Frozen watchfulness

Hier posten Sie bitte spezifische Beiträge zum Thema ADHS, POS sowie Störungen der Emotionen, des Sozialverhaltens und der Bindungsfähigkeit mit Beginn in Kindheit und Jugend, z. B. auch Bettnässen (Enuresis), Trennungsangst, Stottern, Tics,
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Frozen watchfulness

Beitragvon Mavros » Sa 4. Mai 2013, 00:21

Liebe Leute,
ich beschäftige mich gerade mit der Kinderpsychiatrie und bin heute von der Anaklitischen Depression über Hospitalismus und Deprivation zur Reaktiven Bindungsstörung und dem 'Frozen watchfulness' als Teil der F94.1-Symptomatik gekommen. Dabei habe ich diesen Link entdeckt, der sehr bewegend und emotional ist, und ich möchte diesen Text einfach gerne mit euch teilen.

http://www.kolibriethos.de/AutorenHans/FrozenPeople
"Die Deutung des Unangenehmen als Machenschaft der Außenwelt macht aus dem Unangenommenen etwas Unannehmbares."

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fluuu
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon fluuu » Fr 10. Mai 2013, 12:35

Diese Texte beschreiben die Vulnerabilität („Verwundbarkeit“ oder „Verletzbarkeit“) bei Kindern,
erwachsene Menschen jedoch sollten sich auf die Resilienz (Widerstandsfähigkeit) konzentrieren.
Beschäftigen sich erwachsene Menschen mit der Vulnerabilität schwindet die Chance den eigenen
seelischen Verlauf zu verbessern und sie bleiben abhängig von Zuwendung und Betreuung.

Mitfühlen beim Leid anderer Menschen ist normal, dafür sorgen die 'Spiegelneuronen' aber
es sollte nicht so weit gehen die eigene Stabilität völlig zu verunsichern.
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Laura
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon Laura » Fr 10. Mai 2013, 20:50

@fluuu:

Fremdwörter (flüchtigkeitshalber?)verwechselt? Widerstandsfähigkeit, bzw. Widerstand ist Resistenz, Resilienz ist was anderes.

Laura
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon Mavros » Di 14. Mai 2013, 00:26

Unabhängigkeit von Zuwendung anderer bedeutet aber dann auch authentisch bleiben, dem schlechten Gefühl begegnen, nicht leugnen, sich nicht unter Druck setzen oder setzen lassen, denn Pokerface ist ein Energieaufwand, der auch wieder irgendwie kompensiert werden muss.

Resilienz ist doch ein Gegensatz von Vulnerabilität, aber theoretisch könnte man sagen, dass auf der Basis Resistenzen entstehen, das ist nur ein Spiel mit Begriffen. Den negativen Gefühlen kann man gut auf der Ebene der Energien begegnen. Polarität ist nämlich auch eine unnötige Energieverschwendung, und während dieser Behandlungen (2. Link - Energiepsychologie) ist man davon frei, da begegnet man sich selbst, außerhalb der Kausalitäten, die in so vielen Fällen zu Spaltungen geführt haben. Das ganze eignet sich auch hervorragend als Selbsttherapie. Aber im Grundsatz hat m. W. jeder einen begrenzten Rahmen, und diese kleine Welten bilden ein System, dessen Sinn oder Eigenschaften aus keinen Mustervorgaben hervor gehen. Diesen Link dazu habe ich hier im Forum gefunden:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/52567

Ja, nicht leicht. Aber das ist es eben, und Wege gibt es viele.

http://www.praxis-stienen.com/Dateien/T ... ologie.pdf
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon fluuu » Do 16. Mai 2013, 10:58

