Mobben und gemobbt werden

"Mobbing" selber ist natürlich keine psychische Krankheit ist, verursacht aber häufig psychische Folgeschäden bis hin zu manifesten psychischen Krankheiten. Hier ist Platz für Ihre persönlichen Erfahrungen sowie Hinweise auf Hilfsangebote.
-> Basis-Infos zum Thema "Mobbing"

Werden Sie zur Zeit gemobbt? Wurden Sie schon mal gemobbt?

noch nie
5
14%
ein mal
7
19%
mehrere male
24
67%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 36

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Schwan
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon Schwan » Fr 28. Mai 2010, 06:27

:-k

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fluuu
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon fluuu » Fr 28. Mai 2010, 21:57

Da haben wir das Problem des Begriffes "Mobbing".
Ein Völkermord ist mit Sicherheit kein Mobbing, da liegt eine Verirrung vor.
Drehen wir den Spieß mal um, gemobbt wird der Mob und wer ist das?
Jemand der sich mangels Selbstvertrauen zum Opfer macht und auf Grund
von Unwissenheit die eigenen Schwächen nicht bemerkt.
Es hilft nichts, Du kannst als Mobbing-Opfer die Schuld zuschieben auf was
immer Du willst, es wird nichts daran ändern im Leben die Opferhaltung
einzunehmen um den Konflikt vermeintlich zu lösen. Er ist jedoch nicht
gelöst, Du bleibst in Deiner ahnungslosen Unfähigkeit gefangen aber kannst
laut und anklagend die "Schuldigen" beschimpfen und denunzieren.
Man ubik wach auf und fasse an Deine eigene Nase, soll heißen betreibe
Selbstreflexion falls Du weißt was das ist, sonst erkläre ich es Dir gerne.
gruß fluuu

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Angelita
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon Angelita » Sa 29. Mai 2010, 00:41

Hallo

Mobbing ist kein Kavaliersdelikt sondern eine ernste Angelegenheit. Nicht umsonst wird von renommierten Forschern von Psychoterror gesprochen.
Mobbing oder Mobben (von englisch to mob „anpöbeln, angreifen, bedrängen, über jemanden herfallen“ und mob „Meute, Gesindel, Pöbel, Bande“) steht im engeren Sinn für „Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln.“[1] Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen ständig bzw. wiederholt und regelmäßig zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen [2], beispielsweise in der Schule (Mobbing in der Schule), am Arbeitsplatz, im Sportverein, im Altersheim oder im Gefängnis [3]. Typische Mobbinghandlungen sind die Verbreitung falscher Tatsachen, die Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige Kritik an der Arbeit.[4]
Als weitere Ursache für Mobbing gilt die Persönlichkeit des Mobbers. Einige Autoren gehen davon aus, dass Menschen zu Mobbern werden, um ihr schwaches Selbstvertrauen zu kompensieren.[24] Mobber benutzen demnach die Opfer als Prügelknaben und als Projektionsfläche für ihre eigenen negativen Emotionen.[25] Untersuchungen von Olweus (unter anderem Untersuchung von Stresshormonen und projektive Tests) unterstützen diese Annahme nicht. Seine Forschungsergebnisse weisen auf das Gegenteil hin; das heißt, dass die Täter im Durchschnitt selbstbewusster und weniger ängstlich sind.[23] Leymann beruft sich auf eigene Forschungsergebnisse, wonach grundsätzlich jede Person Täter werden kann, wenn die situationsbezogenen Voraussetzungen passen.[26
Oder eben auch jeder kann Betroffener sein.
Laut Mobbing-Report erkranken 43,9 % der Betroffenen wegen Mobbing, wovon fast die Hälfte davon länger als sechs Wochen krank wird.[13] Posttraumatische Belastungsstörungen gelten beispielsweise als gesundheitliche Mobbingfolgen.[22]

Die privaten und familiären Auswirkungen von Mobbing auf die Betroffenen sind vielschichtig. Zu den häufigsten Folgen gehören laut Mobbing-Report Unausgeglichenheit (23,7 %), soziale Isolation (21,6 %), Streit in der Familie beziehungsweise Partnerschaft (19,7 %), allgemeine Belastung (16,6 %), finanzielle Probleme (15,4 %), Antriebslosigkeit (13,9 %), Aggressivität (9,6 %), Überschattung des Privatlebens (9,6 %) und Depressionen (9,3 %).
Durch Mobbing verursachte Posttraumatische Belastungsstörungen, soziale Isolation u. Depressionen, sollten wir ernst nehmen u. vorallem hellhörig machen.
Gruss Angelita

“Man muss im Ganzen an jemanden glauben, um ihm im Einzelnen wahrhaft Zutrauen zu schenken.” H. v. Hofmannsthal

dividuum
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon dividuum » Sa 29. Mai 2010, 12:48

