Manische Depressionen? Was tun?

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Feuerchen
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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon Feuerchen » Mi 3. Aug 2011, 23:56

Hallo lieber Wolfram,

In der Klinik wirst Du wahrscheinlich nicht die Möglichkeit haben, an einen Psychotherapeuten zu kommen... Die stellen höchstens ein Konzil aus, dann schaut Dich ein Arzt an, und ist wieder weg.

Ich würde das privat weiter versuchen... evtl gibt es bei Euch noch den Sozialpsychiatrischen Dienst... Über den hast Du evtl noch die Möglichkeit an eine Psychotherapeut zu kommen, oder z.b. an einen Menschen, der Dich betreuen kann.... Schau doch mal im Telefonbuch nach ,ob ihr sowas in Eurer Stadt habt?
Bei uns ist der Sozialpsychiatrische Dienst von der Diakonie und eine Beratung ist kostenlos...

Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen...

Ach ja,... Ich muß noch sagen, ich hätte Deiner Tochter auch die Wahrheit gesagt, daß Du traurig bist, wenn sie nicht bei Dir schläft... Aber ich hätte ihr auch gesagt, daß Du schon auch alleine sein kannst, weil du ja "groß" bist. Und daß Du ihr wünscht, daß sie glücklich ist. Wenn sie Tränen in den Augen hatte, dann vielleicht auch, weil sie fühlt, daß Du traurig bist, und nicht, weil sie nicht zu Dir kommen will. Da würde ich lieber beim nächsten Mal nochmals nachfragen!...
kinder sind sehr empfindsam ,und sie hat sicherlich gespürt daß Du traurig bist, und ich glaube, daß sie deshalb nachgefragt hat, ob Du sehr traurig bist, wenn sie mal nicht kommt..

Alles Liebe Dir, und wenn ich kann , lese ich Dich weiter!

Liebe Grüße
Feuerchen

wolf02
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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon wolf02 » Do 4. Aug 2011, 21:24

Hallo Feuerchen,

Da ich mir, bis auf die telefonseelsorge, nur Absagen anhören musste, habe ich heute beim sozialpsychiatrischen Dienst angerufen und grob erzählt, worum es geht. Die Mitarbeiterin war sehr verständnisvoll und sagte mir, dass sie eine Idee hätte und sich melden wolle.

Zwei Stunden später sagte sie mir dann, dass sie mir den Hospizkreis als Unterstützung empfehlen würde und man würde dort auf meinen anruf warten. Ich soll ausprobieren, ob es die Unterstützung wäre, die mir weiter hilft. Ich soll mich auf jeden Fall wieder bei ihr melden. Falls es nicht das richtige wäre, müsste man andere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Irgendiwie fühle ich mich jetzt überwacht.
Da diese Dienste auch für Einweisungen zuständig sind, hoffe ich nicht, das sie das als Möglichkeit meint.

Dnach habe ich dann mit der dame vom Hospizkreis gesprochen und sie meinte, dass ich auf jeden Fall Unterstützung bräuchte. Sie will morgen früh kommen und sich mit mir unterhalten. Ich hoffe, dass das Gespräch in die richtige Richtung führt, denn über das Sterben möchte ich mich eigentlich nicht dauernd unterhalten.

Bei meiner Tochter ist es mir oft genug sehr schwer gefallen nicht zu zeigen, was ich empfinde, wenn sie vorher angekündigt hat zu kommen und beim Abholen dann trotzdem sagte, dass sie doch nicht übernachten möchte. Hätte ich dann gesagt, dass ich traurig bin, hätte sie es mir zuliebe gemacht, hätte es aber nicht aus freien Willen getan. Ich habe dann zig mal nachgefragt warum sie innerhalb einer Stunde völlig anders denkt und immer als Antwort bekommen, dass sie es nicht weiß und dabei geweint.
Da ich so nie weiter gekommen bin, habe ich ihr jetzt geantwortet, als sie mehrmals angekündigt hatte in den Ferien zu mir zu kommen, dass ich mich darüber sehr freuen würde, wenn sie wirklich selbst wolle, aber die Hoffnung aufgegeben habe, dass es wirklich dazu kommt.

