Ehefrau histrionisch/Borderline? Brauche Rat / Austausch

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christian1975
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Ehefrau histrionisch/Borderline? Brauche Rat / Austausch

Beitragvon christian1975 » Fr 23. Mär 2018, 15:33

Hallo zusammen,
dies wird mit Sicherheit ein längerer Text. Ich hoffe, dass sich der ein oder andere Erfahrene die Zeit nimmt, diesen zu Lesen und ggfls seine/ihre Meinung dazu schreibt.

Ich bin 42 Jahre alt und mit meiner heutigen Frau (40) seit 20 Jahren zusammen (davon 11 verheiratet).
Wir haben zusammen einen Sohn (11).

Wir kamen 1997 zusammen und hatten eine Fernbeziehung (3 Jahre 300km pendeln jedes Wochenende und Ferien,etc...) Meine Frau (damals 19) hatte vor mir eine Beziehung mit einem 12 Jahre älteren Mann (Sie 16, er 28). Als wir zusammenkamen erzählte sie mir dies und ich dachte mir nichts dabei. Liebe passiert eben und ich war da recht vorurteilsfrei.Viel über diese Beziehung hat sie nie erzählt, nur dass er sich nie so festlegen wollte und eine "richtige" Beziehung sei es ja eh nicht gewesen. Er ist dann aus beruflichen Gründen nach Kolumbien ausgewandert. Bis wir zusammenkamen hatte sie angeblich etwa 6 Sexualpartner. Die Beziehung war wohl eine "offene".

Die ersten drei Jahre pendelte ich, danach zog ich zu Ihr. Die Verliebtheit war enorm gross. Sie Sprach von Seelenverwandschafft. Ich sei Ihr "Engel". Stundenlange Gespräche, Unternehmungen, alles war wahnsinnig harmonisch und war extrem erfüllend. Während der Pendel-zeit schrieben wir uns auch Briefe, wo ich manchmal etwas irritiert war. Sie schrieb mir in Ihren Antwortbriefen manchmal genau das als Ihre Meinung/Ansicht zurück, was ich vorher schrieb... Aber gut. Gibt schlimmeres...

Sie war extrem betörend hübsch und sexy. Nicht weil sie es kleindungsmässig oder so drauf anlegte. Einfach nur so. ich war aber nie Eifersüchtig oder hatte zweifel, da die Liebe und Verbundenheit enorm gross war.

Wir hatten NIE ernsthaften Streit, oder so. Nur in Stress-Situationen, z.b. Koffer Packen vorm Urlaub, war sie manchmal recht launisch.
Dieses "launisch" sein war aber immer gleichbleibend und nie belastend.

2005 (mittleiweile 8 Jahre zusammen) waren wir wieder gemeinsam im Urlaub. Mit ein paar Leuten gingen wir von der Disco zu uns nach Hause um noch etwas zu trinken. Einer der Leute war mit nem Mofa da und wohnte etwas weiter in den Bergen und fragte, ob er bei uns auf der Couch schlafen dürfte um dann morgens zu fahren. Waren wir mit einverstanden. Auf dem Weg von der Disco nach Hause tickte meine Frau auf einmal durch. Lief schnell weiter vor mir und sagte laut "Du liebst mich doch garnicht!!!!". Es war kein rankommen an sie. Ich fragte was los sei auf einmal. Es gab defintiv keinen Grund... naja... Wir waren dann mit 6-7 Leuten im Appartement und tranken etwas. Sie machte irgendwie einen anderen Eindruck wie sonst. So "weg". Anderer Gesichtsausdruck. Kein rankommen an sie.

Die Leute gingen und ich legte mich schonmal schlafen. Meine Frau und der Kerl tranken wohl noch was. Als ich dann eingeschlafen war, hörte ich unterbewusst die Appartementtür zugegehen. Irgendwie bin ich dann wach geworden und suchte meine Frau. Überall, es war ein 10 Stöckiges Haus mit vielen Zimmern. ca 45min hab ich gesucht, gerufen.... Schliesslich sah dann beide zusammen aus dem Klo-Bereich am Ausgang des Appartmenthauses kommen. Er stieg sofort auf sein Mofa und fuhr weg. Ich fragte meine Frau, was das denn gewesen sein und was sie gemacht hat. Sie sagte, sie könne sich an nicht erinnern. Aber was "schlimmes" sei da nicht gewesen. Das würde man als frau auch ein Tag danach noch merken, wenn da was richtiges gelaufen wäre.

