(Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

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Laura
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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon Laura » Sa 13. Aug 2011, 00:30

Hallo theo.irgendwo!

Wenn ich zum Arzt, zu welchem auch immer, gehe, kann ich auch nicht wissen, ob der z. B. heimlich suchtkrank oder sonstwie eingeschränkt berufsfähig ist. Als Patient bekomme ich von einem Arzt fast immer eine Tipptoppfassade abgeliefert und ich finde den jeweiligen Arzt dann entweder "irgendwie" kompetent oder auch nicht. Ich habe keine Ahnung, wer sich darum kümmern sollte, bestimmte Menschen in Helferberufen entweder gar nicht oder nur vorübergehend nicht auf die Menschheit loszulassen, da wird es sicherlich nicht immer nur um Sicherheitsfragen gehen. Aber was immer Du bei Deiner Kollegin nicht unversucht lassen möchtest: Wenn sie erfährt, dass die Initiative, sie in Psycho-Behandlung zu bringen, von Dir ausging, wird sie sicher erst recht abblocken. Sie glaubt nicht, dass Du es in dieser Hinsicht gut mit ihr meinst. Und immerhin spielst Du mit ihrem eventuellen Arbeitsplatzverlust.

Übrigens ist ein ehemaliger Schulkamerad von mir später Unfallchirurg geworden. Da er so überaus psychisch stabil ist, ließ man ihm die meterlangen Haare im Krankenhaus durchgehen. Aber ehrlich, wenn ich wüsste, dass mich gleich so ein Langhaarischer operieren würde, würde es mich doch interessieren, wie dicht diese OP-Hauben sind und wie gut sie die Haare des OP-Teams weghalten. Würde ich das im Krankenhaus bei der Visite fragen, würde ich eventuell in Ungnade fallen.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

theo.irgendwo
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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon theo.irgendwo » Sa 13. Aug 2011, 00:50

Hallo Laura

und Danke für Deine Meinung. Auf keinen Fall sollte dieser Beitrag das Vertrauen in die Ärzteschaft erschüttern. Ich gebe da Klaus in seinen Postings Recht, ich bin eigentlich der Meinung, dass die Kollegin einen guten Job als Internistin macht.

Als Chirurg und Notarzt kann ich dir versichern, es geht steril in Deutschlands OPs zu. Alles andere würde eh schnell auffallen, die Anzahl der Infektionen wird registriert und zentral erfasst. Die Hygienevorschriften sind sehr streng, regelmässige Kontrollen werden in jedem Krankenhaus durchgeführt.

Ich wollte durch meinen Beitrag eine Meinung von Psychologie/Psychiatrie Interessierten und auch fachkundigen zu meiner Geschichte, vielleicht auch eine Näherungsdiagnose. Diese Geschichte ist ansonsten für mich abgeschlossen. Die Kollegin werde ich in diesem Leben mit Wahrscheinlichkeit nicht mehr wieder sehen. Ich habe auch nicht wirklich Hoffnung, dass sie sich irgendwann fachkundige Hilfe holen wird. Kaum Leidensdruck - keine Therapie. So ist das mit Suchterkrankungen und auch Persönlichkeitsstörungen. Bleibt zu hoffen, dass sie es selber schafft und niemand zu Schaden kommt.

Lieben Gruss,
Theo

Mirjam
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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon Mirjam » Sa 13. Aug 2011, 22:08

Hallo Theo.irgendwo !