Liebe Grüße
Wolfram

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Feuerchen
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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon Feuerchen » Fr 5. Aug 2011, 01:18

Hallo Wolfram,

Ich habe Deine Antwort gelesen... Hm, bin auch etwas hin und her gerissen mit der Hospizsache... Auf der einen Seite bist Du schwer krank, aber andererseits, hast Du ja noch die Hoffnung zu leben... Und ich finde Du solltest das auch bei Deinem Gespräch mit der Hospizmitarbeiterin ruhig ansprechen...
Ich finde wenn alles ausgeschlossen ist, daß man dir helfen kann,... dann wäre da Zeit immer noch dran zu denken um ins Hospiz zu gehen.
Aber ein Gespräch kostet ja nichts und vielleicht haben wir auch falsche Vorstellungen. Ich bin leider nicht genug informiert, wann man in ein Hospiz geht.... Hör Dir das einfach mal an, dann siehst Du ja weiter!

Daß Du Dich überwacht fühlst, tut mir leid... Ich finde ,du solltest , falls es mit dem Hospiz wirklich nicht das Richtige ist beim Sozialpsychiatrischen Dienst schon klar sagen, daß Du Angst hast, als Möglichkeit eingewiesen zu werden. Ich würde auch klar sagen, daß Du das nicht willst, und auch Gründe anführen wieso nicht.
Dazu möchte ich Dir von mir erzählen:
Ich habe die Erfahrung im SPZ (Sozialpsychiatrischen Zentrum) gemacht, daß man schon mit den Leuten dort reden kann und sie auch Verständnis zeigen.
Einmal war ich total depressiv. Der Leiter des SPZ hat mich gefragt, ob ich es so schlimm finde, daß ich eingewiesen werden muß. Ich wollte das nicht... Dann hat er mich gefragt ob ich denn den Arzt brauche... Ich habe gesagt ich rufe selber an, und damit war dann die Sache erledigt! Hatte dann Termin beim Arzt . Nach einiger Zeit wurde Depression dann von selber wieder besser. Also eine klare Ansage beim SPZ-Leiter hatte zur Folge, daß auch meine Wünsche respektiert wurden.
Anders wenn man in einer Psychose sich oder andere gefährdet... dann hab ich erlebt, daß sie einen in die Klinik einweisen lassen. Aber nach meinem Empfinden ,und das was ich dort beobachtet hatte, immer gerechtfertigt. Die Leute kamen besser eingestellt und ausgeglichener wieder zurück und akzeptierten das dann selber.

So wie Du das mit Deiner Tochter erklärst, kann ich das gut verstehen. Ich verstehe auch die Reaktion nicht zu große Erwartungen daran zu hegen, daß Deine Tochter in den Ferien zu Dir kommt. Ich würde aber bei der Mutter der Kinder trotzdem darauf drängen, daß das auch läuft, weil Du ja nicht weißt, wie Deine Erkrankungen sich weiter entwickeln werden... Lieber jetzt die Chance nutzen deine Kleine noch bei Dir zu haben , als später evtl die Chance aus Gesundheitsgründen nicht mehr zu haben.

Ich hoffe ich war jetzt nicht zu heftig in meiner Antwort!

Liebe Grüße
Feuerchen

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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon wolf02 » Fr 5. Aug 2011, 01:36

Hallo Feuerchen,

nein, du warst auf keinen Fall zu helftig mit deiner Antwort!

Also die Dame vom Hospizkreis hat gemeint, dass sie erst mal mit mir spreche möchte und dann will sie jemand geeigneten suchen, der mich dann öfter besuchen soll.
Ich habe mir unter Hospitz auch immer vorgestellt, dass dort die Leute zum Sterben hingehen, damit sie nicht alleine sind.
Ich werde mir anhören, was die für Hilfen bieten können und hoffe, dass es das Richtige füt mich ist.

Die Mitarbeiterin vom sozialpsychiatrischen Dienst war am Anfang ihres Anrufes sehr freundlich. Als sie dann meinte, wenn das für mich nichts wäre, müsste man andere Möglichkeiten finden und dass ich auf jeden Fall mich in der nächsten Woche melden soll, hatte ich den Eindruck, dass sich der Tonfall geändert hatte. Zusätzlich meinte sie, dass man so etwas nicht alleine Verarbeiten kann. Ich hatte ihr aber nicht detailiert gesagt was ich für Gedanken habe.
Deshalb fühle ich mich jetzt etwas überwacht.
Im ersten Telefonat hatte sie ja schon ausgeschlossen, dass ich kurzfristig einen Psychologen finden würde.