@Laura, bitte lerne zuerst bevor Du wieder dazwischen quakst um negative Gefühle zu verbreiten.
Du hast mein tiefstes Mitgefühl, habe ähnliche Frauen als Klienten, sie versprühen Gift wenn sie
nicht selbst die volle Aufmerksamkeit bekommen und schüren Hass bei völlig unqualifizierten Momenten.
Lerne die Begriffe Vulnerabilität und Resilienz nicht nur theoretisch in der Definition sondern vor
allem im Verhalten mit sich selbst und anderen Menschen, dann passieren solche dummen Patzer nicht.
Habe über dieses Thema Vorträge gehalten bei der Diakonie vor psychisch chronisch kranken Menschen
und betont, dass für die Gesundung eine Konzentration auf die Widerstandskraft mehr Bedeutung hat
als eine Konzentration auf die Verletzbarkeit.
So wie Du klingst Laure ist Dir wie vielen Betroffenen auch die Verletzbarkeit und Verwundbarkeit
das heiligste Gut, das generiert Zuwendung und Betreuung wie es für ein Kind sein sollte.

Resistenz ist kein psychosozialer Begriff sondern beschreibt medizinisch resistente Prozesse wie z.B. auf Antibiotika.

Ein erwachsener Mensch sollte sich auf Resilienz (seelische Widerstandsfähigkeit, die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen)
konzentrieren um selbstständig überleben zu können.

In solchen Situationen freue ich mich meine Ausbildungen gemacht und Schulen absolviert zu haben nicht nur
theoretisch sondern vor allem praktisch um genau zu wissen was ich tue, wie ich mich verhalte,
auch ein Scheitern und eine Störung mit immer noch guter Laune zu akzeptieren und weiter zu arbeiten.
Danke Laura, mein Tag hat sich schon erfüllt, mach Du das Beste draus für Dich.
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon Laura » Do 16. Mai 2013, 18:04

Ja, hast Recht. Ich hatte Resilienz mal in anderer Bedeutung gelesen, aber google gibt Dir Recht!

Aber so viel Vortrag über meine arme, verirrte Seele wäre wirklich nicht nötig gewesen!

Ansonsten wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß mit Deinen Lebenslügen. Von Dir will ich wirklich nichts lernen!

Laura

P. S.: Ich weiß übrigens gar nicht, warum ich einen Vortrag über meine Giftigkeit etc. bla bla gehalten bekomme. Das waren doch schon immer ganz viele in diesem Forum, die Dir negativ geantwortet haben! Zwei User wollten sogar schon öffentlich bewirken, dass Du gesperrt wirst. Und von Herrn Engels bist Du auch schon mehrmals ermahnt worden. So viel zum Thema "Giftigkeit"!
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon Mavros » Fr 17. Mai 2013, 10:37

Hey,
ich weiß zwar nicht, worum es hier konkret geht, habe aber schon öfter in Selbsthilfeforen erlebt, dass Psychologen und Therapeuten zum Verlassen dieser Foren gedrängt werden. Vielerorts steht der Austausch über Symptomatik im Vordergrund, und jemand, der ein Gespräch bzw. Hilfe anbietet, wirkt dabei offensichtlich störend. Aber um sich weiter entwickeln zu können, muss man den Jetzt-Zustand erkennen und sollte sich mit keinen vermeintlilchen Sicherheiten, die sich aus dem kollektiv empfundenen Leidensdruck ergeben, zufrieden geben. Den jetzigen Zustand, egal wie schlimm er einem vorkommen mag, sollte man als den einzig möglichen Ausgangspunkt akzeptieren lernen; der Soll-Zustand ist nur eine Idee, und meistens eben eine solche, durch die man sich selbst unter Druck setzt. Auch 'die Anderen' befinden sich in keinem solchen Soll-Zustand, das ist eine durch nichts begründete Annahme, die sich aus dem Minderwertigkeitskomplex ergibt bzw. ihn bedingt.