Ich hab mal ein paar Sätze rauskopiert aus deinen Mitteilungen, die mich stolpern ließen:
und deshalb früher schon stationär im Krankenhaus behandelt worden sei,

So weit ich dies eruieren konnte, fand eine grundlegende Diagnostik/Therapie ihrer Probleme somit nicht statt.
Wenn sie früher schon einmal stationär behandelt müsste ja eigentlich eine Diagnostik ihrer Probleme vorliegen. Also, zumindest sie selber müsste sie wissen.
Kaum Leidensdruck - keine Therapie. So ist das mit Suchterkrankungen und auch Persönlichkeitsstörungen.
Doch Urteil? Kann man so wohl eher nicht verallgemeinern, sonst wären die entsprechenden Spezialabteilungen der Psychiatrien leer.
Ob sich ihre psychische Erkrankung auf die Qualität ihrer Arbeit am Patienten auswirkt?
Glaube ich ganz ehrlich gesagt nicht. Derweil ihre Probleme IHRE Probleme sind, ihre Gefühle, ihre Emotionen. Das Gegenteil dürfte vielleicht eher der Fall sein, weil sie bei ihren Patienten GEBEN kann. Wenn man gibt, ist man bei sich, also ich weiß nicht, vermutlich kann ich das jetzt nicht so rüberbringen. Es ist ein Unterschied, ob jemand von außen meine Gefühle (also meine ganz inneren Gefühle), mein Ich berührt, oder ob ich mit jemandem ganz konkret von mir zu dir zu tun hab.
Sie hat natürlich Spuren hinterlassen, die beseitigt werden mussten, Reste sind noch vorhanden, aber sie prägen mich nicht mehr. Das verursacht wohl jeder Kontakt mit einer Person, die eine PS hat.
Das ist doch mal ein schöner Effekt von einem menschlichen Kontakt, wenn er Spuren hinterlässt. Übel, dass "normale" Menschen so wenig Ich haben, dass sie keinerlei Spuren hinterlassen können. Da geht gefühlsmäßig wohl nix... Alles nur flach, gefühllos, ja keine Emotionen, nicht zu laut lachten, nicht weinen....(Achtung, das ist wohl ein Stigma normaler Menschen). Sorry.
LG
Mirjam

theo.irgendwo
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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon theo.irgendwo » Sa 13. Aug 2011, 23:02

Hallo Mirjam,

danke Dir für Deinen Beitrag.

Zunächst, sie war in stationärer Behandlung wegen ihrer Anorexie. Jedoch nur zum Zweck des Nahrungsaufbaus bei starkem Untergewicht. Die Anorexie scheint aber nur ein Symptom einer anderen psychischen Erkrankung aufgrund eines kindlichen Traumas zu sein. Es fand anschliessend keinerlei ambulante Weiterbehandlung statt, auch nicht bzgl. der Anorexie. Ich glaube daher also nicht, dass man die wirkliche Ursache des Problems erkannt hatte. Sie sprach während unseres Email Austausches erstmals von diesem kindlichen Trauma und bestätigte selbst, dass sie darüber noch nie mit jemand anderem gesprochen habe.

Zum inneren Leidensdruck. Ich glaube schon, dass ein hoher innerer Leidensdruck bestehen muss, sodass psychisch kranke Menschen von sich aus eine Therapie beginnen. Ansonsten besteht kaum Einsicht in die Notwendigkeit. Natürlich gibt es auch äusseren Leidensdruck z.B. bei Drogenabhängigkeit, aggressivem Verhalten, Kriminalität etc., bei der Betroffene per z.B. richterlicher Anordnung in Therapie kommen. Der Erfolg dieser Therapie ist aber meist sehr beschränkt, da innere Einsicht zur Behandlung fehlt. Ein Urteil möchte ich hier über niemanden fällen. Ich glaube, es ist allgemein bekannt dass ohne eigene Einsicht und Motivation keine Veränderung möglich ist. Sieht ein psychisch Kranker seine Krankheit nicht oder nur eingeschränkt und leidet er nicht darunter, warum sollte er sich dann verändern?

