aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Hier hinein gehören alle Beiträge, die sich spezifisch auf die genannten Symptome einer Zwangsstörung beziehen.
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milo
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon milo » Fr 26. Feb 2010, 18:27

hallo ihr lieben leidensgenossen!

ich bin ganz neu hier und hab mir mal eure problematiken durchgelesen. es ist schon erstaunlich wie ähnlich sich die muster sind!

seit november letzten jahres bin ich - in verbindung mit einer depression und angststörung - nun auch ein betroffner und anfangs ging es mir sehr sehr schlecht. die gedanken richteten sich insbesondere gegen meine freundin, was besonders perfide war, ist sie doch ein grundgütiger mensch. so nahm ich anfangs an ich sein eine abartige person und diskreditierte mich innerlich noch mehr.

in hochphasen richteten sich die gedanken gegen alles und jeden der mir über den weg lief, häufig war ich psychisch so überlastet dass auch derealisationszustände eintraten. ich war kurz davor mich selbst einzuweisen, versuchte es aber mit cipralex. und nach erstaunlich kurzer zeit, etwa 10 tage nach beginn der einnahme ging es mir doch ein wenig besser und ich wurde schliesslich so stabil, dass ich wieder arbeiten konnte etc.

auch beschäftigte ich mich mit dem hier schon erwähnten buch von lee bear (der kobold im kopf). es ist meiner meinung nach sehr gut, reicht aber als alleinige maßnahme gegen die sympthome nicht aus.

mittlerweile habe ich auch eine verhaltenstherapie bei einer ärztin begonnen die sich auf das thema spezialisiert hat, da ich gelesen habe dass zwangspatienten bei erfolgreicher linderung durch ssri nach der einnahme oft rückfällig werden. und die therapie ist in meinem fall sehr hilfreich, da dort der individuelle umgang mit den zwangsgedanken analysiert wird. und das ist einer der schlüssel zur linderung.

ich bin mittlerweile zwar nicht befreit von den gedanken, sie sind aber dermassen zurückgetreten, dass es ein absolut erträgliches niveau darstellt und die lebensqualität sich deutlich gesteigert hat.

die frage die bei mir zurückbleibt ist wie es ohne cipralex aussehen wird. ich habe mich auf 10mg/tägl eingestellt und komme damit gut klar. 6 monate sollte man mind. dabei bleiben. dann allerdings werde ich beginnen das ssri wieder auszuschleichen - hoffentlich erfolgreich :) ich bin aber recht zuversichtlich.

was ich euch raten möchte:

es hilft nicht sich selbst runterzumachen! keiner von euch ist in irgend einer form gefährlich für seine mitmenschen noch kann sie oder er etwas dafür dass diese gedanken da sind. das gegenteil ist der fall! menschen mit zwangsgedanken setzen meist übertrieben hohe moralische maßstäbe an sich selbst und begeben sich so erst in den kreislauf der zwangsgedanken hinein. weltweit entlassen ärzte und therapeuten täglich zehntausende von menschen mit zwangsgedanken wieder "in die freiheit" ohne sich sorgen machen zu müssen. und das hat einen grund: es kommt nie zur ausführung der gedanken.

wir als patienten müssen nicht nur wissen, sondern begreifen, verstehen und verinnerlichen, dass von den gedanken keine gefahr ausgeht. ausser für uns selbst, indem wir darunter leiden.

zudem ist niemand ein schlechter mensch, oder hat gar etwas gefährliches in sich was versucht auszubrechen. jemand hat hier geschrieben "nur psychopaten haben grundlos mordgedanken". das stimmt natürlich nicht. denn die hat jeder mal. autoren spielen gedanklich die widerwärtigsten szenen durch, bringen sie auf papier und einige auch noch auf die leinwand. das ist natürlich etwas anderes, aber das intensive beschäftigen mit solchen dingen macht diese menschen genau so wenig wie uns zu mördern oder ähnliches.

ein freund erzählte mir neulich - und er ist frei von jeglichen psychischen problemen - das er im strassenverkehr regelmässig ausrastet und sich vorstellt wie er die andern verkehrsteilnehmer über den haufen fährt. aber er bekommt keine angst vor solchen gedanken da er sich nicht sorgt diese auszuführen.

und dies ist ein wichtiger punkt:

ein mensch mit zwangsgedanken bewertet solche gedanken oder gedanklichen impulse als reale gefahr, geht sie immer wieder durch - wie hier auch schon beschrieben - ob sie oder er dies nun wirlkich bereit wäre in die tat umzusetzen, macht sich wieder runter, weil nun zum test die tat in gedanken durchgespielt wird und man sich noch mehr für einen schlechten gefährlichen menschen hält, noch mehr vertrauen in sich selbst verliert und beim nächsten impuls geht es weiter...

also verdeutlicht euch auch selbst intensiv, dass ihr keine schlechten menschen seid, nur aufgrund der gedanken. übt es, sagt es euch in der situation wenn die gedanken kommen: ich bin kein schlechter mensch!