Aus der Diskrepanz zwischen kognitivem Wunsch und gefühltem, dennoch verdrängtem Jetzt-Zustand entstehen innere Dissonanzen. Ohne diese Verdrängung würde er sich automatisch einstellen, das ist der Witz an der Sache. Man muss nach nichts streben, im Gegenteil, das Streben blockiert nur diesen Prozess. Wenn man sich also durch jemanden an diese Aufgabe erinnert fühlt, ist das kein Grund zum Verzweifeln und kein Anlass zur Wut, sondern man muss wirklich lernen das positiv zu deuten. Es ist vordergründig eine Erinnerung daran, dass in jedem Menschen Kompetenzen schlummern, die er unter bestimmten Voraussetzungen sehr gut nutzen kann.

Das hat ja auch mit dem Problem der Bindungsstörung zu tun, mit allen Problemen, wie auch mit unrealistischen Ansprüchen auf "richtige" Verhaltensweisen anderer. Eine solche Erwartungshaltung entsteht dann, wenn innere Konflikte externalisiert, d. h. nach Außen, auf Objektbeziehungen übertragen werden. Diese Prozesse haben ihre Ursachen, ihre Gesetzmäßigkeiten. Sie funktionieren bei allen Menschen so gut wie identisch, und das macht auch das diagnostische Verfahren möglich. Man hat sich als Therapeut nicht irgendetwas ausgedacht oder angelesen, man ist nicht "anders", sondern hat anhand der eigenen Tendenzen die Not anderer erkannt und die Möglichkeiten und Techniken der Therapien einstudiert. In dem Beruf begegnet man so vielen Verhaltensweisen, die allgemein gesehen "der Norm nicht entsprechen", dass jeder Psychotherapeut, der sich auf Urteile anstatt auf die Findung der Ursachen konzentrieren würde, sicher in kürzester Zeit in heftige Turbulenzen, die sich aus dem Druck durch Moralvorgaben, Gewissenskonflikte etc. ergeben würden, geraten müsste. Die Tendenzen der neurotischen Denkweisen sowie die Möglichkeit anderer Störungen sind bei allen Menschen vorhanden, das Sich-Verfestigen und Manifestieren eine Frage des Zusammenspiels diverser Umstände.

Ansichten und Einstellungen, deren Ausdruck nichts konstantes, unabänderliches ist, unterliegen den situationsbedingten Faktoren und der momentanen Stufe der eigenen Entwicklung. Wenn man bei Dissonanzen die neurotische Konfliktlösung walten lässt, bringt das nur vorübergehend und nur scheinbar etwas Entspannung - in Wirklichkeit wird in diesem Gedankenkarussell, das ausschließlich um die eigene Person und ihr Wohlbefinden kreist, die Luft zum Atmen immer dünner. Das ist im Grunde das Gegenteil davon, was sich jeder Mensch primär für sich selbst, ferner aber auch für andere wünscht, denn das Eine hängt mit dem Anderen unzertrennlich zusammen. Und Ambiguitätstoleranz ist auf jeden Fall eine Frage der Übung, nichts unerreichbares. Jede von der eigenen Meinung abweichende, von einem Anderen vorgetragene Meinung oder Einstellung ergibt primär eine Chance dazu, eigene verfestigte und oft starre Überzeugungen zu hinterfragen.

Neurotisch - funktioniert auf dem Prinzip der Selbstschutzmechanismen, aber nur beim willentlichen Leerlauf, wenn man die Kontrolle, Zuständigkeit und Verantwortung für eigene Handlungsweisen nicht wahrnimmt, wenn sie z. B. unbewusst nach Außen projiziert werden. 'Das Schicksal, ... die schlechten Menschen... ich ändere mich erst dann, wenn du etwas aus dir machst...' etc. Es gibt viele unterschiedliche Sichtwinkel, aber das bedeutet nicht, dass irgendeine von ihnen ganz an der Sache vorbei gehen würde. Sichtwinkel gibt es viele, Sicht nur eine. Und jeder Streit mit anderen Menschen ist nur ein laut gewordenes Hadern mit sich selbst und steht für Energie, die anstatt dass sie im Innern als Motor der Wandlung funktionieren könnte, im Außenbereich sinnlos verpufft. Sicher ist das alles eine wunderbare Theorie, aber - erst die Theorien, dann die Praxis. Das funktioniert!

