Probleme bein Ein- und Durchschlafen

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Dream-Teacher
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Probleme bein Ein- und Durchschlafen

Beitragvon Dream-Teacher » Fr 16. Feb 2018, 23:25

Hallo Zusammen,

ich hatte im Jahr 2005 einen sehr schweren landwirtschaftlichen Unfall.
Kurzum 4 Wirbel gebrochen und 2 Rippen... ewig lange Krankenhausaufenthalte und Rehabilitation.
Opioide Schmerzmittel seit 2008 auf Rezept vom Schmerztherapeuten, nicht vom Bahnhof.

Schlafstörungen habe seit ca. einem Jahr nach dem Unfall.

Furchtbar ist das Ganze nun seit ca. einem Jahr und ich weiß nicht wirklich weiter.
Während der Einschlafphase erlebe ich das Unfall geschehen wieder, das ist aber mehr oder weniger schon ewig so.
Ganz komisch jedoch ist, dass ich Mittlerweile das Heu auf mich rieseln vom Unfall... und ich fühle das auch auf dem Körper. Ich werde dann wach, weiß auch dass das Blödsinn ist, was ich da träume, bin aber zu müde um in diesem Wachzustand zu bleiben. Ich schlafe dann also "gegen meinen Willen" wieder ein und fühle wieder wie etwas meinem Körper fällt. Zumeist machen die Träume keinen Sinn. Auch nicht immer haben sie mit dem Unfall zu tun... . Nächstes Problem: Wenn ich aufwache und dann doch so wach bin, dass ich die Augen öffnen kann, dann sehe ich Sachen des Unfalles obwohl ich im Kopf weiß, dass es eigentlich Schwachsinn ist.
Ich habe mich mit Schlaf Paralysen beschäftigt und mich dort irgendwie belesen. Prinzipiell haben die dortigen Hinweise auch geholfen. Nur blöderweise werden die Sachen schlimmer.
Das was mir aktuell wirklich Probleme macht ist, dass ich etwas an meinem Körper spüre, was es eigentlich gar nicht gibt. Auch sehe ich Sachen beim Aufwachen bzw. mit offenen Augen direkt nach dem Aufwachen die nicht da sind. Und das die nicht da sind weiß ich auch... Problematisch unter dem Strich ist die Angst vor dem erneuten Einschlafen und dem erneuten Erwachen mit Herzklopfen. Auch ist man durch den stark gestörten Nachtschlaf am nächsten Tag absolut platt und müde... absolut erschöpft halt und nicht mehr leistungsfähig.
Ich schreibe hier relativ "kalt", weil ich einfach nicht mehr weiß, was ich machen soll, ich habe mich irgendwie damit abgefunden... habe dennoch Hoffnung, dass es irgendwie dann doch noch besser werden kann.

Einige Jahre nach dem Unfall habe ich dann mal eine Psychiaterin aufgesucht, die mir ein Amitryptilin verordnet hat. Das hilft etwas, aber es löst das immer schlimmer werdende Problem nicht.

Mein Traum ist einfach mal am Stück 8 Stunden ohne Angst, unsinnige Träume und Panikerwachen zu schlafen.

Ich nehme an Ratschlägen alles, was ich kriegen kann.

Danke D-T

mamschgerl
Beiträge: 1105
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Re: Probleme bein Ein- und Durchschlafen

