Pädophilie - Bewertung bei Begutachtungen (Rente & GdB)

Hier posten Sie bitte spezifische Beiträge zum Thema der Persönlichkeitsstörungen, dazu gehören auch Störungen der Impulskontrolle (krankhaftes Glücksspiel, Stehlen, Brandstiftung, Haareausreissen (Trichotillomanie)), Störungen der Geschlechtsidentität und der Sexualpräferenz sowie sexuelle Reifungsstörungen.
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Stille
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Beitragvon Stille » Sa 16. Aug 2008, 08:04

Hallo Triangel,

Pädophile haben eine sexuelle Präferenz für Kinder, also für Mädchen und/oder Jungen. Wichtig ist für sie ist trägfähige Beziehungen zu Erwachsenen aufbauen zu können, ob das nun Frauen oder Männer sind ist doch vollkommen egal. In dem Fall der Reportage scheint es geklappt zu haben.

In diesem Sinne
Stille

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Stille
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Beitragvon Stille » Sa 16. Aug 2008, 14:27

Wen sprichst du an Triangel?

Lutz
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Beitragvon Lutz » Sa 16. Aug 2008, 14:50

Die magische Grenze liegt sogar bei 16 Jahren und für Erwachsene bei 18!!!! Jahren.
Im intimen Umgang mit Patienten kann bei jedem irgendwann der Wunsch enstehen. Allerdings ist ein Kinderherz viel leichter zu erobern als das eines Erwachsenen.


Gruß
Lutz

Lutz
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Beitragvon Lutz » Sa 16. Aug 2008, 15:09

Es wird wohl kaum jemand Krankenpfleger werden wollen um sich sexuell vergehen zu können, z.B..

Zur zweiten Frage: Die aktuelle Gesetzeslage kenne ich nicht. Auf jeden Fall wäre es ethisch verwerflich.

Gruß
lutz

lost2008
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Bewertung anhand der Symptome

Beitragvon lost2008 » Fr 28. Nov 2008, 18:31

Hallo Eagle,

so wie ich Dich verstehe, geht es Dir nicht um Rat für Deine Diagnose, Du scheinst Dich ja auch mit den Therapiemöglichkeiten schon intensiv beschäftigt zu haben. sondern um die Frage der Frührente.

So wie ich das verstehe, geht es bei der EU-Rente nur darum, ob Du noch mindestens drei Stunden am Tag arbeitsfähig bist oder nicht, in irgendeinem ausübbaren Beruf. Deswegen vermute ich, dass Du anhand der Gutachten Deiner Ärzte nachweisen musst, dass die Belastungen durch Deine Störung (Energieverlust durch Selbstkontrolle, Depression etc.) so groß sind, dass das eben nicht mehr möglich ist. Häufige Krankschreibungen können dafür ja auch schon ein Indiz sein. Deine Störung selber wird wahrscheinlich nur eine Rolle spielen, wenn es um den Ausschluss verschiedener Berufe geht, die Du eben wegen zu großem Risiko oder zu großem Selbstkontrollaufwand nicht ausüben kannst.

Wünsche Dir alles Gute!

lost

esperanza
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Beitragvon esperanza » Mi 3. Dez 2008, 23:54

@Lutz
Weisst Du was kriminell ist? Solche Leute wie Du! Ich finde es schlimm, Menschen anzugreifen, die mit Neigungen leben müssen, für die sie genausowenig können wie Du für Deine Haarfarbe. Ich selbst habe einen kleinen Sohn und habe sicherlich was gegen jeden, der sich an Kindern vergreift. Aber: Menschen, die sich diese Neigung eingestehen und sie gerade NICHT aktiv ausleben, verdienen meinen größten Respekt. Gerade solche Leute wie Du erschweren es Pädophilen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, als Menschen betrachtet zu werden und sich nicht als Monster zu fühlen....und gerade Menschen wie Du sorgen letztendlich dafür, dass Menschen mit solchen Neigungen aus Verzweiflung o.Ä. zu Tätern werden. Denk mal drüber nach!
Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus!

