Schlafstörungen

Hier hinein gehören u. a. spezifische Beiträge zu sämtlichen Essstörungen, Schlafstörungen (auch Schlafwandeln, Alpträume und exzessives Schlafbedürfnis), sexuellen Funktionsstörungen.
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Kony
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Schlafstörungen

Beitragvon Kony » Mi 20. Sep 2006, 15:47

Habe eine Psychose und leide unter Einschlafstörungen. Muss damit ich
überhaupt schlafen kann, Neuroleptika und Schlaftabletten nehmen. Hat
einer Erfahrung das ein solcher Zustand sich bessern wird und man
irgendwann wieder normal schlafen kann.

Grüße Kony

hanna147
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Lcihtwecker probieren

Beitragvon hanna147 » Sa 22. Nov 2008, 16:42

hallo Kony,
Es ist normal, dass du schlecht einschläfst, da du wahrscheinlich immer mit vielen Dingen beschäftigt bist. Versuch einmal einen Lichtwecker anzuwenden. Der beruhigt abends und stellt die biologische Uhr richtig. Nach einiger Zeit kann man eventuell sogar die Dosis der Neuroleptika reduzieren. Natürlich musst du das mit deinem Arzt absprechen. Informier dich mal auf: http://www.solvital-lichttherapie.de/index.asp?ID=892
Gute Besserung[/url]

KurtS
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon KurtS » Sa 29. Okt 2011, 13:44

Die Solvital Seite ist wirklich ganz gut! Weiterer Tipp den ich vor kurzem erst entdeckt habe:
http://www.purenature.de/shop/a3073/bod ... ecker.html

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Remedias
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon Remedias » Sa 29. Okt 2011, 21:37

Hallo, wenn man schon NL nehmen muss, gibt es auch welche, die schlaffördernd sind; ich nehme Seroquel P und schlafe täglich 12 Stunden.

Mirjam
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon Mirjam » Mo 31. Okt 2011, 12:56

Ja, eigentlich sind Neuroleptika eh einschläfernd...
Was nimmst du da, Kony ?

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fluuu
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon fluuu » Do 3. Nov 2011, 10:32

Hallo,
bei Einschlafstörungen können klar strukturierte Rituale vor dem zu Bett gehen das Gehirn auf den
kommenden Schlaf (Bruder des Todes) vorbereiten.
Entscheidend ist dabei ein Zelebrieren des Loslassens vom Wachen am Tage hin zum Schlaf in der Nacht.
Dieses Loslassen lässt sich gut mit den Ritualen vor dem Einschlafen praktizieren und ermöglicht den
Schlaf beim Liegen im Bett.
Das Einschlafen hat etwas von Aufgabe des Lebens am Tag aber man kann mit 99,9% damit Rechnen
und Vertrauen haben, dass man am Morgen wieder aufwacht und ein neuer Tag im Wachzustand beginnt.
Wenn man nicht wieder aufwacht war es ein schönes Sterben oder Dahingleiten und ist auch gut, oder?
gruß fluuu

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Re: Schlafstörungen

Beitragvon Remedias » Do 3. Nov 2011, 13:15

Ich konnte mal eine weile nicht einschlafen weil ich Angst hatte vor dem locked-in-Syndrom; also aufzuwachen, und bei vollem Bewußtsein zu sein, jedoch vollständig gelähmt - ich hatte ein Buch über das Thema gelesen und dem Protagonisten war genau das passiert.

liebe Grüße Remedias

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Re: Schlafstörungen

Beitragvon lordi » Di 25. Mär 2014, 21:56

Hier was Interessantes zum Thema Schlaf.

Focus, Nr. 08/14 17. Februar 2014

S. 86 „Nachtruhe auf Rezept“

„… wie Zolipidem oder Zaleplon … Auch die Z-Drugs können abhängig machen, aber das Risiko scheint geringer zu sein“, erklärt Schlafmediziner Wetter. Für die Z-Drugs liegen noch keine Ergebnisse aus Landzeitstudien vor.“
…..
„Zurzeit wird der neue Wirkstoff Suvorexant klinisch getestet. Bisher erwies sich die neue Substanz auch noch nach drei Monaten als wirksam und gut verträglich. Die US-Arzneimittelbehörde FDA will Suvorexant nur in der niedrigsten Dosis zulassen. …
„Das Medikament blockt das Hormon Orexin, welches ein potenter Wachmacher ist.“…“
Bei einigen Menschen wirkt es jedoch nicht.

