Zwangsgedanken in die Tat?

Hier hinein gehören alle Beiträge, die sich spezifisch auf die genannten Symptome einer Zwangsstörung beziehen.
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alles*wird*gut
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Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon alles*wird*gut » Do 20. Okt 2011, 13:43

Hallo an alle betroffenen,
Ich habe lange überlegt ob ich hier meine Leidensgeschichte schreibe, zu groß ist die Angst nun doch als "Gefährlich" eingestuft zu werden.
Aber nun habe ich mich doch dazu entschlossen.

Um mal einen Anfang zu finden... Ich leide seit 4 Jahren an Zwnsngsgedanken. Entstanden sind sie aus einer Depression heraus.
Es sind schlimme und grausame Gedanken die sich an die liebsten und wertvollsten Menschen in meinem leben richten. Früher war es meine Familie, heute eher mein 2 jährigem Sohn.
Vorab, ich bin ein friedvoller Mensch der selbst bei gewaltszenen in den Nachrichten, wie z.b ubahn-prügler nicht hinsehen kann sowie auch Misshandlungen von Tieren nicht erträgt.
Selbst mein Mann muss die von mir verhassten Spinnen, lebendig aus der Wohnung entfernen.
Vespen kann ich selbst er "beseitigen" seitdem mein Sohn da ist. Zu groß die Angst das er gestochen wird.
Mein Kind ist sowieso das aller tollste, wichtigste und mitunter anstrengendste was ich habe.
Ich liebe ihn sooo sehr, bin Übervorsichtig und gebe ihn nicht mal in den Kindergarten weil ich Angst habe das die Erzieher nicht richtig auf meinen jungen aufpassen.

Und genau da geht es los. Diese Zwangsgedanken fangen an sich auszuweiten habe ich den Eindruck.

Kurzer Rückblick aus meiner Kindheit, da ich denke das dieses "Gefühl" von damals sich mit dem heutigen ähnelt.
Ich war ca 10 Jahre, hatte ein kleines Meerschweinchen. Eines abends packte ich es am Fell und schmiss es immer wieder aufs Bett. Es schrie vor Schmerz genauso wie ich. Ich weinte wollte das nicht tun und habe es trotzdem getan!!!!
Dieses Gefühl dieser unkontrolliertheit verfolgt mich ein leben lang. Nicht so intensiev aber dennoch ist diese Machtlosigkeit allgegenwärtig.
Sicher, ich war ein Kind.. Aber trotzdem hab ich es trotz nichtwollen getan.

Zu Gegenwart... Ich bin seit 8 Jahren in einer Verhaltenstherapie. Angefangen einst wegen Platzangst.
Meine therapeutin sagt ebenfalls, alles Zwangsgedanken, wer sich so derart damit quält wird nichts dergleichen tun.

ABER:
Ich sehe manchmal wie ich meinen Sohn würge.... Oh Gott es ist so schrecklich das zu schreiben, ich liebe ihn so sehr. Trotzdem habe ich meine Hände um seinen Hals gelegt, aber NICHT gedrückt. Ich dachte, na los dann tue es doch endlich. Ich konnte es natürlich nicht.
Dann hatte ich an einem anderen Tag den Gedanken, als ich ihn im Auto an den Beinen kitzelte, drück doch sein Bein mal sehen wann er heult. Und ich drückte. Allerdings so zart das er nur noch mehr lachte.
Mir wurde trotzdem gleich ganz schlecht. Gefühle wie beim Meerschweinchen. Machtlosigkeit.
Ich meine, sind das nicht schon die Ansätze der Umsetzung seiner Gedanken? Umsetzung der Tat???
Oh Gott wenn mein Sohn nicht mehr wäre, ich könnte nicht mehr ohne ihn sein.

Ich hatte immer wieder mit Abbrüchen cipralex seit meiner depri genommen. Nun wollte ich sie wieder nehmen doch die Zuzahlung beträgt seit neuestem 54€ und das hab ich nicht.

Falle ich nun doch aus dem Muster? Gehöre ich doch zu denjenigen die ihre Gedanken in die Tat umsetzten? Vllt sind es doch nicht nur Zwangsgedanken und alle haben sich geirrt???

