Mobbing gefährlicher als angenommen....

"Mobbing" selber ist natürlich keine psychische Krankheit ist, verursacht aber häufig psychische Folgeschäden bis hin zu manifesten psychischen Krankheiten. Hier ist Platz für Ihre persönlichen Erfahrungen sowie Hinweise auf Hilfsangebote.
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Llllleona 5x.2
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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Llllleona 5x.2 » Fr 3. Nov 2017, 20:04

jeder Mensch ist anders, nicht nur eine von einem Täter ausgewählte Zielperson! In einer Gruppe: 9 schwarzharige, eine blonde Person - ein Grund zum mobben? Für manche schon. Seh ich nicht ein! Ein und dieselbe Person kann in der einen Gruppe gemobbt werden und in einer anderen Gruppe völlig aufblühen, weil sie akzeptiert wird von jedem oder fast jedem!

@ Mamschgerl: deine Reaktionen auf dermaßen absurde Behauptungen sind für mich immer eine Wohltat! Du schaffst es so, die Sachen auf den Punkt zu bringen, auszudrücken oder sie in sarkastisch-übertriebener Form dazustellen... danke dafür! :)
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Remedias
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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Remedias » Di 7. Nov 2017, 18:09

ch bin der Ansicht, dass stets wenn es Mobbing genannt wird, die betreffenden ein
seelisches Problem haben oder sogar eine psychische Störung. Beim Opfer trifft es auf
jeden Fall häufig zu, beim Täter ist es meist schwieriger zu diagnostizieren zumal es
häufig eine Gruppe ist. Da hat die Gruppendynamik auf das Verhalten einen wesentlich
größeren Einfluss als der Gemobbte selbst und das Ganze schaukelt sich hoch.
.
Was du annimmst, hat aber keine untermauerte Grundlage:
IDie Gemobbten sind eher NICHT psychisch krank ( auch wenn sie im Laufe des Mobbings Depressionen, Ängste und PTBS entwickeln können.), bei den Mobbern kannst du davon ausgehen , dass es öfters dissoziale Persönlichkeitsstörungen haben. Viele Mobber sind geschickte Psychopathen. Dabei wird z.B. der Eindruck erweckt, das Opfer sei böse, der Täter und andere sind gut (Spaltung).
Beispiele:
Der Zielperson glauben machen, es sei überall unbeliebt. "
Verbundenheit mit Mitmobbern demonstrieren durch besondere Freundlichkeit
in Gegenwart der Zielperson und gleichzeitige Kühle gegen dieses.
Positives Hervorheben der Eigenarten anderer im Vergleich zu den angeblich
negativen des Zielperson. " So und so ist IMMER so dumm!"
- Man kann machen, was man will, es ist auf jeden Fall falsch. Da er die Zielperson ja
schikanieren möchte, ist er an objektiver Gerechtigkeit nicht interessiert
eher im Gegenteil. Auf diese Weise versucht er, sein Opfer zu verunsichern.
- Der Täter ist unberechenbar. Am nächsten Tag ist er freundlich,
scheinbar verständnisvoll. Die Zielperson atmet auf und schreibt möglicherweiser alles ihrer Einbildung zu etc. etc

Wie gesagt, das gilt für die Anführer. Die Mitläufer, also die die mobben, obwohl sie wissen, dass sie Unrecht tun, fühlen sich oft sehr schlecht und können genauso leiden wie die Gemobbten.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 86907.html
Man sollte sich auch Gedanken darüber machen, warum so viele Menschen Mitläufer sind und weshalb es so wenige gibt, die ganz klar gegen Ungerechtigkeit Position beziehen.
Ein Opfer das laut um Hilfe schreit weil es sich allein nicht wehren kann ist für die
Mitmenschen die das erleben eine große Herausforderung und braucht Überwindung
um helfend einzugreifen. Wäre das nicht nötig, wäre das Leben viel angenehmer.
Philosophieren über das Leben ist wesentlich produktiver als Menschen aus desdruktiven
Situationen helfen oder sich den Ausdruck der Schmerzen anhören auch wenn das ein
sehr heilsamer Prozess ist. Täter und Opfer nehmen sich nicht viel und sind beide eine
Belastung um die wohltuende und ausgeglichene Mitte zu finden.
Das wäre natürlich EIN Beweggrund für einen Mitläufer: DER will einfach seine Ruhe haben ! :-"

