aehnliche erfahrungen? was tun?

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katie
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aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon katie » So 13. Nov 2011, 13:34

hallo
ich war magersuechtig und stark untergewichtig. nach einem langen krankenhausaufenhalt bin ich nun normalgewichtig und habe nur noch selten essanfaelle (nach denen ich mich dann uebergebe manchmal).
ich wollte fragen oob es hier gleichgesinnte gibt. ich fuehle mich so fett und ekelhaft, besonders im gesicht. und ich komme voll nicht damit klar dass meine freundin die auch stark untergewichtig war noch duenn ist und mir immer ihre sorge vorjammert dass sie abnehmen moechte und zu fett ist. was soll ich denn dann sagen?
aber ich hab sie unheimlich lieb und habe nicht so viele freunde mehr und moechte sie nciht verliehren. wie kann ich mir ihr reden?
manchmal denke ich ich will wieder abnehmen aber dann denke ich dass ich es so lassen sollte. fuehl mich trozdem total fett. aetzendes gefuehl.
gleichgesinnte oder aehnliche schicksalsschlaege?
danke
katie

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon katie » So 13. Nov 2011, 13:38

:twisted: nochmal ich, hallo.
entschuldigung dass ich rumgeheult habe.
katie

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon Remedias » So 13. Nov 2011, 16:41

Hallo, liebe Katie,
ich finde garnicht dass du rumjammerst.
Wenn du schlank bleiben willst, nimm dich in Acht vor Psychopharmaka.
Ich war auch dünn früher und wiege jetzt dank der Medikamente locker mal das Doppelte.
Von deinen Medis weiß ich nur, dass Seroquel fett macht.

liebe Grüße Remedias

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon katie » Mo 14. Nov 2011, 07:16

hallo. komisch, von seroquel hab ich gar nicht so viel zugenommen. ich nehme jetzt seit ein paar jahren psychopharmaka und habe auch knapp 25 kilo zugenommen. von extremen untergewicht auf gerade noch normalgewichtig aber durch andere medikamente. naja, jeder reagiert anders auf bestimmte medikamente glaube ich.
psychopharmaka sind der horror fuer das gewicht, das stimmt. wie kommst du damit klar dass du so viel zugenommen hast?
ich kenne viele leute die viel zugenommen haben durch psychopharmaka, aber ich achte sehr penibel darauf was ich esse. habe trotzdem so viel zugenommen und fuehl mich Mist. naja. irgendwie geht das leben weiter.
lg katie

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon Remedias » Mo 14. Nov 2011, 14:16

Hallo Katie,
ich komme garnicht klar mit der Gewichtszunahme und mag meinen fetten Körper nicht; ich esse kaum was und nehme trotzdem nicht ab , sondern zu;
liebe Grüße Remedias

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon fluuu » Fr 18. Nov 2011, 10:17

Hallo,
es ist wie eine Gebetsmühle, Neuroleptika verlangsamen zwar den Stoffwechsel aber sie
haben keine Kalorien die dick machen können.
Zunehmen kommt vom Essen und von mangelnder Bewegung.
Jemand der seelische Nöte hat neigt dazu sie durch Essen zu besänftigen.
Das Schlucken ist eine innere körperliche Streicheleinheit sozusagen
und macht gute Gefühle, dazu kommt der mangelnde Antrieb.
Um nicht zuzunehmen ist etwas notwendig bei Einnahme von Neuroleptika was
seelisch Betroffene fast nie haben, Überwindungsbereitschaft und Disziplin.

Bei "Anorexia Nervosa" (Magersucht) ist es anders.

@katie, dass Du Deine Freundin nicht verlieren willst ist verständlich aber wenn
Du ihr nett nach dem Mund redest und sie in ihrer Sucht bestärkst verlierst Du sie auf jeden Fall,
sie wird allein lebensunfähig und abhängig von Anderen sein.
Ist es nicht besser sie kann leben auch wenn sie mal nicht mehr Deine Freundin sein sollte?
Dir öffnen sich dann neue Türen Du musst sie nur beachten.
gruß fluuu

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon Remedias » Fr 18. Nov 2011, 10:40

Hallo,
es ist wie eine Gebetsmühle, Neuroleptika verlangsamen zwar den Stoffwechsel aber sie
haben keine Kalorien die dick machen können.
Zunehmen kommt vom Essen und von mangelnder Bewegung.
Jemand der seelische Nöte hat neigt dazu sie durch Essen zu besänftigen.
Das Schlucken ist eine innere körperliche Streicheleinheit sozusagen
und macht gute Gefühle, dazu kommt der mangelnde Antrieb.
Um nicht zuzunehmen ist etwas notwendig bei Einnahme von Neuroleptika was
seelisch Betroffene fast nie haben, Überwindungsbereitschaft und Disziplin.

