Angst und Depression

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drlines
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Angst und Depression

Beitragvon drlines » So 17. Apr 2011, 07:48

nun ja, ich bin Arzt, um so peinlicher ist die ganze Geschichte. Eigentlich sollte man sich als Arzt doch selber helfen können, sollte man meinen, das ist leider ein bedauerlicher Irrtum. Leider kommt man als Arzt nur allzu leicht an alle möglichen Medikamente, die vielleicht eher nicht so gut für ihn sind, und wenn man nicht gerade Psychiater oder Neurologe ist, so ist man mit der Vielfalt der verfügbaren Medikamente leicht überfordert. Man hat auch eine deutlich höhere Hemmschwelle professionelle Hilfe zu suchen, aus Angst jemand aus dem eigenen Umfeld könnte etwas erfahren und dann ist die Karriere den Bach runter. Der Haken ist nur, wenn man nichts unternimmt geht so auch alles langsam den Bach runter, und nicht nur die Karriere.

Also fangen wir mal ganz von vorne an, denn die Wurzeln liegen denke ich schon in der Kindheit, da fing alles schon an. Was die Ursache allerdings ist darüber kann ich nur Rätselraten, vielleicht gibt es auch keine und es ist genetisch, meine Mutter und Oma waren auch immer etwas psychisch auffällig, auch wenn sie sich nie in Behandlung begeben haben.
Egal auf jeden Fall bin ich schon als kleines Kind manchmal nachts voller Panik aufgewacht und hatte Todesangst, doch damals halfen noch tröstende Worte und Umarmungen meiner Mutter dagegen. Als es immer schlimmer wurde mit mir, wurde eine Anämie bei mir festgestellt und ich mußte monatelang Eisen futtern. Mir wurde Sport empfohlen und ich ging in einen Fußball und Tennisverein. Unter diesen Maßnahmen wurde alles besser, die nächtlichen Panikattacken waren weg. Eisen mußte ich auch bald nicht mehr nehmen.
Die Probleme gingen in der Pubertät wieder los, als mein bester Freund von meinem Wohnort wegzog, mit dem hatte ich bis dahin fast all meine Freizeit verbracht ja teilweise übernachteten wir sogar beieinander, obwohl wir nur ein paar hundert Meter auseinander wohnten. Da fiel ich in ein tiefes finsteres Loch. Er wechselte leider auch die Schule, so hieß es neue Freunde suchen, doch so einen guten fand ich nie wieder. Auch heute noch haben wir Kontakt aber so wie früher wurde es nie wieder. Denn als Kind oder Jugendlicher ist man leider sehr immobil und mein Freund fand schnell neue Freunde an seiner neuen Schule und Wohnort, mir fällt das leider nie so leicht, hatte schon immer Angst vor Veränderungen.
Auf jeden Fall ist mir in der Schule auf der Toilette mal ein Maleur passiert und ich habe mich beim Pinkeln angepinkelt, die Hose war ganz naß, seitdem ging ich immer in eine Kabine, damit wenn mir mal wieder sowas passieren sollte, es niemand sieht und mich auslacht (Kinder können sehr grausam sein, wie wir alle wissen). Dann einmal ging ich mit meinen Schulkameraden zusammen auf die Toilette und ich in eine Kabine, diese ganz normal ans Pissoir, plötzlich sprangen sie von außen hoch von den Nachbarkabinen aus und guckten zu mir runter sie konnten mich wohl nicht verstehen, da bin ich so erschrocken, daß ich von nun an nur noch konnte, wenn ich völlig alleine auf Toilette war aus Angst daß so etwas wieder passieren könnte, völlig bescheuert eigentlich wenn man so darüber nachdenkt, aber es war wie es war. Und auf einer Schule mit hunderten von Schülern ist es nicht so gut möglich allein auf einer Schultoilette zu sein. Ich ging deshalb außerhalb der Pausenzeiten, bis einmal eine Lehrerin mir verbot zu gehen weil gerade erst Pause gewesen sei. Das haute mich dann soweit runter, daß ich gar nicht mehr in der Schule aufs Klo konnte und immer von 6 bis 14 Uhr nicht auf Toilette ging (eigentlich Wahnsinn oder). Diese Manie schränkt mich in meinem Leben immer mehr ein. Teilweise kreisten meine Gedanken nur noch ums Pinkeln, jedesmal wenn ich aus dem Haus ging und unterwegs war dachte ich immer daran. Manchmal ging ich meilenweit nur um alleine pinkeln zu können.