Ich habe hier so viele Beiträge gelesen, dessen Symptome alle gleich sind.
Aber über einen weiteren Schritt habe ich nichts gefunden. Bestimmt weil ich doch gefährlich bin.... Was ist wenn ich nachgebe oder doch weiter gehe?

Ich warte nun auf einen neuen Termin beim Doc.

Seit alle gegrüsst und umarmt.

Klaus W
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Klaus W » Do 20. Okt 2011, 14:19

Hallo Alles wird gut,

daß Du es hier zugibst und darüber redest ist genau der richtige Schritt. Um es kurz zu machen - es ist vollkommen normal und zugleich eines der Tabus unserer Gesellschaft daß Mütter gegenüber ihren Kindern auch Haß und Agression empfinden können. Für viele wird das unfaßbar, unglaublich sein. Dabei ist es ganz normal, daß es einer Mutter auch selbst schlecht geht, daß sie sich vom Kind, von der Lebendigkeit des Kindes überfordert fühlt, daß eigene Verletzungen aus der eigenen Kindheit im Umgang mit dem eigenen Kind wieder hervor- und hochgeholt werden. Du solltest Dir zugestehen daß Du diese Haßimpulse hast und auch haben darfst, sie sind eben da, und gleichzeitig solltest Du in Deiner eigenen Geschichte auf Suche nach einer Erklärung gehen. Das wäre Dein nächster Schritt. Dein Haß erklärt sich, ganz knapp gesagt daraus, wie mit Dir umgegangen wurde, und in dem Maße wie Du Deine Kindheit therapeutisch aufarbeiten kannst wird die Problematik für Dich an Kraft verlieren. Ich empfehle in dem Zusammenhang wärmstens das Buch "Der Lilith-Komplex" von Hans-Joachim Maaz, dort steht alles zum Thema Kindeshaß drin was man als Mutter zum Verständnis braucht.

Und auch das mit dem Meerschweinchen verweist im Grunde nur darauf, was Dir angetan wurde. Man gibt als Kind unmittelbar das weiter was man selbst erleidet. Und auch Deine Therapeutin hat Recht, Du hast in zu hohem Maße schlechtes Gewissen als das Du in Gefahr bist Deinem Kind gefährlich zu werden.
Mit den richtigen Worten kann man alles sagen, mit den falschen Worten nichts.

alles*wird*gut
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon alles*wird*gut » Do 20. Okt 2011, 15:08

Lieben Dank für die schnelle Antwort.
Das ist es ja, mir ist nichts schlimmes Widerfahren in meiner Kindheit.
Habe ein Super Verhältnis zu meinen Eltern, kann mich nicht wissentlich an schlimmes erinnern.

Ich bin meinem Sohn eher überängstlich und vermeide schon Situationen wo er sich weh tun könnte.
Ist nicht ganz richtig da er ja selber lernen muss.

Aber ist es letztenendes nicht so das ich Hand angelegt habe?
Sei drum um es mir selber zu beweisen das ich das nicht könnte...
Aber es ist doch schon ein Schritt weiter... Was wenn ich schwach werde und dem Gedanken doch nachgebe und nicht aufhöre wie bei meinem Schweinchen zu kindheitstagen?
Ach das ist doch alles absurd und widersprüchlich da ich so eine Angst um ihn hab und bei jedem Pup zum Kinderarzt renne.

Das macht doch alles keinen Spass mehr ...

Klaus W
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Klaus W » Do 20. Okt 2011, 16:32

Das ist es ja gerade, daß man sich an die eigenen belastenden Erlebnisse eben in aller Regel nicht mehr erinnern kann. Das ist geradezu typisch. Aus der Psychotherapeutischen Praxis sind Kindheitsstörungen ein Massenbefund, man kann es geradezu als gegeben hinnehmen.

Die Überängstlichkeit und Übervorsorglichkeit dem Kind gegenüber, Du nimmst es selbst als absurd war, kann man als Gegenreaktion zur eigenen Agression ansehen, das ist quasi die Verleugnung. Man selbst will vollkommen gut und ohne Tadel sein, weist die Feindseligkeit von sich. Dafür lauern dann überall im Außen Gefahren für das Kind.

Je mehr Du Deine feindseligen Regungen akzeptieren kannst, je mehr Du akzeptieren kannst daß Du Dein Kind eben auch mal haßt, und da bei Dir den Ursachen nachgehst, um so weniger bist Du in Gefahr Deine Wut auszuagieren.

Es gibt ganz viele Mütter die regelrechte Mordgedanken gegenüber ihren Kindern haben. Ich habe Schilderungen von Müttern gehört wie sie gedanklich ihr Kind dahinmetzelten, wegen sinnloser, banaler Anlässe. An solchen Stellen wird deutlich, daß die Ursache in einem selbst liegen muß, weil der Anlaß in keinem Verhältnis zur Reaktion steht. Und das geht eindeutig auf die eigene Historie zurück. Vielleicht wäre da auch ein Therapeuten- und Methodenwechsel angesagt, wenn nach acht Jahren Therapie das Thema der eigenen Kindheit nicht abgehandelt wurde. Psychoanalyse anstatt Verhaltenstherapie.

Ich wiederhol es nochmal, es ist ganz normal daß man von seinem Kind überfordert wird, dessen Lebendigkeit schlecht aushalten kann, vielleicht davon geängstigt wird und in Wut gerät. Das ist unvermeidbar, dagegen ist niemand gefeit. Du wirst Deine Einstellung nicht einfach so ändern können, aber allein das Wissen, der Gedanke daß man es akzeptieren will, der hilft schon.

Und da Du Deinem Kind Deinen Schilderungen zufolge nichts angetan hast, hast Du übrigens real mehr auf der Haben-Seite als manch andere Mutter. Es gibt viele Kinder die von klein auf geschlagen wurden. Da geht es Deinem Kind trotz all Deiner Ängste real besser als anderen Kindern. Nicht die Gedanken sind entscheidend, was man real tut ist wichtig.
Mit den richtigen Worten kann man alles sagen, mit den falschen Worten nichts.

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Remedias
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Remedias » Do 20. Okt 2011, 17:01

Hallo alleswirdgut;
du hast ein ganz schönes Aggressionspotential. Und das schon als Kind, wie die Geschichte mit dem Meerschweinchen zeigt. Aber trotzdem hast du das Bild von dir als liebe, friedliche, vermutlich alles verstehende und alles verzeihende Person.
Was dir fehlt, ist der Umgang mit deinen Aggressionen.
Denn was man durch die Vordertür herauswirft, kommt durch die Hintertür wieder hinein. Das gilt für unterdrückte Gefühle.
Du musst umbedingt eine Therapie machen zur Aggressionsbewältigung. Vielleicht hilft dir Sport dabei, dich auszupowern; vielleicht helfen dir kleine gemeine Tagträume, indenen du deine Aggressionen auslebst oder vielleicht hilft dir auch was anderes (Farbbeutel auf eine Leinwand werfen; einen Boxsack verdreschen, irgendwas).
Wichtig ist es , mit deiner "dunklen Seite" einen Umgang zu finden. Sonst könnte es doch eines Tages gefährlich sein.

liebe Grüße Remedias

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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon alles*wird*gut » Do 20. Okt 2011, 18:28

Also ich bin wirklich kein aggressiver Mensch.
Das was mit dem Schweinchen war schleppe ich noch heute
mit mir rum. Das war einmalig. Ich hatte danach noch 4 weitere und habe mich
immer liebevoll darum gekümmert.
Aus dem geschehen habe ich gelernt Verantwortung
zu haben. Vergessen habe ich es nie.

Willst du damit sagen das ich doch aus dem Raster Falle?
Ich finde wirklich nicht das ich aggressiv bin. Unzufrieden schon und hin und wieder auch gestresst.
Damals vor meinem
Kind war es meine Familie. Und alle diese Personen sind mir die wichtigsten.
Das klingt fast so als ob es bei mir anders wäre als bei den anderen Leidensgenossen. Die sind doch bestimmt nicht alle aggressiv. Oder Falle ich komplett aus dem Muster?
Dann sollte ich mich wahrscheinlich doch gleich einweisen lassen... Das entmutigt mich...

