weltbild wieder stimmt,
oder worum geht es denn da ?????????

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Xcat
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Beitragvon Xcat » Di 26. Feb 2008, 11:45

Es geht darum dass ich im Versorgungsgebiet einer sehr mächtigen Psychiatrische Anstallt wohne, und so gut wie alle andere Kliniken in meiner Stadt oder im Umkreis, sind von der irgendwie abhängig.

Ich möchte dort nicht mehr hin, weil ich da nicht gut behandelt wurde, und suche nach Alternativen. Aber ständig werde ich wieder auf diese Anstallt verwiesen.

Eine Privatklinik wo ich vorsprach, hat nichts besseres gefunden, als mich umgehend in die Geschlossene zu eskortieren, für mehrere Tagen, zur Beobachtung ob Fremd- oder Eigengefahr gegeben ist.

Erst nachdem sie den Sozialpsychiatrischen Dienst informiert hatten, haben sie mir erklärt dass sie mich aufnehmen können weil diese Anstallt für mich zuständig ist.

Das Amt hat mir inzwischen auch erklärt, dass wenn ich in den nächsten Tagen nicht "freiwillig einrücke", ich notfalls mit Polizeieskorte dort hingebracht werde. :???:

LG Tom
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Gella
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Beitragvon Gella » Di 26. Feb 2008, 12:32

Was geht denn bei dir ab? Du warst doch so zufrieden mit deinem letzten Aufenthalt im Krankenhaus, oder? Nimmst du Deine Medikamente nach Anordnung?

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Beitragvon Xcat » Di 26. Feb 2008, 12:46

Hi Gella,

es gibt halt noch Erlebnisse die ich im Forum nicht veröffentlicht habe, nur per PN, und die ich gar nicht gerne wieder erleben möchte.

Was mit mir abgeht weiß ich im Moment kaum noch. Meine Medis nehme ich, aber anscheinend helfen sie nicht mehr. Keine Ahnung...

LG Tom
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Maulbeere
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Beitragvon Maulbeere » Mi 27. Feb 2008, 15:21

Hallo X-Cat!

Ich glaub dir natürlich, dass intregiert wird in deinem Umfeld!
Aber was auch immer geschieht,auch wenns arg ist, vor allem wenn es merkwürdig klingt,sage davon nichts den Ärzten! Es könnte leicht als "paranoid" ausgelegt werden. Viele Psychiater neigen immer dazu alles als paranoid auszulegen!

Wenn du das Bedürfnis hast über derartige Dinge zu reden dann such dir Leute aus denen du alles sagen kannst!

Es tut mir wahnsinnig leid, dass du wieder auf der Geschlossenen warst :cry:

Weiß nicht welche Medikamente du nimmst, aber Neuroleptika führen wegen der Dopaminrezeptorenneubildung zur Toleranzbildung, das heißt du brauchst immer mehr um dieselbe Wirkung zu erziehlen. Das mag der Grund sein warum sie nicht mehr helfen.

Hast du denn jemadnen mit dem du reden kannst, der intensiv für dich da ist? Das ist besonders wichtig in so einer Phase.

Hast du Geld und jemanden wo du bleiben kannst? Dann fahre weg!

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Beitragvon Xcat » Mi 27. Feb 2008, 17:29

Hallo Maulbeere,
Maulbeere hat geschrieben:Aber was auch immer geschieht,auch wenns arg ist, vor allem wenn es merkwürdig klingt,sage davon nichts den Ärzten! Es könnte leicht als "paranoid" ausgelegt werden. Viele Psychiater neigen immer dazu alles als paranoid auszulegen!
Ich musste auch schon die Erfahrung machen, dass solche Aussagen, selbst wenn die belegt werden, eher als Symptom ausgelegt werden und gegen einen umgedreht werden.