Beitragvon mamschgerl » Sa 17. Feb 2018, 04:40

Hallo,
das Durchschlafen bzw alptraumlose Schlafen ist für mich, entschuldige das Wortspiel, ein Wunschtraum.
Seit mein Sohn auf der Welt ist, also seit fast 22 Jahren, ist es noch heftiger geworden als davor, ich werde spätestens alle 3 Stunden wach, befinde mich aber immer noch im in der Regel sehr realistischen Alptraum und brauche einige Zeit, um die Orientierung wiederzufinden. Mal geht es schneller, mal dauert es länger, um die Angst in den Griff zu bekommen. Alle meine Alpträume drehen sich direkt oder indirekt um das Thema, weswegen ich meine Probleme habe.
Was ich damit sagen will, die Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis erfolgt verspätet und muß irgendwie verarbeitet werden.
Ich kenne auch deine Schilderungen vom körperlichen Empfinden, es ist so echt, daß ich manchmal denke, jetzt ist wirklich ein Schalter umgelegt worden und ich bin vollends verrückt geworden.
Die Angst vor dem Wiedereinschlafen, also vor den erneuten Alpträumen, dem Schlaf, der keiner ist und gefühlt den Gesamtzustand nur verschlimmert, statt die nötige Erholung zu schaffen, verstärkt alles nur noch.
Ich wollte dir nur schreiben, weil ich das kenne, was du schilderst, aber helfen kann ich dir leider nicht.
Es gibt Zeiten, da sind die Träume weniger schlimm und es gibt Zeiten ( gerade im Moment ), in denen sie wieder öfters und angsteinflößender auftreten.
Schlaftabletten, Medikamente, Drogen, Alkohol, alles eignet sich bestenfalls dazu, alles kurzfristig zu unterdrücken,
aber am Ende doch nur oberflächlich und wenn man sich an die Dosis gewöhnt hat, bricht alles umso heftiger wieder hervor.
Ich schaffe es immer öfter, mir auch im Halbschlaf vorzubeten, daß ich in Sicherheit bin. Es beendet wenigstens den Zustand des hilflosen Ausgeliefertseins, die Angstgefühle verblassen schneller, doch zum Weiterschlafen reicht das nicht.
Träumen soll eigentlich helfen, sich mit dem am Tage Erlebten auseinanderzusetzen, doch wenn das traumatische Erlebnis alles andere überschattet, finden die täglichen Eindrücke keinen Zugang mehr und können so auch keine positiven Träume hervorrufen.
Vielleicht solltest du mal in Betracht ziehen, eine Psychotherapie zu machen, du schreibst hier lediglich, daß dir ein Medikament verschrieben worden sei, ich persönlich halte nichts mehr davon, irgendetwas einzunehmen.
Gespräche halte ich für sinnvoller ( ich habe zwar meine Therapie nach einigen Jahren abgebrochen, doch aus anderen Gründen ), oft hilft es, jemandem, dessen Beruf es ist, sich damit auseinanderzusetzen, seine Ängste und Gefühle zu schildern. Manchen hilft es auch, einfach alles niederzuschreiben. Es gibt traumaspezifische Verhaltensformen, die man erlernen kann, um wenigstens die Symptome zu mildern bzw den Umgang damit.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn jeder Mensch ist anders gestrickt.
Ich wünsche dir Kraft und, daß du eine Möglichkeit findest, das Erlebte irgendwie in die Kategorie:"...es war einmal..." einzuordnen.
L.G. mamschgerl

xBuggyx
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Registriert: Do 28. Jun 2018, 16:19

Re: Probleme bein Ein- und Durchschlafen

Beitragvon xBuggyx » So 8. Jul 2018, 14:45

Hallo DT,
ich bin mir ziemlich sicher es handelte es sich bei Dir um eine posttraumatische Belastungsstörung.
Typisch hierfür sind die Flashbags unter denen du leidest. Ich bin mir sicher, daß eine EMDR basierte Traumatherapie dir wirklich effektiv und nachhaltig hilft. Im YouTube gibt es gute Erklärungen dazu.
Ich arbeite selber mit EMDR in meiner Praxis mit Unfallopfer und anderen Traumatischen Störungen und habe super Erfolg damit.
Das darf dich natürlich nicht davon abhalten Medikamente zu nehmen!!!
Wünsche dir von Herzen gute Besserung !
Lg. Buggy
Psychologische Beraterin mit Schwerpunkt EMDR und Hypnose

mamschgerl
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Re: Probleme bein Ein- und Durchschlafen

Beitragvon mamschgerl » Mo 9. Jul 2018, 07:10

...als psychologische Beraterin wirst du bestimmt etwas Erfahrung im Umgang mit Betroffenen gesammelt haben, doch finde ich es bedenklich, EMDR als pauschal anwendbare Methode anzupreisen, die ganz sicher helfen würde und noch mehr halte ich es für unverantwortlich, ausdrücklich auf Medikamenteneinnahme zu verweisen.
Ich denke, EMDR könnte helfen, muß aber nicht. Medikamente unterdrücken Symptome nur und erschweren im Ganzen die bewußte Anwendung von Therapien, daher sollte man sie, wenn möglich, schnellstens wieder loswerden.
Was eigentlich logisch ist, wurde mir bei einem Klinikaufenthalt erst recht ganz klar: bei so vielen möglichen Methoden gibt es einige, die darauf ansprechen und einige, bei denen genau dieselbe Methode absolut nichts brachte oder den Zustand sogar verschlimmerte, daher kann man nicht pauschal eine Behandlung als die einzig richtige ausweisen und womöglich noch falsche Hoffnungen erwecken, jeder tickt anders...
Wenn ein Psychotherapeut bzw Arzt breitgefächerte Möglichkeiten anbietet und begleitend den Patienten unterstützt, am besten ohne Medikamente, halte ich das für wesentlich seriöser und individuell orientierter.
Vielleicht ist es deine Wortwahl, die mir etwas aufstößt und vielleicht bin ich dahingehend auch etwas empfindlich geworden, aber ganz sicher bin ich dagegen, Medikamenten einen unabdingbaren Stellenwert einzuräumen.
Damit zeigst du mir nur, daß du bedenkenlos Diagnosen und Verschreibungen von Ärzten übernimmst und zudem Bereiche beschreitest, in denen du als Beraterin nicht wirklich was zu suchen hast.
Um ein Trauma zu behandeln, braucht man etwas mehr als ein Seminar zu EMDR Techniken und ein/e psychologische/r Berater/in sollte zu den von Fachleuten angewandten Methoden begleitend und unterstützend tätig sein, auf Alternativen hinweisen, Hilfestellung geben, wenn sich Zweifel auftun, objektiv und individuell sich dem Einzelnen zuwenden und zuhören, aber nicht die eigene Überzeugung auf den anderen übertragen wollen.
Aber was soll's, das können Therapeuten und Ärzte in der Mehrheit auch nicht...
Grüße
mamschgerl