Ausserdem empfehle ich die gedanken zu enttabuisieren:
ich mache mit meiner freundin mittlerweile witze über diese gedanken. und es hilft tatsächlich. zu beginn hätte ich mich das in keinster weise getraut. zu groß die befürchtung dass dies eine art eingehen auf die gedanken wäre und es zur tat kommen könnte. doch wenn ihr es schafft die sache zu akzeptieren und wirklich zu verstehen hilft diese form des umgangs einen großen teil des gefährlichen schreckens zu nehmen. dieser umgang empfiehlt sich natürlich nicht mit kindern, aber es ist ein durchaus probates mittel auch solch ernsten dingen mit ironie zu begegnen.

weiterhin sollte man sich so gut es eben geht mit situationen konfrontieren in denen die gedanken besonders stark kommen. die routine allein wird schonmal vertrauen schaffen, da ihr permanent erfahrt dass ihr niemandem etwas antut, zudem gewinnt der zwang keine macht über euch, da ihr euch nicht beugt und euer leben nicht nach dem zwang ausrichtet.

psychische probleme sind leider sehr komplex und erfordern zur genesung ein hohes maß an eigeninitiative. also seid fleißig, besorgt euch bücher über das thema, lernt über hintergründe um zu verstehen dass es eine natürliche und keine bizarre angelegenheit ist und das man etwas dagegen tun kann. auch wenn eine therapieplatz nicht, oder nicht bald genug in aussicht ist, kann man sich mit büchern die verhaltenstherapie behandeln auch erwiesener maßen ein gutes stück weit selbst therapieren. das macht eine eventuell folgende therapie zudem viel effektiver.

oha, jetzt habe ich ja jede menge zeugs abgelassen, hoffe ihr könnt was damit anfangen...

ich wünsche euch allen auf jeden fall von ganzem herzen ganz schnelle besserung. ihr schafft das schon!!!

milo :D

mooone
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon mooone » Fr 26. Feb 2010, 19:52

Hey Milo,

tob Dich hier ruhig aus :)) Das tut gut -- vor allem Dir... und allen, die das hier lesen! :)
Es erleichtert mich wieder total, zu erfahren und zu wissen, dass ich nicht alleine mit dieser Qual lebe...
Mittlerweile geht es mir auch wieder einigermaßen besser (im Dezember/Januar war es ziemlich schlimm....), aber verschwinden wollen diese Quälgeister und Kobolde (wie ihr es wohl selbst leider erfahren müsst) nicht! :mad:
Aber am Montag gehe ich zur ersten "richtigen" Therapiesitzung. Da sind die Leute natürlich drauf spezialisiert und dann kann's ja rund gehen... Ich hoffe, dass ich diese Schwachsinnigkeit auch los kriege. Zumindest so weit, dass ich damit klar komme und weiß, dass ich solch einen Blödsinn niemals in die Tat umsetzen werde.

Ich finde es richtig toll, dass es hier so viele Leute gibt, die von ihrer inneren Qual berichten (bzw. sich das trauen!). Das ist sehr wichtig und ermutigt auch andere!! Es beruhigt unheimlich und motiviert, sein Leben endlich in den Griff zu kriegen und diesen Gedanken entgegen zu treten.

Ich wünsche allen Betroffenen ganz viel Kraft und Hoffnung!!
Liebe Grüße und allen ein schönes Wochenende!

mone
Life isn't about waiting for the storm to pass, it's about learning to dance in the rain.

almighurt
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon almighurt » Sa 27. Feb 2010, 22:32

wer ist außer mir noch der meinung, daß elwand hier nicht mehr posten sollte?

anstatt trost und verständnis zu spenden, wühlt er nur auf und gibt pseudointelligente ratschläge, die einen kein stück weiterbringen. also, wer noch möchte, dass er das posten zu diesem thema sein lässt, sollte doch bitte einen kurzen kommentar dazu abgeben.

an alle, die selbst betroffen sind, alles gute! und an alle die einfach wirklich helfen wollen - ohne sich auf kosten anderer profilieren zu müssen - vielen dank.

zwaengler79
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon zwaengler79 » Sa 27. Feb 2010, 23:34

almighurt hat geschrieben:anstatt trost und verständnis zu spenden, wühlt er nur auf und gibt pseudointelligente ratschläge, die einen kein stück weiterbringen
In der Tat, da ist was wahres dran. Manche Beiträge müßten nicht unbedingt sein, aber wenn`s ihn glücklich macht...bitteschön. Ich les mir den Inhalt seiner Beiträge schon gar nimmer durch.