Auf jeden Fall bin ich für deinen Tip dankbar und hoffe. dass es sich so entwickelt, wie es mir am Besten hilft.

Liebe Grüße
Wolfram

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Feuerchen
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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon Feuerchen » Fr 5. Aug 2011, 15:51

Hallo Wolfram,

Danke für Deine Antwort.

Ich hoffe sehr, daß Sich der Tonfall der SPZlerin nicht deshalb geändert hat, weil sie verärgert oder weil sie Maßnahmen gegen Dich plant. Ich hoffe mal, daß es z.b. war, weil sie unter Zeitdruck stand...

Schade, daß sie keinen Psychologen für Dich dort haben. Bei uns hält im SPZ ein Arzt Sprechstunde, da kann man Termin ausmachen... und ein Psychologe ist auch vorhanden..

Die Idee, daß jemand öfter nach Dir schaut und Dich besucht finde ich eigentlich ganz nett.... Da kann ja eine nette Freundschaft draus entstehen.... Und ich bin gespannt, ob Du noch mehr von der Hospizmitarbeiterin berichten kannst, und ob es Dir Vorteile bringt?

Jeden Falls hoffe ich auch für Dich, daß es sich so entwickelt, daß es Dir weiter hilft und Dir was bringt.

würde mich freuen, wenn Du weiter berichtest.

Liebe Grüße
Feuerchen

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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon wolf02 » Fr 5. Aug 2011, 18:47

Hallo Feuerchen,

die Mitarbeiterin vom Sozialpsychitrischen Dienst war am eigentlich sehr freundlich und hatte Zeit. Erst als sie sagte, ich solle mich auf jeden Fall wieder melden, ob ihr Vorschlag mit dem ambulanten Hospizkreis das Richtige für mich sei oder nicht, änderte sich der Tonfall. Sie sagte dann noch, dass ich diese Situation nicht alleine bewältigen könne und sie sich dann andere Maßnahmen überlegen muss.
Viele andere Möglichkeiten gibt es ja eigentlich nicht.

Heute Morgen war dann die Leiterin vom Hospitzkreis 2 1/2 Stunden da und hat die meiste Zeit zugehört, was ich zu erzählen hatte. Da sie die Krankheit nicht kannte, habe ich ihr die Entstehung und den mutmaßlichen Verlauf erklärt. Weiter habe ich von meinen vielen weiteren schweren Erkrankungen erzählt, bzw. was ich für Probleme habe, seit ich weiß, dass eine rettende OP nicht möglich ist. Sie sagte darauf, dass sie in den letzten 10 Jahren schon vieles erlebt hätte, aber so eine Verkettung von Krankheiten selbst für sie neu wäre.
Weiter habe ich ihr erklärt, wie sich meine Familie und Freunde verhalten und die Situation mir meinen Kindern.
Zwischendurch ist dann das passiert, was ich eigentlich unbedingt vermeiden wollte. Ich hatte für mehrere Minuten einen Weinkrampf und konnte mich nur schwer wieder beruhigen. Sie hat sich aus meiner Sicht in diesem Moment richtig verhalten und nichts mehr gesagt, sondern in ruhe abgewartet, bis ich wieder reden konnte.
Während der ganzen Zeit war sie sehr einfühlsam und ich hatte das Gefühl, dass mich jemand versteht, was in mir vorgeht.
Zum Schluß habe ich sie dann gefragt, wie sie mich einschätzt. Sie meinte, dass ich sehr einsam und alleingelassen mit meinen Problemen wäre und durch das Verhalten der Familie und Freunde sehr enttäuscht worden bin. Ich würde dringend Unterstützung in jeder Beziehung benötigen und der Hospitzkreis wäre dafür da. Ich sagte ihr, dass ich bis jetzt unter Hospitz verstanden habe, dass sich Menschen, die niemanden haben, an ein Hospitz wenden, um nicht alleine beim Sterben zu sein.
Sie meinte, dass der Hospitzkreis zum größten Teil ehrenamtlich arbeitet und über keine entsprechenden Plätze verfügt. Man würde Menschen in sehr schwierigen Situationen zuhause, im Heim oder Krankenhaus betreuen um diesen, den Rest ihrer Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Das ginge von regelmäßigen Besuchen, Gesprächen, einfach nur zuhören, gemeinsame Unternehmungen, bis zur Unterstützung beim Einkaufen, der Haushaltsführung und, wenn gewünscht, Begleitung zu Ärzten, um z.b. vorhandene Schmerzen so erträglich wie möglich zu machen. Man wäre 24 Stunden erreichbar um Hilfen zu geben und zu unterstützen. Auch würde man nicht nur Menschen betreuen, die nur noch wenige Wochen zu leben hätten, sondern auch schwer kranke, bei denen das Ableben nicht absehbar wäre.