Als ich letzte Woche z.B. zu erklären versuchte, dass ich ja wegen mein Zustand nicht gleich in die Geschlossene muss, wurde es als fehlende Krankheitseinsicht gedeutet. :roll:
Es tut mir wahnsinnig leid, dass du wieder auf der Geschlossenen warst :cry:
Ach, ich habs überlebt, und man ging ja dort nicht besonders schlecht mit mir um. Ich habe brav meine Medis eingenommen, denn es waren die die ich auch so nehme. Natürlich war es erstmal ein Schock, von jetzt auf gleich von der Außenwelt getrennt zu sein. Kein Handy mehr, kein Internet, keine Möglichkeit die Station zu verlassen, tun müssen was man einem sagt, usw...
Weiß nicht welche Medikamente du nimmst, aber Neuroleptika führen wegen der Dopaminrezeptorenneubildung zur Toleranzbildung, das heißt du brauchst immer mehr um dieselbe Wirkung zu erziehlen. Das mag der Grund sein warum sie nicht mehr helfen.
Momentan Solian tagsüber und Dominal Forte zum schlafen.
Hast du denn jemadnen mit dem du reden kannst, der intensiv für dich da ist? Das ist besonders wichtig in so einer Phase.
Ich rede jeden Tag mit meiner Freundin, der ich die Vollmacht gegeben hatte. Gestern meinte sie ich hätte abnorme Gedankengänge gehabt, war deswegen derart alarmiert dass sie sich sofort auf den Weg zu mir gemacht hat. Sie meinte übrigens dass man mir am Telefon oder im Chat, so gut wie nichts anmerkt, eher im persönlichen Gespräch. Sie kam abends zu mir, und wollte mich gleich in die psychiatrische Notaufnahme fahren, weil ich dysphorisch war und diese komische Gedanken hatte.

Da ich am Montag ein Termin mit dem Psychiater habe, wollte ich mein aktuellen Zustand zuerst noch mit ihm besprechen. Ich erklärte ihr auch dass ich offensichtlich keine Gefahr für mich oder für andere bin. Sie hat aber z.B. Angst dass ich wieder mal Nachts so laut die Musik aufdrehe, dass Nachbarn die Polizei rufen, die mich dann in die Klinik eskortiert die für mein Stadtteil zuständig ist.
Hast du Geld und jemanden wo du bleiben kannst? Dann fahre weg!
Ich wüsste nicht wohin. Familie habe ich hier keine, sie lebt in ein Nachbarland, und meine Schwester kommt alle paar Wochen mich mal für ein paar Tagen besuchen. Freunde hab ich aufgrund meiner Störung eigentlich auch keine. Und so viel Geld habe ich auch nicht, bin ja wieder seit Monate krank geschrieben. :???:

LG Tom
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Maulbeere
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Beitragvon Maulbeere » Mi 27. Feb 2008, 19:37

Das ist sehr gut dass du diese Freundin hast! Ich hoffe sie kann dir auch wirklich helfen.

Weißt du jeder Mensch hat mal komische Gedanken. Ich denke es ist nur schlimm, wenn man sie niemanden mitteilen kann. Wenn man seine Gedanken mitteilt, dann kann man unter Umständen alles aus einer anderen Warte sehen. Und dann kommt man wieder ein Stück weit in die Realität.
Bei mir ist das auch so.

Das ist entsetzlich in welcher Ohnmachtssituation man da ist!
Wenn man vernünftig erklären versucht, dann gilt man als krankheitsuneinsichtig! Da kann man dann sagen was man will, es hilft nichts. Das allein sind ja schon Traumatas, Ohnmachtserlebnisse!
Es gibt auch von dem BPE eine Seite warum die Zwangspsychiatrie Folter ist. Und zwar weil die Zwangspsychiatrie einen zwingt krankheitsseinsichtig zu sein!

Dominal zum Schlafen -- da würd ich was anderes nehmen. Dominal ist ja auch ein NL und NL sind völlig fehlt am Platz für Schlafstörungen. Es ist halt nur so dass NL sehr gerne gegen alles und jedes verschrieben werden.


Naja , wie gehts jetzt eigentlich weiter?

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Beitragvon Xcat » Mi 27. Feb 2008, 21:27

Hi Maulbeere,
Und dann kommt man wieder ein Stück weit in die Realität.
Klar hat jeder mal komische Gedanken, ich bin dann aber echt sehr schwer in Richtung Realität zu bewegen, sondern verfalle dieser Gedankengänge.
Da kann man dann sagen was man will, es hilft nichts. Das allein sind ja schon Traumatas, Ohnmachtserlebnisse!
Das stimmt allerdings, es gibt in solch ein Setting keine richtige Antwort, es wird alles umgedeutet und diese Ohnmacht traumatisiert stark. Deswegen vielleicht meine abnorme Gedankengänge die ich seitdem habe. Möglicherweise ist es meine Art es zu verarbeiten.
Dominal zum Schlafen -- da würd ich was anderes nehmen. Dominal ist ja auch ein NL und NL sind völlig fehlt am Platz für Schlafstörungen.
Ich weiß, aber was anderes wird mir aufgrund des Suchtpotentials grundsätzlich nicht verschrieben. Also habe ich die Wahl zwischen Dominal nehmen, oder eben nicht zu schlafen.
Naja , wie gehts jetzt eigentlich weiter?
Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir noch diese Woche mit meiner Freundin zwei Kliniken anschauen. Irgendwie kann ich nicht auf gerade Wohl irgendwo hin, ich muss es zuvor gesehen haben. Am Montag gehe ich zum Psychiater auf mein Termin und werde mein Zustand mit ihm besprechen.