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milo
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon milo » Mo 1. Mär 2010, 19:48

hallo allerseits,

ich bin zwar seit sehr kurzem dabei, hab aber schon einiges gelesen hier im forum und muss sagen: ich störe mich nicht an elwands beiträgen! ich versteh zwar auch nicht immer alles :) aber böse meint es der elwand eigentlich nie. und jemanden angegangen ist er doch auch nicht, oder?

insofern wäre ich nicht dafür elwand hier in irgend einer form hier zu verbannen! sorry falls es noch nicht angebracht war meinen senf dazu zu geben.

@zwaengler79: wie gehts dir denn so? wenn ich richtig verstanden habe bist du wieder daheim, oder?


lg

milo

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fluuu
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon fluuu » Di 2. Mär 2010, 01:29

...zu spät, elwand ist wohl ausgelöscht.
Ein tragisches Geschehen denn er war einer der wenigen User der die psychische Problematik
auf den Punkt bringen konnte und sehr dicht an der Wahrheit war, an der schmerzlichen...
Aber wer will schon die Wahrheit hören? Finde es sehr traurig, dass die seichte Oberflächlichkeit
wieder gewonnen hat und das sogar in einem Forum für Psychotherapie.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

almighurt
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon almighurt » Di 2. Mär 2010, 16:44

@ fluuu & milo

kann ja sein, dass er für euch etwas hatte, das euch helfen konnte. ich fühlte mich von ihm eher missverstanden und überrumpelt. ich wollte auch nicht auffordern ihn zu "verbannen", sondern lediglich bitten, ob er in diesem thread nicht mehr posten könnte, sofern ich nicht der einzige wäre, der sich von ihm gestört fühlt.
und nah an der realität? naja, mir schien es, als würde er lediglich immerzu nach einem weg suchen die schulmedizin in frage zu stellen und stattdessen flapsige bemerkungen zu machen, die einen in der situation (aggressive zwangsgedanken/zwangsimpulse/grübelzwänge) eher belasten und runterziehen, statt aufzubauen, mut zu machen und helfen aus dem teufelskreis der negativen gedanken zu kommen.

aber wenn elwand gelöscht ist, hat sich das problem ja ohnehin erübrigt...

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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon milo » Di 2. Mär 2010, 20:11

tja,

ein schwieriges unterfangen. mehr als verständlich dass teilnehmer in einem forum für psychischen probleme sensibel auf antowrten reagieren, genauso wichtig ist allerdings auch toleranz gegenüber allen akteuren die hier was reinschreiben :-k

Wisteria
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon Wisteria » Di 9. Mär 2010, 13:23

Hallo, zusammen!

Wollte nur mal kurz fragen, ob jemand was von Zwaengler 79 gehört hat?

@ Zwaengler: Ich hoffe dir geht es einigermaßen gut und kommst zu Hause zurecht.

LG
Wisteria

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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon milo » Di 9. Mär 2010, 23:48

Ja! Ein "Update" von Zwaengler würde mich auch sehr freuen...

Liebe Grüße an alle!

milo

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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon zwaengler79 » Fr 12. Mär 2010, 13:00

Da bin ich! Es tut gut zu wissen, daß andere an einen denken.

Tja, was soll ich sagen. Bin jetzt seit über einer Woche wieder in heimatlichen Gefilden. Es ist zwar nicht perfekt, aber bis jetzt kriege ich es noch recht gut hin. Hatte sogar von Mittwoch auf Donnerstag meine Tochter. Klar kamen die Gedanken wieder, aber irgendwie konnte ich mich ein bissel besser davon distanzieren. Vielleicht liegt es auch an dem Medikament welches ich seit einem Monat nehme: Anafranil.
Heute morgen bin ich allerdings schon wieder mit so ner inneren Angst und Unruhe aufgewacht. Ich denke es wird Zeit, daß ich wieder arbeiten gehe um auf andere Gedanken zu kommen.

Wie läuft es bei euch???

Liebe Grüße

Wisteria
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon Wisteria » Fr 12. Mär 2010, 23:58

Hallo Zwaengler :turn-l:

Schön mal wieder von dir zu hören...und auch beruhigend. Dachte schon dir würde es gar nicht gut gehen, nachdem du in die heimischen Gefilde zurück gekehrt bist. Aber das hört sich doch ganz gut an. Lass dich aber nicht von deinem Zustand von heute morgen zu sehr einnehmen und beeinflussen. So Tage gibt es immer mal wieder. War jetzt wahrscheinlich auch etwas viel für dich. Ich meine das nicht im negativen Sinne-halt einfach viele Emotionen. Zurück nach Hause, Tochter gesehen etc.. Das kann schon etwas auslösen. Ich glaub du musst dich erst mal etwas eingewöhnen- und eine regelmäßige Arbeit tut dir sicher auch gut. Ich bin ja der Meinung, dass Zwänge gerade dann ihren Vormarsch haben, wenn der Alltag unstrukturiert verläuft.
Und klar machen wir uns Gedanken, wenn du dich nach einer regen Teilnahme hier im Forum einfach nicht mehr meldest :wink:
Naja, ich habe gerade nicht so eine gute Zeit, obwohl es mir sehr lange gut ging. Habe wahrscheinlich einfach die Warnsignale meines Körpers überhört und dann kommt es halt irgendwann zum Ausbruch....liegt auch daran, dass meine Medis nicht mehr richtig angeschlagen haben. Naja, jetzt habe ich neue Medis bekommen und hoffe, dass es wieder gut wird. Nebenwirkungen habe ich schon mal nicht- bis jetzt....und ich hoffe,dass bleibt auch so;-)

