Solian und die Dosierung

Hier hinein gehören alle Beiträge, die sich spezifisch auf sehr vielfältigen und oft sonderbar wirkenden dissoziativen Störungen bzw. Konversionsstörungen beziehen
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fluuu
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Re: Solian und die Dosierung

Beitragvon fluuu » Mi 23. Apr 2014, 11:08

Wenn es um Einweisung in die Psychiatrie geht währe zur Unterstützung nichts besser geeignet als der Liebespartner.
Er könnte mit Liebe überzeugen, dass es gut wäre sich in die professionellen Betreuung zu begeben und hätte gute Chancen,
nur leider beobachte ich häufig, dass der Partner meint er könne es besser als die Fachleute und hält den Betroffenen
eher zurück mit dem Argument unsere Liebe wenn sie nur doll genug ist löst alle Konflikte.
Meistens jedoch ist es nicht das altruistische Liebesgefühl was treibt sondern einfache Besitzansprüche und Eifersucht.
Sie treiben als eine Lüge den psychotisch Erkrankten dann noch tiefer in den Wahn und in eine chaotische Gefühlswelt.
Sicher, auf der Station einer Psychiatrie herrscht kühle Atmosphäre was die Gefühle angeht aber es heuchelt auch
niemand vom Personal eine Liebe die es nicht gibt um sich emotional zu bereichern wie es bei Angehörigen vorkommt.
Deshalb ist es für einen psychotisch betroffenen Menschen oft besser wenn er die familiäre Situation verlässt um
gesund zu werden und sich im stabilen Zustand wieder dazugesellt.
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Georg 123
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Re: Solian und die Dosierung

Beitragvon Georg 123 » Mi 23. Apr 2014, 23:03

Hallo Georg!

Ob mit oder ohne psychiatrischer Behandlung wäre es vermutlich ein heilsamer Schock für Deine Frau, wenn sie den Typen, um den sich ihr Liebeswahn dreht, zusammen mit einer anderen Frau sehen würde. Und zwar so, dass sie begreift, dass er bereits vergeben ist. Vielleicht hilft Wünschen manchmal ja doch noch.

Liebe Grüße

Laura
Hallo Laura,

der Herr aus 2007 dem die Psychose geschuldet ist hat wohl keine Lust auf einen Kontakt da es ja damals auch eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie gab und zuvor eine Anzeige wegen Stalking.


Gruß
Georg

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Laura
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Re: Solian und die Dosierung

Beitragvon Laura » Do 24. Apr 2014, 09:32

Hallo Georg!

Wie kam denn damals die Zwangseinweisung zustande? Infolge der Anzeige?

LG

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

Georg 123
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Re: Solian und die Dosierung

Beitragvon Georg 123 » Sa 26. Apr 2014, 16:03

Hallo Georg!

Ob mit oder ohne psychiatrischer Behandlung wäre es vermutlich ein heilsamer Schock für Deine Frau, wenn sie den Typen, um den sich ihr Liebeswahn dreht, zusammen mit einer anderen Frau sehen würde. Und zwar so, dass sie begreift, dass er bereits vergeben ist. Vielleicht hilft Wünschen manchmal ja doch noch.

Liebe Grüße

Laura
Hallo Laura,

ab das hilft kann ich mir nicht vorstellen, zudem bleiben ja noch Bilder (Papier) aus der Vergangenheit.....

Wenn ich mir dieses Forum so anschaue kommen mir Zweifel ob Solian wirklich gut ist denn der Profit steht fast überall an erster Stelle....

http://www.sanego.de/Absetzerscheinungen-bei-Solian

Kokain, Alkohol, Zigaretten etc. es kommt immer zu Entzugserscheinungen.......

Viele Grüße
Georg

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Remedias
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Re: Solian und die Dosierung