Gruß Remedias

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Remedias » Di 7. Nov 2017, 18:13

Das Mobbing-Opfer wird den Lauf
der Welt nicht verändern um Genugtuung zu bekommen, es wird sich daran gewöhnen
müssen, dass in den Naturgesetzen Werden und Vergehen vorkommt und wenn das
bewusst ist wird der Schutz vor Tätern nicht mehr unmöglich. Wenn die eigene innere
Fähigkeit zur Gemeinheit klar ist und das Gegenüber gemeint ist, dann ist das Anderssein
nicht mehr so groß und der Grund zum ausgrenzen fällt weg, das Mobbing ist beendet.
Heißt das beispielsweise, wenn ich von Neonazis gemobbt werde, muss ich selbst ihre Gemeinheit annehmen, damit das Anderssein nicht mehr groß ist und das Mobbing beendet wird?
Ich muss mich also anpassen, ganz gleich an wen?
Und wie gehe ich vor, wenn ich in meinem Beispiel ein Schwarzer/ Jude/ bin?

:roll: :roll: :roll:

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon mamschgerl » Di 7. Nov 2017, 19:43

Naja, dann gehe ich in den Laden und kaufe mir ein Kilo weiße Farbe, damit ich mich der Übermacht anpassen kann oder verleugne einfach meine Herkunft, Hauptsache, ich bin wie alle anderen und keiner mobbt mich weg.
Abgesehen davon will ich ja auch niemanden belästigen, also weine ich nicht über die Ungerechtigkeit, wenn ich gemobbt werde, denn was ich am wenigsten will ist, jemandem beim Sinnieren über die Vögel und die Blumen und die Schönheit dieser Welt damit stören, indem ich ihn durch mein Gejammer vor die Wahl stelle, ob er jetzt mal aufhört mit philosophieren oder mir eventuell hilft.
Solch irdische Verfehlungen sind ja auch wirklich weit unter den hehren, gedanklich abgehobenen Ausflügen angesiedelt und sollten tunlichst keinen Einlass finden beim Nachdenken über sein oder nicht sein...

Wo es hier fehlt, ist offensichtlich. Menschlichkeit, Mitgefühl, Gerechtigkeitssinn oder einfach die Frage, wozu das alles? fehlt beim Täter gänzlich. Die Motive für sein Tun sind letztlich auch völlig unerheblich, es ist schlicht und ergreifend etwas, was nirgendwo hingehört und keine Rechtfertigung findet.
Und das Beispiel, das hier schon mal gebracht wurde, ist ein wirklich gutes: ein Vergewaltigungsopfer trägt keine Mitschuld, nur weil es einen kurzen Rock getragen und ergo damit die Vergewaltigung geradezu herausgefordert hat.
Genausowenig ist es legitim, jemanden zu mobben, nur weil er nicht gelb oder grün oder lila ist und sich eben nicht von der Allgemeinheit vereinnahmen lässt. Es kann hier nicht der Leitsatz gelten, daß die Mehrheit immer im Recht ist. Nur weil alle Schmeißfliegen sich auf dem Haufen niederlassen, handelt es sich doch um nichts anderes als einen Haufen Sch....

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Remedias » Mi 8. Nov 2017, 16:21

:B-fly: :B-fly: :B-fly:
wenn es hier ein Applaudier-Smiley gäbe, hättest du eines.....Mitläufer sein und über Unrecht hinwegsehen.....würde ich ja als miesen Charakter bezeichnen.....

liebe Grüße Remedias

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Remedias » Mi 8. Nov 2017, 18:48

Wo es hier fehlt, ist offensichtlich. Menschlichkeit, Mitgefühl, Gerechtigkeitssinn oder einfach die Frage, wozu das alles?
IRONIE ON " Ist dieses Mädchen psychisch krank?" :silly: IRONIE OFF

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/sc ... 76932.html

liebe Grüße Remi

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon mamschgerl » Do 9. Nov 2017, 18:59