:wink:

Liebe Grüße
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon cake » Sa 18. Mai 2013, 13:56

Das alles habe ich mit Interesse gelesen.
Ich habe mich im Innersten auch gewundert, dass fluu- gegen Laura so "abging".

@ Fluu- das Anzweifeln Deiner (Fremdwörter) KOMPETENZ macht Dich wütend oder?

Nun ich schätze Laura`s und Deine Beiträge sehr.
Sortiere dazu meine Gedanken und das versuche ich sehr neutral.

Mavros Deine Beiträge lese ich gerade mit Begeisterung- allerdings bin ich kaum mehr hier, denn Viele haben sich mittlerweile in ein anderes Forum verzogen.
Schade- aber auch das ist der Lauf der Zeit.

Wünsche Euch allen herrlich entspannte, achtsame und liebevolle Pfingsten
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon Mavros » So 19. Mai 2013, 15:34

Cake, vielen Dank. Das ist sehr nett von dir. Aber - was hat denn dieses unschuldige Forum getan, dass es nicht mehr des Schreibens würdig sein soll? Sind Trolle hier gewesen, irgendwelche Beleidiger? In dem Fall würde ich es mir auch überlegen.

Ein gut besuchtes Forum ist aber auch eine Gefahr für selbst-disziplinarische Vorsätze. :) Meistens schiebt man eine Recherche und Fortbildung vor, wobei einen in Wirklichkeit eher der Hang zum Trödeln und vielleicht auch eine gewisse Neugier von den realen Aufgaben abhalten. Leider, leider ist es bei mir bis jetzt oft so gewesen, also bin ich ganz zufrieden damit, wenn Antworten nur sporadisch oder erst viel später kommen. So bleibt übrigens auch mehr Zeit zum Überlegen.

Ich wünsche euch allen ebenso schöne Pfingsten.
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon fluuu » Di 21. Mai 2013, 11:10

Es gibt eine ganz einfache Erklärung warum ich auf die Unterstellung angeblich Resilienz und Resistenz zu verwechseln, so reagiere.
Der Begriff Resilienz ist deshalb so wichtig für alle psychisch Betroffenen weil er die Widerstandfähigkeit beschreibt,
also die positive Energie die vor Ausbruch einer akuten Erkrankung zur Geltung kommt um geschützt zu sein vor der seelischen Schwäche.
Ganz im Gegensatz zu Vulnerabilität, die Verletzbarkeit, sie fördert die psychische Störung und den akuten krankhaften Zustand.
Resilienz ist das Überlebensprinzip von selbstständigen Erwachsenen und Vulnerabilität ist das Überlebensprinzip derer die sich
wie Kinder betreuen lassen. Beides hat seine Berechtigung aber in der Lebensführung und Verantwortung gibt es Unterschiede.
Ich habe mich vom bedürftigen Kind mit seelischen Störungen zum selbstständigen Erwachsenen weitestgehend gesund entwickelt
und empfinde keinen Grund das rückgängig zu machen, deshalb ist die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) ein guter Weg durchs Leben.
Wer damit oberflächlich, schlampig, ignorant oder ahnungslos umgeht bekommt von mir gerne eine Aufklärung, kein Problem.
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon cake » Di 21. Mai 2013, 21:07

Nun Fluuu- alles soweit gut erklärt- dennoch fand ich deine " Lebenslüge" die Du Laura hingeworfen hast etwas deftig.
Trotzalledem ist es wichtig, sich widerstandsfähig auch in solchen Dingen zu verhalten.
Da wir alle nicht aus Guß sind passiert das-und ich denke es ist wichtig sich mit seinem Leben und den Mitmenschen authentisch zu verhalten. Nur manchmal wünschte ich mir ne andere wortwahl.
Deshalb glaube ich- kommt Resilienz und Vulnerabilität auch immer mal im Wechsel vor
Aber - was hat denn dieses unschuldige Forum getan, dass es nicht mehr des Schreibens würdig sein soll? Sind Trolle hier gewesen, irgendwelche Beleidiger? In dem Fall würde ich es mir auch überlegen.

