Schluck- und Atembeschwerden

Hier hinein gehören alle Beiträge, die sich spezifisch auf sehr vielfältigen und oft sonderbar wirkenden dissoziativen Störungen bzw. Konversionsstörungen beziehen
Jackie
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Schluck- und Atembeschwerden

Beitragvon Jackie » Sa 6. Jan 2007, 15:27

Hallo miteinander,

ich suche jemanden zwecks Erfahrungsaustausch mit Schluck- und Atembeschwerden. Wer hat lust sich auszutauschen?

Mich quälen diesen Beschwerden schon seit 9 Jahren. Angefangen mit Schluckbeschwerden. Fing an nach etwa einem 1/2 Jahr nach meiner Psychose. Konnte plötzlich nichts mehr essen, bzw. nichts mehr runterschlucken. Nahm dadurch unfreiwillig 10 kg ab. Hatte das Gefühl ersticken zu müssen. Das hat jetzt Gott sei Dank aufgehört, dafür habe ich aber seit 5 Jahren Atemprobleme nachts. Muss mich ständig aufrichten, weil ich im liegen nicht mehr atmen konnte. Keine Ahnung, woher das kommt. Ärztin meinte es wäre psychovegetativ, eine andere meinte gar das wäre ein "Hysterisches Symptom". Das nutzt mir alles nichts. Man kann einfach nichts dagegen machen.

Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht? Würde mich auf Antworten freuen.

Gruß - Jackie :)

tönchen
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Beitragvon tönchen » Mi 17. Jan 2007, 15:23

hallo!


ich habe deinen beitrag gelesen, und muss sagen, er hat mich nachdenklich gestimmt.......ich hab mich nämlich daran erinnert, dass ich die von dir beschriebenen schluckbeschwerden im alter von ca. 8 jahren hatte, der arzt meinte damals, ich hätte wohl eine "enge speiseröhre"....aber ich glaube nicht, dass mein problem damals organisch war.ich war vielmehr wie gelähmt.war ein schlimmes gefühl, ich erinnere mich genau.
aber psychotisch war ich noch nie.
und atembeschwerden u.ä.(z.b. ein ständiges übelkeitsgefühl, sobald ich ins bett gegangen bin) hatte ich dann in jugendlichem alter, ich konnte nur fast aufrecht schlafen.oder gar nicht. ich hab nächtelang auf der loggia verbracht und musste alle 10 minuten aufs klo, vor lauter nervosität und angst....


grüsse, tönchen

Jackie
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Schluck- und Atembeschwerden

Beitragvon Jackie » Mi 17. Jan 2007, 15:43

Hallo Tönchen,

das klingt aber ziemlich traurig. Bei der Gelegenheit denke ich auch gerade an meine Kindheit zurück. Mir fällt auf, dass ich diese Atembeschwerden auch schon als kleines Kind hatte. Ich erinnere mich noch, als ich mit meiner Mutter vor dem Tannenbaum stand und plötzlich keine Luft mehr kriegte. Ich sagte ihr das auch. Aber sie meinte nur: "Ich solle mich nicht so anstellen".

Wer weiß, vielleicht liegen dort die vielen Wurzeln tief begraben.

Auf jeden Fall ist es äußerst unangenehm und man kann eigentlich nichts dagegen machen. Nur abwarten.

Gruß - Jackie :sad:

Jackie
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Schluck- und Atembeschwerden

Beitragvon Jackie » Sa 24. Feb 2007, 08:23

Hallo Rumpelstilzchen,

der Name ist übriges sehr süß.

Ich dachte auch, dass die Schluckbeschwerden von den NL herrühren. Aber die schlauen Experten stritten damals (vor 10 Jahren) alles ab, es könne nicht davon kommen. Trotzdem setzte ich das damalige NL Leponex ab, aber die Symptome blieben. Sie haben sich nach ganz langer Zeit zurückgebildet, heute habe ich so gut wie keine Schluckbeschwerden mehr.