LG

zwaengler79
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Hi Wisteria

Beitragvon zwaengler79 » Sa 13. Mär 2010, 11:47

Ja, ich muß mich wirklich erst wieder ans zuhause sein gewöhnen. War seit letztes Jahr April insgesamt zehn Monate in verschiedenen Kliniken. Eigentlich unvorstellbar. Was Medis angeht hab ich auch einiges durch. Hab vor kurzem von Trevilor auf Anafranil umgestellt. Zuerst nahm ich beides und seit einer Woche hab ich das Trevilor abgesetzt. Irgendwie habe ich jedoch das Gefühl, unter Absetzerscheinungen zu leiden. Bin abartig unruhig und meine Hände zittern ohne Ende. Na ja, wird auch wieder weggehen. :silly:

Welches Medikament hattest du genommen bzw. bekommst du jetzt? Und wie lange hattest du das alte genommen :?:
posting.php?mode=reply&f=64&t=5210#
:silly:
Das Zwänge erst richtig durchkommen wenn man nen unstrukturierten Alltag hat kann ich nur bestätigen. :???:

Was mir da gerade noch einfällt: bist du männlich oder weiblich :?: Und woher kommst du :?:
Bin immer seeeeehr neugierig. :mrgreen:

Wisteria
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon Wisteria » Sa 13. Mär 2010, 12:39

Hallo, Zwängler!

Das ist schon ne Ansage. 10 Monate in Kliniken unterwegs zu sein...aber wenn es dir hilft. Und das tut es ganz bestimmt. Nur ein wenig Geduld :) Naja, und die Absetzerscheinungen werden auch schon verschwinden....
Also, ich habe vorher Citalopram (40 mg) geschluckt. Damit ging es mir eigentlich auch ganz gut. Obwohl diese nicht direkt die Zwänge beeinflussen. Aber ich konnte wieder klarer denken und das hat mir sehr geholfen. Problem war allerdings, dass ich meinte ich müsste sie absetzen, weil ich die Medis schon 4 Jahre genommen habe. Habe auch ganz artig die Dosis reduziert und dann ging es nach ein paar Wochen wieder los :sad: Dazu kam noch, dass ich in der Zeit umgezogen bin und viel Stress hatte....und wie sich das auswirkt, weißt du wahrscheinlich nur zu gut :wink:
Jetzt war ich letztens bei einem Psychiater in meiner Gegend - und zum Glück ist das ein super Typ- und der hat mir jetzt Paroxetin verschrieben. ich habe bis jetzt keine großen Nebenwirkungen, außer Schläfrigkeit, Schwitzen (also bisschen mehr als normal) und Konzentrationsstörungen. Jetzt warte ich auf die Wirkung :-" Hast du auch schon mal paroxetin genommen?
Ach, zu deinen Fragen: Ich bin weiblich- hättest dir wohl lieber nen Kerl gewünscht, was :lol:
Und zu deinen anderen Fragen. Ich gebe nicht gerne was Preis in der "Öffentlichkeit" des Internets. Man weiß ja nie, wer darauf stößt und mich darin wieder erkennt. Kleiner Verfolgungswahn :lol: und Angst vor der Ablehnung.
Ich hoffe, dass kannst du verstehen, auch wenn es sehr absurd ist :roll:

LG
Wisteria

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milo
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Re: aggressive Zwangsgedanken - Betroffene gesucht!

Beitragvon milo » Di 16. Mär 2010, 00:22

hallo zwaengler!

schön von dir zu hören! und es scheint dir auch besser zu gehen, auch wenn du dich noch an die "neue alte" umgebung gewöhnen musst...

find es krass das du solange klinischen aufenthalt hinter dir hast, aber noch krasser dass du jetzt in dein leben zurück kommst! meinen tiefsten respekt für deinen mut und deine kraft!!! find ich cool

was hast du positives mitgenommen aus der zeit, welche hilfen hast du bekommen für die zeit die jetzt kommt (ausser den medis :wink: ) ?

bist du jetzt ganz auf dich allein gestellt? oder noch ambulante therapie?

liebe grüße

milo


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