Reaktion auf Schilderung traumatischer Erlebnisse (TRIGGER-WARNUNG)

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Feuerchen
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Re: Reaktion auf Schilderung traumatischer Erlebnisse (TRIGGER-WARNUNG)

Beitragvon Feuerchen » Sa 20. Aug 2016, 16:38

Hallo Mamschgerl,

Prima, dass Katze gut versorgt ist.

Ich kann verstehen, dass das ambivalent ist mit der Rente anhand Deiner Schilderung. Und wer will schon abhängig sein, Mamschgerl?
Dass da auch eine Welt sich ganz stark verändert und man damit erst mal klar kommen muss, weiß ich aus eigener Erfahrung.
Dass dann auch Ratlosigkeit sich einstellt und die Tatsache " ich weiß grad gar nicht, wie ich mich fühle" , ist wohl auch der PTBS geschuldet und auch von dem vielen Neuen, an das man sich gewöhnen muss.
Ganz ehrlich, - das schlechte Gewissen musst Du nicht haben in Bezug auf Deinen Sohn. - Wir versuchen immer zu jeder Zeit das Beste zu geben. Und das hast Du auch! - Nur dadurch habt ihr auch einen gewissen Lebensstandard gehabt und wäre der nicht gewesen, hätten sich wahrscheinlich auch psychische Probleme eingestellt, weil der Lebensstandard nicht da gewesen wäre. Und sei froh dass Du voll gearbeitet hast, sonst sehe Deine Rente noch geringer aus, als sie wahrscheinlich jetzt ist.
Ehrlich...es ist leicht sich die Schuld zu geben. Aber Du solltest lernen auch für Dich Mitgefühl zu entwickeln. Wenn das, was Dir passiert ist, Deiner bestern Freundin passiert wäre, - was würdest Du ihr sagen? - Würdest Du ihr auch Vorwürfe machen? Ganz ehrlich? Lerne es Mitgefühl für Dich selber zu entwickeln!

Und hilflos, machtlos zu sein, ist laut meinem Psychiater das Gefühl, das die meisten Menschen am Schlimmsten finden.
Sich selber hassen bringt echt nichts. Hast Du nicht alles gegeben was Du geben konntest? - Was willst Du denn noch mehr?... Der Sohn hat Dich trotzdem als Anlaufstelle. Er kann doch zu Dir kommen, denn Du liebst ihn doch. (Oder sehe ich das falsch?)
Und wenn Kinder psychische Probleme haben, muß nicht zwangsläufig Mutter und Vater schuld sein. Auch die Kinder selber tragen einen Teil dazu bei. Deshalb geht man ja auch in Therapie um evt. Fehlverhalten mit Hilfe anderer zu korrigieren und Neues zu lernen.
Rede mit ihm, ob er auch das Gefühl hatte zu wenig versorgt, oder geliebt worden zu sein. Frage ihn, wie er es sich gewünscht hätte.
Frage ihn weiter, was Du heute, jetzt dazu beitragen kannst, dass er ein gutes Gefühl hat. Und bitte... Du liebst ihn... das ist das Wichtigste...zeig es ihm.
Wenn Tränen kommen, Mamschgerl, lass sie kommen. Meine Großmutter hat dazu immer gesagt: Jede Träne verhindert eine Krankheit.

Zu Deinem Partner... Du fragst Dich, wieso er es so lange bei Dir aushält und warum und das freiwillig... Das kann ich Dir sogar sagen, Mamschgerl: Erstens, weil Du ein liebenswerter Mensch bist und weil er Dich liebt. Ich nehme an, dass er von dem Hintergrund (PTBS) weiß und dass er Verständnis aufbringt und hat für Deine spezielle Situation.
Du kannst ihm das ruhig einmal sagen, dass Du Dich das fragst. Er wird Dir sicherlich eine liebevolle Antwort geben.
Ach ja, Mamschgerl, - das war eigentlich eine Info dass ich das mit der Mail machen werde...Habe Dr. Engels eine Mail geschrieben, aber auch noch keine Rückmeldung erhalten. Evtl wäre telfonieren besser und schneller (Telefonnummer steht im Impressum)

Jetzt habe ich noch einen Gedanken, den ich Dir gerne mitteilen wollte.

Eigentlich ist das Inlines Thread. Durch die Missverständnisse ist der Thread in Deine Belange gerutscht. Ich weiß jetzt nicht, in wie weit das Inlines stört und ob sie noch mitliest. Vilelleicht solltest Du ein neues Thema von Dir aufmachen. Ich werde, wenn ich kann, auch dort antworten.

Und zu Inlines möchte ich sagen, dass sie gerne weiter berichten kann, wenn sie das möchte!

Liebe Grüße
Feuerchen

mamschgerl
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Re: Reaktion auf Schilderung traumatischer Erlebnisse (TRIGGER-WARNUNG)

Beitragvon mamschgerl » Sa 20. Aug 2016, 18:12

liebes feuerchen,
du hast recht, mal wieder, so langsam wird`s echt peinlich :oops: ich habe also eine neues thema erstellt, wer will, kann dazu seine eigenen selbstbeobachtungen beitragen.
im übrigen danke ich dir wirklich für deine worte und es schmerzt, wie gut du es eigentlich meinst und daß ich dennoch nicht das empfinde, was du glaubst. wir unterscheiden uns da wohl sehr, ich sehe nur das schlechte während du irgendwie immer noch das gute herausholen willst.