Lange kann man die immer wiederkehrenden, teils extrem undurchdachten Predigten von fluuu nicht ertragen, ganz meine Meinung...aber ihr reagiert ja eben so, dass es ihn dazu antreibt : ) - selbes Prinzip beim Mobbing.
Die Opfer (ich, ihr, wie auch immer) haben sehr wohl Schwächen, sind unwissend etc. blabla. Diese gilt es selbstverständlich zu reflektieren. Wenn hier von Kindheitserfahrungen geschrieben wird, sei angemerkt, dass wir da von den Schwächsten sprechen, da sie sich noch ziemlich am Anfang ihrer Entwicklung befinden und die Möglichkeit der Selbstreflexion erst durch Erziehung bzw. Sozialisierung herausgebildet werden muss.
Eine Schwäche ist nichts Falsches, Böses oder sonstwas in der Richtung. Das Übel liegt im daraus resultierenden Sozialverhalten. Das ist, neben der guten alten Reflektiertheit, alles, was fluuu mal wieder krampfhaft versucht, mitzuteilen ;-)
Wer die Schwäche des Anderen ausnutzt, um eigene Schwächen durch Psychoterror in ein besseres Licht zu stellen bzw. zu überdecken, ist sozusagen auch bloß das Opfer einer auf seine intellektuellen Fähigkeiten unzureichend angepassten Sozialisierung/Erziehung. Handelt es sich um einen erwachsenen Menschen, trägt er dafür die Verantwortung, genau wie bei einer Körperverletzung. Die Schwächen des Opfers stehen da erstmal gar nicht zur Debatte.
Das erste Glied der mobbenden Kette ist meistens selber psychisch labil und in meinen Augen krank, wenn es unter Erwachsenen zu so einer Tat kommt, und nicht unbedingt das Opfer.
Dass psychische Gewalt zu neuer psychischer Gewalt führt, sollte ja wohl klar sein. Das kann entweder geschehen, wenn das Opfer sich unbewusst immer wieder in potentielle Täterkreise begibt, oder selber zum Täter wird (das Opfer zu spielen, um Zuwendung zu erlangen, gehört auch dazu).

Schaut euch an dieser Stelle mal den Scary Guy an : )
Eine große Nase oder eine auffällige Hautfarbe (was auch immer) sind in gewisser Weise leider auch Schwächen in entsprechend funktionierenden materiell fokussierten Gesellschaften, auch wenn's völlig hirnrissig ist...so sind Menschen eben, und wir haben es in der Hand, sie im Alltag eines Besseren zu belehren oder zuzuschauen.

http://www.teachers.tv/videos/the-scary-guy
3 Teile auf dieser Seite, soweit ich weiß

dividuum
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon dividuum » Sa 29. Mai 2010, 20:08

Naja Müll nicht...es kommt einfach impulsiv, unbeherrscht und dadurch undurchdacht rüber, was sicher auch so ist. Das kenne ich von mir auch sehr gut (kann man nachlesen :) und versuche jeden Tag ein wenig ruhiger zu werden, um das auch nach außen zu strahlen.
Was habe ich denn davon, wenn ich meinen Frust in einem solchen Forum entlade, indem ich mir die Leute rauspicke, mit denen ich sowieso nicht übereinkomme. Das ist nun wirklich nicht gerade professionell oder erwachsen.
Ich kann doch hier niemanden zurechtbiegen, dafür ist jeder selbst verantwortlich.

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fluuu
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon fluuu » Mi 2. Jun 2010, 18:25

...tja ubik, das bringt mich auf eine hoffnungsvolle Methode. Der Schaden des Patienten mal dem von mir verursachten Schaden
bringt ein positives Ergebnis und der Patient ist auf jeden Fall im besten Sinne klüger als vorher.
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Achtsamkeit
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon Achtsamkeit » Mi 9. Jun 2010, 17:15

Ich habe Mobbing in der Schule erlebt. Sowohl unter den Lehrern (Schulleitung-Lehrer) als auch unter Schülern.
Beides einfach nur furchtbar und oft eben nicht beweisbar!!!!
Vor kurzem war ich in Berus in der Klinik. Dort arbeitet Dr. J. Schwickerath, der sich sehr intensiv mit dem Thema Mobbing befasst und als Experte in Deutschland auf diesem Gebiet gilt. In der Klinik waren etliche durch Mobbing erkrankte Patienten.
In einem Vortrag wurde eben auch gesagt, dass es gerade bei Mobbing schwierig ist vor Gericht dies zu beweisen. Da braucht man schon das besagte Foto von dem ausgeschütteten Klebstoff auf dem Arbeitstisch.
Leider ist es natürlich auch so, dass ich erlebt habe wie schnell Schüler sich als Mobbingopfer beschwerten. Also das Wort findet leider zu schnell Missbrauch und schadet dann den echten Mobbingopfern!
Kein Psychiater der Welt kann es mit einem Hund aufnehmen der einem das Gesicht leckt!