Ja, natürlich!!!! Wo gibt's denn sowas, regt die sich ernsthaft wegen Antisemitismus und Volksverhetzung auf und auch noch gegen diesen supertollen Volkssport Mobbing, also echt, wo sind wir denn? Es wird einem doch wirklich jeder Spaß vergällt...
Scherz beiseite...
Ist es nicht traurig, daß es so herausragend und erwähnenswert ist, wenn man sich gegen solche Blödheit zur Wehr setzt?
Es sollte selbstverständlich sein und die Norm, aber Mobber, Hetzer und alle deren Mitläufer sind einfach menschlich dermaßen dumm und unterbelichtet, daß ihnen nicht im entferntesten der Gedanke kommt, ihre eigenen Handlungen zu hinterfragen.
Nun könnte man hier vielleicht noch das jugendliche Alter als teilweise entschuldigend anbringen, doch da hat man schon genug Geschichtsunterricht hinter sich und Allgemeinwissen erworben, um ein wenig zu verstehen, wie abartig man unterwegs ist, also gilt der "Jung und noch dumm-Bonus" nicht wirklich.
Ich finde es gut und mutig, vor allem in dem Alter, sich gegen die Mitschüler bzw. deren Tun auszusprechen, da können sich viele, viele Erwachsene eine große Scheibe abschneiden.
Gruß
mamschgerl

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Llllleona 5x.2 » Di 14. Nov 2017, 19:30

Schon heftig, der Artikel! Und sehr mutig von der Schülerin! Hut ab!

Ich glaube trotzdem, in der Jugend geht so vieles einfach drunter und drüber. Ich frage mich nur, ob es an dem Jugendwahnsinn liegt oder es ein genereller Trend ist, auch extreme Sachen (wie Ausrottung von Menschen, massives Tierleid) nicht ernst nehmen zu können. Wenn ich das Großwerden von Rechten Parteien trotz drohender Gefahren und trotz dem Wissen, was in der Vergangenheit passiert ist, betrachte, so kommt mir dieser Gedanke, dass das ein Phänomen ist, dass Menschen Fakten - auch extreme - nicht ernst nehmen können. Und zusätzlich verlieren dann Jugendliche auch dann und wann ihren Kopf. Diese beiden Sachen zusammen ergeben sehr vernichtendes Potenzial.

Zum Jugendwahnsinn... Leider hab ich ein Buch diesbezüglich nicht zu Ende gelesen - es ging darum, dass es da im Gehirn so drunter und drüber geht und es so viele neue Bereiche gibt, in denen neue Wege eingeschlagen werden, sodass die Vernunft manchmal einfach ausgeschalten wird (aber dass es auch Wege gibt, wie man Jugendliche dazu bringen kann, ihr Gehirn wieder einzuschalten) - wie bspw. mit einem Wagen ohne Führerschein im Ortsgebiet mit 160 km/h über eine Kreuzung - zwar bei grün aber trotzdem - zu rasen. Ich muss zu meinem riesigen Bedauern auch zugeben, dass es 2 Situationen gegeben hat, in denen ich besch*** gehandelt hab. Heute, aus der Sicht einer Erwachsenen bedauer ich diese Situationen wahnsinnig und ich würde mir wünschen, ich könnte diese Situationen wieder gut machen. Aber das geht leider nicht. Und ich merke, dass es da anscheinend wirklich darum ging, das Gehirn ein- oder auszuschalten. Heute als Erwachsene Person mach ich ungute Sachen aus Prinzip nicht. in der Arbeit ist mir eine Situation eingefallen, wo ich etwas komisches über jemanden sagen könnte. Mir steht es auch total frei, es zu sagen. Aber ich tu's nicht, aus Prinzip. Und wer ein bisschen für sozialen Austausch zugänglich ist, der sage ich auch, dass es nicht freundlich ist, über jemanden herzuziehen, am besten ist es, sich abzugrenzen, wenn jemand selbstorganisiert (also nicht mobbend) an den Grenzen anderer rüttelt und dass ich mir darüber hinaus auch schwer tu mit dieser oder jeder Person. Also, bei mir war das damals schon die Jugend. So viele Sachen hab ich nicht gemacht, nur 2 einzelne Situationen (die würd ich am liebsten auch aus der Welt schaffen bzw. wieder gut machen! Vergessen kann ich es auf jeden Fall nicht, auch wenn ich weiß: Jugendliche...)