Ein gut besuchtes Forum ist aber auch eine Gefahr für selbst-disziplinarische Vorsätze. :) Meistens schiebt man eine Recherche und Fortbildung vor, wobei einen in Wirklichkeit eher der Hang zum Trödeln und vielleicht auch eine gewisse Neugier von den realen Aufgaben abhalten. Leider, leider ist es bei mir bis jetzt oft so gewesen, also bin ich ganz zufrieden damit, wenn Antworten nur sporadisch oder erst viel später kommen.
So bleibt übrigens auch mehr Zeit zum Überlegen.
Ich wünsche euch allen ebenso schöne Pfingsten.
Ja sind teilweise Trolle da gewesen- und es gibt keinen Mod- der das dann löscht oder eingreift- Spam auch soo viel- für mich war das ein Müllhaufen-ne ganze Zeit lang.

Ein gut besuchtes Forum mit ca 1435985600 Usern ist mit Sicherheit voll von Forenleichen- und dies halte ich auch für ungut.
Wenn man sich in kleineren Foren zusammentut hat das für mich sehr wohl einen Reiz- ob das Neugierde ist- bezweifle ich.

Ach ja und ich geh auch arbeiten-meine reale Arbeit :wink: :wink: :wink:

Schön, dass ich grad Ferien hab.
Trotzdem finde ich die tagelange Zeit zum Überlegen
als gähnende Leere an
Phaaa :silly: ich bin halt mal ein Ungestüm. :wink: :wink:
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon fluuu » Fr 24. Mai 2013, 10:58

Trolle und Spam als unangenehme Erscheinungen in der virtuellen Welt auszuhalten ist ein gutes Beispiel für
Widerstandsfähigkeit (Resilienz) um nicht gleich heulend zu 'Mama' zu laufen (Vulnerabilität).
Wer die ohne Frage vorhandenen Vorteile der Internetkommunikation nutzt kommt nicht umhin die Nachteile
zu spüren oder haben psychisch Betroffene ein Recht nur das 'Schöne' zu erleben und um Nachteile sollen sich
andere, vielleicht die 'Profis' kümmern?
Hier im Forum ist es ruhiger geworden seit sich der Admin Herr Engels nicht mehr deutlich als beschützender
Übervater im Forum einbringt und die Betroffenen sind in eines der zahlreichen anderen Psycho-Foren abgewandert
bei denen es diese beschützenden Moderatoren und Administratoren die sagen wo es lang geht in großer Zahl gibt.
Der Bedarf die Selbstheilungskräfte zu aktivieren ist bei vielen Betroffenen gering, sich tätscheln lassen erzeugt
das Liebesgefühl viel besser aber macht eben Abhängig und so geht es nicht ohne Admin und ohne Verletzbarkeit.
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon Mavros » Fr 24. Mai 2013, 17:02

Jeder bemüht sich auf seine Art, der eine schreibt spontan, der andere denkt viel, der eine sucht nach größeren Zusammenhängen, der andere bevorzugt Komplexität unter Ausschluss von diversen Themen, die wieder für andere wichtig sind - eine allgemein gültige, richtige Art zu denken wird es kaum geben. Die Sache mit Vorteilen und Schaden nehmen (Verletzbarkeit) im Internet sehe ich etwas differenzierter. Man ist nicht unter der Vorgabe positiver Erlebnisse dazu verdonnert, sich z. B. extremen Bedingungen freiwillig auszusetzen und unter allen Umständen eigene Leidensfähigkeit auszutesten. Die Entscheidung dazu, als negativ gewertete Erfahrungen und Begegnungen nicht zuzulassen, fällt unter die Kompetenz des Selbstschutzes, und eine gute Ausführung über die Hintergründe menschlicher Verhaltensweisen, die sicher auch medial vertreten sind und bei Leidensgenossen oder Beteiligten nicht unbedingt für Glück und Zufriedenheit sorgen, steht auf dieser Seite:

http://books.google.de/books?id=bLJD2tg ... is&f=false

Der Tick der Überlegenheit artet in Psycho-Foren auch in kriminelle Handlungen aus - kriminell deshalb, weil Verleumdung, Mobbing und Ausgrenzung im Strafgesetz verankert sind. Leider ist Psychische Gewalt schwer zu definieren und ebenso schwer nachzuweisen, dennoch steht auf jeden Fall fest, dass Psycho- und Soziopathen längst das Medium für sich entdeckt haben und eben ihrer Art gemäß auch in den Foren agieren. Und wenn hier aus diesem Grund nur noch wenige schreiben würden, wäre das nur ein Beweis mehr dafür, dass Orte, an denen man Negatives erfahren hat, von Betroffenen irgendwann gemieden werden.

Für mich würde es als Forenbetreiber als Pflicht dazu gehören, den Mitgliedern ein annehmbares Klima und die Freiheit zur Meinungsäußerung zu bieten. Dazu gehört auch Schutz vor Leuten, die andere unter Druck setzen wollen. Psychische Gewalt, egal ob anonym oder nicht, bringt Triggergefahr mit sich. Und schließlich sind es auch hauptsächlich die Themen und Erkenntnisse, die Menschen weiter bringen; keine Streitigkeiten und keine nach Außen getragene Polarität.

Ich finde es auch ärgerlich, wenn gute Gedanken abgewertet werden und Gespräche immer wieder auf Ego-Befindlichkeiten reduziert werden. Aber so sind wir Menschen nun mal, jeder hat einen Weg unzähliger Entscheidungen vor sich, und auch der Entscheidung zur Enstscheidung in dem Fall, und wo anders in der Welt, oder auch in anderen Bereichen wie z. B. den System bedingenden Organisationen geschehen aufgrund unserer Unzulänglichkeiten viel schlimmere Schieflagen mit weitreichenden Folgen, die ja auch unsere Grundexistenz betreffen.

Das alles hat sicher mit der Problematik des "Frozen" zu tun. Wir sollten uns einfach mehr auf unsere Kinder konzentrieren. Das Avatarbild mit den Kinderfüßen passt so schön dazu. Geht es den Kindern gut, werden wir alle irgendwann eine schönere, glücklichere Welt haben. Im Spiegel vom Januar d. J. gibt es auch sehr lustige Textpassagen über Psychologie, im Titelthema "Die Psycho-Falle". Demnach sehen manche Menschen ICD-10 als einen Katalog, der auf Meinungen und Interpretationen einiger weniger darüber bestimmt, was als Krankheit zu bezeichnen ist und was nicht. Aber - behauptet jemand etwas von einer Krankheit? Es wurde sogar die Benennung 'Störung' eingeführt, weil manche die Sache missverstanden haben. Der Grundsatz ist sicher richtig - wenn ich mit Ängsten oder Depressionen aufwache, bin ich mehr gestört als jemand, der in einem dunklen Raum tausende von Tieren einsperrt und ist der, der Mastbetriebe dieser Art im Gesetz als 'normal' verankert hat, dann 'normal'? Ich verstehe ja die Diskussion sehr gut, aber ich verstehe unter dem Begriff Psychiatrie die Bemühungen Störungen aufzudecken, die auch dazu führen, dass die psychische Lage des Mensch zu einem unschönen Spiegelbild seiner Umwelt geworden ist, weil es auch gar nicht anders kommen kann.