Abigal
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Beitragvon Abigal » Do 4. Dez 2008, 18:37

Hallo Esperanza,

ich finde es ist mehr als verständlich, wenn Opfer lesen, dass jemand der ein Täter ist, fragt ob er aufgrund seines Verhaltens, das ihn zum Täter macht, Anspruch auf Erwerbslosenrente o.ä hätte, dann so reagieren wie Lutz.

Vielleicht noch unter dem Aspekt, dass Opfer von Gewaltverbrechen arbeiten müssen oder mit Hartz 4 gequält werden, während Täter aufgrund ihrer Neigungen zu Taten, deswegen zuhause im Warmen sitzen dürfen.

Abigal

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Laura
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Beitragvon Laura » Do 4. Dez 2008, 20:00

Hallo Abigal!

Ob Eagle66 ein Täter ist oder Lutz einmal ein Opfer war, geht aus diesem thread nicht hervor. Dass jemand pädophil ist, bedeutet zunächst nur, dass er sich zu Kindern hingezogen fühlt. Ob er sich an ihnen vergeht, ist damit noch nicht gesagt. Die meisten Missbräuche an Kindern werden von "normal" veranlagten Menschen verübt, die sich eigentlich zu Erwachsenen hingezogen fühlen, aber bei Kindern deren Wehrlosigkeit ausnutzen. Von Menschen, die tatsächlich eine ausgeprägte pädophile Neigung besitzen, hört man vielmehr, dass sie Kindern aus dem Wege gehen.

Sicher ist es nicht angenehm für ein ehemaliges Opfer von sexuellem Missbrauch mit einem Text und Hilfegesuch eines Pädophilen konfrontiert zu werden. Trotzdem sollte man sich bemühen, nicht Äpfel mit Birnen zu vermengen und fair zu bleiben. Eine pädophile Neigung, die nicht ausgelebt wird, wird zwangsläufig zum psychischen Problem und zieht weitere Probleme nach sich. Die Menschen, die pädophil sind, haben sich diese Neigung nicht ausgesucht, müssen aber stets mit Ausgrenzung und Empörung rechnen, wenn sie sich damit outen, auch wenn sie sich nie an einem Kind vergangen haben und es auch nicht für die Zukunft vorhaben zu tun. Wenn sie willens sind, Kinder vor sich zu schützen, dann haben sie m. E. Unterstützung, so auch finanzielle, verdient.

Viele Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Abigal
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Beitragvon Abigal » Fr 5. Dez 2008, 14:18

Hallo Laura,

ich wehre mich aber dagegen ständig Verständnis mit Tätern oder potentiellen Tätern haben zu müssen, wenn

auf der anderen Seite Opfern, ..von was auch immer, so gut wie kein Verständnis entgegen gebracht wird, für ihre Befindlichkeiten.

Das ist ja in diesem Forum zu beobachten.

Abigal

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Laura
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Beitragvon Laura » Fr 5. Dez 2008, 21:38

Hallo Abigal,

in diesem thread geht es aber nicht um Missbrauchsopfer oder auch angeblich mangelndes Verständnis für diese. Dafür kannst Du einen eigenen thread aufmachen, wenn Du möchtest. Hier hatte nur jemand eine konkrete Frage und wurde sogleich mit Unterstellungen bombardiert.

Was Du in der sehr kurzen Zeit, seitdem Du Dich hier angemeldet hast, in diesem Forum meinst "beobachten" zu können, spiegelt wohl eher Deine vorgefasste Meinung zu verschiedenen Themen wieder. Grund für Unterstellungen und vorschnelle Urteile findest Du immer wieder und stellst Dich selbst dann als die Angegriffene hin und den anderen als "persönlichkeitsgestört" oder was auch immer. Zu einer sachlichen Diskussion laden Deine Postings bisher nicht gerade ein. Wenn Du Dampf abladen willst, aus welchen Gründen und Erfahrungen auch immer, und Du Dir Aussagen anderer so hinbiegst, dass Du Deinen Dampf da irgendwie noch reinquetschen kannst, dann dampft es natürlich zurück.

