Tod bei autoerotischer Atemkontrolle

Hier posten Sie bitte spezifische Beiträge zum Thema der Persönlichkeitsstörungen, dazu gehören auch Störungen der Impulskontrolle (krankhaftes Glücksspiel, Stehlen, Brandstiftung, Haareausreissen (Trichotillomanie)), Störungen der Geschlechtsidentität und der Sexualpräferenz sowie sexuelle Reifungsstörungen.
-> Basis-Infos zum Thema "Persönlichkeitsstörungen"
skorpion58
Beiträge: 1
Registriert: Mi 6. Mai 2009, 10:24
Wohnort: Wickede

Tod bei autoerotischer Atemkontrolle

Beitragvon skorpion58 » Mi 6. Mai 2009, 10:32

Hallo Liebe Foris,

vielleicht könnt ihr mir hier einige Fragen beantworten...denn ich verstehe und begreife es nicht...

Mein Schwager ist am Samstag im Alter von 40 Jahren an diese Spielart verstorben...diese er auch noch alleine ausgeführt hat.

Er war seit 10 Jahren verheiratet und seine Frau hat es zwar gewußt, weil sie ihn vor ein paar Jahren wohl mal überrascht hat...Er hat sich sein "Spielzimmer" im Keller eingerichtet und dort wurde er auch gefunden...

Was treibt uns Menschen dazu sich absichtlchtlich so einem Risiko auszusetzen? Gibt es ein Zusammenhang mit dem Borderline? Warum wird im Gehirn sämtlichens Verantwortungsbewußtsein sich selbst und anderen gegenüber ausgeschaltet? Nur weil es angeblich eine niegekannte Euphorie erzeugt?

Liebe Grüße
Petra

Benutzeravatar
Laura
Beiträge: 4494
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Beitragvon Laura » Mi 6. Mai 2009, 12:47

Hallo Petra!

Auf dem Gebiet der Sexualpsychologie bin ich nicht bewandert, aber ganz laienhaft wuerde ich sagen, dass es heutzutage eine Menge gelangweilter Leute zu geben scheint, denen die Abenteuer im Leben fehlen. Früher war das Leben ganz allgemein gefährlicher, nicht dass ich mir so ein gefährliches Leben wünsche, aber Leere und Langeweile kamen da wohl nicht so schnell auf. Heute suchen sich die Leute Ersatzabenteuer, um der Gleichförmigkeit zu entrinnen und das kann z. B. eine stoffgebundene Sucht sein oder auch ausgefallene Sexualpraktiken.

Nun weiß ich nicht, ob das auf Deinen verstorbenen Schwager zutraf, aber meine Rauchgewohnheit hat durchaus auch etwas damit zu tun, dass ich mein Leben als langweilig empfinde.

Für den Tod Deines Schwagers übrigens mein herzliches Beileid.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Proxifilm
Beiträge: 180
Registriert: So 10. Jan 2010, 15:49

Re: Tod bei autoerotischer Atemkontrolle

Beitragvon Proxifilm » Do 21. Jan 2010, 19:07

Mein herzliches Beileid. Sie fragen jetzt nach dem Sinn seines Todes. Das kann ich nachvollziehen. Er war sich vielleicht konkret bei seiner Handlung nicht dem Risiko bewußt, das er eingegangen ist. Vergnügen, Sex, andere intellektuelle Befriedigungen, die Sucht nach Anerkennung oder Gier (für mich alles keine Begriffe, die ich mit Krankheit assoziiere), lassen den Menschen manchmal vergessen, dass er Verantwortung trägt gegenüber seinen Nächsten trägt. Er hat gelebt, so wie es ihm gefallen hat, das dabei seine Hinterbliebenen nun unendlich leiden, hat er vermutlich dabei außer Acht gelassen. Das kann man vielleicht ihm moralisch vorwerfen. Aber er hat gelebt, vermutlich besser, als all die Leute, die sich Spaß nicht gönnen können oder wollen. Die Bandbreite menschlicher Bedürfnisse ist so unendlich groß, dass wir sie nicht ermessen können. Das unterscheidet uns ja u.a. vom Tier. Er hat vermutlich gerade diese Euphorie gebraucht. Sie können es ihm als Schwäche auslegen. Aber er bleibt dennoch ein Mensch mit seiner Würde. Können Sie ihm verzeihen, dass er seine Angehörigen so belastet hat durch seinen Tod? Was hat er ansonsten getan, gedacht, geleistet? Muß das Alles durch die Art seines Todes in den Hintergrund treten?
skorpion58 hat geschrieben:Hallo Liebe Foris,

vielleicht könnt ihr mir hier einige Fragen beantworten...denn ich verstehe und begreife es nicht...

Mein Schwager ist am Samstag im Alter von 40 Jahren an diese Spielart verstorben...diese er auch noch alleine ausgeführt hat.

Er war seit 10 Jahren verheiratet und seine Frau hat es zwar gewußt, weil sie ihn vor ein paar Jahren wohl mal überrascht hat...Er hat sich sein "Spielzimmer" im Keller eingerichtet und dort wurde er auch gefunden...

Was treibt uns Menschen dazu sich absichtlchtlich so einem Risiko auszusetzen? Gibt es ein Zusammenhang mit dem Borderline? Warum wird im Gehirn sämtlichens Verantwortungsbewußtsein sich selbst und anderen gegenüber ausgeschaltet? Nur weil es angeblich eine niegekannte Euphorie erzeugt?

Liebe Grüße
Petra


Zurück zu „Persönlichkeitsstörungen (ICD-10:F6)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast