Angst jemanden etwas böses anzutun:`-(

Hier hinein gehören alle Beiträge, die sich spezifisch auf die genannten Symptome einer Zwangsstörung beziehen.
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nicknamenina
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Angst jemanden etwas böses anzutun:`-(

Beitragvon nicknamenina » Sa 18. Apr 2009, 17:23

Hallo,

ich leide seit einiger Zeit unter Zwangsgedanken, genauer gesagt habe ich Angst davor meinem Sohn etwas anzutun.
Eigentlich habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Sohn und eigentlich gar keinen Grund ihm etwas anzutun, aber trotzdem quälen mich die Gedanken jeden Tag aufs Neue.

Ich habe mir Anfang des Jahres Hilfe in der Psychiatrie geholt, wurde auf Zyprexa und Fluoxetin eingestellt und nach 6 Wochen Klinikaufenthalt entlassen.

Jetzt sind die Gedanken trotz Medikamente wieder da. Einen Therapieplatz bekomme ich erst Anfang Juli, habe mich überall auf die Warteliste setzen lassen.


Hat jemand von euch Erfahrung mit einem anderen Medikament, was auch dagegen hilft.
Lg, Nina

charliz78
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Beitragvon charliz78 » Sa 13. Jun 2009, 11:09

Hallo!
ich habe auch diese zwangsgedanken! es ist fürchterlich. seit 4 monaten habe ich angst meiner 5 monate alten tochter etwas anzutun. bin in therapie deswegen. es wird schon ein bißchen besser. manchmal glaube ich durchzudrehen, weil mir ständig diese schrecklichen phantasien durch denn kopf geistern.
leide noch dazu seit 6 jahren unter panikattacken.
ich hätte nie damit gerechnet das mir sowas passiert. ich wußte noch nichtmal, daß es solche zwangsgedanken gibt.
vielleicht hast du lust mir zurückzuschreiben?!
wäre froh über kontakt mit einer leidensgenossin!!
lg
charliz

Iloschi
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Beitragvon Iloschi » Sa 13. Jun 2009, 16:32

Hallo,

ich habe auch diese Gedanken und bei mir richten sie sich auch gegen geliebte Menschen. Unter Panikattacken leide auch ich seit mehreren Jahren. Diese Gedanken könnnen ganz schön quälend sein....

Erfahrungen mit hilfreichen Medikamenten habe ich leider nicht.
Mich hat mal eine Therapeutin vor einigen Jahren, als die Gedanken zum ersten Mal bei mir auftraten, mit den Worten getröstet: " Menschen die diese Gedanken haben, setzen sie nie in die Tat um!" War zwar nicht unbedingt die Heilung, aber ich habe mich damals an die Worte geklammert und sie hatten mir zum damaligen Zeitpunkt etwas geholfen. Natürlich hatte ich gleichzeitg eine Therapie gemacht. Dann hatte ich einige Jahre Ruhe und nun sind sie wieder da, nicht in der Intensität wie damals, aber es reicht.



LG
Iloschi

charliz78
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Beitragvon charliz78 » Mo 15. Jun 2009, 12:15

Hallo!
Ja, das stimmt. am anfang hab ich gedacht, daß ich eine psychose oder ähnliches habe. meine therapeutin hat mich schon bei den panikattacken behandelt. ist aber schon länger her. habe sie dann in der schwangerschaft in der stadt getroffen. da ging es mir blendend. sie erzählte mir, daß sie sich selbstständig gemacht hat und falls ich mal etwas hätte könnte ich zu ihr kommen. damals hab ich gedacht: das brauche ich doch nie wieder. mir gehts doch super. die panikattacken sind so gut wie weg.
leider hatte ich mich da sehr getäuscht. meine kleine war erst 3 wochen, als die zwangsgedanken kamen :cry:
ich dachte ich dreh durch. hab dann die besagte therapeutin angerufen und eine stunde mit ihr vereinbart. ich denke dadurch, daß sie mich schon kannte, hat sie das problem sofort erkannt. ich war so froh, daß ich keine schwangerschaftspsychose habe und nicht in die psychiatrie muß...
das blöde ist das ich ziemlich viel über diese themen gelesen habe. bei zwangsgedanken ist es noch nie in die tat umgesetzt worden-bei psychosen allerdings schon :sad:
manchmal traue ich mich nicht mit meiner tochter allein zu sein! das ist doch echt ätzend. ich hab mir über alles ein baby gewünscht. nun ist sie gesund auf der welt und dann sowas
:cry:
mein neurologe hat übrigens die diagnose meiner therapeutin bestätigt und mir fluoxetin verschrieben. leider verträgt es sich nicht mit dem medikament gegen angstzustände (mirtazapin 30 mg).
hab im august erst wieder einen termin bei ihm. hoffe er verschreibt mir was anderes. mal schauen.
ansonstens weiß ich leider auch nicht was man da nimmt. ich glaube gelesen zu haben, daß es eine bestimmte gruppe der antidepressiva ist (ssri`s), oder so.
viele grüße an alle zwängler...
charliz