Da wären die Lehrer angehalten, ein Konzept zu entwickeln, das helfen würde, Mobbing zu unterbinden und auch die jungen Menschen dazu bringen würde, ihr Hirn wieder einzuschalten und sinn- und verantwortungsvoll mit anderen umzugehen. Bzw. sollte so ein Konzept gleich beim Bildungsministerium entwickelt werden, sodass es eine Selbstverständlichkeit wäre, so ein Konzept oder sogar Bewegung in die Schulen zu bringen. Frage mich gerade, ob das nicht sogar so nachhaltig wirken könnte, sodass die Jugendlichen das auch ins Erwachsenenalter mitnehmen und es einfach gewohnt sein würden, genauso achtsam wie in der Schule mit den Mitmenschen umzugehen. Wäre jedenfalls sehr wünschenswert!

Zum nicht ernst nehmen... wie man dieses Problem lösen könnte, weiß ich nicht! In der Schule vielleicht, indem Schüler jedes anstehende Thema wie Holocaust, französische Revolution, Pyramidenbau, Sklaverei, alles, in Gruppen sehr intensiv und sehr lange sich beschäftigen. Und dass Menschen von Kindesbeinen an lernen, dass sie ernst genommen werden. Dann können sie vielleicht sich selbst und auch andere oder andere Vorkommnisse ernst nehmen und dementsprechend handeln.
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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Remedias » Mi 15. Nov 2017, 12:22

liebe Lilleona
Da wären die Lehrer angehalten, ein Konzept zu entwickeln, das helfen würde, Mobbing zu unterbinden und auch die jungen Menschen dazu bringen würde, ihr Hirn wieder einzuschalten und sinn- und verantwortungsvoll mit anderen umzugehen. Bzw. sollte so ein Konzept gleich beim Bildungsministerium entwickelt werden, sodass es eine Selbstverständlichkeit wäre, so ein Konzept oder sogar Bewegung in die Schulen zu bringen. Frage mich gerade, ob das nicht sogar so nachhaltig wirken könnte, sodass die Jugendlichen das auch ins Erwachsenenalter mitnehmen und es einfach gewohnt sein würden, genauso achtsam wie in der Schule mit den Mitmenschen umzugehen. Wäre jedenfalls sehr wünschenswert!
meine eigene Erfahrung ist: Wenn die Lehrer strikt gegen Mobbing sind ,und die Betreffenden auch rügen und bestrafen, lassen die es ganz schnell sein. Klar, kann man Freundschaft nicht erzwingen, und Mobber und ihre Zielperson werden bestimmt nicht bffe , aber zumindest wird die Zielperson in Ruhe gelassen.
Wenn dagegen in einer Schule ein harscher Umgangston herrscht, Lehrer das Problem nicht ernst nehmen oder - gibt es!- sich sogar am Mobbing beteiligen, dann gibt es auch Mobbing.
Viele Leute denken, dass kann nicht sein, dass Lehrer mitmobben. Doch - besonders Lehrer mit Disziplinschwierigkeiten neigen dazu, sich mit den "Stärksten der Klasse" zu verbünden. Dann läuft in ihren Stunden der Unterricht - Leidtragender ist die Zielperson.
und dann gibt es auch Lehrer, die meinen, es wäre guter Stil, herabsetzend und zynisch zu sein.
Ich schreibe das , weil ich selbst als Lehrerin gearbeitet habe. In den Klassen, indenen ich Klassenlehrerin war, habe ich Mobbing streng sanktioniert.
Es stimmt einfach nicht, dass dann alles für die Zielperson noch schlimmer wird. Es geht darum, 0 Toleranz für bestimmtes Verhalten zu zeigen.
man kann niemanden zwingen, den anderen zu mögen, aber man kann ihn zu einem bestimmten Verhalten zwingen.
Zum Jugendwahnsinn... Leider hab ich ein Buch diesbezüglich nicht zu Ende gelesen - es ging darum, dass es da im Gehirn so drunter und drüber geht und es so viele neue Bereiche gibt, in denen neue Wege eingeschlagen werden, sodass die Vernunft manchmal einfach ausgeschalten wird (aber dass es auch Wege gibt, wie man Jugendliche dazu bringen kann, ihr Gehirn wieder einzuschalten) - wie bspw. mit einem Wagen ohne Führerschein im Ortsgebiet mit 160 km/h über eine Kreuzung - zwar bei grün aber trotzdem - zu rasen. I
Wir sagten oft, Teenager sollten ein Schild vor dem Kopf tragen " Wegen Umbau geschlossen" ;)

liebe Grüße Remedias

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon mamschgerl » Do 16. Nov 2017, 06:42