Ich hab neulich einen schönen Text bezüglich der Zukunft der Psychiatrie gefunden:

http://www.bvvp.de/bvvpbay/page_neu/pag ... ukunft.htm

Manfred Spitzer, Psychiater, Psychologe und Hochschullehrer, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm, Leiter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL), Schwerpunkt Neurodidaktik.

Es gibt sehr viel von ihm auf YouTube zu sehen. Eines seiner Themen ist auch der mediale Einfluss auf Gehirnentwicklung und das gesamte psychische Spektrum-

http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Sp ... Auswahl.29

"Vorsicht! Bildschirm" auf YouTube ist absolut sehenswert, jedenfalls für alle, die Kinder haben und im Besitz eines Fernsehers sind.

Ich habe wieder mal viel geschrieben, sehe ich gerade... Danke fürs Lesen, falls es jemand bis daher geschafft hat.

Schönen Gruß und ein schönes Wochenende

:cool: Mavros
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon cake » Sa 25. Mai 2013, 10:54

Für mich würde es als Forenbetreiber als Pflicht dazu gehören, den Mitgliedern ein annehmbares Klima und die Freiheit zur Meinungsäußerung zu bieten. Dazu gehört auch Schutz vor Leuten, die andere unter Druck setzen wollen. Psychische Gewalt, egal ob anonym oder nicht, bringt Triggergefahr mit sich. Und schließlich sind es auch hauptsächlich die Themen und Erkenntnisse, die Menschen weiter bringen; keine Streitigkeiten und keine nach Außen getragene Polarität
Das sehe ich auch so.

Es hat nichts mit beschützendem Übervater zu tun, als vielmehr um den Schutz vor Mobbing und diese Aufgabe übernimmt ein Admin ,wenn er ein Forum eröffnet.
Oder Er sorgt für einen Mod, der eingreifen kann, wenn es denn böse Beleidigungen gibt....
Der Tick der Überlegenheit artet in Psycho-Foren auch in kriminelle Handlungen aus - kriminell deshalb, weil Verleumdung, Mobbing und Ausgrenzung im Strafgesetz verankert sind.
Man kann in Foren keine Hilfe im herkömmlichen Sinne bieten- ich betrachte es als Gedanken.-und Erfahrungsaustausch . Gerne auch mal mit einer Leichtigkeit und Humor- denn Schwermut muss nicht überall zu finden sein.

Deine Links Mavros werde ich in Ruhe nachlesen- denn dafür brauche ich auch Zeit :wink: :wink: :wink:
Und ich habe es gerne, wenn es in mir denkt :D
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Re: Frozen watchfulness

Beitragvon fluuu » Fr 31. Mai 2013, 12:06

Es hat nichts mit beschützendem Übervater zu tun, als vielmehr um den Schutz vor Mobbing und diese Aufgabe übernimmt ein Admin ,wenn er ein Forum eröffnet.
Oder Er sorgt für einen Mod, der eingreifen kann, wenn es denn böse Beleidigungen gibt....
Es ist nicht so, der Wunsch wie es sein müsste ist schön und gut aber Tatsache ist, es ist niemand da der aufpasst und per Position Schutz bietet.
Entweder man kann die Eigenverantwortung spüren und schreibt seine Gedanken und Empfindungen auf oder man geht dahin wo alles von Admin
und Moderatoren fest im Griff ist und nörgelt dort wahrscheinlich über die Bevormundung.
Es ist in diesem Forum zur Zeit niemand da der von oben herab aufpasst, jeder ist erwachsen und selbst verantwortlich, es gibt hier keine Minderjährigen.
Wenn etwas unvorhergesehenes passiert, Spam, einer schreibt mit akuter Psychose, Aggressionen o.ä. ist Toleranz gefragt es auszuhalten,
jeder kann in die Lage kommen, dass es ihm genauso geht.
Das kann man alles in echten Selbsthilfegruppen lernen in denen keine Ärzte, Therapeuten, Berater, Betreuer oder Pflegekräfte anwesend sind.
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