hallo inlines,
also, um dem anfänglichen eintrag noch etwas beizusteuern, braucht es von meiner seite, glaub ich, nicht mehr viel.
ich kann auch da wieder nachempfinden, da ich dieses gefühl der nichtbeachtung kenne bzw. der art und weise, eigene wichtige empfindungen herauslassen zu wollen und dabei gehindert zu werden. ich bin quasi so aufgewachsen, psychisch wie physisch.
meine wut auf solche verhaltensweisen ist daher ziemlich, ziemlich groß und in anbetracht dessen, daß du ebenfalls unter ptbs leidest, aus meiner sicht eben absolut unprofessionell und sogar gefährlich von seiten der ärzte, so zu reagieren.

also, nichts für ungut, wie man so schön sagt, ich wollte eigentlich auch nicht, daß es von meiner seite so ausartet.
ich hoffe, dir geht`s gut soweit möglich?

liebe grüße
mamschgerl

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Feuerchen
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Re: Reaktion auf Schilderung traumatischer Erlebnisse (TRIGGER-WARNUNG)

Beitragvon Feuerchen » Mo 22. Aug 2016, 16:32

Bitte das zu entschuldigen...habe gerade kaum Zeit zu schreiben.
Ab Morgen bin ich eine Woche lang auf einem Lehrgang und weiß nicht, ob ich Dir in dieser Zeit antworten kann.
Wollte Dir aber unbedingt darüber Bescheid geben.

Liebe Grüße
Feuerchen

mamschgerl
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Re: Reaktion auf Schilderung traumatischer Erlebnisse (TRIGGER-WARNUNG)

Beitragvon mamschgerl » Mi 24. Aug 2016, 07:05

hallo feuerchen,
danke fürs bescheid geben. ich wünsche dir gutes lernen oder lehrst du?

l.g. mamschgerl

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Re: Reaktion auf Schilderung traumatischer Erlebnisse (TRIGGER-WARNUNG)

Beitragvon inlines » Mi 24. Aug 2016, 10:44

@mamschgerl: Das ist doch kein Problem. Ihr habt das doch gut gelöst... Das Schreiben zu dem Thema fällt mir im Moment schwer, da ich lieber nicht mehr daran denke, was da passiert ist. Nur soviel vielleicht: Die Oberärztin hat mir durch die Blume signalisiert, dass die Vorbereitung auf das Gespräch, auch aus ihrer Sicht, eher schlecht gelaufen ist.

LG Inlines

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Re: Reaktion auf Schilderung traumatischer Erlebnisse (TRIGGER-WARNUNG)

Beitragvon mamschgerl » Mi 24. Aug 2016, 14:45

hallo inlines,
das ist doch super für dich, denn das muß dir doch sicherheit geben bezüglich deiner empfindungen.
da man nie weiß, ob man angemessen reagiert hat, ist das doch das beste, was passieren konnte.
ich finde, daß dadurch das selbsvertrauen wieder einen guten schub bekommen hat.

da du dich zu deinem thema nicht mehr äußern möchtest, frag ich diesbezüglich auch nicht mehr nach bzw. halte jetzt auch meinen mund.

vielleicht "hört" man ja in anderen themen voneinander?

l.g. mamschgerl

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Feuerchen
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Re: Reaktion auf Schilderung traumatischer Erlebnisse (TRIGGER-WARNUNG)

Beitragvon Feuerchen » Mo 29. Aug 2016, 17:07

mamschgerl hat geschrieben:
im übrigen danke ich dir wirklich für deine worte und es schmerzt, wie gut du es eigentlich meinst und daß ich dennoch nicht das empfinde, was du glaubst. wir unterscheiden uns da wohl sehr, ich sehe nur das schlechte während du irgendwie immer noch das gute herausholen willst.
liebe grüße
mamschgerl
Liebe Mamschgerl,

Vielen Dank für Deine lieben Worte. - Ja, ich meine es schon gut. Und natürlich, kann es sein, dass Du etwas anderes empfindest, als ich glaube.
Du siehst das im Übrigen richtig, das ich immer noch das Gute herausholen will, egal wie mies es gerade ist.
Weißt Du, wir lernen ganz schnell immer alles negativ zu sehen. Ich auch! - Nur bringt mir das auf Dauer nur Leid! Und das prägt sich so viel schneller ein, als das, was positiv ist.
Die "andere, positive" Sichtweise kann ich aber lernen. Ich kann versuchen mich selber immer zu fragen, was denn an der Sache noch Gutes ist und da mein Augenmerk drauf zu lenken. -
Mamschgerl, ich hatte mal Zeiten, in denen nichts gut war. Das Einzige, was mir wirklich noch angenehm erschien, waren damal eine Tasse Kaffee zu trinken. Und das habe ich bis zum Erbr*chen dann gemacht damit ich überhaupt ewas positives erleben konnte. Das machte ich, bis ich lernte auch achtsam zu sein, und mich am Tag öfter zu fragen, was war heute überhaupt gut, was hat mir wohl getan und was hat mir Freude bereitet. Das war aber ein Prozess, Mamschgerl, der mehrere Jahre gedauert hat. Und irgendwann lernte ich sehen, dass viel Gutes auch am Tag passiert, mein Augenmerk aber nicht darauf gerichtet war. Und je mehr ich mich auf das positive konzentrierte, desto mehr positives erlebte ich. Und so wandelte sich auch mein leben ins Positive

Und das wünsche ich Dir echt auch!

PS.: - Nein ich lehre nicht. Ich lerne!

Liebe Grüße
Feuerchen


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