Iloschi
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Beitragvon Iloschi » Mo 15. Jun 2009, 15:03

charliz78 hat geschrieben:Hallo!
meine kleine war erst 3 wochen, als die zwangsgedanken kamen :cry:
Hallo Charliz,
genau da fing es bei mir auch das erste Mal an. Ich hatte auch total Panik mit meinem Sohn allein zu sein. Konnte zu dem Zeitpunkt auch keinen spitzen Gegenstand in die Hand nehmen! Dachte auch, ich dreh durch oder das ich jetzt verrückt werde. Ich kann dich sehr gut verstehen, auch ich hatte mir mein Baby über alles gewünscht und dann kamen diese Gedanken die alles überschatteten

Medikamente habe ich damals bekommen, aber so wirklich geholfen haben sie nicht.
Habe auch schon einige Bücher darüber gelesen, die ich auch immer wieder zur Hand nehme, wenn es ganz schlimm ist. Vielleicht kennst Du die ja. "Hör endlich auf damit" und "Zwangshandlungen".
Hatte gerade Heute wieder eine Stunde bei meinem Pycho-Doc und Zwangsgedanken analysiert. Fühle mich heute darum wieder ein bißchen besser.

LG
Iloschi

charliz78
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Beitragvon charliz78 » Do 18. Jun 2009, 13:28

hallo iloschi!!
gut zu wissen, daß die medi`s manchmal nicht richtig helfen! als ich neulich die fluoxetin genommen habe ging es mir schlechter als vorher. wahrscheinlich weil sich die beiden sorten nicht miteinander vertragen haben. dabei habe ich soviel hoffnung da rein gesetzt. ich dachte es wird vielleicht ein bißchen besser...jetzt habe ich keine lust mehr auf solche experimente.
darf ich fragen wie alt dein sohn ist? ich habe irgendwie das gefühl, wenn meine tochter etwas älter wird, sich sozusagen wehren könnte, daß die gedanken dann vielleicht verschwinden.
bei mir ist es auch so. hatte vorgestern therapie. seitdem gehts mir viel besser. wenn die schlimmen gedanken kommen denke ich mir einfach immer: ach, das sind wieder nur diese zwangsgedanken. die sind unwichtig. ich denke das nur, weil ich es eigentlich nicht denken möchte!!!
manchmal klappt das ganz gut. meine therapeutin hat mir das so erklärt: stell dir mal bitte nicht vor, das ein rosa elefant auf meiner schulter sitzt...
was passiert? man sieht einen rosa elefanten.
genauso ist das mit den zwangsgedanken. bei mir jedenfalls.
viele liebe grüße
charliz

malella
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Beitragvon malella » So 19. Jul 2009, 18:23

hallo, habe gerade eure diskussion gelesen und mich dort sozusagen wiedergefunden. leide auch unter panikattaken, depressionen und seit neuestem unter zwangsgedanken. dabei habe ich angst meinem freund, meinen hunden oder geliebten menschen etwas anzutun. irgendwie ist bei allem immer die große angst, irgendwann die kontrolle zu verlieren. hatte das ganze schonmal vor 15 jahren (tabletten und therapie inclusive) und dachte, es wäre vorbei. jetzt geht es mir seit ca. 4 wochen wieder ziemlich schlecht...
würde mich total freuen, von einem von euch mal was zu hören. denn es wäre schön, sich mal mit jemandem auszutauschen, dem es ähnlich geht.
grüße, malella