Ich fühle mich zwar bisher nicht von Dir angegriffen, aber mit der Aussage
Abigal hat geschrieben:ich wehre mich aber dagegen ständig Verständnis mit Tätern oder potentiellen Tätern haben zu müssen, wenn

auf der anderen Seite Opfern, ..von was auch immer, so gut wie kein Verständnis entgegen gebracht wird, für ihre Befindlichkeiten.
als Antwort auf meinen Beitrag kann ich ehrlich gesagt auch nichts anfangen. Vielleicht ist das Deine bisherige Erfahrung, aber die Welt ist groß und das Leben lang, da kannst Du noch einige andere Erfahrungen machen, um irgendwann differenzierter urteilen zu können. Die Menschheit besteht nicht nur aus Tätern und Opfern, dass Missbrauch von Kindern ein schweres Vergehen ist, ist heutzutage eine allgemein anerkannte Tatsache, aber dass auch Opfer die Regeln des Fairplay beachten müssen, sollte nicht extra erwähnt werden müssen.

Gruß

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Feuerchen
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Beitragvon Feuerchen » Fr 5. Dez 2008, 23:12

Hallo Abigal,
Nachdem Laura sehr treffend erklärt hatte, dass die Neigung eines Pädophilen noch keinen Tatbestand erfüllt, und eben auch auf dieser Seite mit Leid behaftet ist... dachte ich, es wäre so gut erklärt, dass kein weiteres Wort fallen müßte....

Dann hast du aber noch gepostet, dass du dich dagegen wehrst mit Tätern und potentiellen Tätern Verständnis aufzubringen....und dass hier so gar kein Verständnis gegenübern Opfern aufgebracht wird.

Dagegen möchte ich mich nun auch wehren... Ich empfinde Dein letztes Posting als Behauptung und als vorgefaßte Meinung.Wer sagt denn , das wir nicht auch mit den Opfern fühlen...???

Ich kann mich nur Lauras Meinung anschließen!.Ich stehe auch zu dem was Sie geschrieben hat.

Mit freundlichen Grüßen
Feuerchen

Abigal
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Beitragvon Abigal » Sa 6. Dez 2008, 01:51

Und ich kann Lutz und alle verstehen, die wütend darüber geworden sind, über die Frage desjenigen, der sich hier als Pädophiler geoutet hat.

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Lydia
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Beitragvon Lydia » Sa 6. Dez 2008, 09:33

Hallo zusammen,
Abigal hat geschrieben:ich finde es ist mehr als verständlich, wenn Opfer lesen, dass jemand der ein Täter ist, fragt ob er aufgrund seines Verhaltens, das ihn zum Täter macht, Anspruch auf Erwerbslosenrente o.ä hätte, dann so reagieren wie Lutz.
Wenn ich die Beiträge von Eagle richtig verstehe, ist er aber kein Täter. Dafür spricht auch die Teilnahme am Projekt der Charite Berlin, an dem meines Wissens nur pädophil veranlagte Männer teilnehmen konnten, die nicht übergriffig geworden sind und Hilfe suchen. Also ein Präventivprojekt.
Abigal hat geschrieben:ich wehre mich aber dagegen ständig Verständnis mit Tätern oder potentiellen Tätern haben zu müssen. wenn auf der anderen Seite Opfern, von was auch immer, so gut wie kein Verständnis entgegen gebracht wird, für ihre Befindlichkeiten.
Das ist ja in diesem Forum zu beobachten.
Ob jemand die Neigung hat, ohne sie auszuleben oder aber aktiv zum Täter wird, ist für mich ein Unterschied. Denn für seine Neigung kann keiner was. Ander sieht´s aus, wenn ein pädophil veranlagter zum Täter wird. Das liegt ganz alleine in seinem Verantwortungsbereich und ist mit nichts zu entschuldigen.
Wie Laura schon schrieb, scheinst du in diesem Forum viel zu beobachten und zu interpretieren, was nicht den Tatsachen entspricht. Pädophilie als solches war bisher eher selten Thema hier im Forum und wenn, dann wurde ganz sicher kein Verständnis für Täter aufgebracht.
Ich kann deine Reaktion zwar einerseits nachvollziehen, weil es mir selber auch schwer fällt, bei dem Thema sachlich zu bleiben und dann gerne mal überreagiere, aber der Sache hilft es nicht, weil Prävention und Hilfsangebote für Pädophile, die gegen ihre Neigung kämpfen und nicht ausleben, sicherlich mehr bringen und unterstützt werden sollten, als unberechtigte Anschuldigungen.
Abigal hat geschrieben:Und ich kann Lutz und alle verstehen, die wütend darüber geworden sind, über die Frage desjenigen, der sich hier als Pädophiler geoutet hat.
In einem anderen Thread gab es schon mal eine Diskussion über das Thema und das hatte mir insofern was gebracht, dass ich mich daraufhin über das Thema intensiver informiert und so erfahren habe, dass nicht jeder Pädophiler zum Täter wird. Und auch, dass nicht jeder Übergriff auf Kindern durch Pädophile geschieht, sondern dass viele Übergriffe, wie Laura auch schon erwähnte, von Erwachsenen begangen werden, die nicht diese Veranlagung haben, sondern die ihre Machtposition Kindern gegenüber aufgrund Minderwertigkeitskomplexen oder was auch immer, missbrauchen. Pädophil sind diese Täter aber nicht zwangsläufig.
Dass pädophil veranlagte Menschen, die niemals etwas Unrechtes getan haben, sondern die gegen eine Neigung ankämpfen, für die sie nichts können und unter der sie leiden, psychisch Probleme bekommen, wenn sie zudem auch noch ständig für Taten beschuldigt werden, die sie nie begangen haben und nirgendwo eine Anlaufstelle haben, finde ich jedenfalls nachvollziehbar.