Danach lief alles wieder harmonisch. Ich (und Sie?) verdrängte das Vorkommnis. Der Sex in unserer Beziehung wurde immer weniger bis zum "fast-stillstand". Aber sonst war eigentlich alles ok. Was mir nur im Nachhinein bewusste wird. Der Sex mit Ihr war von Anfang an immer recht "kalt". Zärtlichkeiten und wirkliche intime Nähe war eigentlich nicht vorhanden. Mehr so ein Porno-Sex, von dem viele Männer vielleicht träumen. Das ist schön und gut - aber irgendwann verkümmert da was bei einem Menschen wir mir, der recht empfindsam ist.

Heirat und Sohn 2006. Nach der Geburt hatten wir praktisch garkeinen Sex mehr. Hatte ja eh schon nachgelassen. Dann die Lebensumstellung mit Kind und so... Wir waren beide zufrieden und haben nichts vermisst.

Jetzt kommt die Wendung, die mich so nachdenklich macht.

Vor drei Jahren waren wir wieder an diesem Ort im Urlaub (sind immer da). Abends beim Einschlafen fragte ich Sie, was denn da damals gelaufen ist und sagte Ihr das ich immer an diese Nacht denken muss, wen wir an diesem Klo-Raum vorbeilaufen. Da fängt sie auf einmal an zu schreien, was mir denn einfiele, nach so vielen Jahren was zu fragen, was vor unserer Hochzeit passiert ist. Sie wolle unsere Liebe und unsere Ehe retten und ich stelle Ihr so eine Frage. Ich sagte, sie könne mir die Frage ruhig ehrlich beantworten. Es ist viel Zeit vergangen und ich wäre ihr nicht böse. Sie schrie "da war nix". Türen knallen. Geheule... Wie kann ich nur so gemein zu Ihr sein. und überhaupt.... was hätte ich denn hier und da auch schon getan. Garnix. Ich war immer treu. Riesen-Drama. Fast 1 Stunde. Ohne Rücksicht auf unseren Sohn, der schlief. Aber ICH war Schuld an der Eskalation, da ich so eine unverschämte Frage stellte. ICH hätte Sie dazu gebracht, so auszurasten. Ich verstand das nicht. Ich war ruhig und wollte ihr zeigen dass ich sie lieb hab. Ging aber nicht.

Den Rest des Urlaubs gabs immer mal wieder kleine Streitigkeiten. Nix schlimmes aber für UNS ungewöhnlich.

2-3 Monate danach zu Hause. Griff ich nochmal ruhig das Thema auf. ich sagte Ihr, was Sie mir bedeutet und das Ehrlichkeit ein sehr wichtiger Aspekt in einer Beziehung für mich ist. Nach ca. 30 Minuten bearbeiten und nachhaken sagte ich Ihr, dass sie mich bitte nicht für blöd verkaufen soll und mit der Wahrheit rausrücken soll. Dann heulte Sie.... Was denn Ihr Sohn von Ihr denken soll.... Sie kann mir das nicht erzählen..... blabla... Sie wüsste nicht mehr, weshalb sie mit dem Typ das Appartement verlassen hat. Kann sich nur noch Schemenhaft erinnern. Sex war da nicht. Er hätte sie aber massiv bedrängt, Hose offen, Hand dahin, Zunge in Mund... Sie wollte das angeblich nicht. Sie hätte Ihn dann mit der Hand befriedigt, weil sie so verhindern wollte, dass er noch mehr will. Klingt plausibel. Aber warum nicht gleich die Wahrheit??????

Seitdem zettelt sie immer wieder Streit an. Wegen Kleinigkeiten. Schwachsinn. Ich Antworte auf Kleinigkeiten ganz normal, und sie lässt es eskalieren wird laut. Am Schluss weiss ich regelmässig nicht mehr, worum es ursprünglich ging. Meistens Streiten wir abends/nachts. Ich weiss manchmal morgens nicht mehr, ob alles ok ist, oder obs wieder krachte. Gehirn-Gulasch.