Ich glaube schon, dass ich das verstehe, Mirjam. Du meinst sie kann ihr eigenes ich mit der psychischen Erkrankung von ihrer beruflichen Professionalität trennen. Da stimme ich Dir natürlich zu. Sie ist auch sicher intelligent. Fraglich ist nur, welche Auswirkungen ihre körperlich-psychische Verfassung auf ihre Arbeit hat. Ich denke da an eine katabole Stoffwechsellage bei Anorexie, beruflichen Stress bewältigt sie mit Nahrungsentzug. Ist sie da körperlich noch in der Lage, die Situation professionell zu bewältigen? Ich denke an ihre Dissoziationen. Ich denke an ihre Stressintoleranz unter Belastung, bei denen sie von der Arbeit wegläuft um den Stress abzubauen. Und ich denke an Drogenkonsum, den ich bei ihr nicht absolut ausschliessen kann. Darunter fallen eine ganze Menge Substanzen, die missbraucht werden können. Sie hat Zugang zu BTM, Amphetaminen etc.

Mirjam, unter "Spuren hinterlassen" habe ich wohl etwas anderes gemeint. Die Art Spuren, welche die Kollegin bei mir hinterlassen hat empfand ich als negativ. Wie Klaus W das in einem anderen Beitrag schon richtig beschrieben hatte, sie hat mich in eine Art "Schwebezustand" versetzt. Kommst du mir näher weise ich dich zurück, entfernst du dich von mir, hole ich dich wieder zurück. An mich heran lasse ich dich aber nicht und aus der Freundschaft entlassen will ich dich auch nicht. Grosse Nähe und Verlust lösen Angst in ihr aus, entsprechend ihrem kindlichen Trauma. Sie hat eine Menge widersprüchlicher Signale verschickt. Was bei mir zurückbleibt ist Verwirrung, Unzufriedenheit, Verzweiflung, Aggression, Wut. Damit hat sie mich in genau diesen emotionalen Zustand versetzt, in dem sie sich selbst befindet.

Natürlich, sie ist früher Opfer gewesen und wahrscheinlich für ihr jetziges Verhalten nicht verantwortlich. Trotzdem glaube ich sagen zu dürfen, dass sie auch zumindest unbewusst Täter geworden ist und ich ihr Opfer. Begeistert bin ich davon sicher nicht. Ich hoffe, Du hast dafür auch Verständnis, Mirjam.

Einen lieben Gruss Dir,
Theo

Mirjam
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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon Mirjam » So 14. Aug 2011, 22:22

Hallo Theo !
Sie sprach während unseres Email Austausches erstmals von diesem kindlichen Trauma und bestätigte selbst, dass sie darüber noch nie mit jemand anderem gesprochen habe.
Könnte doch aus einem gewissen Leidensdruck heraus sein, oder?
Fraglich ist nur, welche Auswirkungen ihre körperlich-psychische Verfassung auf ihre Arbeit hat. Ich denke da an eine katabole Stoffwechsellage bei Anorexie, beruflichen Stress bewältigt sie mit Nahrungsentzug. Ist sie da körperlich noch in der Lage, die Situation professionell zu bewältigen? Ich denke an ihre Dissoziationen. Ich denke an ihre Stressintoleranz unter Belastung, bei denen sie von der Arbeit wegläuft um den Stress abzubauen. Und ich denke an Drogenkonsum, den ich bei ihr nicht absolut ausschliessen kann. Darunter fallen eine ganze Menge Substanzen, die missbraucht werden können. Sie hat Zugang zu BTM, Amphetaminen etc.
Katabole Stoffwechsellage, Nahrungsentzug bei Stress... das find ich bei den Haaren herbeigezogen. Jeder Mensch reagiert auf Stress, viele auf ungewöhnliche Art. Ich bin der Meinung, dass es niemanden etwas angeht, WIE man seinen Stress abbaut. Bonobo-Affen machen übrigens zum Stressabbau Sex. Dissioziationen hat sie vermutlich doch mal nur, wenn ihr ICH und dann auch nur in den belasteten Bereichen angegriffen wird, also wohl nichts, was mit dem Beruf zu tun hat. Deine Gedanken bezüglich Drogenkonsum finde ich unverschämt, sorry. Zu diesen Substanzen hast du ja vermutlich auch Zugang, also könnte man das bei dir auch nicht absolut ausschließen, oder?
An mich heran lasse ich dich aber nicht und aus der Freundschaft entlassen will ich dich auch nicht..............Damit hat sie mich in genau diesen emotionalen Zustand versetzt, in dem sie sich selbst befindet.
Dieser emotionale Zustand ist sch..., ne? Sei froh, dass du nur mal reingefühlt hast. Ja, ja, dieses leidige Nähe/Distanz-Problem..