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Remedias
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Remedias » Do 20. Okt 2011, 19:12

Huhu,
ich will dich nicht entmutigen. Aber du leidest doch unter deinen Zwangsgedanken ( wärst du ein krimineller Mensch, würdest du nicht drunter LEIDEN, sondern sie würden dir GEFALLEN) und willst irgendwie da wieder rauskommen. Deshalb eine Therapie ( keine Einweisung in die Psychiatrie). Zwangsgedanken haben leider eher die Tendenz sich auszuweiten, anstatt zu verschwinden. Vielleicht kann man auch mit Medikamenten etwas machen.

liebe Grüße Remedias

Mylady
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Mylady » So 23. Okt 2011, 20:50

Also seit mir nicht böse, aber aggressive Zwangsgedanken haben NIX mit dem Aggressionspotential eines Menschen oder dessen verdrängte Gefühle zu tun, ihr macht ihr ja unnötig Angst!!! Ich bin selbst Betroffene und ich habe tiefes und fundiertes Wissen über die Vorgänge!

Im Hirn gibts das Vorderhirn, den Frontallappen: der is zuständig für die Impulskontrolle - der bei gesunden menschen normal aktiv ist! Jeder normale Mensch hat schon mal gedacht; wenn der vor mir nicht weitergeht dann tauch ich an oder schubs ihn, nur die Menschen bewerten das nich so wie wir! Wir Zwângler sind in diesem Bereich überaktiv, das heisst wir spüren diese Impulse extrem und sehr stark, das ist ein Problem des Botenstoffes Serotonin'
Im Gegensatz dazu haben Mörder, Verbrecher kaum bis gar keine Aktivität im Vorderhirn, was somit heisst, sie haben keine Hemmschwelle oder die liegt seeehr hoch! Wir hingegen haben beik geringsten Gedanken Angst und Schweissausbrüche und eben durch DIE ÜBERFUNKTION fühlt sich das so erschreckend real an!! Aber wenn Zwängler überaktiv sind, und Mörder kaum aktivitäten im Frontallappen haben, sind wir eig. Mehr geschützt als normale Menschen!

Leider gibt's nirgends die 100% sicherheit die wir Zwängler sooo brauchen!

Aber:
Wegen der Hamstergeschichte: ja die war nicht schön und das weisst du selbst! Aber ich hab auch s ein Erlebnis, ich bin ausgezuckt als kind ganz extrem, wenn mich mein Bruder gereizt hat bis ich nicht mehr können hab, und ich hab einfach nur mehr zugeschlagen, natürlich nicht Blutig oder blaufleckig, aber es war schon heftig! Das bereu ich bis heute!!
ABER; du hast eine natürliche hemmschwelle, die Verhindert automatisch, dass du das ausführst, was dir die impulse glaubhaft machen wollen!!

Lg Mylady

Klaus W
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Klaus W » So 23. Okt 2011, 21:12

Also seit mir nicht böse, aber aggressive Zwangsgedanken haben NIX mit dem Aggressionspotential eines Menschen oder dessen verdrängte Gefühle zu tun, ihr macht ihr ja unnötig Angst!!! Ich bin selbst Betroffene und ich habe tiefes und fundiertes Wissen über die Vorgänge!
Ach, böse sowieso nicht. Perfekt legitim daß Du es so siehst wie Du es siehst. Ich sehe es eben anders.

Meine Meinung dazu ist, die Erklärungsansätze Hirnorganik und Emotionen sind kein Widerspruch sondern ergänzen sich, wie auch die Forschung zeigt. Belastende Erlebnisse in der Kindheit mit vielfältigsten Auswirkungen auf das Hier und Jetzt sind geradezu der Regelfall, nicht die Ausnahme, und das schlägt sich letztlich auch in der Hirnorganik nieder.

Allerdings gibt es auch eine große Gruppe unter den heutigen Ärzten, die psychische Ursachen nicht warnehmen WOLLEN, weil es ihrem Weltbild zuwiderläuft, weil sie selbst betroffen sind. Die ziehen dann gerne polemisch dagegen zu Felde, machen sich vielleicht lustig über Psychologie, etc, und können allgemein nur ihr Modell gelten lassen.

Und wenn jemand Angst bekommt von solchen Gedanken, ist vielleicht etwas dran. Angst machen immer nur die Dinge die man nicht wahrnehmen will, weil sie zu belastend sind.
Zuletzt geändert von Klaus W am So 23. Okt 2011, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Mylady » So 23. Okt 2011, 21:19

Klaus hallo!

Das war kein Angriff auf dich!
Ich hab oben erklärt WARUM sich das so grausam anfühlt und real scheint! Der Betroffene glaubt, eine böse Seite erwache in ihm! Das ist Blödsinn!!
Das ist eine Überfunktion des Frontallappen!

