wie soll ich mich entscheiden?

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Feuerchen
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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon Feuerchen » Di 8. Jun 2010, 21:48

Hallo Acheron,

Das finde ich klasse, dass Du dich für Therapie entschieden hast... Es ist ja nicht leicht, das anzugehen... Laß Dir Zeit... Schrittchen für Schrittchen...
Ich denke, die ganzen Achtsamkeitsübungen, Tresorübung, innerer sicherer Ort sind einfach Übungssache...Je öfter man es geübt hat, desto leichter kann man sie auch herholen wenn Notzeiten aufbrechen.

Das Buch ist nicht speziell gegen Trauma.... Es beinnhaltet einfach Schritte um sein Leben eine andere Richtung zu geben...
Dabei verwertet sie Erfahrungen aus der Traumatherapie... und sie ist selber eine Therapeutin, die traumatische Erfahrungen hinter sich hat...Sie weiß daher, wovon sie redet!...
Wie gesagt, man kann im Internet Probelesen... Da stehen die Inhaltsangaben drin... Und wenn Du die Überschriften angeschaut hast, kannst du vielleicht sagen, obs Dich das Buch interessiert.

Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Therapie...
Es wäre schön, wenn wir immer mal wieder von Dir hören, wie es Dir geht...

Liebe Grüße
Feuerchen

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Laura
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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon Laura » Di 8. Jun 2010, 23:10

Liebe acheron,

das hört sich doch nach einer guten Wendung an. Und schön, dass dieser eine Arzt mit Deiner Therapeutin gesprochen hat und eine neue Chance hergestellt hat.

Den Umstand, dass eine Therapiestunde immer dann aufhört, wenn man sich gerade warmgeredet hat, dafür braucht's wohl Übung, um ihn besser zu händeln. Vielleicht sind ja auch mal längere Termine möglich und zum Ausgleich dann in etwas längeren Abständen.

Dass Du mich auf die elterliche Erziehung und ihren Einfluss auf ein unerreichbares Idealbild von sich selbst, was ich eher dem Fernsehen zuschrieb, gebracht hast, damit hast Du möglicherweise auch ins Schwarze bei mir getroffen. Denn meine Eltern waren wirklich von der Sorte, dass ihr einziges Kind es auf jeden Fall mal besser haben sollte. Wie man mit Konflikten umgeht, haben sie mir weder vorgelebt noch sonstwie brauchbare Ratschläge gegeben, sie waren in Konfliktsituationen selbst fast immer in der unterlegenen Position, aber haben sich wohl immer gewünscht, dass wenn sie selbst schon so graue Mäuse sind, wenigstens ich es mal zu einer schillernden Person bringen würde.

Alles Gute für den großen Packen, den Du Dir nun vorgenommen hast und dass Du all den überflüssigen Ballast mit Hilfe der Therapie irgendwann loswirst.

Liebe Grüße

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon Laura » Mi 9. Jun 2010, 09:51

Wieso???? Ich denke, Igor regelt alles für Dich???? Hat dessen Sonderzug aus Novosibirsk heute etwa Verspätung und Klein-kleinbuchstabe hat noch niemanden zum Spielen gefunden????
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acheron
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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon acheron » Mi 9. Jun 2010, 19:22

Hallo Laura und ihr anderen , die ihr mir ganz viel geholfen habt ,

heute hatte ich einen Praktikumstag in einem Hotel . Der Träger ist ein Verbund für Psychisch kranke Menschen . Ich habe jetzt schon das zweite Mal dort gearbeitet und man hat mir heute angeboten , nach der TK dort eine berufliche Wiedereingliederung zu machen und wenn ich mich gut anstelle , wollen sie mich als ganz normale Angestellte übernehmen - Jipppiiiiieh ! Womit hab ich so ein Glück verdient ? Ich hab die ganze Heimfahrt geheult , aber vor Erleichterung , dass die Dinge sich allmählich regeln . Die Leute von dem Verein helfen mir auch beim Umzug !Ich fühle mich , als würde ich gleich abheben müssen vor Freude .
Hatte heute auch wieder schlimme Flashs , aber trotzdem überwiegt heute eindeutig mal das Gute ! Vielleicht kommt nun endlich ein Mal ein wenig Ruhe in mein sonst immer so extrem aufregendes und unsicheres Leben , das wäre mein größter Wunsch .

