druck!!!

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druck!!!

Beitragvon leer » So 2. Aug 2009, 17:22

hey leute ich habe schon seit jahren mit meinem körper und seinem scheiß gewicht zu kämpfen und im moment ist es wieder besonders schlimm habe innerhalb von ca 2 wochen ein kilo zugenommen(fragt mich nicht warum hab nciht mehr gegessen als vorher!!!) und jetzt fühl ich mich sooooo wahnsinnig dick des ist echt abartig als ob ich 10kg zugenommen hätte und dann ist da noch meine mutter(lebe noch daheim)die liegt mir täglich in den ohren ich soll doch jetzt des gewicht halten dann muss ich nciht mehr in die klinik aber ich will des kilo wieder runter aber sie meint ich soll noch mehr zunehmen dass ich von meiner einweisungsgrenze(bestimmte kilozahl)noch etwas abstanfd bekomme....ich dreh durch ich könnt nur kotzen
weiß mir jemand vielleicht was des hilft aus dem loch zukommen und alles etwas mit ruhigerem kopf zusehen und dann das richtige zu machen?

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Laura
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Beitragvon Laura » So 2. Aug 2009, 19:52

Hallo leer!

Was verbindest Du mit dem Schlanksein und was mit dem Übergewichtigsein? Oder anders gefragt: Was soll Dein Körper über Dich "aussagen"?

Viele Grüße

Laura
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Beitragvon leer » So 2. Aug 2009, 20:02

ich verbinde damit nicht wirklich was ich möchte einfach eine firgur die ich annehmen kann und mit der ich es aushalte unter die leute zu gehen und das ist im moment wahnsinnig schwer weil ich die figur wie sie jetzt ist nciht oki finde!!!

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Beitragvon Laura » So 2. Aug 2009, 20:15

Denkst Du wirklich, das hängt allein an Deiner wie auch immer befindlichen Figur, wie gut Du mit anderen Menschen klarkommst?

LG

Laura
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Beitragvon leer » Mo 3. Aug 2009, 13:26

nein ich möchte in erster linie nicht eine figur die den anderen gefällt sondern eine figur in der ich mich nicht häßlich finde...es geht um mein empfinden nciht was andere über mich denken davon bin ich weit entfernt auch mit meinem kleidungsstil bin ich total anders also um des geht es mal gar nicht es geht darum dass ich meinen körper in ordung finden möchte!!!!

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Beitragvon Laura » Mo 3. Aug 2009, 13:37

Ich wollte gar nicht zum Ausdruck bringen, dass Du es darauf anlegst von anderen attraktiv gefunden zu werden, sondern lediglich, warum Du erst die für Dich "richtige" Figur haben musst, um Dich in Gegenwart anderer Menschen sicher zu fühlen. Wie man sich gibt, das ist ja keine Sache des Körpers, bzw. der Figur. Das ist vielmehr eine Frage der Kommunikation und die ist eigentlich nicht vom Leibesumfang abhängig.

Übrigens halte ich es dennoch für Selbstbetrug, wenn man ignoriert, dass der Schlankheitswahn durchaus von außen aufoktroyiert ist, und sei es nur indirekt. Warum müsste man erst perfekt schlank sein, um so zu sein, wie man ist? Steht der Körper für den Charakter eines Menschen oder steckt hinter der Figur eine unfertige Persönlichkeit, die sich selbst nicht spürt?

VG

Laura
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Beitragvon leer » Mo 3. Aug 2009, 20:37

weiß auch nciht warum ich erst meinen körper akzeptieren muss um mich bei anderen sicher zufühlen aber es ist halt auch mega schwer mit einem körper zu leben den man nicht mag stell dir das mal vor den ganzen tag so rum zulaufen da muss man sich immer ablenken das ist ganz schön nerv zehrend
ich sage nciht dass das auch von den meien und so kommt das leugne ich nicht!!!
sag mal du hast das problemnciht oder?

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Beitragvon Laura » Mo 3. Aug 2009, 21:09

Hallo leer!

Wenn ich Dich recht verstehe, so bist Du untergewichtig oder sehr nah dran am Untergewicht. Ich hab da neulich mal was aufgeschnappt, dass Anorektiker ein völlig anderes Bild oder "Schema" von ihrem Körper haben als es tatsächlich der Fall ist. Da kann man sich als Außenstehender vermutlich den Mund fusselig reden und vielleicht ist für Dich das medizinische Idealgewicht schon so gut wie Adipositas.