meeko78
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Beitragvon meeko78 » Di 28. Jul 2009, 15:12

oooooooooooooooo ich kanns kaum fassen :( ICH BIN NICHT ALLEINE.... mir gehts genau wie euch und habe das gefühl ich müsse durchdrehen. ich kenne das schon länger. hatte langere zeit ruhe und jetz kommen sie wieder... die angst ich müsse meiner 10mt alten tochter etwas antun. ich würde mich am liebsten erhängen bei diesen gedanken :(. bitte nicht falsch verstehen.. aber ich bin "froh" dass ich nicht die einzige bin. wenn ich google schweiz suche finde ich nichts und dachte.. mann bin ich denn die einzige???? aber in DE finde ich diesen beitrag und noch viiiiele mehr.. ich bin in keiner therapie. war früher immer mal wieder.. habe aber über das NIE gesprochen.. weil ich mich soo schämte. ich habe auch jetzt angst jemandem etwas zu sagen.. und wieso? ich möchte nicht dass man mir meine tochter wegnimmt.. :(

RoseT
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Beitragvon RoseT » Mo 24. Aug 2009, 19:14

Hi,

ich nehme seit ca. 3 Monaten Trevelor. Ich weiß nicht, ob man mir das wegen Depressionen gegeben hat oder auch in hinblick auf meine Zwangsgedanken.
Ich habe den Eindruck, das die Zwangsgedanken dadurch besser geworden sind. Ich kann das aber nicht genau beurteilen, weil ich mich erst Stationär in einer Klinik aufgehalten habe und dann in einer Tagesklinik war. Wie das mit dem Medikament langfristig läuft werde ich erst sehen. Ich habe auch wieder neue Zwangsgedanken entwickelt, aber ich habe sie nicht als so aufdringlich empfunden und sie hielten auch nicht so lange an.
Das lag aber auch daran, das derjenige der von meinen Zwangsgedanken betroffen war, sehr toll darauf reagiert hat und das Thema mit mir etwas auseinandergepflückt hat.

Meine Zwangsgedanken sehen so aus, das ich, wenn ich einen Menschen lieb gewonnen habe, über ihn sehr schlechtes anfange zu denken.

Ich kann jeden der gerade Zwangsgedanken wegen seiner Kinder hat, das Buch "Der Kobold im Kopf" empfehlen. Da wird auch von Patienten berichtet, die immer wieder den Gedanken haben, ihrem Kind etwas anzutun und es werden Lösungen aufgezeigt.

melnie
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Re: Angst jemanden etwas böses anzutun:`-(

Beitragvon melnie » Fr 22. Mai 2015, 23:11

Mir geht es seid Februar so. Ich hatte das als Kind schon mal dann War es weg und jetzt über 20 Jahren wieder da. Ich bin fix und fertig . Ich liebe mein Kind über alles aber im Moment bin ich froh wenn sie bei Freundinnen ist . Allein sein mit ihr ist eine Qual das ich denke du musst sie weg geben dann brauchst du keine angst haben. Aber niemals weiß nicht was ich machen soll

vonwegenvivi
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Re: Angst jemanden etwas böses anzutun:`-(

Beitragvon vonwegenvivi » Do 9. Apr 2020, 15:13

Hallo,

ich leide total unter der Angst, durchzudrehen. Ich habe große Angst, meiner Familie irgendwie weh zu tun. Immer wieder drängen sich mir sehr sehr aggressive Gedanken auf, mit denen ich überhaupt nicht umgehen kann. Ich frage mich, ob ich vielleicht gar nicht krank bin, sondern vielleicht wirklich irgendwas umsetzen will. Ich habe große Angst und quäle mich jeden Tag - und es wird immer schlimmer... :(
Hat jemand Tipps, wie ich die Gedanken loswerden kann?


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