Lampenfieber

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fluuu
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Re: Lampenfieber

Beitragvon fluuu » Fr 28. Feb 2014, 12:00

Kann mir hier virtuell kaum ein Urteil anmaßen aber mein Verdacht, dass Mavros ganz besonders gestört ist habe ich schon länger.
Ist egal, jeder tobt sich aus so gut er kann, sollte jedoch auch die Rückmeldung ertragen.

Mir geht es im Forum vor allem um die virtuelle Form der Kommunikation und des Austausches.
Theoretisches Wissen und Informationen kann man sich anlesen aber ein Forum ist ein aktiver Austausch.
Auch virtuell kommt es einem Gespräch sehr nahe mit dem Vorteil Zeit zu haben die Gedanken zu
sortieren die dann nicht Ausgeplappert sondern niedergeschrieben werden, ein großer Vorteil der
Online Kommunikation.
Schreibe das nicht ganz uneigennützig denn befinde mich gerade in der Ausbildung zum
psychosozialen Online-Berater/Psychotherapie und will meine Arbeit weg von der realen Praxis
mehr in die virtuelle Welt verlegen. Wenn es so weit ist, dauert noch, sag ich Bescheid.
Will zunächst eine kostenlose E-Mail Beratung einrichten mit verschlüsselten Mails,
dazu braucht es eine Website, eine spezielle Software und natürlich ein gutes Konzept.
Neben E-Mail, Chat und Skype gehören auch Foren zur Online Kommunikation die gezielt zur
Besprechung genutzt werden können. Nichts ersetzt den realen Kontakt und den Blick in
die Augen aber zusätzlich kann die Online Kommunikation gute Dienste leisten.
Wir alle hier im Forum, es sind zur Zeit nicht so viele aber besser Qualität als Quantität,
würden wahrscheinlich nie ein Wort wechseln miteinander gäbe es die Online Welt nicht.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

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Remedias
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Re: Lampenfieber

Beitragvon Remedias » Fr 28. Feb 2014, 14:12

Schreibe das nicht ganz uneigennützig denn befinde mich gerade in der Ausbildung zum
psychosozialen Online-Berater/Psychotherapie
Das klingt interessant. Denke mal, die neuen Medien werden noch zu wenig genutzt und dabei gibt es Hunderte von Menschen, die auf Therapie warten.
Wir alle hier im Forum, es sind zur Zeit nicht so viele aber besser Qualität als Quantität,
würden wahrscheinlich nie ein Wort wechseln miteinander gäbe es die Online Welt nicht.
richtig. ich habe per www auch mehr gelernt über psychische Erkrankungen als im RL. Auch dass manches schlicht ein Schulenstreit ist. Ein intensiver mail- Austausch bringt auch mehr als 10 Minuten alle 6 Monate bei einem Psychiater.

Wünsche Dir viel Glück, Fluuu, auf diesem Gebiet.

liebe Grüße Remi

Mavros
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Re: Lampenfieber

Beitragvon Mavros » Fr 28. Feb 2014, 14:56

Ich behaupte weder, dass ich gut kommunizieren kann, noch will ich dir irgendetwas lehren!
Dann vestehe ich nicht, für welchen Zweck du vom Thema Soziale Phobie abgekommen bist:
Auch werde ich versuchen so weit wie möglich für alle User hier verständliche Formulierungen zu wählen.
Nicht jeder hat hier die Fachkenntnisse und nicht jeder verfügt über einen ausgeprägten elaborierten Code.
Ich habe viele Jahre mit Menschen unetrschiedlichsten Niveau gearbeitet. Dabei war es mir wichtig meine Botschaften so zu formulieren, dass sie den Sender auch erreichen und nicht im Nichts verpuffen.
Bekanntlich lernt jeder durch seine eigenen Erfahrung, hat einen individuellen Ausgangspunkt, der mit einem anderen nicht vergleichbar ist. Was will ich also einen anderen "lehren". Wenn du sagen würdest - ja, ich lehre Englisch oder Erdkunde, dann kann ich das verstehen. Jedoch ergibt sich in einem anonymen Forum für erwachsene Menschen eine andere Situation, zumal das Mitlesen (anders als u. U. bei einer realen Gegebenheit) keine Pflicht ist.
Aber du fühlst dich direkt angegriffen.

Eigentlich nicht. Eigenlob und Nächstentadel treten immer als Duo auf und können voneinander getrennt nicht existieren. Deshalb ist meine Schlussfolgerung allein anhand der Logik nachvollziehbar. Eine Selbstbestätigung, jedoch auch eine Selbstablehnung erfährt man nicht durch Kommunikation oder durch den Vergleich mit anderen, sondern anhand der Kongruenz innerer psychischer Vorgänge. Ist die Lage stabil, ist man unangreifbar. Nicht irriger weise dann, wenn man selbst angreift. Noch besser man begreift, dass man einer unrealistischer Vorstellung hinter her ist und dass es überhaupt keine Angriffsflächen geben kann wenn man die richtige Einstellung zu sich selbst und zu anderen findet.