Du suggerierst mir, ich hätte Dein Problem nicht. Da liegst Du richtig, weil ich nämlich anders zu meinem Körper stehe als Du.
Also, untergewichtig bin ich ganz sicher nicht. Ich habe infolge Medikamenteneinnahme wegen meiner psychischen Erkrankung seit vielen Jahren richtiges Übergewicht, fühle mich deswegen aber nicht unwohl unter Leuten. Auch kann ich mich problemlos im Spiegel anschauen. Mein BMI von etwa 29 wäre für Dich vermutlich der GAU schlechthin, aber ich habe ganz andere Probleme als mein Übergewicht. Ich habe die letzte Zeit ein paar Kilo abgenommen und hätte nichts dagegen, weitere vier Kilo abzunehmen, aber gertenschlank will ich gar nicht mehr sein. Ich setze mich da nicht unter Druck und bevorzuge Leute, die mich als Mensch mögen und nicht als Stück Fleisch.

Viele Grüße

Laura
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Beitragvon leer » Di 4. Aug 2009, 14:19

hallo laura
jo ich bin deutlich im untergewicht aus medizinischer sicht aber ich für mich selbst bin immer noch nicht zufrieden wie ich aussehe....ich weiß nicht genau warum ich so viel wert auf mein aussehen lege(nur auf meins...ich hab auch dicke und weniger schöne freunde mit denen ich kein problem habe, die ich mag auch wenns sie nicht meinem idealbild entsprechen!!!!)
irgendwie muss ich mich halt annehmen können um unter die leute gehen zu können vielleicht habe ich ein sehr geringes selbstwert gefühl dass ich dann halt einfach gut aussehen muss wenn ich das andere nicht bringe!!!keine ahnung...hab halt auch sonst noch sehr viel um die ohren und möchte mcih eigentlich so wenig wie möglich mit meinem körper auseinandersetzten müssen deswegen weiß ich auch nicht so recht was da falsch läuft!!!

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Beitragvon Laura » Mi 5. Aug 2009, 02:49

Hallo leer!

Ich nehme an, Du bist noch sehr jung. Ja, da mussten wir alle mal durch, durch den großen, unerbittlichen Schönheitswettbewerb in der Jugendzeit, der einen glauben machte, man sei nur dann daseinsberechtigt und liebenswert, wenn man alle Welt mit seinem guten Aussehen in Erstaunen versetzen kann. Manche Leute führen diesen Wettbewerb als Erwachsene auch noch weiter, einige als Promis, andere mit Dutzenden gescheiterten Beziehungen, wiederum andere als ewige "under-dogs" im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Die Denkfalle ist vorhanden und wird vermutlich auch weiterhin den Erdball am Laufen halten. Aber wie oft man noch als Einzelner in diese Falle tappt, auch wenn einen hundert Warnschilder auf diese Falle hinweisen, kann man selbst entscheiden.

Man hat im Leben überhaupt viel mit der Diskrepanz zu tun, wie man gerne wäre und wie man eigentlich ist. Man hätte dieses Problem nicht, wenn man der einzige Mensch auf der Welt wäre, da es dann keine Mitmenschen gäbe, die viel toller zu sein scheinen als man selbst und einem möglicherweise den Traummann, Traumjob, Traumhaus etc. vor der Nase wegschnappen könnten. :shock: Den "Traumpartner" gäbe es dann aber logischerweise auch nicht, denn man wäre dann ja ganz allein und könnte sich allenfalls mit Steineklopfen amüsieren.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich früher andere prinzipiell überschätzte und mich selbst in vielen Dingen unterschätzte. Mittlerweile habe ich so einen rosskurartigen Spießrutenlauf hinter mir, dass ich gar nicht anders kann, als die Spreu vom Weizen trennen zu wollen. Ein, wenn auch nicht gerade pädagogisch wertvolles Mittel war mir da und ist es mir noch teilweise, das Ganze mal umgekehrt anzugehen und in anderen das Unzulängliche und in mir das Gute zu sehen. Auch damit kann man es selbstverständlich übertreiben.

Eine Userin namens Janne hat mal ein schönes Gedicht von Erich Fried ins Forum gestellt (es müsste in einem der Gedichtethreads im Unterforum "Sonstiges" sein), in dem es darum geht, dass manche Menschen ihren Wert nicht spüren, einfach, weil die Mitmenschen ihnen nie sagen, wie gut sie sind. Eine unausgesprochene Anerkennung ist also noch lange keine fehlende Anerkennung, aber für den Betroffenen kann es so aussehen und das zieht ihn dann runter. Was hilft da, wenn man noch nicht in der Lage ist, sich selbst mal auf die Schulter zu klopfen? Z. B. sich bei Leuten, denen man vertraut, die Blöße geben und diese gezielt fragen, was sie an einem schätzen.

Und ganz wichtig, auch in Bezug auf Deine thread-Überschrift: Lass Dir Zeit mit der Reifung! Vielleicht gibt es da eine Parallele zwischen Deinem Anspruch an ein perfektes Aussehen und einem möglichen Anspruch daran, ein innerlich perfekter Mensch sein zu müssen. Du wirst früh genug merken, dass das nicht geht und auch nicht gehen muss. :wink:

Liebe Grüße

Laura
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Beitragvon leer » Do 6. Aug 2009, 22:02

hey laura
jo ich bin schon noch jung aber doch schon 18 jahre und mit meinem körpergewicht habe ich jetzt auch schon seit mehr als 5 jahren
ich möchte gar nicht perfekt sein sondern einfach eine figur die ich akzeptieren kann mit der ich mich wohl fühle...so wie du dich mit deiner figur akzeptieren kannst mit der du leben kannst oder?ich fühle mich schlecht wenn ich mich anschaue....du nicht oder?sag wenn ich falsch liege...und dieses gefühl möchte ich nicht mehr wenn ich mich anschaue...ich habe noch viele sachen die anders viel besser wären aber ich kann sie akzeptieren sie sind so und ich kann mit ihnen leben...also ich denke schon dass ich mir da keine falschen vorstellungen mache....weiß einfach nicht wie ich das mit dem körper auf die reihe bekommen soll....

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Beitragvon Laura » Fr 7. Aug 2009, 02:58

Hallo leer!

Dass ich mich mit meinem Übergewicht akzeptieren kann, kam bei mir nicht von heute auf morgen. Bis ich 23 war, war ich die meiste Zeit knapp unter Normalgewicht und damit schon ein bisschen pummelig und fühlte mich damit auch ganz schön unwohl. Es gab eine Phase mit 17 und eine mit 23, in der ich ein Jahr lang bei Idealgewicht lag und immer noch gerne schlanker gewesen wäre. Wenn ich heute alte Fotos von mir sehe, dann war ich mit Normalgewicht längst nicht so monströs wie ich damals glaubte und mit Idealgewicht hatte ich eine Figur, mit der ich wirklich hätte zufrieden sein können. Im Prinzip wollte ich nur genau so eine Figur haben, wie sie eine ehemals beste Freundin hatte. Ich beneidete sie aber nicht nur um ihre Figur, sondern auch um ihr auffallend hübsches Gesicht, das ihr schon mit 12 mehr Verehrer einbrachte, als ihr im Grunde lieb war (sie brach in Tränen aus, als sie in dem Alter erfuhr, dass die Hälfte der Jungs aus der Klasse, als Zahl ausgedrückt etwa 8, in sie verliebt war, sie fühlte sich bedroht). Ich beneidete sie auch um ihre Eltern, als Kind um ihr Kinderzimmer, um ihre Spielzeugsammlung und in der Jugend um ihre Klamotten, ihr Jugendzimmer, ihren Plattenspieler und so weiter und so fort. Kurz und gut, sie war für mich der Inbegriff eines glücklichen Menschens, der weder viel für sein Aussehen noch für seine Wirkung auf andere Menschen tun musste. Sie war eigentlich ein ruhiger Mensch, der sich nicht in den Mittelpunkt drängte. Aber aufgrund ihres guten Aussehens stand sie überall sofort im Mittelpunkt. Sie war unkompliziert, unkomplexiert, selbstbewusst auf eine unaufdringliche Art und hatte keine besonderen Interessen oder Begabungen. Sie hatte keinerlei Karriere- oder Studienambitionen und schaffte als nüchtern-pragmatischer Mensch immer genau das, was sie erreichen wollte und war auch stets zufrieden damit. Aber ehrlich, hätte ich damals schon ihr tolles Aussehen abziehen können, dann wäre nichts Besonderes an ihr übrig geblieben. Aber wir waren halt Freundinnen und sie war diejenige gewesen, die die Iniative dazu in der Grundschule ergriffen hatte.

Vor ein paar Jahren fiel mir eine Frau in der Straßenbahn auf, die zwar gut aussah und schick angezogen war, aber einen verächtlichen und kalten Gesichtsausdruck hatte. Ich blieb an diesem Gesicht hängen, obwohl es eine unsympathische Ausstrahlung hatte. Es dauerte einige Minuten bis ich meine ehemalige Freundin wiedererkannte. Was soll ich sagen? Kein Leuchten mehr in ihren Augen, nicht mehr die freundliche Ausstrahlung, die sie mal hatte, einfach nur ein leeres, kaltes Gesicht. Dann erkannte ich ihre Schwester und ihren Ehemann neben ihr. Wahrscheinlich führte "die Frau" immer noch ein geregeltes Leben mit Ehemann, Kindern, Job, tollen Urlauben und einem großen Freundes- und Bekanntenkreis sowie einem guten Verhältnis zu ihren Eltern und anderen Verwandten. Die Freundschaft war eigentlich schon in unsere Jugend eingeschlafen, als ich anfing, mich auffällig zu verändern, bzw. am Anfang meiner psychischen Erkrankung stand. Ich war diejenige, die sich nicht mehr bei ihr meldete und nur leise spürte, dass wir kein gutes Gespann mehr waren und ich Zweifel an ihrem Charakter bekam. Ich konnte mit ihr über nichts Persönliches sprechen. Es war nicht nur der Gegensatz zwischen ihr als gesund und glücklich und mir als beginnend unglücklich und krank. Sie wurde mir zu oberflächlich und ich ihr wahrscheinlich zu tiefgründig.

Und als ich sie dann vor Jahren eben in der Straßenbahn im Alter von Mitte Dreißig wiedersah, spürte ich eine gewisse Genugtuung, dass sie trotz all des Wünschenswerten, das sie im Leben sicher noch hatte, nicht mehr der "Inbegriff eines glücklichen Menschens" für mich sein konnte. Das letzte bisschen Wärme war aus ihrem Gesichtsausdruck erlöscht und somit empfand ich sie dann auch nicht mehr wirklich als hübsch. Extrem schlank war sie immer noch, eine wahre Bohnenstange.

Selbst wenn Du unter Raubbau an Deinem Körper und Deiner Psyche Dein persönliches Wunschgewicht erreichen solltest, so wärst Du damit noch lange nicht am Ziel! Ohne mich sehr gut mit Anorexie oder sagen wir mal einer auffälligen Fehlwahrnehmung seines Körperumfangs auszukennen, möchte ich Dich eindringlich davor warnen, dass wenn Du Dich jetzt bei Deinem bedenklichen Untergewicht immer noch zu dick findest, Du Dich auch mit 10 Kilo weniger immer noch zu dick finden könntest. Der Tag, an dem Du keine Figurprobleme mehr hättest, sollte dann der Tag sein, an dem Du tot wärst? Zu Tode gehungert? Ich bin jetzt mal bewusst so drastisch, da diese Gefahr bei Anorexie latent vorhanden ist und vielleicht hast Du bei Deinem Klinikaufenthalt schon eine Zwangsernährung mitmachen müssen. Oder nehmen wir an, Du bist doch irgendwann zufrieden mit Deiner untergewichtigen Figur: Ich bin jetzt wieder knallhart, Dir zu sagen, dass Du in dem Fall, wenn nicht schon jetzt, mit Deiner Meinung, eine gute Figur zu haben, ziemlich allein dastehen würdest. Du würdest immer wieder auf Anhieb als Mensch mit psychischen Problemen auffallen und dies weckt keinesfalls in allen Menschen Beschützerinstinkte, sondern auch Meidung und Beleidungen, also keine Verbesserung zu dem, was man als übergewichtiger Mensch so alles erleben kann. In den 80er-Jahren, als die öffentliche Aufklärung über Anorexie begann und anscheinend auch ihren vorläufigen Höhepunkt hatte, hörte man die Formel, magersüchtige junge Mädchen seien Mädchen, die keine Frauen werden wollten. Ich weiß nicht, wie Anorexie heute bewertet wird, sicher differenzierter. Auf jeden Fall möchte ich Dir dringend raten, Dir eine Psychotherapeutin zu suchen, die sich mit dieser Art von Problemen gut auskennt. Auf Tipps, wie Du am besten weiter abnehmen kannst, würdest Du hier wie auch woanders jedenfalls vergeblich warten.