Ich würde auf jeden Fall darunter fallen und sie möchte mich, wegen der Vielzahl an Problemen, selbst betreuen. Wir sind so verblieben, dass ich mich nach meinem Klinikaufenthalt in der nächsten Woche sofort melde, damit sie mich dann kurzfristig besuchen kann. Falls sie nichts von mir hören würde, würde sie sich melden.

Zum Sozialpsychiatrischen Dienst meinte sie, dass mein Fall der erste Kontakt gewesen wäre. Normaler Weise würden sich die Mitarbeiter dort um "andere Dinge" kümmern. Sie könnte sich gut vorstellen, dass wenn man dort der Meinung wäre, mir würde nur ein stationärer Aufenthalt helfen, entsprechend handeln würde. Man wäre dort eben verpflichtet zu handeln, wenn sich Menschen in schwierigen, belastenden Situationen befänden.

Es war zwar erst der erste Kontakt, aber ich habe schon den Eindruck, dass mir der Hospitzkreis weiterhelfen könnte, obwohl ich es hinter dem Namen nie vermutet hätte.
Ich hoffe, dass ich dem Sozialmedizinischen Dienst in ca. 2 Wochen berichten kann, dass sich etwas zum Positiven getan hat, damit ich weitere Maßnahmen vermeiden kann.
Viel ist natürlich von den Untersuchungsergebnissen und den daraus resultierenden Aussichten abhängig.

Liebe Grüße
Wolfram

Klaus W
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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon Klaus W » Fr 5. Aug 2011, 20:38

Das hört sich doch gut an.
Mit den richtigen Worten kann man alles sagen, mit den falschen Worten nichts.

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Feuerchen
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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon Feuerchen » Fr 5. Aug 2011, 22:25

Hallo Wolfram....

Ich freue mich, daß du Kontakt zu einer Stelle knüpfen konntest, die versucht Dir weiter zu helfen... Das finde ich schon mal sehr positiv.
Daß Du einen Weinkrampf bekommen hast, ist zwar für Dich nicht angenehm, - finde ich persönlich angesichts Deiner Lage aber voll verständlich... Mir wäre da auch zum Heulen!.
Ich finds gut, daß die Hospizlerin so einfühlsam war und sie so reagiert hat, daß du das Gefühl hattest, sie versteht Dich.
Wenn du mit der Hospizlerin klar kommst, hat doch der Sozialmedizinische Dienst schon eine Aufgabe weniger.... Ich denke, das hat sich dann erledigt.

Ich finde auch, wenn Deine Ergebnisse positiv ausfallen, was ich für Dich sehr hoffe, dann kann der Hospizkreis Dich weiter betreuen, weil du ja trotzdem schwer krank bist. Und wenn die Ergebnisse schlecht ausfallen, dann natürlich hat der Hospizkreis erst Recht seine Berechtigung...

Ich wünsche Dir jeden Falls ganz viel Glück!

Wenn du magst, kannst du gerne weiter schreiben, wie es Dir weiter ergeht. Wenn ich kann , lese ich Dich!

Liebe Grüße
Feuerchen

wolf02
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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon wolf02 » Fr 5. Aug 2011, 23:33

Hallo,

leider kann je bei den Untersuchungen nicht herauskommen, dass sich etwas gebessert hat. Der Druckwert hat sich bei den beiden letzten Ultraschalluntersuchungen innerhalb 5 Wochen deutlich verschlechtert.
Für mich wäre es schon positiv, wenn sich der Anstieg etwas verlangsamt hat.
Bei einer weiteren Beschleunigung, gleichbedeutend mit wenig Zeit, weiß ich nicht, was dann in mir los ist.
Aber, wie bei der OP hoffe ich, dass ich mal etwas Glück habe.