Bei "Anorexia Nervosa" (Magersucht) ist es anders.
Klasse, noch einer , der den Patienten den Schwarzen Peter zuschiebt.
Was soll ich denn gemacht haben, um PLÖTZLICH das DOPPELTE zu wiegen?
Mit Zyprexa habe ich 11 kg in 2 Wochen zugenommen; und in USA ist Zyprexa vom Markt genommen worden, weil es den Tod mehrerer Patienten durch die groteske Gewichtszunahme bewirkt hat.
ich spreche hier nicht von 2- 5 kg, sondern von 30 oder wie in einem anderen Forum beschrieben : 70.Kilos.
Außerdem bin ich anorektisch und habe TROTZDEM zugenommen. Erklär mal das.
Neuroleptika verlangsamen zwar den Stoffwechsel a
Ja, so isses. Ich schätze mal, dass sich der Kalorienbedarf von 2000 Kalorien bei einem gesunden Erwachsenen auf etwa 500 senkt. Das heißt, ALLES was derjenige über 500 Kalorien isst, führt zur Gewichtszunahme.
Es ist auch richtig, dass es nicht bei jedem passiert. Das ist der Charakter einer Nebenwirkung, dass sie nicht jeden betrifft; aber je nach Produkt doch ungefähr 2/3 der Leute, die NL nehmen.
quote="fluuu"]Um nicht zuzunehmen ist etwas notwendig bei Einnahme von Neuroleptika was
seelisch Betroffene fast nie haben, Überwindungsbereitschaft und Disziplin.
[/quote]

DAS IST EINE FRECHHEIT. Fluuu.
Eine Nebenwirkung eines Medikamentes auf mangelnde Disziplin eines Patienten zu schieben!
Das Problem ist eher, man kriegt keine fachmännische Hilfe. Keine der Ernährungsberaterinnen der KK oder sonst wo kennt sich mit NL- induzierter Adipositas aus. Und die Psychiater, die es wissen, spielen es herunter, um die compliance nicht zu gefährden.
Zuletzt geändert von Remedias am Fr 18. Nov 2011, 10:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon Remedias » Fr 18. Nov 2011, 10:40

doppelt gepostet - sorry

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon Mirjam » Fr 18. Nov 2011, 14:18

....Neuroleptika verlangsamen zwar den Stoffwechsel aber sie
haben keine Kalorien die dick machen können.
Zunehmen kommt vom Essen und von mangelnder Bewegung.
Jemand der seelische Nöte hat neigt dazu sie durch Essen zu besänftigen.
....... dazu kommt der mangelnde Antrieb.
@ Fluuu

Kann Remedias nur beipflichten.
Um den verlangsamten (zum Stillstand kommenden?) Stoffwechsel auszugleichen, muss man sooo viel Sport machen wie ein Profi-Sportler, praktisch als 8-Stunden-Job.
Mangelnde Bewegung und mangelnder Antrieb? War bei mir nicht. Im Gegenteil. Aus zu viel Antrieb, aus zu viel "Lass mich Runterkommen" hab ich mich bis zum Exzess bewegt. Und hab trotzdem 10 kg zugenommen. Und meine Seele hab ich derweil nicht mit Kalorien gestreichelt.

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon katie » So 20. Nov 2011, 08:45

also, ich kennen FAST KEINEN der durch regelmaessige medikamente nicht zugenommen hat und ich kenne viele psyschisch kranke...
zu meiner freundin: sie hat mir gestern gesagt dass sie sich jetzt ueberlegt sich mit ihrem gewicht einfach zu arrangieren. das hat mich villeicht gefreut. sie wiegt ja auch nur in den fuenfzigern, da kann man ja gluecklich sein. ich werde sie darin bestaerken. villeicht klappt ja gutes zureden...

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon Klaus W » So 20. Nov 2011, 13:39

Ich hatte am Anfang den Kommentar auf der Zunge, was will man in der Situation, selbst betroffen und im Problem drin, da groß sagen. Letztlich lebst Du ja durch Dein Normalgewicht ihr es vor wo es hingeht. Klar, es wird so oder so wohl manchmal zum Thema werden, aber auf manches muß man eben selbst kommen.
Mit den richtigen Worten kann man alles sagen, mit den falschen Worten nichts.