Liebe Grüße und vielen Dank für eure liebe Hilfe !

Acheron
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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon Laura » Mi 9. Jun 2010, 21:19

Hi acheron!

Nett bleiben, trotz Horrorgedanken im Kopf, lohnt sich halt doch! Ist doch schön zu hören, dass jemand belohnt wird, wenn er zwar lange gelitten hat und noch leidet, aber nicht auf den Aggro-Zug aufgesprungen ist. Qualität setzt sich halt doch immer wieder durch!

Liebe Grüße und ich wünsche Dir nun bessere Zeiten, auch was das Arbeitsleben angeht!

Laura
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Feuerchen
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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon Feuerchen » Mi 9. Jun 2010, 21:54

Hallo Acheron...

Das finde ich ganz toll, dass es für dich an der Arbeitsstelle so super aussieht... Da freu ich mich echt für Dich!!! Und daß auch für den Umzug gesorgt wird.... Klasse!!!

Ich wünsche Dir auch weiterhin ganz viel Erfolg und dass für Dich glückliche Zeiten anbrechen und Du das auch mit den Flashs noch hinbekommst!

Alles Liebe
Feuerchen

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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon Laura » Mi 9. Jun 2010, 23:19

@kleinbuchstabe: Wieso werde ich bei Dir das Gefühl nicht los, dass viele Deiner Posts einen spöttischen bis zynischen Anhauch haben und Dir es, dafür, dass es Dir nicht gut gehen kann, immer noch recht gut geht, denn Probleme ernst nehmen ist nicht Dein Ding, jedenfalls nicht die anderer Menschen. Oder Du bist einfach schon so verzettelt in Deinem Misstrauen und warst im rl zu oft der Außenseiter, dass Dir der Glaube abhanden gekommen ist, dass Güte tatsächlich gut tun kann, wenn man sie erfährt. Nur so wie Du Dich hier benimmst, machst Du es anderen schier unmöglich, Dir freundlich zu begegnen, denn andere haben auch nur ihr begrenztes Nervenkostüm. Die übliche Verfahrensweise ist, Dich links liegen zu lassen. Dann wirst Du immer penetranter bis Du so ausfallend wirst, dass FE Dich sperrt und dann registrierst Du Dich halt unter neuem nick und nervst munter weiter. Du benimmst Dich grad mal wie rotziger Jugendlicher, was für Deine Paarundvierzig einfach nur uncool ist. Als "jung geblieben" im positiven Sinne würde ich das nicht bezeichnen. Ja, sicher, irgendwie hast Du schon ein besonderes Talent für Humor und ein Gespür für das Absurde, leider missbrauchst Du es in diesem Forum häufig, indem Du förmlich darauf aus bist, Witze genau im falschen Moment anzubringen. So, als würdest Du so cool über allem stehen. DU bietest ja schlauerweise keine Angriffsfläche und erzählst so gut wie gar nichts über Dich, da Du ja sehr genau weißt, dass man besonders getroffen werden kann, wenn man sich irgendwo mit einer Schwäche outet. Nur, wenn Du das weißt, wieso praktizierst Du das dann selber? Ist das der einzige Fun, den Du noch haben kannst?

Was hast Du von Deiner angeblichen Narrrenfreiheit? 'nen Fanclub hast Du hier nicht gerade, falls es das ist, was Du Dir wünscht. Du kriegst doch weitaus mehr Kritik als Lob von Usern. Was ist denn sooooo toll daran, sich zu beweisen, wie toll man Kritik aushalten kann und wie tough man ist, dass man sich einfach immer wieder neu hier einloggt, wenn man gesperrt wurde?

Ich steig jetzt mal um auf sarkastisch: Egal, was für Probleme man hat, für die man irgendwann früher nichts konnte: Wer fi**en will, muss freundlich sein, capisce?