Es bleibt weiterhin unklar, ob dies krankheitsbedingt oder durch Medikamente verursacht wurde. :?:

Gruß - Jackie :)

Jackie
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Schluck- und Atembeschwerden

Beitragvon Jackie » Sa 3. Mär 2007, 02:01

Hallo Rumpelstilzchen,

ich habe mir auch letztes Jahre beide Bände "Schöne, neue Psychiatrie" besorgt. Auf der einen Seite wird schonungslos alles aufgedeckt, was sehr gut zu wissen ist, auf der anderen Seite braucht man für diese Bücher sehr starke Nerven. Wenn man diese Bücher durch hat, ist man erst einmal fertig mit dem Rest der Welt. :shock: Ich war so schockiert, dass ich da für lange Zeit da nicht mehr reingeschaut habe. Ich habe nur die positiven Aussagen unterstrichen und lese nur die, wenn's mal wieder an der Zeit ist.

Aber das ist schon interessant. Ich denke auch, dass die Schlucksymptome von den NL herrühren. Es wird ja auch in dem Buch beschrieben über Tod durch ersticken etc. Ich will's nicht weiter ausführen, sonst kriege ich wieder die Krise. Ich bin nur froh, dass sich diese Beschwerden einigermaßen zurückgebildet haben.

In diesem Sinne, einen schönen Tag noch.

Viele Grüße - Jackie


:D

Jackie
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Schluck- und Atembeschwerden

Beitragvon Jackie » Do 8. Mär 2007, 09:34

Liebs Rumpelstilzchen,

ich komme momentan leider nicht jeden Tag dazu ins Forum zu schauen, deshalb heute erst meine Antwort.

Das ist ja einfach furchtbar entsetzlich! Du musst die absolute Hölle durchlitten haben! Ich kann Dir das gut nachfühlen. Ich weiß auch wie schrecklich das ist, wenn man nicht mehr schlucken kann und die Muskulatur völlig verrückt spielt. :shock:

Nun bin ich gerade bei Reduzieren von Zyprexa, bin im Moment auf 3,75 mg, was schon fast gar nichts mehr ist. Aber dennoch, gestern z.B. bekam ich wieder ganz massive Schluckbeschwerden in Verbindung mit Herzrasen, Blutdruckanstieg, Angstzustände usw. Das ging etwa eine 3/4 Stunde so und ich war fast schon wieder am Ende mit meinen Nerven. Seltsamerweise gibt sich das nach einer gewissen Zeit wieder und kommt dann wieder immer in Intervallen. Wellenartig, durch das allmähliche Nachlassen der neuroleptischen Dämpfung. Ein Neuroleptisches Syndrom wurde allerdings bei mir ausgeschlossen. Es wird nach wie vor behauptet, es sei psychisch. Ich kann leider nicht ganz genau beurteilen, welche Aussage nun wirklich stimmt. Denn diese Schluckbeschwerden bekomme ich immer, wenn ich Angstzustände habe. Aber trotzdem kann das auch medikamentös verursacht sein.

Ich habe jetzt noch keine Zeit gehabt Deine Postings alle durchzulesen. Deshalb eine Frage - Bist Du runter von NL, oder nimmst Du noch etwas ein? Wie gehst Du mit Deinen Beschwerden um, wenn du noch welche hast?

Viele Grüße - Jackie :)

devasya
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Re: Schluck- und Atembeschwerden

Beitragvon devasya » So 11. Mär 2007, 10:11

Ich bin grade dabei, Zyprexa auszuschleichen. Leider ohne Hilfe, da mein Psychiater sowie auch meine Familie mich in meinem Vorhaben NICHT unterstützen. Ich bin eigentlich ein Mensch, der nicht viel von Medikamenten hält. Trotzdem habe ich mich damals vor zwei Jahren überreden lassen, mit Zyprexa zu beginnen.

Ich wusste gar nicht, dass diese Schluckbeschwerden vom Absetzen vom Zyprexa kommen können.

Ich hab zuerst 10 mg genommen, jetzt bin ich bei 5 mg. Und ich muss hart an mir arbeiten, da die Absetzsymptome echt krass sind. Noch hält es sich in Grenzen, doch ich habe Angst, dass das alles mit der Zeit schlimmer werden wird.

Bei mir kommt hinzu, dass ich Phasen erlebe, wo ich extremen Brechreiz bekomme. In solchen Momenten "funktioniert" das Schlucken bei mir nicht mehr. Manchmal kommt es auch vor, dass ich keine Brechreiz habe, doch Schwierigkeiten mit dem Schlucken habe. Vor allem beim Trinken. Da muss ich immer höllisch aufpassen, dass ich mich nicht verschlucke... auch beim Essen habe ich manchmal so meine Schwierigkeiten... ich tu mir meistens nur ganz wenig auf die Gabel und schau, dass ich das Essen irgendwie runterschlucken kann...

...kommt das alles vom Absetzen vom Zyprexa?

Ich erfahre irgendwie immer mehr von diesem Medikament...leider nichts gutes muss ich sagen...wenn ich DAS alles gewusst hätte, hätte ich mit diesem Zeug NIE begonnen, ehrlich...

Liebe Grüße,
Michaela
"Ich fühle mich manchmal wie ein Regentropfen, der zuerst frei den Himmel hinabfällt, um dann in abertausend Kristalle zu zerbrechen"

devasya
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Re: Schluck- und Atembeschwerden

Beitragvon devasya » So 11. Mär 2007, 15:00

Jackie hat geschrieben:
ich habe mir auch letztes Jahre beide Bände "Schöne, neue Psychiatrie" besorgt.
Darf ich dich fragen, wie der Autor/die Autoren dieser Bände heißen? Ich würde beide Bände gerne im Internet bestellen...

Liebe Grüße,
Michaela
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devasya
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Beitragvon devasya » So 11. Mär 2007, 18:30

Roddick hat geschrieben:Hi devasaya!

Der Autor dieser beiden Bücher ist so glaube ich "Peter Lehmann"!


lieber Gruss Rod
Danke :)

Lieber Gruß,
Michaela
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Talia
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Beitragvon Talia » Sa 3. Mai 2008, 18:09

hallo
ich habe das problem dass ich durch dissoziative krampfanfälle habe,beim schlucken krampfe und dann nicht mehr richtig atmen kann,dass führt dann dazu dass ich hinterher noch hyperventilliere,wozu ich aber generell neige.es wurde aber ausgeschlossen dass es von den medis kommt.ich hatte es ja acuh schon bevor ich medikamente bekam.natürlich gibt es da ähnliche nebenwirkungen und es gibt auch die dyskenien..da habe ich sogar auch mal eine gehabt.die wurde aber mit medis ausgeglichen ein arzt wenn man ihm etwas schildert,kann sehr gut unterscheiden,was eine dissoziation und was nebenwirkungen sind.dazu macht er ja dann,eeg,mrt und so weiter und er kann dann anhand des sachverhaltes auch unterscheiden,dass haben die ja schließlich gelernt.es ist aber gut immer nachzufragen um erstmal ausschließen zu können dass es eine organische störung ist.
libe grüße talia

Talia
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Beitragvon Talia » Sa 3. Mai 2008, 18:19

nochmal hallo,
gegen diese problematik bekomme ich medikamente die mir sehr gut helfen.bei mir würde es ohne sie gar nicht gehen,wegen der dyskenien wurde die dosis angepasst und sie sind zurückgegangen.ich denke man muss abstriche machen,was hilft mehr medis absetzen oder mit den dyskenien auskommen.ist denke ich eine ethische frage die jeder selbst beantworten muss.für mich selbst ist die bessere entscheidung die medikamente weiter zu nehmen,es geht gar nicht ohne.ich habe versucht sie abzusetzen,da ging es mir so dass ich sie freiwillig wieder höher setzen lassen habe.ich würde keinem sagen nimm sie nicht oder nehm sie...ich kann beide seiten aufzählen und beide verstehen.aber letzendlich muss jeder selbst die entscheidung treffen und ggf mit konsequenzen leben.was dann halt für einen selbst das bessere ist
liebe grüße talia

