Vergessenes Trauma

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mama-ines
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Beitragvon mama-ines » So 2. Mär 2008, 16:09

@ Dani2

Sorry....

Ich kan dir gar nicht folgen was du uns hier sagen möchtest?

*kopfkratz*

Vieleicht kannst du es ja mal in andere Worte fassen...

LG

mama_ines
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Jenny Doe
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Beitragvon Jenny Doe » So 2. Mär 2008, 17:45

Hallo zusammen!
Es genügt die subjektive Empfindung, dass "alles aus"
Genau das ist ja mein Problem und meine Fragestellung.
In jeder Therapie diskutiere ich endlos mit meinen Therapeuten rum, dass ich meine Kindheit nicht als Trauma erlebt habe. Sie hingegen sind der subjektiven Ansicht, dass das, was ich erlebt habe, ein Trauma gewesen sein muss.
Doch das, was ich erlebt habe, beeinflusst weder meinen Alltag, noch muss ich ständig daran denken, noch habe ich Flashbacks oder Angstzustände deswegen, .... all das spricht gegen die subjektive Interpretationen meiner Therapeuten, dass das aber ein Trauma gewesen sein muss.

Und da ich inzwischen mehr als genervt bin von diesen subjektiven Interpretationen, hatte ich begonnen mich damit auseinander zu setzen, was genau ein Trauma eigentlich ist.
Und es ist so, dass die Definitionskriterien auf mich und meine Erfahrungen nicht zutreffen.
Was zutrifft ist, dass meine Kindheit sehr negativ und belastend war. Aber sie war kein Trauma.

Das Problem an der Definition "subjektiv" ist, es lässt sich nicht beobachten. Keiner kann in den kopf des anderen reingucken, und sehen, wie er es subjektiv erlebt.
Aus diesem Grund sind Psychologen wohl hingegangen und haben beobachtbare Kriterien dafür bestimmt, was ein Trauma ist. Man ennt diese beobachtbaren Kriterien auch "Symptome".

Damit kann ich mich anfreunden. Denn anhand der Symptome kann man sehen, ob etwas ein Trauma war oder nicht. Wenn also jemand über Flashbacks und Angstzuständen leidet, Situationen meidet, die der traumatischen situation ähnlich sind usw. usw. dann kann man von einem Trauma sprechen. Aber nicht, nur weil jemand (man selber oder Therapeuten) der subjektiven Meinung ist, das müsse ein Trauma gewesen sein.

Jeder geht anders mit ein und derselben Situation um. Die einen kommen mit etwas klar, die anderen bilden eine Posttraumatische Belastungsstörung aus, die dritten heilen sich selber dadurch, dass sie nie wieder an das Ereignis denken wollen und sich bewusst ablenken, bis die Wunden von alleine geheilt sind usw.
Ich gehöre offensichtlich zu denen, die sich zu helfen wussten. Deshalb ist das, was ich erlebt habe, für mich kein Trauma.

Viele Grüße
Jenny
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sei
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Beitragvon sei » So 2. Mär 2008, 17:57

Hi,
ich denke auch das im grunde nur jeder selber beurteilen kann ob er ein Trauma hat oder nicht,dazu muss man sich natürlich auch damit auseinandersetzen was manch einem nicht möglich ist und genau da beginnen wohl die Unstimmigkeiten.Wenn ich zu einem Therapeuten gehe weil ich ein paar Schwierigkeiten habe und dieser der Meinung ist das ich ein Trauma habe,kann es passieren das er mir meine Psyche regelrecht kaputt redet,wenn ich mich auch noch darauf einlasse stehe ich am Ende mit mehr problemen da als am Anfang und dann habe ich ein Trauma,künstlich herbeigeführt durch irgendwelche Aufarbeitungsversuche von Ereignissen die vorher überhaupt nicht relevant waren und nun zu neuer Macht kommen.
Grüsse
Sei

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fluuu
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Beitragvon fluuu » So 2. Mär 2008, 18:16

Hallo Jenny Doe,

wieso gehst Du zu einem Therapeuten um ihm zu beweisen, dass Dir nichts fehlt, das ist doch ein Symptom, das ist eindeutig nicht normal. Wer in der Sprechstunde eines Therapeuten sitzt weiß in der Regel was für ein Problem zu Behandeln ist. Dabei jedoch dem Therapeuten beweisen zu wollen es gibt kein Problem ist das Allergrößte. Möchte nicht in Deiner Haut stecken und bin froh meine Traumatisierungen zu kennen und ein Stück weit verarbeitet zu haben...