Leider kann ich ebenfalls nur bestätigen, daß Lehrer keine Heilige sind.
Letztlich sind alle und überall nur Menschen und der Mensch ist ein Herdentier. Wenn sich einer wichtig macht, folgen alle, großes Nachdenken über die Beweggründe des Wichtigmachers braucht es nicht, je mehr mitmachen, desto richtiger erscheint es jedem, mitzumachen...womit wir wieder bei der Schmeißfliege wären.
Es braucht immer nur einen, der anfängt und vorläuft und schnell wird man ( es reicht, nur nach dem Grund zu fragen, warum jeder dem hinterherläuft ) zum Außenseiter, zur Spaßbremse oder auch zur nächsten Zielperson, wenn man aus guten Gründen dem Anführer und dessen Herde nicht folgen will.
Deswegen sind Kinder und Jugendliche noch empfänglicher für diese Gruppendynamik als Erwachsene, da sich ein gesundes Selbstbewußtsein oder innere Stärke noch nicht voll entwickelt hat.
Nach wie vor finde ich den Film "Die Welle" als ein ganz gutes Beispiel, wieso das passieren kann.
Vielleicht sollte dieser Film im Unterricht gezeigt werden genauso wie Antikriegsfilme, das könnte helfen...

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fluuu
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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon fluuu » Do 16. Nov 2017, 15:17

Ich weiß, Mobbing ist ein Thema wo geschundene und gehänselte Menschen nach Vergeltung, Rache,
Entschädigung oder Wiedergutmachung sinnen aber nichts wird eintreffen.
Das macht sie dann noch wütender und am Ende sind sie ein Nervenbündel ihrer selbst und niemand interessiert es.
Ich bin in vielerlei Dingen anders als die Anderen, ich werde auch gemobbt, hier im Forum z.B. werde ich viel gemobbt
aber das ist völlig in Ordnung, ich provoziere es und so macht es mich stärker und verbessert mein Wohlbefinden.
Wie gesagt, wenn man anders ist als die Anderen sollte man die Fähigkeit haben trotz Mobbing daraus eine
Lebensqualität zu entwickeln und nicht das Schlimme betonen um Mitleid zu kriegen.
Mobbing und Hänseln ist nicht das Problem, das Problem ist Wiedergutmachung zu brauchen die es nicht gibt.
Das Problem ist nicht die Fähigkeit zu entwickeln aus negativen Erlebnisse positive Gefühle zu wandeln,
eine Fähigkeit die man ein Leben lang braucht möchte man nicht ständig abhängig sein von etwas Äußerem.
gruß fluuu

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Llllleona 5x.2 » Do 16. Nov 2017, 19:35

Da wir soziale Wesen sind, sind wir alle gewissermaßen abhängig von der Interaktion mit anderen!
Außer man ist erleuchtet, dann eben nicht.
meine eigene Erfahrung ist: Wenn die Lehrer strikt gegen Mobbing sind ,und die Betreffenden auch rügen und bestrafen, lassen die es ganz schnell sein. Klar, kann man Freundschaft nicht erzwingen, und Mobber und ihre Zielperson werden bestimmt nicht bffe , aber zumindest wird die Zielperson in Ruhe gelassen.
...
Ich schreibe das , weil ich selbst als Lehrerin gearbeitet habe. In den Klassen, indenen ich Klassenlehrerin war, habe ich Mobbing streng sanktioniert.
Es stimmt einfach nicht, dass dann alles für die Zielperson noch schlimmer wird. Es geht darum, 0 Toleranz für bestimmtes Verhalten zu zeigen.
man kann niemanden zwingen, den anderen zu mögen, aber man kann ihn zu einem bestimmten Verhalten zwingen.
Hab ich nicht gewusst, dass das funktioniert. Wird das Mobbing nicht ausgelagert auf den Schulhof oder auf den Nachhause-Weg? Und kann man eigentlich jedes mobbende Verhalten auf diese Weise verhindern? Da gibt es ja viele Facetten davon, von augenscheinlich bis schwer fassbar, aber dennoch spürbar.
Wenn dagegen in einer Schule ein harscher Umgangston herrscht, Lehrer das Problem nicht ernst nehmen oder - gibt es!- sich sogar am Mobbing beteiligen, dann gibt es auch Mobbing.
Viele Leute denken, dass kann nicht sein, dass Lehrer mitmobben. Doch - besonders Lehrer mit Disziplinschwierigkeiten neigen dazu, sich mit den "Stärksten der Klasse" zu verbünden. Dann läuft in ihren Stunden der Unterricht - Leidtragender ist die Zielperson.
Das kenn ich, hab ich in der Schule erlebt...
Wir sagten oft, Teenager sollten ein Schild vor dem Kopf tragen " Wegen Umbau geschlossen" ;)
:)