Dann kam für ein paar Jahre eine Wende als ich meine erste große Liebe fand, da vergaß ich sogar mein Pinkelproblem. Naja irgendwann war dann Schluß und es fing wieder alles von vorne an. Das Problem war auch nie das Pinkeln an sich denke ich, sondern die Wurzeln lagen wie schon in der Kindheit eher in einer Angststörung, so kristallisiert es sich immer mehr herraus, ich habe nur auf ein anderes Problem projeziert so war es leichter zu verstehen als Kind und Jugendlicher denke ich, wie gesagt ich bin kein Psychiater. In jeder Krisensituation wurde es schlimmer, dann kam ich wieder jahrelang gut zurecht und es ging mir gut. Die größte bisherige vor der jetzigen Krise hatte ich vor dem 2. Staatsexamen, keine Ahnung warum denn lernen fiel mir immer leicht und ich war auch nie schlecht in der Schule oder an der UNi, aber es war so. Ich lebte damals alleine in einem Appartement und drehte völlig durch, bis ich wieder zu meinen Eltern zog, dann wurde es langsam wieder besser, ohne Medikamente, bis heute mußte ich nie etwas einnehmen, vielleicht hätte ich das schon früher mal machen sollen, dann wäre es wohl nie soweit gekommen. Damals als ich zu meinen Eltern zog habe ich auch einen Psychiater aufgesucht, aber der hatte mich total enttäuscht. Ich glaube der hat nicht wirklich verstanden wie sehr mich mein Problem belastete, hat mich nur ausgefragt und den lapidaren Rat gegeben ich solle doch die Toilette auch mal aufsuchen wenn ich gar nicht müsse um die Angst davor zu verlieren. Ich fürchte er hatte gar nichts verstanden. Aber egal es wurde auch so wieder besser und ich mußte die Sitzungen die ich sausen Ließ trotzdem bezahlen, bin leider privat versichert, würde ich auch nicht mehr machen, aber jetzt komm ich in keine gesetzliche mehr.
Nun Examen hab ich trotzdem hingekriegt, machte PJ und lebte dort in einem Studentenwohnheim, da gings mir richtig gut, war nie alleine und wenn ich doch mal meine Ruhe haben wollte, einfach Tür zu und ich hatte meine Ruhe. Dann gings mit AIP los, neue Freundin, alles gut. Bis jetzt!!
Es kamen neue andere und viel beängstigendere Symptome. In der Klinik herrschte chronischer Ärztemangel ich mußte monatelang die Arbeit von zwei machen, der Chef geht bald in Ruhestand und es wurde mir angtragen endlich meinen Facharzt zu machen und so würden sie mich gerne als Oberarzt sehen. Zusätzlich hatte ich geheiratet drei Kinder und ein Haus gekauft, war also das erste mal in meinem Leben verschuldet. Also Druck, Druck und nochmals Druck. Ich wurde immer gereizter, schlecht gelaunt, schnauzte die Schwestern an, teilweise auch Patienten. Dann begann ich immer wieder wenn mich jemand oder etwas aufregte zu hyperventilieren und nachts konnte ich nicht mehr einschlafen. Es war und ist die Hölle. Nun das Verhängnis ich versuchte nun alle möglichen Medikamente um mich zu beruhigen und schlafen zu können. Tavor expedit, das gaben wir auch gerne unseren Patienten mit Panikattacken, von der Wirkung war ich enttäuscht und schlafen ging auch nur so leidlich, tagsüber hatte ich mich größtenteils im Griff, hing wohl auch mit der nachts genommenen Tavor zusammen. Und zumindest zu Hause bei meine Familie und im Urlaub mußte ich nix nehmen, nur manchmal zum einschlafen. Aber es wurde mit der Zeit immer schlimmer und deshalb fragte ich unseren Neurologen, der einmal die Woche zu Konsilen zu uns kam um Rat. Er meinte ich habe eine Depression mit Panikstörung und Somatisierung und verordnete mir Zoloft. Entsetzt war er von meiner Selbsttherapie mit Tavor, da es in hohem Maße abhängig macht. Allein das Gespräch mit dem Neurologen hatte mich so beruhigt, daß ich 2 Tage erst mal gar nichts mehr nahm, doch dann Sonntag Mittag an einem freien Wochenende überfiel mich so eine wahnsinns Panikattacke das ich glaubte jetzt falle ich gleich tot um. Ich konnte mich nur zögerlich aufraffen aufzustehen und versuchte mich mit Gartenarbeit abzulenken, doch ich mußt nun doch wieder zu Tavor greifen, da ich sonst auch zu meinen Kinder unausstehlich war. Nun habe ich das Gefühl bereits abhängig zu sein. Ich nahm nun die Zoloft erstmal 25 mg, und es wurde von Tag zu Tag schlimmer, jetzt hatte ich Tagsüber so schlimme Angst- und Panikattacken, die in immer kürzeren Abständen kamen, zusätzlich hatte ich mir nun auch noch Brechdurchfall eingefangen ich kann nun nix mehr essen mir ist dauernd übel. habe keinen Appetit, habe schon 6kg abgenommen und muß immer wieder Tavor nehmen und abends zu schlafen Zopiclon, die hatte mit der Neurologe empfohlen, da sei der Rebound nicht so schlimm wenn man sie wegläßt, aber sie machen auch süchtig. Jetzt habe ich mich auch das erste mal krank gemeldet, da ich das Gefühl habe so nicht vernünftig Arbeiten zu können, alles in meinen Gedanken dreht sich nur noch um die Angst vor der Angst, und ich werde immer depressiver und niedergeschlagener, auch weil ich merke daß ich für meine Familie immer mehr eine Belastung bin so wie ich bin.
Also für hilfreiche Vorschläge oder Tips bin ich dankbar, gerne auch von professionellen Kollegen.