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sei
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Beitragvon sei » So 2. Mär 2008, 18:23

Hi,
ich habe das eigentlich so verstanden das Jenny wegen psychischer Probleme hingegangen ist,aber nicht aufgrund eines Traumas das erst dort diagnostiziert wurde und nach ihren Empfindungen keins ist,es gibt ja eine Menge Gründe zum Therapeuten zu gehen.

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mama-ines
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Beitragvon mama-ines » So 2. Mär 2008, 18:24

Mal meine Sichtweise hier einbringen...

Sehr interssante Diskusion übrigens...

Ich hatte keine Probleme mit der Kindheitserlebnisse... Kam gut klar, ging mein Weg, Schule, Ausbildung, KArriere, Heirat, Kinder...

Bis, ja bis der Tag kam....

Mein Mann sche krank ich mit Beruf und Kinder alleingelassen, Probleme, Probleme, Probleme... Aber man boxt siche durch - man ist stark, das käpfen hat man ja gelernt - und dann kommt der Mann wieder nach Hause, aber ist nicht der alte, er ist verändert und man kommt nicht damit klar, warum? warum ist es so schwer diesen Menscen wieder so anzunehmen wie er ist?

Man fängt an zu denken, zu ratter... überleg, überleg... und dann verbindet man, kindheit mit der jetztigen Situation... Klar, logisch... Daher...

Ich kann mich schlecht öfnen gegen über fremde Personen, nur einen Handvoll Freunde habe ich, und die sind nur soweit drann das es nicht wehtut wenn man sich auseinanderlebt... und der Mann? die einzige Person der mehr als nur ein Bekanntschaft auf Distance...

Und man denkt wieder... Ratter, ratter... Wir gehen zur Paartherapeutin, warum? weil ich diesen Mann nicht verlieren möchte... Wir reden, immer wieder mi der PSychologin, über jetzt und von früher... und dann macht sie ein einzige Übung, und ich bin völlig aus der Bahn geworfen... was ist jetzt los? Kann mein Mann nicht ertragen, die Kinder nur auf Distance, mir ist kalt, es dreht sich alles und du weißt nocht warum... alles ist falsch, oder doch nicht?

Dann kommen die Erinnerungen hoch.. immer und immer weider... du verstehst es nicht, weißt nicht was du machen sollst, kannst damit nicht umgehen... Panik, Wut, HAss... alles auf eimal... Du könntest nur noch heulen...

Dann gehst du zur PSychologin und erzählst ihr alle... Sie macht mit die ein Imaginationsübung und bist befreit von dem Geschenisse... Und dann macht sie den Vorschlag, ein Traumatherapie zu machen...

Wieder ratter, denken, ratter... Warum? mir gings gut.. und jetzt? Jetzt stehst vor den Scherbenhaufen... drehst dich wieder und kannst nicht aufhören... ein Flashback nach den anderen... Und dann ruft deine Freundin an und erzählt das ein guter Freund von dir gestorben ist....

Alles bricht zusammen, du weißt nicht mehr wirklich was wiklichkeit ist, was du denken sollst, oder denkst man gar nicht? alles ist fremd, dein mann, deine Kinder... alles fremde leute, die du nicht kennst, die welt ist fremd, du fängst an, Ängste zu entwickel.... Das Auto, wo fährt es hin, vieleicht auf mich zu? die Frau ist sie lieb zu mir? warum lächelt sie mich an? sie will bestimmt was böses... und ein einer spricht von hinten an... ein Schrck der durch den ganzen Körper zuckt... ohh, gott was ist los????