Und jeder Mensch hat irgendwo Aggressionen, die er verdrängt hat, aber mit dem Ausbruch aggressiver ZWANGSGEDANKEN hat das wenig zu tun! Und wer selbst keine ZG in seiner schlimmsten Form hatte; kann leider nicht mitreden!

Ich weiss, du meinst es gut, Klaus! Udn in vielem hast du voll Recht!!

Klaus W
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Klaus W » So 23. Okt 2011, 21:21

Beziehst Du "das ist Blödsinn" auf meine Beiträge?

Mitreden kann jeder, der ein wenig Ahnung von der Materie hat. Man braucht keine Zwangsgedanken haben (oder von ihnen öffentlich erzählen) um sie zu verstehen.
Mit den richtigen Worten kann man alles sagen, mit den falschen Worten nichts.

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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Mylady » So 23. Okt 2011, 21:46

Das Blödsinn war nicht auf deine Beiträge bezogen!

Und als Nicht ZG Betroffener kannst du vieeeel Wissen haben, aber Nie eine Ahnung, welche Gefühle und Gedankengänge diese Menschen haben! Das ist, wie wenn ich das Forum für Schizophrenie schreib, du bist ein potentieller Verbrecher, weil du psychotisch bist!
Des is einfach zu heikel!!

Klaus W
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Klaus W » So 23. Okt 2011, 22:27

Doch man kann das auch als nicht Betroffener alles ganz eindeutig verstehen, auch die Gedankengänge. Gefühle und Gedankengänge nachzuvollziehen ist geradezu trivial. Da kann man auch lang und breit ein Mysterium drum machen, um im Endeffekt ganz simple Sachverhalte. Alles bestens erforscht.

Allerdings - und da gebe ich Dir Recht, Mylady - tut mancher auch gut daran seine Zwänge wohlweislich nicht psychologisch anzutasten, das kann einem unter Umständen wirklich schaden, wenn es zu belastend wird, man es nicht mehr verarbeiten kann. Da wird man dann zu Recht instinktiv einen Bogen darum machen, es zu Recht als gefährlich bezeichnen. Und wozu sollte man es auch verstehen wollen - wenn man ansonsten gut damit lebt.

Ich persönlich verstehe (nicht nur) Zwangsgedanken psychologisch. Ob man die Meinung teilt oder sie von sich weist, und wie man letztendlich mit seinen Zwangsgedanken umgeht liegt bei jedem selbst.

Beste Grüße,

Klaus
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Remedias » Mo 24. Okt 2011, 11:52

Mylady, der Befund einer Stoffwechselkrankheit entlastet natürlich enorm; denn Schuldzuweisungen oder so was helfen nicht weiter.
Ich unterstelle Alleswirdgut auch eher ein nicht ausgelebtes Aggressionspotential wegen der Meerschweinchen - Geschichte, weniger wegen ihrer Zwangsgedanken. Die bekommt sie vielleicht auch mit Medikamenten in den Griff.

liebe Grüße Remedias

Gwendolin87
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Re: Zwangsgedanken in die Tat?

Beitragvon Gwendolin87 » So 20. Mär 2016, 13:07

Lieben Dank für die schnelle Antwort.
Das ist es ja, mir ist nichts schlimmes Widerfahren in meiner Kindheit.
Habe ein Super Verhältnis zu meinen Eltern, kann mich nicht wissentlich an schlimmes erinnern.

Ich bin meinem Sohn eher überängstlich und vermeide schon Situationen wo er sich weh tun könnte.
Ist nicht ganz richtig da er ja selber lernen muss.

Aber ist es letztenendes nicht so das ich Hand angelegt habe?
Sei drum um es mir selber zu beweisen das ich das nicht könnte...
Aber es ist doch schon ein Schritt weiter... Was wenn ich schwach werde und dem Gedanken doch nachgebe und nicht aufhöre wie bei meinem Schweinchen zu kindheitstagen?
Ach das ist doch alles absurd und widersprüchlich da ich so eine Angst um ihn hab und bei jedem Pup zum Kinderarzt renne.

Das macht doch alles keinen Spass mehr ...


Meerschweinchen darf man niemals einzeln halten. Auch Kaninchen nicht. Das grenzt an Tierquälerei.


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