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snow
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Re: Angst und Depression

Beitragvon snow » So 17. Apr 2011, 08:39

Hallo drlines,
erst mal herzlich Willkommen hier im Forum. Zu Angsterkrankungen kann ich nichts sagen, da ich mich da nicht auskenne, aber trotzdem eine Anmerkung zu deinem Text.
Deine Angsterkrankung muss dir nicht Peinlich sein, denn sie ist nicht peinlich. Es ist eine Erkrankung wie jede andere auch. Und wie die meisten anderen Erkrankungen auch, kann man sie behandeln. Von daher mein Rat, doch noch mal nach professioneller Hilfe zu schauen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, das man meist etwas suchen muss, bis man den für sich richtigen Begleiter/in gefunden hat. Also nicht gleich aufgeben, weil es nicht gleich klappt. Hartnäckigkeit und Ausdauer beim suchen zahlt sich da meist aus. Da die Medikamentöse Situation bei dir ja auch nicht befriedigend ist, vielleicht auch erst mal einen Psychiater/in suchen. Wenn man medikamentös gut eingestellt ist und damit meist auch etwas stabiler, fällt es einem meist auch leichter Therapie zu machen. Zumindest ging mir das so.
Das ist erst mal alles was mir gerade so einfällt, hoffe du kannst für dich etwas hilfreiches herausziehen.
Liebe Grüße, snow
Wenn Gefühle wie Licht sind,
dann sollte der Verstand ein Glas sein;
welches das Licht in seine Farben aufspaltet.

drlines
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Re: Angst und Depression

Beitragvon drlines » So 17. Apr 2011, 09:34

snow hat geschrieben:Hallo drlines,
erst mal herzlich Willkommen hier im Forum. Zu Angsterkrankungen kann ich nichts sagen, da ich mich da nicht auskenne, aber trotzdem eine Anmerkung zu deinem Text.
Deine Angsterkrankung muss dir nicht Peinlich sein, denn sie ist nicht peinlich. Es ist eine Erkrankung wie jede andere auch. Und wie die meisten anderen Erkrankungen auch, kann man sie behandeln. Von daher mein Rat, doch noch mal nach professioneller Hilfe zu schauen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, das man meist etwas suchen muss, bis man den für sich richtigen Begleiter/in gefunden hat. Also nicht gleich aufgeben, weil es nicht gleich klappt. Hartnäckigkeit und Ausdauer beim suchen zahlt sich da meist aus. Da die Medikamentöse Situation bei dir ja auch nicht befriedigend ist, vielleicht auch erst mal einen Psychiater/in suchen. Wenn man medikamentös gut eingestellt ist und damit meist auch etwas stabiler, fällt es einem meist auch leichter Therapie zu machen. Zumindest ging mir das so.
Das ist erst mal alles was mir gerade so einfällt, hoffe du kannst für dich etwas hilfreiches herausziehen.
Liebe Grüße, snow
Vielen Dank für Deine aufmunternden Worte, das habe ich mir auch fest vorgenommen. Es ist nur wirklich sehr schwer überhaupt jemanden zu finden, und dann auch noch jemanden dem man vertraut.
Die Oberpfalz in Bayern ist da irgendwie ein unterversorgtes Gebiet scheint mir. Leider.