Täter, Opfer... Dass du dich als Opfer fühlst ist dein Gefühl, dein Problem. Kannst du dich nicht genügend abgrenzen? Lässt auf ein psychisches Problem schließen.. hmmm... :-k Du solltest dich übrigens vor der Umkehrung hüten und nicht zum Täter werden, indem du sie verleumdest.
LG
Mirjam

theo.irgendwo
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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon theo.irgendwo » So 14. Aug 2011, 22:43

Hallo Mirjam,

Du scheinst aus eigener Erfahrung einer Betroffenen zu sprechen, Dein Beitrag klingt verbittert :sad:

Ich glaube, manche Erfahrungen im Leben braucht man nicht wirklich. Abgrenzungen fallen immer schwer, wenn Verliebtheit im Spiel ist. Aber ich habe schon verstanden!

Nach ihrer Vorgeschichte mit Drogenkonsum und ihrem Verhalten ist es nicht völlig auszuschliessen, dass sie noch Drogen konsumiert. Sie hätte meine Frage ja auch mit "nein" beantworten können, "ich nehme z.Zt. keine Drogen". Hat sie aber nicht. Warum wohl?

Leidensdruck ohne Therapiewunsch, der Leidensdruck ist dann scheinbar nur gering.

Ich kann Dir nur sagen ich bin froh, dass ich da vor 3 Monaten raus bin. Zudem ist meine aktuelle Beziehung frei von psychischen Erkrankungen.

Dir viel Glück und Erfolg, Mirjam!

Lieben Gruss,
Theo

Nachtigall
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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon Nachtigall » Fr 20. Jan 2012, 01:36

Sie hätte meine Frage ja auch mit "nein" beantworten können, "ich nehme z.Zt. keine Drogen". Hat sie aber nicht. Warum wohl?
Weil die Frage übergriffig ist und sie ihr Recht wahrgenommen hat, sie nicht zu beantworten vermut ich mal.
Da aus ihrer Reaktion auf ihren Drogenkonsum zu schließen halte ich für unzulässig.

LG Nachtigall
Alles wird gut

theo.irgendwo
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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon theo.irgendwo » Di 24. Jan 2012, 16:50

Nun, es hat sich alles aufgeklärt. Die Frau ist hochfunktionale Autistin. Komorbiditäten: Angststörungen, Depressionen, Esstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen wegen Mobbing aus Kindheit und Jugend. Sie wurde bereits vor 10 Jahren diagnostiziert, wehrt sich aber gegen die Diagnose. Sie hatte nie ein wirkliches Interesse an einer Therapie z.B. zur Verbesserung ihrer Sozialkompetenz.

Es scheint jedoch so, dass sie es sich in "ihrer Welt" ganz gut eingerichtet hat. Ihr Lebensgefährte ist auch Aspie :) "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt". Das kommt ihren Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörungen sehr entgegen. Probleme enstehen da nur bei Kontakten zu NTen. Die stehen dann, wie ich, vor einem Rätsel, da sie sich niemandem gegenüber outet. Tja, nicht einfach, sich in ein "Aspergirl" zu verlieben. Man macht alles falsch und weiss nicht einmal warum :lol:

Übergriffig, Grenzüberschreitung... Diese Argumente mag es geben, es gibt aber auch den "distanzlosen" Aspietyp, habe ich in einem anderen Forum selber kennen gelernt. Das hat nichts mit autistischen oder neurotypischen Menschen zu tun. Ich würde mich als direkt, distanzlos und charmant bezeichnen und bin ausgesprochen neurotypisch. Manchen Menschen gefällt meine Art, manchen eben nicht - so what? Es ist mir auch eigentlich egal, ob eine Frau autistisch oder sonstwie ist, steht ja auch nicht auf ihrer Stirn geschrieben. Bei "Verliebtheit" auf den "ersten Blick" kenne ich in diesem Augenblick weder den Charakter noch die Persönlichkeit des Menschen, in den ich mich da verliebt habe.