Sie wirkt in den Streits wie ein kleines Mädchen, was wütend und beleidigt ist. Beruhigung und sachliche Kommunikation nicht möglich. Wenn ich Ihr im Streit sage, dass es doch nun gut ist und dass ich sie von ganzem Herzen aufrichtig liebe wird es noch schlimmer und eskaliert noch weiter. Sie liegt heuelend auf dem Boden und schlägt mit den Fäusten auf den Boden. Hat mich geboxt. Hat mich angespuckt. Hat ein Glas Wasser auf mich geschüttet. Ich wusste nie, warum.

Wenn ich ihr am nächsten Tag sage, dass dieses Verhalten nicht entschuldbar oder akzptierbar ist, sagt sie, es sei meine Schuld ich hätte ja... Ich sollte sie mal in Ruhe lassen. Ich hätte alles kaputtgemacht.

Nur EINMAL nach so einer Nacht kam sie morgens zu mir ein entschuldigte sich ganz verzweifelt bei mir. Sie verstehe das nicht. Weshalb sie so wie eine "Furie" weitergemacht hat, obwohl ich sie ruhig gebeten habe, damit aufzuhören. Ich sagte Ihr, dass ich Sie liebe und Ihr alles verzeihe. Sie heulte, nahm mich in den Arm und bedankte sich. Wirklich geändert hat sich seitdem aber Garnichts.

Sie hat Angst vor Nähe. Umarmungen geht sie oft aus dem Weg. "Du engst mich ein". Manchmal rastet Sie nach dem Sex aus... "ich bin doch zu nichts zu gebrauchen). Tausend Fragezeichen.

Sie kommt mir vor, als wäre ein Panzer um sie gelegt. ich komme nicht mehr an den Kern des Menschen ran, mit dem ich mal zusammen war. Sie betreibt Gaslighting und Double-Binds. Hat angeblich noch nie wikrlich Lust auf Sex gehabt. Sie sei halt "anders" sagt Sie. So alle 3 Monate würde ihr reichen. Orgasmus hatte Sie nie und legt auch keinen Wert drauf. Wenn es aber mal zum Sex kommt, dann meist recht abruppt mit leicht aggressivem Touch. Recht unpersönlich - so wie ein OneNightStand. Generell möchte sie nicht über Sex reden. Nur machen. Aber nur dann , wenns ihr mal in den kram passt. Aber wehe, mir passt es dann nicht.

Es genügt schon wenn ich ihre abends auf dem Sofa sage, was sie mir bedeutet und dass ich sie liebe. Und dass es doch was besonderes ist, dass ich Sie nach 20 Jahren noch begehre und gerne treu war/bin. Aber so emotionaler ich werde, umso verschlossener wird sie. Bishin zur Eskalation, Wut, Hass. Sie sagte "Ich lösch Dich aus meinem Leben". Dur A.... Grundlos. Wirklich.

Sie war so zuckersüss. bezaubernd. Sexuell verführerisch. Sexuell sehr aufgeschlossen. War (und ist) wenns dazu kommt immer sehr erregt.

All diese Verhaltensweisen zeigt Sie NUR, wenn wir zu Hause sind. Woanders ist Sie wie ein anderer Mensch. Niemand würde glauben, dass diese Frau ja fast schon gewalttätig zu Hause sein Kann.

Ständig bin ich an allem Schuld. Sie muss immer alles machen. Ich tu ja NICHTS für sie.

Ständig wehwechen und Angst vor Krankheiten.

WAS IST DA LOS??? WAS KANN ICH MACHEN???

Viele Grüsse,
Christian

christian1975
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Re: Ehefrau histrionisch/Borderline? Brauche Rat / Austausch

Beitragvon christian1975 » Fr 23. Mär 2018, 15:36

Ich hatte Ihr schonmal gesagt, dass sie evt. mal Hilfe in Anspruch nehmen könnte wegen Ihrer Ausbrüche.
Da sagte Sie ich sei der Kranke. Nur ich bin Schuld, dass sie so ist.
Ich soll also zu Arzt
Ratlos.....

christian1975
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Re: Ehefrau histrionisch/Borderline? Brauche Rat / Austausch

Beitragvon christian1975 » Fr 23. Mär 2018, 15:46

Ergänzung.
Sie verdreht regelmässig alles. Sie schiebt mir Ihre Verhaltensweise zu. ich sei aggressiv und fange immer Streit an.
Deshalb hat sie Angst vor mir. ich sei ein Tyrann.

Sie legt grössten (!) Wert darauf,was andere von Ihr / uns denken. Wenn wir Streiten sagt sie mir immer dass
mittlerweile schon "Alle Leute" dieses oder jenes von mir denken.

Aber all das wie geschrieben erst seitdem ich Sie massiv auf Ihren vermeintlichen "Seitensprung" angesprochen haben.

Kann es denn sein, dass solch extremes histrionisch / Borderline(?)-Verhalten erst nach 17-18 Jahren Beziehung zum Vorschein kommt???

mamschgerl
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Re: Ehefrau histrionisch/Borderline? Brauche Rat / Austausch

Beitragvon mamschgerl » Fr 23. Mär 2018, 22:06

Hallo Christian,
zuerst einmal finde ich es bemerkenswert, wie du versuchst, psychisch bedingte Ursachen zu recherchieren, um diese verwirrenden und nervenzerreibenden Verhaltensweisen deiner Frau zu verstehen.
Folgt man nun der Beschreibung und der Prognose der histrionisch gestörten Persönlichkeit, kannst du nichts tun, was eine Besserung herbeiführen könnte, aber ich denke, daß du bei deinen Nachforschungen selbst schon darauf gekommen bist.
Ich glaube ( und da gehe ich jetzt auch von mir selbst aus ), daß es Störungen gibt, die niemals heilbar sind, sondern daß es nur Phasen gibt, in denen sie mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt, aber nie verschwunden sind.
Einen Ratschlag, was du machen kannst, kann ich dir nicht geben, auch denke ich, daß du schon alles versucht haben wirst, was in deiner Macht steht. Andererseits mußt du dir aber auch selbst mal die Frage stellen, ob der Mensch, in den du dich verliebt hast, wirklich war oder nur eine Fassade, die sie damals vorgeschoben hat, um dir zu gefallen ( was ja an sich der histrionisch gestörten Persönlichkeit als normales Verhalten zugeordnet wird ).
Aber wie auch immer, ich habe einige solcher Menschen in meinem Leben kennengelernt und muß sagen, daß für mich solche Bekanntschaften nur sehr oberflächlich stattgefunden haben, zum einen, weil solche Menschen nur schwer erträglich sind und zum anderen, weil ich selbst große Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen habe, also wäre tiefergehendes eher selbstzerstörerisch gewesen ( nicht, daß ich jetzt behaupten könnte, ich hätte mir immer die richtigen Partner ausgesucht, weit gefehlt...).
Ich glaube also, daß du weiterhin leider damit leben musst...
L.G. mamschgerl

christian1975
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Re: Ehefrau histrionisch/Borderline? Brauche Rat / Austausch

Beitragvon christian1975 » Sa 24. Mär 2018, 09:27

Vielen Dank für die Antwort!
Die Vorstellung so viele Jahre nur eine Fassade geliebt zu haben! Die jetzt weg ist! Ist unerträglich.
Wenn dem tatssächlich so ist, dann muss sie das doch auch merken??. Weiss sie dass sie verletzt, evt. Lügt, verdreht und sich selbst mur gespielt hat? Hat sie gar kein Gewissen?? Glaubt sie wirklich dass mit ihr alles ok ist, ider weiss sie was sie tut und ihr ist es und ichh einfach nur scheissegal?

Sie ist so extrem. Wie kann man da nicht zur Selbsterkenntnis kommen??

Gibt es eine Chance, Tipps, Tricks, sie Richtung einsicht zu bewegen?