Dann wurde ich voll gepumpt mit Beruhigungsmittel und mit einem Dept-Mittel... Und bekommst dich wieder unter Kontrolle

Aber die Welt hat sich verändert, oder bin ich das die sich verändert hat?

Ich hatte bis zu der Erkrankung meines Mannes kein Trauma.... aber irgendwann hol es dich ein.. früher oder später holt es einen ein... und dann stehst vor einen Scherebnhaufen und verstehst die Welt nicht mehr.

Ein Trauma ist so lange kein Traume wie du mit der Situation umgehem kann, aber enn es dich einholt, kann ein Ereigniss zum Trauma werden.

Ich bitte um Enschuldigung, wegen der Rechtschreibung, aber ich habe jetzt absichlich den Beitrag nicht noch mal durchgelesen...

LG

Ines
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Beitragvon sei » So 2. Mär 2008, 18:44

Ja,so ähnlich ging es mir auch.
Wegen Depris zu Verhaltenstherapie und dann durch die Gespräche kam einiges wieder zum Vorschein.Ich habe nicht alles vergessen,nur das Schlimmste,der Rest hat mich nur nie interessiert.Auf einmal ist mir bewusst geworden das ich mein ganzes Leben so aufgebaut habe,daß ich bestimmte Situationen vermeide.
Gefühlsmässig die reinste Abstinenz,Beziehungsmässig kann ich auch im Zölibat leben,bloss nicht zeigen wie man fühlt oder Erzählen was wirklich los ist,schliesslich ist die Welt der Feind.Freunde sind auch rar aber exquisit trotzdem sollte man sich Gefühlsmässig immer zurückhalten dann kann man auch nicht enttäuscht werden.Auf gut Deutsch gesagt habe ich mir durch das Ignorieren meiner Erlebnisse,mein Leben dermassen eingeschränkt das es keinen Spass mehr macht,
aber hinterher ist man immer schlauer,leider ist der Zug des Lebens dann schon abgefahren.

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Beitragvon Jenny Doe » So 2. Mär 2008, 19:46

Wenn ich zu einem Therapeuten gehe weil ich ein paar Schwierigkeiten habe und dieser der Meinung ist das ich ein Trauma habe,kann es passieren das er mir meine Psyche regelrecht kaputt redet,wenn ich mich auch noch darauf einlasse stehe ich am Ende mit mehr problemen da als am Anfang und dann habe ich ein Trauma,künstlich herbeigeführt durch irgendwelche Aufarbeitungsversuche von Ereignissen die vorher überhaupt nicht relevant waren und nun zu neuer Macht kommen.
Hallo Sei,

du sprichst mir aus der Seele. Genau das ist nämlich in meiner Therapie passiert.

Wenn ich heute anderen solche Rückfragen stelle, Definitionen liefere und so, wie z.B. hier im Thread, dann meine ich das nicht böse und will auch niemanden verletzen oder so.
Ich bin aufgrund meiner Therapieerfahrungen sehr skeptisch geworden.
Ich bin zwar inzwischen bei einer sehr guten Therapeutin, die auch nur über das, was in meinen Therapien passiert ist, den Kopf schütteln kann, dennoch, ich halte von Therapie nichts mehr. Trotz den einen guten Erfahrung.

Viele Grüße
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Beitragvon Jenny Doe » So 2. Mär 2008, 19:52

Hi,
ich habe das eigentlich so verstanden das Jenny wegen psychischer Probleme hingegangen ist,aber nicht aufgrund eines Traumas das erst dort diagnostiziert wurde und nach ihren Empfindungen keins ist,es gibt ja eine Menge Gründe zum Therapeuten zu gehen.
Das ist richtig.
Ich habe mich wegen aktueller Probleme in Therapie begeben, z.B. Mobbing am Arbeitsplatz. Probleme in meiner Beziehung und so.
Sofort in meiner ersten Therapie suchte man die Ursache für meine Probleme in meiner Kindheit und interpretierte so lange an meiner Kindheit rum, verdrehte Realitäten, .. bis die Therapeuten glaubten, ein Trauma enthüllt zu haben.
Das war dann der Beginn einer langen Therapiekarriere. Ich wurde in eine Klink geschickt (9 Monate), damit ich "mein Traum" verarbeiten kann. Da es mir statt besser immer schlechter ging, legte man mir anschließend eine ambulante Therapie nahe, ... und so ging das immer weiter, 14 Jahre lang.