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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon fluuu » Fr 11. Jun 2010, 21:00

Wenn sich jedes Mobbingopfer als Opfer sieht, dann wird es auch als Opfer benutzt und will es so, wo ist das Problem.
Wenn ein Opfer zum Opfern verwendet wird ist das für mich Logik, jeder kann sich Hilfe suchen wenn er alleine die Opferrolle
nicht verlassen kann. Da kann sich auch so ein Laut nach Ungerechtigkeit schreiendes Mobbingopfer wie ubik auf den Kopf stellen,
er macht sich mit Fleiß selbst zum Opfer durch sein Verhalten und wundert sich dann.
Es gibt viele symptomatische Opferhaltungen bei psychisch kranken Menschen, diesen Kreislauf gilt es zu durchbrechen oder
der Betroffenen bleibt ewig in Betreuung und andere übernehmen die Aufgabe der Alltagsbewältigung.
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon fluuu » Fr 11. Jun 2010, 21:34

#-o
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon cake » Fr 11. Jun 2010, 22:06

Was, wenn man von mehreren gemobbt wird?
Dann gibts richtig aufs Maul, von denen, die gemobbt worden sind,
AUA :shock:

Fluu- tutal unsensibel geantwortet- ich gebe ubik recht.
Wenn sich jedes Mobbingopfer als Opfer sieht, dann wird es auch als Opfer benutzt und will es so, wo ist das Problem.
Wenn ein Opfer zum Opfern verwendet wird ist das für mich Logik
Wo warst Du Opfer?
Was sagt Dir Dein inneres Kind?
Gleichgültig?
Du gehst mit Dir als Erwachsener genau so gnadenlos um- wie traurig. :???:
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon fluuu » Sa 12. Jun 2010, 01:04

Gehe gnadenlos mit mir nur in der virtuellen Welt um denn hier ist das Betuddeln und in Watte hüllen in der Übermacht
und dagegen gilt es sich zu wehren denn sonst wird man von so einem hilflosen Opfer das sich in den Abgrund stürzt,
aus womöglich Ahnungslosigkeit, noch mitgerissen.
Habe nichts gegen den Tod aber noch einige Ziele zu verwirklichen und das geht nur lebendig.
Das innere Kind wird vom Erwachsenen-Ich bekümmert und dieses sollte die Macht mit dem Selbst haben,
wenn das innere Kind die Macht übernimmt ist der Erwachsene bedürftig und braucht Betreuung von außen.
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon cake » So 13. Jun 2010, 13:05

wenn das innere Kind die Macht übernimmt ist der Erwachsene bedürftig und braucht Betreuung von außen.
Hattest Du eine schlechte Kindheit? :-k
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon cake » Mo 14. Jun 2010, 07:14

könntest Du eventuell von dieser Theorie mit dem inneren Kind Abstand nehmen?
Das ist nicht alles.
Smilla, ich gestehe, der Ansatz kam von mir.
Aber ich frage mich trotzdem, wie fluu`s Kindheit wohl gewesen ist. :-k
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon fluuu » Do 17. Jun 2010, 19:15

Mein Problem aus meiner Kindheit ist eindeutig ein verwöhnt worden sein nach Strich und Faden.
Hatte alles im Überfluss so, dass es an nichts gefehlt hat, es war eher zu viel, auch Liebe und Zuwendung.
Als jüngster von drei Geschwistern war ich in der Großfamilie immer in der Lage für Stimmung zu sorgen.
Heute versuche ich es mit Reduktion und Schlichtheit, gelinkt nicht immer aber der Weg ist da ...

Wenn es funktioniert mit der Schlichtheit ist jeder Versuch des so genannten Mobbings völlig
ohne Macht und es verhungert. Übrig bleibt ein demütiges aber sehr lebensfrohes Selbst welches
zum Loslassen ohne Schmerzen in der Lage ist und dabei eine Erleichterung verspürt.
Gut zu Lernen vom Zen-Buddhismus aus den östlichen Regionen.
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Re: Mobben und gemobbt werden

Beitragvon cake » Di 22. Jun 2010, 18:49

Was macht man, wenn man von mehreren Menschen gemobbt wird? :-k :-k
Feige ist das ja, wie geht man dagegen vor?
Dazulernen, oder ein schlechtes Gewissen haben solche Menschen wohl nicht oder?
Oder gibt es Tipps, wie man einen Mobber zum Nachdenken zwingt? :-k :-k
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