S. 89 „Wahrheiten über Schlaf“

„Wie viel Schlaf ist gesund?“
… „Studien zeigen: Schlafen die meisten Menschen dauerhaft weniger als sechs oder mehr als acht Stunden, sterben sie früher und sind krankheitsanfälliger“, betont Dieter Riemann, Leiter der Abteilung Schlafmedizin am Universitätsklinikum Freiburg.“

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Re: Schlafstörungen

Beitragvon Remedias » Mi 26. Mär 2014, 18:47

„Wie viel Schlaf ist gesund?“
… „Studien zeigen: Schlafen die meisten Menschen dauerhaft weniger als sechs oder mehr als acht Stunden, sterben sie früher und sind krankheitsanfälliger“, betont Dieter Riemann, Leiter der Abteilung Schlafmedizin am Universitätsklinikum Freiburg.“
Stimmt. Ich schlafe 10 - 12 Stunden, wenn man mich lässt.
Es gibt eine Menge Medikamente, die als Nebenwirkung "Schläfrigkeit" haben: viele AD, viele NL, Antiepileptika, Opioide, aber auch Harmloseres wie einige Heuschnupfenmittel.
Da kranke Menschen häufiger Medikamente nehmen als gesunde, tritt bei ihnen auch häufiger die Nebenwirkung " vermehrter Schlaf " auf und sie sterben vermutlich auch früher als die Gesunden.
Kurzschläfer können vielleicht wegen Schmerzen nicht schlafen....

Wurde das aus der Studie rausgerechnet?

mit freundlichen Grüßen Remedias

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Re: Schlafstörungen

Beitragvon ruuni » Fr 11. Apr 2014, 17:46

Sagt man nicht immer, dass sieben Stunden Schlaf pro Nacht ideal sind? Aber wer macht das schon...

Ich schaff das nie. Schlafe fast immer weniger.
Der Mensch kann nicht in einem einzelnen Lebensbereich recht tun, während er in irgend einem anderen unrecht tut. Das Leben ist ein unteilbares Ganzes. - Mahatma Gandhi

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Re: Schlafstörungen

Beitragvon fluuu » Fr 11. Apr 2014, 18:34

Der Schlaf ist nach wie vor ein Mysterium mit geheimnisvollen Bereichen aus einer 'anderen Welt'.
In der Wissenschaft wird Schlaf gemessen und daraus Studien veröffentlicht die Zahlen angeben
was richtig und was falsch ist, so kommt auch der Durchschnitt von 7h zustande.
Das Bedürfnis nach Schlaf ist jedoch so individuell verschieden wie die Menschen auch.
Ich lege Wert darauf, dass Schlaf und Träume für die Seele zur Erholung ein abrücken in eine
andere Welt bedeuten und sich dieser Vorgang aktuell mit nichts belegen lässt und es somit auch
keine Zahl gibt die für alle gleichermaßen verbindlich ist.
Jedoch ist auch bekannt, dass eine Schlafstörung, insbesondere massiver Schlafmangel über längere
Zeit den Stoffwechsel im Gehirn so stark durcheinander bringen können, dass daraus eine akute
psychische Störung entsteht, besonders anfällig sind Menschen die schon krank gewesen sind.
Deshalb halte ich für ein gesundes Leben den persönlichen Rhythmus für entscheidend, auch beim
Schlaf, den sollte jeder selbst herausfinden und weniger die von der Wissenschaft gemessenen
Durchschnittswerte einfach übernehmen. Wie gesagt, der Schlaf und die Träume sind ein wunderbarer
Zauber für die Seele und keine rationale Rechenaufgabe, deren Ergebnis, wenn man richtig gerechnet hat,
stimmig ist und eine Lösung sich dadurch zwingend ergibt.
Dann kommt dazu, dass das Dösen nach dem Schlaf, nach dem Wecker klingeln, die meiste
Entspannung und Erholung für die grauen Zellen bringt, der sogenannte Halbschlaf aber
wer kann sich diesen Luxus in der Woche schon gönnen?
gruß fluuu

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Remedias
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon Remedias » Fr 11. Apr 2014, 20:03

hallo Ruunie,
Ich schaff das nie. Schlafe fast immer weniger.
kannst du nicht oder willst du nicht? :wink:
habe mal gelesen, dass wir eine Stunde weniger schlafen als vor 100 Jahren. Schuld sind die modernen Medien. Wenn ich einen Spielfilm abends gucke und der dauert bis 23 Uhr, aber ich muss um 5. 30 raus , dann habe ich auch zu wenig Schlaf.
Als ich in Südamerika auf dem Land war, war ich erstaunt darüber, dass die Bauern wirklich zwischen 8 und 9 ins Bett gingen ( es gab keine Elektrizität) Aufgestanden sind sie dann aber wortwörtlich mit dem Hahnenschrei ( ca. 4 - 5 Uhr morgens)
Sehe es aber wie @Fluuu, das es individuell ist: Wenn du mit weniger als 7 Stunden trotzdem fit, gesund und leistungsfähig bist, hast Du keinen Schlafmangel , und es ist egal, was Wissenschaftler dazu sagen.