Um auf meine Figur zurückzukommen: Ich denke kaum noch über sie nach. Aber wenn ich das tue, dann ist mein Problem vielmehr, dass ich mich selbst noch nicht daran gewöhnt habe, wie wohl ich mich mit meinen 40 mit meiner molligen Figur fühle und nur ein bisschen Bestätigung von außen bräuchte, um das Ganze abzurunden. Die kommt aber selten. Na ja, Leben ist Lernen. Sollte die große Liebe eines Tages an meine Tür klopfen, werde ich ja sehen, ob denjenigen mein Übergewicht einfach nur "nicht stört" oder er es sogar mag. Die Bestätigung erhalte ich aber längst in anderer Form. Als ich noch einigermaßen schlank war, nannte mich selten jemand (im Gesicht) hübsch, es sei denn, ich hatte mich aufwändig geschminkt. Seit ich mollig bin und irgendwann auch mein Interesse an Schminke stark zurückgegangen ist, bekomme ich wesentlich öfter Komplimente zu meinem Gesicht als früher, also als da weniger verformender Speck drauf war und ich auch noch jünger war. Ich glaube einfach, dass sich meine Ausstrahlung schon rein optisch verändert hat. Dies hat aber nicht nur damit etwas zu tun, wie ich je in der Zwischenzeit zu meiner Figur stand, sondern was ich in den letzten 17 Jahren erlebt habe.

Noch einmal meine dringliche Bitte an Dich: Such Dir eine Psychotherapeutin, die auf Deine Problematik spezialisiert ist! Dann kannst Du nicht nur Deine jetzigen Probleme in den Griff bekommen, sondern auch psychische Nachfolgeerkrankungen von Anorexie verhindern.

Liebe Grüße

Laura
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Beitragvon leer » Sa 8. Aug 2009, 14:30

hey laura erst mal ein großes kompliment du kannst dich sehr gut ausdrücken und mit deinem elendlangen texten bringst dumich ganz schön zu denken...respekt!!!
aber ich will auch mal klar stellen ich bin nicht auf der suche nach abnehm-tips, des weiß ich wie des geht...ich suche hier einfach eine möglichkeit zum austausch von tips wenn man sich so und so fühl...ob andere das auch kennen was sie dann machen und so...also ich sehe das hier nicht als proana forum bitte nciht falsch verstehen!!!
das erlebnis mit deiner freundin gibt mir schon zu denken ob es mich wirklich glücklich macht was ich erreichen will, und ob ich mich besser fühle wenn ich weniger wiege...war auch schon weiter unten mit dem gewicht und wollte immer ncoh mehr abnehmen ich glaube du hast recht es ist erst ok wenn ich quasi schon tot bin...das ist schade es so zu sehen und dass es so ist aber ich habe durch dich jetzt erst mal erkannt dass ich immer noch weiter runter will und trotzdem nicht glücklich bin...durch dich habe ich mich nochmal dran erinnert dass es bei mir auch so ist wie bei dir oder wie du halt sagst...aber ich habe trotzdem noch immer das schreckliche gefühl und kann mich immer ncoh nciht annehmen aber dieses gefühl werde ich hier im forum ja auch nicht behandlen können
aber es hat mir schon mal geholfen von anderen die meinung zu meinem gefühl zu hören
danke!!!

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Beitragvon Laura » Sa 8. Aug 2009, 17:01

Hallo leer!

Das stimmt, dass mein letzter Beitrag elendlang war *gg*.

Und für die Selbstakzeptanz braucht es viel Zeit, wenn sie einem nicht einfach so gegeben ist. Hol aus Deinem Leben an Gutem heraus, was nur geht, aber mach das nicht mehr von Deiner Figur abhängig!

Liebe Grüße

Laura
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