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon fluuu » Mo 21. Nov 2011, 09:46

Der Glaubenssatz Psychopharmaka machen dick ist bei psychisch kranken Menschen fest in Beton gegossen,
daran lässt sich nicht rütteln und es wird so das Krankheitssymptom Fressattacke und Stopforgie verschleiert.
War selber Jahre lang betroffen, weiß wovon ich Rede aus persönlicher Erfahrung.
Aber wie auch immer, es ist egal, soll jeder über einen Schuldigen Jammern nur damit der,
der die psychische Krankheit und Gemütsbehinderung in sich trägt völlig unbeteiligt bleibt.
Der Alltag mit solchen Mitmenschen ist eine Herausforderung und das ist spannend.
Seher der Zukunft gelassen entgegen und bin offen für die Phantasien von skurrilen Leuten.
gruß fluuu

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon Remedias » Mo 21. Nov 2011, 14:05

Schiete, Fluuu; Zyprexa ist in USA verboten, weil Leute durch Fettleibigkeit und Diabetes gestorben sind;
Krankheitssymptom Fressattacke und Stopforgie verschleiert.
Sind bei mir keine Krankheitssymptome; eher hungern - und TROTZDEM wiege ich jetzt das Doppelte, erklär mir das.
Es ist eine Nebenwirkung , und wie alle Nebenwirkungen hat das nicht JEDER;
bin offen für die Phantasien von skurrilen Leuten.
ich muss mich wegen einer NEBENWIRKUNG von MEDIKAMENTEN nicht beschimpfen lassen.
Selbst wenn jemand FRESSATTACKEN hat;
werden sie nicht durch die Psyche sondern einen entgleisten Stoffwechsel ausgelöst;
ich erzähl dir mal, was ich esse:
Morgens 2 Tassen Milchkaffee
Mittags: 1 Portion ( Handvoll) Reis oder Nudel mit Gemüse (bin Vegetarierin)
abends: nix
ab und zu mittags: Apfel, Mandarine
und habe TROTZDEM 30 kg zugenommen. Ich wollte mal andere Leute sehen, denen gesagt wird, dass sie ihr lebenlang mit einer solchen Nahrungsmenge auskommen müssen; meine Ernährungsberaterin meinte, ich esse ZU WENIG; aber wenn ich nur ein bißchen MEHR esse, nehme ich sofort zu und nach oben ist die Skala offen, man kann auch 150 kg wiegen.
Als ich vor 2 Jahren SOLIAN GANZ ABGESETZT HABE,
habe ich innerhalb von 3 Monaten 30 kg abgenommen -
und deswegen leider Gallensteine gekriegt, weil mich keiner gewarnt hat, dass man auch ZU SCHNELL abnehmen kann.
Aber wie erklärst du dir, dass ich ohne Neuroleptika SOFORT ABNEHME?

lG Remedias

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon Mirjam » Mo 21. Nov 2011, 15:32

Der Glaubenssatz Psychopharmaka machen dick ist bei psychisch kranken Menschen fest in Beton gegossen,
daran lässt sich nicht rütteln und es wird so das Krankheitssymptom Fressattacke und Stopforgie verschleiert.
War selber Jahre lang betroffen, weiß wovon ich Rede aus persönlicher Erfahrung.
Aber wie auch immer, es ist egal, soll jeder über einen Schuldigen Jammern nur damit der,
der die psychische Krankheit und Gemütsbehinderung in sich trägt völlig unbeteiligt bleibt.
Der Alltag mit solchen Mitmenschen ist eine Herausforderung und das ist spannend.
Seher der Zukunft gelassen entgegen und bin offen für die Phantasien von skurrilen Leuten.
War selber Jahre lang betroffen, weiß wovon ich Rede aus persönlicher Erfahrung.
Wie willst du eigentlich........., wenn du nur von dir auszugehen in der Lage bist und "jammernde" und "skurrile" Leute für dich eine "Herausforderung" darstellen und "spannend" sind? Eine Herausforderung für dich.. wozu?

Und, vielleicht, wenn sich jemand die Mühe macht, da gibt es eine interessante Dissertation im Internet:
http://www.freidok.uni-freiburg.de/voll ... Strobl.pdf
zum Beispiel unter Punkt 3.3.1 Energieaufnahme und Verbrauch
oder Punkt 3.4 Risikofaktoren der Gewichtszunahme unter Psychopharmaka

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Re: aehnliche erfahrungen? was tun?

Beitragvon Remedias » Mo 21. Nov 2011, 16:17

Super- Dissertation - danke


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