Inkognito
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Beitragvon Inkognito » Mo 12. Mai 2008, 23:07

Hallo Jackie,

Nimmst du denn Medikamente ?

bei mir ist das so, wenn ich versucht habe mein Medikament, damals habe ich Zyprexa genommen, zu schnell abzusetzen, hatte ich auch Atembeschwerden bekommen, teilweise war es unerträglich und ich bin fast durchgedreht. Habe ich dann wieder die Pillen eingeworfen, gings mir schlagartig besser. Meine Vermutung ist, das die Pillen, Neuroleptika, eine Beruhigende Wirkung haben und wenn man sie nicht nimmt, dann denkt der Körper, oh, irgendwas fehlt mir, ich muss jetzt Panik schieben. Inzwischen nehme ich Risperidon, 1mg, und habe es jetzt fast einen Tag lang nicht genommen und hatte auch Atembeschwerden. Ich glaube das man sie ganz langsam absetzen sollte, wenn man das vorhat. Damit sich der Körper daran gewöhnen kann.
Ich habe auch lange gebraucht bis ich eine halbwegs plausible Erklärung dafür hatte, wie Medikamente und Atmen zusammen hängen können.
Die Schluckbeschwerden habe ich manchmal auch, meistens Nachts.


Tommi

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Hallo

Beitragvon EMU12 » Mo 9. Jun 2008, 13:51

Das hoert sich ja alles schlimm an. Erzaehlt mal den Aerzten das ihr Astma habt und unbedingt eine Astmapumpe braucht und dann wird das schon besser werden.
Habe selber 2. Seit dem ich weniger einer dieser NL's nehme habe ich auch weniger Probleme. Mit 4mg war das schlimm, da bin ich in Panik geraten und musste staendig diese Pumpen nehmen.

Also ihr habt dadurch wahrscheinlich Astma!!!!!!!!!!!!!!

Kekskrümel
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Beitragvon Kekskrümel » Mi 13. Aug 2008, 16:03

Hallo!

Ich hab mir jetzt überlegt, dass ich überall poste, wo ich auch meine Erfahrungen gemacht habe. Sozusagen als Sammlung für alle, die auf der Suche nach sich selbst sind.

Ich hatte mal Schluckbeschwerden mit ca. 16. Das hielt ein paar Monate an. Mir wurde übel, wenn ich Essen im Mund hatte und musste mich beim Schlucken fast übergeben. Hatte ganz große Angst, dass es schlimmer wird und nichts mehr drinbleibt.
Das war damals in einer persönlichen sowie beruflichen Krise. Ich gehörte da nicht hin und nichts machte Spaß; hatte das Gefühl, massiv Schaden zu nehmen...Konnte es aber auch nicht ändern.

Ein paar Monate zuvor (fällt mir gerade ein) musste ich eine Entscheidung treffen, von der das Leben des wichtigsten Menschen meines Lebens abhing. Ich konnte das nicht. Es wäre mein Leben für seins gewesen oder andersrum. Nur dass ich ohne ihn nicht hätte leben können.
Ich aß 6 Wochen fast nichts. Hatte starke Migräne, Schwächeanfälle, Schweißausbrüche. Man hätte den Krankenwagen rufen können...
Ich entschied mich für sein Leben. Ich fing langsam an, wieder zu essen.
Gut gings mir mit meiner Entscheidung nicht, aber wir konnten beide leben.

Spitfire
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Beitragvon Spitfire » Sa 16. Aug 2008, 00:06

In meiner Prodomalphase, habe ich auch oft nicht schlucken können und hatte ich panische Angst davor überhaupt nicht mehr Schlucken zu können.
Aber seit dem ich Solian nehme ist das völlig weg.


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