Gruss Christian

mamschgerl
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Re: Ehefrau histrionisch/Borderline? Brauche Rat / Austausch

Beitragvon mamschgerl » Sa 24. Mär 2018, 19:18

Lieber Christian,
es tut mir so leid, daß ich diese Möglichkeit angesprochen habe, doch deine Vermutung hinsichtlich einer histrionisch gestörten Persönlichkeit ließen mich vermuten, daß du dich ausgiebig mit diesem Krankheitsbild befasst haben musst und so nahm ich an, daß du dich auch damit auseinandergesetzt hast.
Ich weiß nicht ( vorausgesetzt, daß deine Vermutung richtig ist ), ob Menschen mit dieser Störung fähig sind, diese als solche überhaupt zu erkennen und noch weniger weiß ich, ob alles, was sie vorgeben, aus berechnendem Kalkül entsteht, denn das glaube ich nicht.
Warum diese Menschen so sind, wissen sie selbst nicht; vielleicht haben sie eine Ahnung, daß sie im Grunde sehr, sehr einsam und verloren sind, können es aber nicht ändern. Überhaupt zu erkennen, daß da etwas nicht stimmt, ist schon unüblich und da sie dir an allem die Schuld gibt, zeugt auch schon stark von diesem Nichtbegreifenkönnen bzw von fehlender Selbstreflektion. Diese aber ist wiederum Voraussetzung dafür, daß man an sich selbst arbeiten kann.
Was du auch nicht verkennen solltest, wenn deine Vermutung stimmt, daß sie dafür einfach nichts kann, sie versucht nur, jemand zu sein, der in das Umfeld passt, will Erwartungen erfüllen, dem Bild entsprechen, das man sich von ihr gemacht hat und dementsprechend Anerkennung und Zuneigung erfahren. Ihr Selbst ist dann nämlich niemals zum Vorschein gekommen und sie wird es wohl auch niemals finden, da ist nur Leere, die sie mit der passenden Fassade zu füllen versucht.
Wenn sie es irgendwie ahnt, dann leidet sie wie ein getretener Hund, aber ändern lässt sich das nicht.
Ich habe in meiner vorherigen Antwort schon angedeutet, daß ich selbst mit Beziehungsunfähigkeit zu kämpfen habe, daher kann ich in gewisser Hinsicht verstehen, wieso deine Frau trotzdem versucht, dem üblichen Bild von einer Ehefrau und Mutter, gerade nach außen hin, gerecht zu werden.
Wieso es keine Intimität gibt, ist dadurch auch sehr gut zu erklären, denn wo keine tiefen Gefühle möglich sind, kann es die nicht geben. Sex ist dann genau so, wie du es beschreibst, eine eher lästige Angelegenheit, die schnell und oft sehr lieblos hinter sich gebracht werden muß, weil es eben dazugehört.
Verurteile sie nicht, ich denke, sie hat genug damit zu kämpfen, daß ihr langsam die Kraft ausgeht, jemand zu sein, der sie nicht ist. Ich weiß da sehr genau, von was ich rede und ich kann dir nur die Daumen drücken, daß du doch noch wenigstens soweit zu ihr durchdringen kannst, damit sie wenigstens begreift, daß du ihr nicht schaden willst, da wäre schon sehr viel gewonnen. Bei mir hat das in fast 53 Jahren nur ein Mensch geschafft, aber wie und warum, kann ich nicht erklären.
L.G. mamschgerl

christian1975
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Re: Ehefrau histrionisch/Borderline? Brauche Rat / Austausch

Beitragvon christian1975 » So 25. Mär 2018, 13:48

Hallo mamschgerl,

Vielen lieben Dank dür die ausführlichen Antworten. Das hat mir sehr gut getan!!!! Sie scheinen sehr viel Ahnung von der Probematik zu haben. Und Selbsterkenntnis. Ich würde mir sooo wünschen dass meine Frau das auch erreichen könnte....
Ich glaube immer noch daran, dass ein solcher Mensch seinen Kern finden kann und das stehengebliebene wahre Selbst nachentwickelt. Mit Fachmännischer Hilfe. Wenn sie Lust haben, würde ich mich über kurzen telefonischen Austausch freuen. Meine Mailadresse ist cwgt@web.de. Wenn sie mir Ihre Mailadresse an diese Adresse schicken, würde ich ihnen meine Telnr senden. Wäre echt sehr toll für mich. Wenn sie das nicht möchten is es aber auch ok.
Viele Grüsse,
Christian

mamschgerl
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Re: Ehefrau histrionisch/Borderline? Brauche Rat / Austausch

Beitragvon mamschgerl » So 25. Mär 2018, 16:05

Hallo Christian,
ich habe Ihnen eine pn geschickt.
Grüße
mamschgerl


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