Gruß
Lydia

Abigal
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Beitragvon Abigal » Sa 6. Dez 2008, 12:00

Hallo

Grundsätzlich gebe ich Euch ja recht mit Eurer Argumentation.

Ich kritisierte hier auch nur das "verbale Einprügeln" auf Leute, die wiederum Probleme mit derartigen Fragen von diesem Personenkreis haben, die eben wenn sie ihr Verlangen ausleben definitiv Opfer produzieren.

Und das natürlich unter dem Gesichtspunkt, dass Opfer derartiger Verbrechen, oftmals (ich verallgemeinere das, weil ich schon mal in so einer Anlaufstelle gearbeitet habe für Opfer von diversen Gewaltverbrechen ), obwohl sie offensichtlich nicht mehr erwerbsarbeitsfähig sind, unglaublich hart dafür kämpfen müssen, dass das anerkannt wird.

Und von diesem Standpunkt aus kann ich es verstehen, wenn dieser Thread Leute wütend macht und so reagieren lässt, wie es hier nun angeprangert wird.

Ich wünsche mir mehr Verständnis für Opfer (die noch keine Täter geworden sind) und nicht unendliches Verständnis für die Täter.

Das ist legitim finde ich.

Abigal

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Kratz
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Beitragvon Kratz » Sa 6. Dez 2008, 21:12

Grüss Dich Abigal,

Du erwähntest vorhin Du hättest einmal in der Opferbetreuung gearbeitet.

Mir fällt einfach auf, dass Du hier wie auch an anderer Stelle die Problematik Opfer-Täter in den Mittelpunkt deiner Betrachtungsweise stellst und sich alles darum dreht.

Auch die Betrachtung der Psychiatrie gliedert sich für Dich ja sehr stark nach diesem Schema auf.

Das erscheint mir dann doch ein etwas zu kleiner Blickwinkel zu sein um die Komplexität einer psychischen Erkrankung zu erfassen.

Gleichzeitig würde ich mich dagegen wehren mich von irgendjemandem in eine Opferrolle drängen zu lassen nur weil ich eine psychische Erkrankung habe. Auch mit der Täterrolle weiss ich nichts anzufangen.
Hat nur am Rande mit meiner Erkrankung zu tun.

Mir fällt halt diese Aufteilung bei Dir besonders auf Abigal und mir scheint dass Dich dieser Themenschwerpunkt wohl so beschäftigt, dass du andere Themen damit verstrickst.

Gruß
Detlev
Des deutschen Bürgers ehrliches Sicherheitshirn vermag nicht den scheinbaren Sinn einer ausschließlich von der Nützlichkeit der Dinge bestimmten Wertung als Unsinn zu begreifen.


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