VG

Laura
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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon cake » Fr 11. Jun 2010, 08:34

nach der TK dort eine berufliche Wiedereingliederung zu machen und wenn ich mich gut anstelle , wollen sie mich als ganz normale Angestellte übernehmen - Jipppiiiiieh !
Ja super, das freut mich für Dich. \:D/ =D>

@111kleinbuchstabe- Ich kann Deine Verbitterung bis zu einem gewissen Punkt sehr gut verstehen.
Man fühlt sich zum Teil ohnmächtig ob der "Oberen".
Da bleibt mir eben nur die Kernkompetenz Galgen"humor".
Das hast Du recht- zuviel Humor könnt Dich an den Galgen bringen.
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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon acheron » Sa 12. Jun 2010, 00:25

Hallo ,

kann mir mal einer erklären , was das hier soll - mit Kleinbuchstabe ... warum reagiert ihr so exterm auf seinen sinnfreien Text ?

Jetzt habe ich alles auf den Weg gebracht , war heute Nachmittag noch so euphorisch - wo ist das auf einmal hingekommen ? Ich hab mich zum ersten Mal seit Langem wieder gefreut und hab Tränen gelacht beim Badminton . Ich wollte die ganze Welt umarmen und hätte tanzen können vor Freude - und jetzt Totalabsturz !
Alles Gute ist weg und was bleibt ist Leere ... und Angst . Hab ich mir zuviel vorgenommen ? Wie soll ich das alles schaffen ohne Hilfe - den ganzen Umzug und gleichzeitig Tagesklinik ? Und was dann ? Um mich ist nichts mehr - nur Leere ...
Warum kann ich nicht einfach ganz normal leben , ganz normal sein , funktionieren wie jeder andere auch ? Ich tue doch alles mögliche , damit es besser wird , wie lange kann man das ertragen ?
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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon cake » Sa 12. Jun 2010, 10:18

Hab ich mir zuviel vorgenommen ? Wie soll ich das alles schaffen ohne Hilfe - den ganzen Umzug und gleichzeitig Tagesklinik ? Und was dann ? Um mich ist nichts mehr - nur Leere ...
Ich vermute, für den Moment ja.
Du hast viel vor, aber geh das Schritt für Schritt.
Und weißt was, der Umzug ist ja dann auch bald geschafft, also fällt das schon mal weg. :wink: :wink: :wink:
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Re: wie soll ich mich entscheiden?

Beitragvon acheron » Sa 10. Jul 2010, 20:44

Hallo ihr Lieben ,

will mal wieder von mir hören lassen nach Ende der Tagesklinik . Gehe jetzt in einem geschützten Rahmen arbeiten , da bin ich nicht ganz so gefordert , wie im normalen Job , aber das ist ja nur für kurze Zeit . Wenn ich Glück habe , stellen sie mich sogar fest ein , das ist jetzt sozusagen eine Belastungserprobung .

Bin jetzt wieder in ambulanter Therapie und meine Therapeutin fordert mich schon ordentlich heraus , aber ich kann damit leben und sie zieht mich nicht mehr so runter , wie das vor der Tagesklinik der Fall war . Ich hab ja in relativ kurzer Zeit mein ganzes Leben umgekrempelt , die neue Arbeit in Angriff genommen , berufliche Reha beantragt , mich vom Ex endgültig getrennt und den Umzug geschafft . Und meine Therapeutin stellt das so dar , als wäre das nichts - sie fragt mich , was haben Sie jetzt eigentlich an Erkenntissen aus der TK mitgenommen und was haben Sie nicht für das Äußerliche , sondern für Ihre Seele getan ?
Die Frage hat mich regelrecht schachmatt gesetzt , denn mir war schon bewusst , dass ich in der TK zwar immer anderen geholfen habe , es jedoch nie geschafft habe , meine eigenen Probleme zu thematisieren - und das hat die ganze Zeit in der Tagesklinik an mir genagt . Aber eine Erkenntnis habe ich doch gewonnen : nämlich , dass ich viel stärker bin , als ich glaubte . Und endlich habe ich auch gemerkt , was mir den Umgang mit anderen so schwer macht - nämlich , dass ich falsch spiele :jedem ein Häppchen Informationen über mich , so daß ich immer gut da stehe und keine Kritik einstecken muss und nur ja niemanden zu nah in meine Privatsphäre lassen . Diese Erkenntnisse werden mir weiter helfen .

Für eure Hilfe vielen lieben Dank !

acheron
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