Beitragvon Remedias » So 27. Apr 2014, 16:51

Hallo georg,
ich glaube auch nicht, dass es hilft, das deine Frau den typen mit einer anderen Frau sieht. Im Liebeswahn gibt es dafür eine Menge Erklärungen: Die Andere erpresst ihn, sie hat ihn unter Drogen gesetzt etc.
Deine Frau muss auf jeden Fall raus aus der Psychose.
Solian ist aber nicht das einzige, was es gibt. ich kann allerdings bestätigen, was die Menschen auf SANEGO schreiben; das wirkliche Problem ist, dass es - obwohl es genug Fälle gibt - von Psychiatern systematisch nicht geglaubt oder totgeschwiegen wird.
Wie gesagt; ich schreibe jetzt nur als Patientin, gebe keinen ärztlichen Rat. ( ganz wichtig)
Ich bin der Neuroleptika-Prophylaxe gegenüber sehr kritisch. Sie wirkt nämlich nicht 100%. Der Erfolg liegt meines Erachtens nach bei 50 %. Das heißt aber auch, die andere Hälfte nimmt sie völlig umsonst und hätte entweder mehrere Psychosen oder aber auch keine.
Meiner Erfahrung nach wirken bei einer Psychose zwei Dinge am besten : Abschirmung vor Reizen UND Schlaf.
Das heißt, Beruhigungsmittel wie niederpotente Neuroleptika ODER Benzodiapine ( achtung, für manche Menschen Suchtgefahr) ODER Schlafmittel PLUS eine ruhige, fast langweilige Umgebung ; diese Kombination zeigt bei vielen Patienten Wirkung.
Könntest du deine Frau zu so etwas bekommen?

freundliche Grüße Remedias

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fluuu
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Re: Solian und die Dosierung

Beitragvon fluuu » Mo 28. Apr 2014, 10:33

Alle Dinge an die man sich gewöhnt hat können wenn sie nicht mehr da sind Probleme machen,
es entsteht ein Entzug der je heftiger ausfällt je stärker die einseitige Abhängigkeit war.
Da machen Medikamente, insbesondere welche die auf den Gehirnstoffwechsel wirken, keine Ausnahme.
Das ist der Grund warum vom eigenmächtigen Absätzen abgeraten wird, je umfassender dieser
Umgang im sozialen Netzwerk, auch mit Arzt und Therapeut, besprochen wird, um so weniger stark
wirkt sich eine einseitige Abhängigkeit aus. Kriegt das Gehirn für seinen guten Stoffwechsel viele
verschiedene positive Impulse ist das Medikament nicht mehr allein verantwortlich und das Reduzieren
oder Ausschleichen im Gespräch mit den Mitmenschen die Rückmeldung geben, funktioniert besser.
Jedoch ein Mensch der weiß, dass er gewisse seelische Defizite hat und damit umgehen kann wird
ein Medikament als Ausgleich akzeptieren und damit völlig gesund den Alltag leben ohne Nebenwirkung.
Ein Medikament, insbesondere Neuroleptika die direkt im Gehirnstoffwechsel wirken, sind nur ein
stoffliches Hilfsmittel wie Essen und Trinken auch, um gesund zu bleiben und zu überleben.
Jedoch wie bei Essen und Trinken auch kommt es auf die Dosierung an, sie sollte genau beratschlagt,
diskutiert und letztlich für gut befunden werden um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Lässt man sich etwas vom Psychiater aufschreiben weil man ihm die Ohren vollgejammert hat der
schlimmen psychischen Symptome wegen und schluckt es dann wiederwillig obwohl wenn man bei
der Wahrheit bliebe es gar nicht bräuchte, oder etwas ganz anderes, dann sind Nebenwirkungen
logischer Weise vorprogrammiert.
Natürlich ist die Einnahme von Psychopharmaka hauptsächlich mit dem psychologischen Hintergrund
zu sehen, das lässt sich nicht trennen, das ist bei der Homöopathie noch verstärkt, nur ist dort der
Wirkstoff anders.
Bei Solian finde ich im Vergleich zu vielen anderen Neuroleptika den Namen wohlklingend,
es klingt nach Sanftheit für die Seele.
gruß fluuu

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Remedias
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Re: Solian und die Dosierung

Beitragvon Remedias » Mo 28. Apr 2014, 19:28

Hallo Fluuu,

ist jetzt OT, aber
Bei Solian finde ich im Vergleich zu vielen anderen Neuroleptika den Namen wohlklingend,
es klingt nach Sanftheit für die Seele.
mein Lieblingsname bei den Medikamenten ist in der Tat "Lyrica". :wink: Allein wegen des Namens habe ich es immer gut vertragen.
Und eine Psychologin hat in der Tat mal gemeint, man sollte "Seroquel" besser "Seroquell" ausprechen, so wie "Quelle" und nicht wie so gerne "Seroquäl" :mrgreen:

liebe Grüße Remedias


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