Viele Grüße
Jenny
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Beitragvon fluuu » So 2. Mär 2008, 19:56

...das sind ja komische Geschichten, angeblich ist das halbe Leben völlig in Ordnung, rosarot und heile Welt und auf einmal ein Scherbenhaufen? Da ist doch etwas enorm verdrängt worden ob bewusst oder unbewusst. Wer ein Trauma leugnet, es nicht wahrhaben will oder ignoriert wird es eventuell irgendwann im Leben trotzdem zu Spüren bekommen. Spätestens wenn das Kind im Brunnen liegt ist doch das Einsehen, dass etwas schief gelaufen ist, die einzige Möglichkeit damit umzugehen. Wenn weiter geleugnet wird liegt bald das nächste Kind im Brunnen usw. Nur die Einsicht hilft etwas dagegen unternehmen zu können. So kann die Suche nach einer womöglichen Traumatisierung eine Möglichkeit sein um Gründe zu finden an denen man Arbeiten kann, um nicht hilflos und ohnmächtig dem Scherbenhaufen gegenüber ausgeliefert zu sein.
Das Wissen um ein Trauma ist also für die Heilung meiner Meinung nach sehr hilfreich...

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Beitragvon Jenny Doe » So 2. Mär 2008, 20:01

Wer in der Sprechstunde eines Therapeuten sitzt weiß in der Regel was für ein Problem zu Behandeln ist.
*Nick*
Ich hatte meinen Therapeuten klar und deutlich gesagt, worin mein Problem besteht, habe ihnen sogar noch die Ursache genannt, die mir bekannt war, ... aber irgendwie redete ich wohl gegen die Wand oder sie waren der Meinung, Klienten seien dämlich und wüssten zu Therapiebeginn nichts über sich.

Ich habe ja klage gegen zwei Therapeutinnen laufen und deshlab Akteneinsicht in ihre Therapieaufzeichnungen bekommen. Sie selber haben sich das sogar notiert, was ich über mein Probleme und deren Ursache erzählte. Interessant war jedoch, dass die von mir genannten Ursachen gleich zu Beginn der Therapie, noch in den probatorischen Sitzungen, uminterpretiert wurden.

Viele Grüße
Jenny
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Beitragvon mama-ines » So 2. Mär 2008, 20:07

@fluu

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das sind ja komische Geschichten, angeblich ist das halbe Leben völlig in Ordnung, rosarot und heile Welt und auf einmal ein Scherbenhaufen?
Ja war es bei mir... alles vorher in Ordnung und plötzlich verstehst du die Welt nicht mehr.

Du Gehst normal durch die Welt, mit allen Höhen und Tiefen. Alles im Mormbereich.

Du siehst zwar, das deine kindheit scheiße war, aber du nimmst es so hin, warum auch, kommst doch ganz gut damit klar.

Doch eineintziger Anlass läßt die Mauer um dich herum einstürzen. Deine Rosabrille zerbricht und man erkennt, das es nicht so perfekt ist, wie man gesehen hat.

Macken hatte, naklar... warum auch nicht... jeder hat Macken... aber wiso, woher hinterfragst du nicht, weil du damit aufgewaschsen bist, weil es deine Macken sind, weil es einfach zu dir gehört.

Ein einziger Anlass und du stehst vor einem Scherbenhaufen, weil alles geballt auf dich einstürzt. Ich hatte leider noch das Pech, da alles, aber auch alles auf einmal zusammenbrach.