Mal schauen wie es dann weiter geht. :???:

LG Tom
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Beitragvon Maulbeere » Di 4. Mär 2008, 15:43

Hallo X-Cat!

Erzähle wie es gelaufen ist!

Bedenke, dass NL wirklich die gefährlichsten Mittlen überhaupt sind und dass ihre Wirkung auf Zerstörung , Veränderung des Gehirns beruht. Und dass "Nebenwirkungen" ein Leben lang bleiben können!

Benzos sind bei weitem auch nicht harmlos und haben ein enormes Suchtpotential, aber bedenke, dass jedes andere Medikament als ein NL besser ist! Natürlcih wenn dir keine Benzos verschrieben werden kann man nichts machen :???:
Die meisten Psychiater lieben es geradezu NL anstatt anderes zu verschreiben!

Am besten wäre es du könntest ohne all dem schlafen.
Weißt du denn warum du nicht schlafen kannst? Was geht dir denn immer so durch den Kopf, was macht dir Angst?


Klar dass durch Ohnmachtserlebnisse, Umdeutungen seitens der Psychiater abnorme Gedankengänge verstärkt werden.
Aber sie sind natürlich nicht schuld an der "Symtomatik". Aber durch dieses Verhalten wird das natürlich verstärkt!

Alles gute, berichte weiter
Maulbeere

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Beitragvon Arno63 » Di 4. Mär 2008, 20:04

Hey Xcat
Habe deinen bericht gelesen.Freue mich das Du dich für einen Klinikaufenthalt entschieden hast.Hatte auch oft schizzoafektive Psychosen wollte einmal sie
zuhause kurrieren ,das ging natürlich nicht es wurde nur noch schlimmer.Habe mich 2005 für Erwrbsunfähigkeitsrente entschieden .Das war richtig
bin seitdem nicht mehr in der Klinik gewesen.
Wie geht es Dir jetzt?Kannst du wieder schlafen?
Alles gute in der Klinik!!!!

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Beitragvon Xcat » Sa 22. Mär 2008, 13:51

@Alle:

Sorry, konnte nicht früher antworten. Ich war eine Weile in der Geschlossene. Es war ziemlich schlimm da, weil meine Medis so stark hochdosiert wurden, dass ich schon am zweiten Tag extreme EPMS hatte (Schiefhals, Blickstarre, Gedankenleere u. -abriss, Muskelkrämpfe usw.). Solian wurde dann abgesetzt, aber ich habe echt stark darunter gelitten.

Ich habe dann Abilify bekommen, was mir aber eine extreme starke Unruhe verpasst hat. So quälend dass ich hätte treten und schlagen können, obwohl ich an sich ein sehr friedlichen Mensch bin. Es waren einfach diese Tabletten die mich aggressiv machten. Nach über eine Woche wurden auch diese dann abgesetzt.

Nun bekomme ich seit zwei Tagen Invega. Es macht mich nicht so unruhig wie Abilify, aber es scheint mir immer noch alles vollkommen sinnlos zu sein. Dieses Gefühl ist auch richtig quälend, so als gäbe es keine Zukunft und keine Logik. Am liebsten würde ich dem allen ein Ende setzen.

Ich bin nun wieder in einer offenen Station, aber in mir selbst immer noch so gefangen wie zuvor. Ich weiß nicht ob meine Behandlung richtig ist. Man will mit mir auch nicht über Diagnose sprechen, nur hat man mich zum erste mal in einer Psychosengruppe gesteckt, wo ich nicht weiß ws ich anstellen soll.

Mein Handy, mein Laptop und meine Funkkarte darf ich eigentlich nicht benutzen, aber ich tue es gerade trotzdem, ganz egal welche Konsequenzen es hat wenn man mich dabei erwischt. Ich wollte nur dass man hier Bescheid weiß über mich, besonders diejenigen die sich für mein Schicksal interessieren.

Vielen Dank fürs lesen... ;-)

LG Tom
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Beitragvon Remedias » So 23. Mär 2008, 13:36

Hallo @x-Cat, wir können uns die Hand reichen, ich war auch 3 Wochen lang auf einer Geschlossenen.
Ich wünsche dir, dass es bald besser wird und dir besser geht.
Ich bin mittlerweilen draußen in einer TK.
NL nehme ich keine mehr, außer 10mg Abilify. Ich habe allerdings so extreme Unruhe, dass sie damit rausgehen wollen.
liebe Grüße Remedias


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