Wenn mich also eine attraktive Frau mit hoch rotem Kopf für längere Zeit anstarrt, mir dann erklärt, dass sie bereits seit einem Jahr in mich verliebt ist und mir am selben Abend eine Email schickt, die an einen verliebten Teenager erinnert und mit Kuss XY abschliesst - naja. Gut, es war zu erkennen, dass hier eine kindlich-naive Persönlichkeit (hat sich später vielfach bestätigt) im Kittel einer Ärztin steckt, aber wer vermutet dahinter Autismus? Wenn sie mir 2 Tage später dann mitteilt, sie wäre seit 6 Jahren in einer festen Beziehung, wie soll man das wohl einschätzen? Jeder mag das anders sehen, ich und viele meiner Freunde in festen Beziehungen teilen da eine Ansicht. Diese Beziehung hat ein gravierendes Problem oder ist beendet, wenn einer der Partner bereits seit einem Jahr in einen anderen Menschen verliebt ist. Für mich stellte sich das jedenfalls so dar.

Daher sehe ich da nichts negatives, dieser Frau einen zärtlichen Kuss AUF den Mund geben zu wollen. Wenn Frau dies als Grenzüberschreitung sieht, sie kann ja vorher nein sagen oder gehen. Ich fühle mich hier nicht schuldig und sehe mich durch in der Vergangenheit ausnahmslos positiven Erfahrungen in meinem Verhalten bestätigt. Selbst ein "distanzloses Aspergirl" in einem anderen Forum hat mein Verhalten als direkt, wünschenswert und durchaus willkommen bezeichnet.

Es kam anders. Sie wehrte den Kuss ab - OK! Sie wehrte ihn aber tatsächlich nicht aus mangelndem Gefühl zu mir ab oder aus moralischen Erwägungen, weil sie in einer festen Beziehung lebt, wie sie mir zunächst vorgab. Es war ein ganz anderer Grund. Sie hat sensorisch-taktile Probleme, wie viele Autisten sie eben haben. Sanfte Berührungen werden von ihr als schmerzhaft, feste Berührungen je nach Situation als angenehm empfunden. Woher sollte ich das wissen?

Als sie dann aus zwei Verliebten, von denen einer in einer festen Beziehung lebt, eine Freundschaft machen wollte - spätestens dann hätte ich den Kontakt zu ihr abbrechen müssen. Diese Konstellation kann nicht funktionieren, zumindest nicht, wenn man ein NTer Mann ist :D Manche postulieren ja sogar eine Freundschaft zwischen Mann und Frau, die nicht ineinander verliebt sind, als unmöglich, da Sex immer "im Weg steht". Siehe den netten Film "Harry und Sally".

Jetzt bin ich schlauer und wieder bei mir selber angekommen. Das ist gut so! :cool:

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Remedias
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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon Remedias » Di 24. Jan 2012, 16:57

hallo, theo,
nett, dass du dich nochmals gemeldet hast und erzählst, wie deine Story weitergeht.
dir noch alles gute und viel glück bei den Frauen :)

liebe grüße Remedias

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Re: (Welche) Persönlichkeitsstörung bei einer Ärztin?

Beitragvon theo.irgendwo » Di 24. Jan 2012, 17:08

hallo, theo,
nett, dass du dich nochmals gemeldet hast und erzählst, wie deine Story weitergeht.
dir noch alles gute und viel glück bei den Frauen :)

liebe grüße Remedias
Hallo Remedias,

danke Dir für Dein Interesse, wünsche weiterhin interessante Erkenntnisse und alles Gute!

LG,
theo


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