Mit freundlichen Grüßen Remedias
( Vielschläferin und vom Tagesrhythmus her eindeutig eine "Eule")

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ruuni
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon ruuni » Do 24. Apr 2014, 15:14

@ Remedias: Ich kann einfach nicht "so viel" schlafen. Das ist wirklich belastend. Meistens schlafe ich nur 3 oder 4 Stunden pro Nacht und dann bin ich tagsüber immer recht unentpannt. Das nervt ziemlich. Bis jetzt hat nichts geholfen.

Für denn Fall, dass es gar nicht mehr geht, habe ich mir jetzt Zolpidem bei Medipolis bestellt. Aber meine Ärtzin hat mir auch zu einer kognitiven Verhaltenstherapie geraten, die unter Anderem die Schlafstörung in den Griff bekommen soll. Ich hoffe das hilft. :roll:

Vielleicht werde ich dann auch bald zur Vielschläferin, so wie du. :mrgreen:
Der Mensch kann nicht in einem einzelnen Lebensbereich recht tun, während er in irgend einem anderen unrecht tut. Das Leben ist ein unteilbares Ganzes. - Mahatma Gandhi

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Remedias
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon Remedias » Do 24. Apr 2014, 17:36

Hallo, Ruuni,
wenn Du dich auch müde fühlst, ist klar, das Du was tun solltest.
Ich weiß nur, das es individuell ist. Mein Vater ist ein Kurzschläfer, das ganze Leben lang nur 4-5 Stunden und trotzdem fit. Napoleon soll auch so einer gewesen sein....
ich schlafe immer und ich schlafe gerne.
Es gibt allerdings Dinge, die bei mir Schlaf beeinträchtigen , vielleicht ist ja was für Dich dabei.
- Kälte oder Hitze. wenn ich friere oder schwitze, schlafe ich schlecht.
- manche Medikamente. Abilify beispielsweise, wirkt bei mir wie kokain...
- Elektrosmog. Hört sich esoterisch an, aber ich muss bei mir im Schlafzimmer alles ausstöpseln. Im Krankenhaus konnte ich wegen des Fernsehers auf dem Zimmer nicht schlafen und deshalb Schlaftabletten nehmen.
- Schmerzen
- Völlegefühl ( ich schlafe schlechter, wenn ich abends etwas esse)
- Bässe aus Nachbarwohnungen. musik oder Krach stört mich weniger als diese Bässe. Die haben eine Frequenz, das ich wach bin.
- wenn ich das "Müdigkeitsfenster" übergehe , dann bin ich wieder wach und kann die Nacht durchmachen.

Was mir hilft:
- schlafen gehen, wenn ich müde werde ( Uhrzeit egal! Die Verhaltenstherapeuten werden dir sagen, dass du immer den gleichen Rhythmus haben solltest - aber das ist meines Erachtens kein Problem, es anders zu machen)
- nicht viel essen vorher
- Dunkelheit
- Stille
- relative Wärme. ( Wenn es mir zu kalt wird, verspannen sich meine Muskeln)

liebe grüße Remedias
-
-

lordi
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon lordi » Di 17. Jun 2014, 22:38

Du weißt wahrscheinlich dass Zolpicon/Zolpidem und Zopiclodura nach einiger Zeit süchtig machen können.
Ich musste früher immer mehr davon einnehmen und zum Schluss haben sie gar nicht mehr geholfen.

Kann dein Arzt dir nicht Antidepressiva verschreiben? Ich nehme Proneurin, das frühere Aponal. Allerdings habe ich auch eine schizo-affektive Störung.

Um 4 Stunden Schlaf ist bedenklich, Napoleon hin oder her - verrückt war der mit seiner Idee von der Weltherrschaft sowieso.

Ich bin durch weniger als 4 Stunden Schlaf erst depressiv geworden und dann psychotisch, allerdings spielte da auch beruflicher und familiärer Stress eine Rolle. Konzentriert geistig arbeiten konnte ich nicht mehr, man verliert die Konzentrationsfähigkeit und ist zu schlapp.

Du kannst es mit Lavendelduft oder 600 mg Baldrian Forte von Klosterfrau versuchen oder mit Entspannungs-CDs, aber wahrscheinlich hast du die Hausmittel schon alle durch.


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