Angreifen aus Angst heraus, selbst angegriffen zu werden, gehört zur Symptomatik der Sozialen Phobie. Diese Angst muss man akzeptieren und begreifen, dass eigene Befürchtungen und projektive Schlüsse ein Teil dessen sind, das man letztendlich los werden möchte, weil der Konflikt dahinter einem das Leben schwer macht. Alle Selbstzweifel und jegliches Rütteln an der Basis sind wichtig. Diese Basis hat sich ja bislang nicht bewährt! Und man tut es am besten so lange das noch möglich ist -

"Im Gegensatz zum Neurotiker, der sein Selbstbild durch bloße Verdrängung, Verleugnung und Verharmlosung unliebsamer Tatsachen verteidigt, rechnet der Wahnkranke wichtige Teile seiner selbst entweder vollständig der Außenwelt zu oder er deutet sie als bloße Auswirkung der Außenwelt, die sein Inneres unangenehm bestimmt."
(Michael Depner)
http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/wahn.html

Kompetenzen anderer sind kein Feind und was den eigenen geistigen Horizont übersteigt, muss nicht ein feindliches Terrain sein, sondern eine Option, die jedem zur Verfügung steht. Dass wir zwei auch Forumskolleginnen sind, weiß ich. Du kannst auch davon ausgehen, dass Menschen, die über Ängste schreiben, genau wissen, was diese betragen, weil ansonsten keine solche genaue Kenntnis möglich wäre. Eine Frage bietet sich dann, nämlich wie man damit umgeht, und wenn dir Abwehrmechanismen geläufig sind, kannst du auch nachvollziehen, dass die reifere Art der Abwehr in der Form der Sublimierung eine gute Lösung bietet.

Es nützt also nicht viel im Forum im Stil "Mir geht es schlecht, dir geht es schlecht" zu schreiben bzw. sich der ausgrenzenden Gruppendynamik hier anzuschließen. Ein Wir, das andere ausschließt ist ein wahnhaftes Wir. Dieses Forum hat vom Admin eine Struktur für Psychiatrie- und Psychotherapiegespräche bekommen, und wenn von 5.525 Mitgliedern nur <6 schreiben, braucht man zum deflationären Umgang mit der Seite eigentlich nicht viel mehr sagen.

Last but not least, wenn TE an einer Wahnvorstellung leidet, dass er ein Psychotherapeut ist, sollte er sich besser in professionelle Hände begeben, bevor es zu spät ist. Jede erzwungene Glückseligkeit durch eine fassadenhafte Doktrin während der manischen Phase erzeugt eine entgegengesetzte und schwierige Dynamik der Depression bzw. verschärft Dysphorie (Mischzustand). Deshalb ist es auch nicht besonders kooperativ, Menschen in Überzeugungen, die ihnen selbst schaden, zu unterstützen und eine solche Polemik könnte dem Berufsstand Psychotherapeut erheblich schaden, sollten mehr hier mitlesen. Aggression, die nach Außen geleitet wird, hat einen Vorteil, sie sinkt das Suizidrisiko. Ich bin trotzdem zu der Überzeugung gekommen, dass mich zu viel "Altruismus" nicht weiter bringt, und es gibt viel zu tun in der großen weiten Welt.

Bin allerdings weiter per PN erreichbar.

Ciao, ciao,

"Mavros"

:)
"Die Deutung des Unangenehmen als Machenschaft der Außenwelt macht aus dem Unangenommenen etwas Unannehmbares."

Dr. med. Michael Depner - seele-und-gesundheit.de

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Re: Lampenfieber

Beitragvon cake » Fr 28. Feb 2014, 16:02

und es gibt viel zu tun in der großen weiten Welt.Bin allerdings weiter per PN erreichbar.
:shock: :shock: :shock:
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Re: Lampenfieber

Beitragvon Mavros » Fr 28. Feb 2014, 16:48

Hier geht es doch darum, den Betroffenen moralische Unterstützung und praktische Hilfestellung zu geben, um ihnen ihre Situation zu erleichtern, und nicht um theoretische Ergüsse, zu denen jemand, dem es momentan schlecht geht, sowieso keinen Zugang findet.
Ich weiß zwar nicht, warum dein Erguss besser abschneiden sollte als meiner, trotzdem willkommen in einem Diskussionsforum. Eine Frage - wie stellst du dir diese Hilfe vor? Ich hätte selbst eine inovative Idee - bei so viel Tatendrang, den du scheinbar verspürst - kontaktiere doch die Eltern dieser User, leiste Überzeugungsarbeit und überrede sie zu einer unverzüglichen Anmeldung im Forum. Dann könnte nämlich ich eventuell wieder in diesem Forum schreiben ohne dass mir immer wieder ein Wadenbeisser am Hosenbein hängt.

:cool: C’est la vie
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Re: Lampenfieber

Beitragvon auferstehung » Sa 1. Mär 2014, 12:46

Gar keine schlechte Idee - vielleicht sollte ich Deine Eltern kontaktieren in der Hoffnung, dass sie Dir vielleicht doch noch ein klein wenig Empathie vermitteln können nach der Devise: besser spät als nie ... :)

cake
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Re: Lampenfieber

Beitragvon cake » Sa 1. Mär 2014, 14:02

Ich weiß zwar nicht, warum dein Erguss besser abschneiden sollte als meiner,
Neee Mavros Du bleibst diesbezüglich ungeschlagen.

Sei versichert.
:lol:
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fluuu
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Re: Lampenfieber

Beitragvon fluuu » Mo 3. Mär 2014, 10:42

Ungeschlagen ist vielleicht gar nicht so gut, etwas seelischer Schmerz hat schon viele Menschen dazu verleitet den falschen Weg zu verlassen
und sie haben den Frieden mit sich gefunden.
Lampenfieber ist z.B. ein Schmerz den man bewusst in Kauf nimmt wenn man in die Öffentlichkeit geht um etwas zum Besten zu geben in der
Hoffnung, dass es am Ende Applaus gibt, wiederum Balsam für die Seele.
Eine alte Erfahrung, je größer der Schmerz am Anfang, je größer der Applaus am Ende, weil man einfach gut war...
So kann ein ungeschlagener nicht gut sein, es fehlen die authentischen Gefühle die den Schmerz mit einschließen.
gruß fluuu

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