Der Hospitzkreis wird mich auf jeden Fall weiter betreuen, da auf kurz oder lang die Konsequenz eintreten wird und ich hoffe sehr, dass sich dadurch mein psychischer Zustand bessert. Selbst eine Herz-Lungen-Transplantation würde daran nichts ändern, da längere Überlebenszeiten nach so einem Eingriff selten sind. Dafür müsste ich mir aber erst einmal klar werden, ob ich überhaupt mit fremden Organen in mir leben will. Im Moment kann ich mir es noch nicht vorstellen.
Ich glaube, dass ich beim Hospitzkreis besser aufgehoben bin, als bei einem Psychologen, da die Mitarbeiter dort auf meine Probleme speziell geschult sind und das Ziel haben, die Betroffenen für den letzten Teil des Lebens vorzubereiten und otimal zu unterstützen, damit man auch diese Phase so lebenswert, wie möglich erlebt. Mir würde es z.B. überhaupt nichts bringen, wenn ein Psychologe z.B. meine Erlebnisse in der Kindheit aufarbeiten will. Das würde mich jetzt auch nicht mehr weiter bringen.

Ich bedanke mich auf jeden Fall sehr herzlich, besonders bei Feuerchen und Klaus W für eure Unterstützung und die guten Wünsche. Ich wüsste nicht, ob ich mich überhaupt getraut hätte, nach Unterstützung zu suchen, sich darauf einzulassen und wäre bestimmt nicht eo weit, wie ich jetzt bin. Auch wenn es nur ganz kleine Schritte sind, so führen sie doch auf den richtigen Weg das zu verarbeiten und irgendwann so weit zu sein jeden der verbleibenden Tage möglichst gut zu erleben und einen Sinn zu geben und so für meine Kinder da sein, wie ich es mir wünsche.

Ich werde auf keinen Fall meine "Familie" und meine "Freunde" mit meinen Problemen weiter belasten um mich selbst vor weiteren Enttäuschungen zu schützen.

Liebe Grüße
Wolfram

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Feuerchen
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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon Feuerchen » Sa 6. Aug 2011, 00:37

LIeber Wolfram,

Deine Lage hört sich weiter sehr ernst an, und ich schick Dir mal einen Engel, daß die Untersuchung für Dich positiv ausfällt.

Und ich hoffe sehr, daß du auch Glück hast, wie Du es erhoffst.

Ich danke Dir ebenso herzlich für Deine lieben Worte!... Normalerweise schreibe ich nicht sooo viel im Forum und lese mehr.
Früher war ein chat am Forum angeschlossen, der wegen einiger Trolle dann aber geschlossen wurde. Dort habe ich immer einige Forumsmitglieder getroffen und mit ihnen geschrieben... Aber die sind hier nun auch nicht mehr so oft unterwegs. Deshalb lese ich inzwischen meistens mehr, als daß ich schreibe....

Bei dir hatte ich aber Deine Not gespürt und deshalb war es mir wichtig Dir zu antworten. Ich bin übrigens gleich alt wie Du.
Ich freue mich wirklich sehr, daß du Unterstützung gefunden hast!
Aber es ist vor allem Dir selber zu verdanken, daß du so offen warst etwas für Dich zu unternehmen!.... Alle Achtung!

Ich wünsche Dir weiterhin nur das Beste!

Liebe Grüße
Feuerchen

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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon wolf02 » Sa 6. Aug 2011, 01:50

Hallo Feuerchen,

ich hoffe sehr, dass der Engel mir etwas Glück bringt.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie schwierig es mir gefallen ist, einmal meine Probleme hier zu veröffentlichen, zumal ich schon schlechte Erfahrungen in einem anderen Forum vor einem Jahr gemacht habe. Dort hatte ich mit jemanden lange über persönliche Nachrichten Kontakt und bin hinterher bitter getäuscht worden. Am Anfang habe ich auch nur viel gelesen, bis ich dann alles Mut gefasst habe.

Noch viel , viel schwieriger war für mich einzusehen, dass es so nicht mehr weiter geht und mit fremden Menschen über meine Gefühle telefonisch und jetzt persönlich zu sprechen.
Ich habe das nie gekonnt und war in der Beziehung "verschlossen wie ein Grab".