Nicht nur das Trauma sondern Privates und dann noch der Trauerfall. Der hat mir bustäblich die Beine weggehauen.

Und aufgrund dessen habe ich dann das PTBS entwickelt, weil es einfach zuviel des Guten war.

LG

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Beitragvon Jenny Doe » So 2. Mär 2008, 20:09

Ich hatte bis zu der Erkrankung meines Mannes kein Trauma.... aber irgendwann hol es dich ein.. früher oder später holt es einen ein... und dann stehst vor einen Scherebnhaufen und verstehst die Welt nicht mehr.
Machmal werden vergangene Ereignisse erst dann zu einer Belastung/zu einem Trauma, wenn sich sich später wiederholen.

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht.
Mal ein Beispiel: Meine Mutter hat mich, wenn ich "böse" war, mit Schweigen bestraft. Ich habe zwar darunter gelitten, aber nicht wirklich, da ich außerhalb meines Elternhauses eine Ersatzmutter hatte, die immer für mich da war. Die war mir wichtiger als meine eigene Mutter.
Im Erwachsenenalter ging ich dann eine Beziehung mit einer Frau ein (bin lesbisch), die genauso reagierte, wie meine Mutter. Gab es Streit, strafte sie mich mit Schweigen.
Das hat mir völlig den Boden unter den Füßen weggerissen. Plötzlich litt ich unter dem Schweigen meiner Mutter von damals, obwohl mich das Jahrzehnte lang überhauüt nicht belastet hat.

Viele Grüße
Jenny
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Beitragvon sei » So 2. Mär 2008, 20:10

Hi Fluuu
Ich glaube du siehst das falsch,es gibt z.B. auch Menschen die sich an Lebensabschnitte nicht richtig Erinnern,aber gar kein schlimmes Erlebnis hatten,oder die aus bestimmten psychischen Problemen den falschen Schluss ziehen:Wenn man nun einen Thera hat dem man vertraut kann der aus vagen Erinnerungen ein Endzeitszenario basteln das dich kaputt macht,ohne das es inhaltlich zutrifft.
Geh zum Thera und sag ihm du hasst Männer gerätst du an einen derlieber Redet anstatt Zuhört wirst du als mehrfaches Vergewaltigungsopfer wieder hinausgehen.Die Kunst eines guten Therapeuten ist es zuzuhören und den Patienten die Dinge benennen zu lassen,er gibt dabei höchstens kleine Hilfestellungen in Form von möglichkeiten wie man sich Erinnern kann.
Niemals sollte ein guter Therapeut Mutmassungen äussern,den Patienten in eine bestimmte Richtung drängen,oder darauf drängen ein solches Thema näher zu Besprechen.Ob man ein Trauma hat oder nicht ergibt sich für ihn aus dem was der Patient erzählt und nicht was er ihm einredet nur weil es eine Erinnerungsschwäche gibt.Wenn er dir nun einredet das du schlimmstes Erlebt hast bekommst du natürlich die Symptome eines Traumas,weil du diese unterstellten Dinge auch vor Augen hast ohne das wirklich etwas dran ist,du musst am Ende also mit einem Trauma Leben
das der Thera von sich auf dich projeziert hat.

sei
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Beitragvon sei » So 2. Mär 2008, 20:25

Noch was:-)))
Jemand der aufgrund eines Traumas Erinnerungsprobleme hat und versucht sich damit auseinander zu setzen,hat oft selber ein Problem damit zu erkennen welche Bilder wahr und welche Vermutung seinerseits sind.Wenn sich da auch noch ein schlechter Thera reinhängt und statt zu helfen diese Erinnerungen zu Sondieren,sie allesamt bestätigt und Untermauert,wird der Patient die Entscheidung über die eigenen Erinnerungen dem Thera überlassen und daran glauben,obwohl er es selber gar nicht weiss.So wird eine Phantasie,oder Vermutung ohne das sie Hand und Fuss hat zur Realität.


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