xBuggyx
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Re: Probleme bein Ein- und Durchschlafen

Beitragvon xBuggyx » Mo 9. Jul 2018, 08:30

Mamschgerl, :shock:
wer bitte gibt dir das Recht meine Methoden so zu zerreißen?
1.der Hinweis auf die Medis ist erforderlich, da es eben Menschen gibt die sofort alles absetzen,wenn sie denken,dass sie einen Weg gefunden haben. Das entscheidet er und nicht ich. Und du schon garnicht. So lernt man das, wenn man gut hinhört!
2. Habe ich einem verzweifelten Menschen einen Rat gegeben. Dafür gibt es Foren!
3. DT hat Anfang des Jahres geschrieben. Traurig, daß es bei einem Schlaumeier wie dir jetzt erst zu einer Reaktion kommt. Nur um andere ( mich) zu kritisieren.
Noch mal, damit auch du das verstehst:
Ich bin überzeugt, daß EMDR ihm hilft.
Wenn er dazu bereit ist (Hinweis auf YouTube ) dann kann er diesen Weg gehen. Das ist seine Entscheidung!!!!
Berater hin oder her, ich habe Erfahrung auf diesem Gebiet. Ich habe meinen Klienten damit geholfen. Auch Unfallopfer!

mamschgerl
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Re: Probleme bein Ein- und Durchschlafen

Beitragvon mamschgerl » Mo 9. Jul 2018, 17:08

...wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil.
Weder habe ich deine Methoden zerrissen noch habe ich deine Erfahrungen in Frage gestellt, ganz im Gegenteil.
Weiter habe ich dem Schreiber schon vorher geantwortet, hast du wohl leider auch übersehen, aber macht ja nix.
Ich entscheide auch nicht, ob jemand Medis nehmen sollte oder nicht, wie kommst du darauf?
Alles, was ich getan habe, ist meine Meinung darüber zu äußern, dafür fährst du mich jetzt so an.
Und wieder vertrittst du deine Methode als die einzige, die helfen kann, was ich aber in der Art und Weise als nicht richtig empfinde, da du sie nicht als das alleinige Mittel schlechthin anpreisen kannst; es stimmt einfach nicht, daß sie allen und jedem ohne Zweifel hilft, die Behauptung ist schlicht und ergreifend unwahr und von daher nicht seriös.
Und bei allem Respekt für dein Engagement, von dir wollte ich nicht beraten werden, sorry.
Ich gebe auch keine Ratschläge, sondern teile lediglich meine eigenen Erfahrungen mit und dein Ton spricht auch nicht gerade für eine gute Beratermentalität...wenn du so mit deinen Klienten umspringst, wenn sie es wagen, eine andere Meinung zu äußern...gute Nacht. Das wird durch einen Fernlehrgang zur Heilpraktikerin bestimmt auch nicht besser...
Grüße
mamschgerl

xBuggyx
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Re: Probleme bein Ein- und Durchschlafen

Beitragvon xBuggyx » Mi 22. Aug 2018, 20:12

Alter, du bist so krank, dass du es nicht mal mehr merkst!!! Würg.

mamschgerl
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Re: Probleme bein Ein- und Durchschlafen

Beitragvon mamschgerl » Do 23. Aug 2018, 17:21

...möchte nicht wissen, an welchem Fernlehrgang du teilnimmst und welche Ausbildung du genießt...eine seriöse in keinem Fall und eine reale wohl auch nicht, etwas ungeeigneteres als dich in dieser Sparte habe ich selten erlebt, wo haben sie dich denn rausgelassen?


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