Vor ein paar Tagen dann, war ich so am Ende und es war keine Besserung in Sicht, dass ich mich überwunden habe, hier zu schreiben, in der Hoffnung, dass ich jemand wie dich finde, der Verständnis hat und mir Vorschläge macht, irgendwie daraus zu finden. Da ich ja niemanden habe, der meine
Situation versteht, hat es mir sehr geholfen, hier entsprechende Menschen zu finden.
Es geht mir zwar immer noch nicht viel besser, aber ich kenne jetzt wenigstens den hoffentlich richtigen Weg.

Man meint zwar immer, das Internet wäre unpersönlich, aber gerade das kann am Anfang manchmal hilfreich sein und es wird auf Mal persönlich.
Ich hoffe sehr, dass wir weiter Kontakt haben und vielleicht kann ich auch einmal so hilfreich sein, wie ich es schon so oft für andere war. Mir wurde immer nachgesagt, dass man mit mir reden könnte, wie mit einem Psychologen. Jetzt, wo ich am Boden liege, lassen mich alle diese Leute liegen und verschliessen lieber Augen und Ohren.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute.

Liebe Grüße
Wolfram

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Feuerchen
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Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon Feuerchen » Sa 6. Aug 2011, 17:19

Lieber Wolfram,

Ich danke Dir, daß Du mir geschrieben hast... Ich glaube an Engel und ich hoffe sehr, daß er Dir hilft.... Meine Gebete begleiten Dich!
Ich ziehe für mich immer eine Engelkarte, wenn ich ratlos bin... Das hilft mir echt!... Es ist der Austausch mit einer höhren Macht, da ich mich oft hilflos und ausgeliefert fühle...Kennst Du Engelkarten? - Wenn Du magst, ziehe ich gerne eine mal für Dich!

Ich weiß nicht, wie Dein Lebensplan aussieht, aber ich denke aus allen Situationen können wir lernen.

Ich finde es super, daß Du Dich geöffnet hast und hier von Deinen Problemen erzählt hast. Danke für das Vertrauen, daß Du mir und den anderen entgegen gebracht hast.
Ich kann Deine Situation natürlich nicht ändern, aber ich finde es tut schon mal gut, wenn man sich mit anderen darüber austauschen kann und vielleicht dann, wie in Deinem Fall , sich eine Hilfsmöglichkeit findet.
Oft steckt man ja so in seinen Gedanken-drehwürmern drin, daß man die Lösungen gar nicht mehr sehen kann. Da tut eine neutrale Sichtweise von außen gut.

Ich habe im Internet auch schon einen sehr netten Austausch erlebt... Und mir hilft das Schreiben in sofern, daß meine eigenen Probleme, angesichts der schlimmen Probleme die ich bei Anderen sehe, zu relativieren , und dadurch meine eigenen nicht mehr so gewichtig zu nehmen.

Zu Schweigen wie ein Grab schadet einem nur selber.... Ich habe selber bestimmte Probleme jahrelang immer mit mir rumgetragen.... Als ich dann krank wurde durch die vielen negativen Umstände in meinem Leben brach ich zusammmen und landete in der Psychiatrie.... Dort habe ich lernen müssen über das Schwierige in meinem Leben zu reden... Und ich tue mir schon leichter... Aber ich wäge auch ab, wem ich erzähle und wem nicht. Hier habe ich am Anfang auch , weil ich nicht mehr weiter wußte geschrieben... Aber für manches, z.b. meine Antriebslosigkeit zu Hause, habe ich noch keine Lösung gefunden.

Ich würde mich freuen, wenn Du weiterhin mal schreibst wie es Dir geht, und du den Kontakt halten kannst.
Je nach Arbeit, bin ich nicht immer im Forum... Das heißt, daß Du vielleicht auch mal länger warten müßtest auf Antwort. Aber normaler Weise schau ich wenn ich frei hab immer mal wieder rein.

Oh sorry!.. Muß gehen...

Alles Liebe
Feuerchen

serbina55
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Registriert: Fr 15. Mai 2015, 13:36

Re: Manische Depressionen? Was tun?

Beitragvon serbina55 » Fr 15. Mai 2015, 15:10

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