schöne Grüße
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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Remedias » Do 16. Nov 2017, 21:00

Ich bin in vielerlei Dingen anders als die Anderen, ich werde auch gemobbt, hier im Forum z.B. werde ich viel gemobbt
aber das ist völlig in Ordnung, ich provoziere es und so macht es mich stärker und verbessert mein Wohlbefinden.
Lieber Fluuu,
du wirst hier nicht gemobbt. Dir widersprechen, das bekämpfen, was du sagst , das ist KEIN Mobbing. Das ist eine freie Diskussion.
Wie immer habe ich den Eindruck, du hast Mobbing nicht ganz verstanden. Man kann es NICHT provozieren. Es wäre auch egal, OB du in Punkten Recht hast, es ginge nur darum , dich PERSÖNLICH zu demütigen, lächerlich zu machen und zu quälen.
Wer bitte zeigt hier dir gegenüber ein solches Verhalten?????

zeig mir, wo ich dich gemobbt habe....beispielsweise.....

Ich wehre mich dagegen, als Mobberin bezeichnet zu werden.

Gruß Remedias
Zuletzt geändert von Remedias am Do 16. Nov 2017, 21:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Remedias » Do 16. Nov 2017, 21:07

Hab ich nicht gewusst, dass das funktioniert. Wird das Mobbing nicht ausgelagert auf den Schulhof oder auf den Nachhause-Weg? Und kann man eigentlich jedes mobbende Verhalten auf diese Weise verhindern? Da gibt es ja viele Facetten davon, von augenscheinlich bis schwer fassbar, aber dennoch spürbar.
Jedes Verhalten nicht, nein. kann ich nicht verhindern - es sei denn im Unterricht, wo ich einen sachlichen, angemessenen Ton zwischen den Schülern verlangen kann, und auch Zusammenarbeit.
Schlägereien, Sachbeschädigungen, Beleidigungen konnte ich verhindern ja, Ausgrenzung und Ignorieren leider nicht .
Muss dazu sagen, ich hatte ja Grundschüler bis zur 5.Klasse. Denen ist noch wichtig, dass ich sie mag. Und wenn ich zu verstehen gebe, dass Mobber abscheulich sind, gibt es schon einige, die das lassen.
Je älter desto schwieriger.
Heutzutage wird mit Verleumdungen und Gemeinheiten im Internet gemobbt, zumindest bei den Großen, ganz schlimm.
Die Chance bei den älteren Schülern NICHT zu mobben, steigt aber auch an, wenn sie sich in der Schule alle wohl fühlen, wenn ein guter Umgangston herrscht.

liebe Grüße Remedias

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Re: Mobbing gefährlicher als angenommen....

Beitragvon Remedias » Do 16. Nov 2017, 21:09

Ich weiß, Mobbing ist ein Thema wo geschundene und gehänselte Menschen nach Vergeltung, Rache,
Entschädigung oder Wiedergutmachung sinnen aber nichts wird eintreffen.
.
Nein, mich interessiert vielmehr Prävention - damit kein Kind so leiden muss, wie ich gelitten habe. Vergeltung, Rache etc. interessiert mich nicht - dann wäre ich ja genauso !

liebe Grüße Remedias


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