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fluuu
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Re: Angst und Depression

Beitragvon fluuu » So 17. Apr 2011, 12:02

Hallo,
ein wenig erschreckend ist es schon so einen Text von einem der sich als Arzt bezeichnet zu lesen
wenn man selbst Psychiatrie-Erfahrener ist der Ärzten vertrauen sollte um gesund zu werden.
Durch Lernen und Sammeln von Erfahrungen ist es möglich diese beschriebene Situation nachzuvollziehen.
Eine Depression oder Angsterkrankung entwickelt sich über lange Zeit und braucht viel Zeit und
Geduld um wieder zu heilen.
Im Gegensatz zu einem körperlichen Symptom ist bei einer psychischen Störung die Seele/Psyche
oder wie immer man es nennen will direkt betroffen und kann direkt behandelt werden.
Das hat den Vorteil, dass der Umweg über den Körper nicht notwendig ist und den Nachteil,
dass die gesamte Stimmung leidet.
Letztlich lernen Sie der Angst zu begegnen und ins Auge zu schauen nur durch Konfrontation und
dafür ist fachlich qualifizierte Begleitung notwendig.
Tun Sie es für Ihre Familie und begeben Sie sich in eine Psychotherapie, Ihre Symptome können
behandelt werden und die Chancen gesund zu werden sind groß aber sie müssen das Vertrauen aufbringen
und sich mutigen Menschen außerhalb von Familie und Kollegen anvertrauen egal was die Nachbarn
oder andere Mitmenschen sagen.
Das häusliche Wohlergehen Ihrer Familie ist wichtiger als Ihre Karriere denn zufrieden kann man gesund
besser in einer Hütte sein als krank in einem Palast.
Sich hier im Forum mitzuteilen ist sicherlich ein guter erster Schritt um anonym etwas von der Störung
zu artikulieren aber es ersetzt nicht den realen Prozess.
Nehmen Sie sich vom Sockel und geben Sie sich demütig der Lehre von Leben und Tod auf neue Art hin.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

sky
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Re: Angst und Depression

Beitragvon sky » So 24. Apr 2011, 00:05

hallo drlines,

finde es gut, daß du anfängst, dir hilfe zu suchen. wenn das forum und die anonymität dabei hilft, ok und für mich durchaus nachvollziehbar. letztlich glaube ich jedoch, daß eine begleitung auch hilfreich und vermutlich nötig ist, dh also irgendwann auch dazu stehen und den wert der eigenen gesundheit höher zu stellen als die meinung anderer menschen - wobei hier noch nicht mal sicher ist, daß ausgerechnet solche menschen es mitbekommen werden und ihren senf dazu abgeben, wie du es befürchtest.
vielleicht hilfreich für dich, wenn du mal nach paruresis googelst.

übrigens, erschreckend so etwas von einem arzt zu lesen finde ich es nicht - macht es doch nur deutlich, daß auch ärzte menschen sind und man sich dessen beim eigenen gang zu ärzten vielleicht etwas bewußter sein sollte. superman is out ;)

viele grüße, sky
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Remedias
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Re: Angst und Depression

Beitragvon Remedias » So 24. Apr 2011, 15:18

Hallo drlines,
ich kann dich voll gut verstehen, leide auch unter Panikattacken und Ängsten
(im Rahmen einer schizoaffektiven Psychose laut der Psychiater, aber das ist nicht so wichtig).
Ich versuche es gerade medikamentös in Griff zu kriegen.
Da gibt es einiges, was man geben kann,
und was nicht abhängig macht wie Benzos.
Promethazin, verschiedene SSRI, Dipiperon, Lyrica usw.
aber das gehört in die Hand eines erfahrenen Psychiaters.
Desweiteren ist der normale Weg natürlich Verhaltenstherapie.
Die wirkt ganz gut gegen Angststörungen
(darf ich beispielsweise nicht machen, weil das eine Psychose herausbringen könnte, gerade bei Konfrontation; aber für "normale" Angstpatienten ist das der übliche Weg.)
Schreibe mal, was du unternommen hast.

liebe Grüße Remedias

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inka
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Re: Angst und Depression

Beitragvon inka » Mi 27. Apr 2011, 03:15

hallo drlines,

ich finde es auch mutig, deine probleme überhaupt zu artikulieren, auch anonym, nur für dich selbst.
ja, da hast du ja einiges zu buckeln......
und ärzte sind auch nur menschen, jeder hat sein päckchen zu tragen.
ich denke auch , dass eine vt ratsam wäre, was-tun-wenn.
seine probleme an der familie- ungewollt- ablassen ist natürlich nicht gut,
da kann eine vt viel druck abnehmen!!!
abhängig machende medis sind nicht wirklich hilfreich, da kommen nur zusätzliche probleme ,
es gibt ja gescheite medis, die beruhigen und die lebensqualität enorm verbessern, ohne abhängig zu machen,
da würde ich einfach mal die psychiater abklappern, bis du den richtigen gefunden hast.
ich denke auch, ohne psychoanalyse und vt wirst du dich nur im kreis drehen und immer wieder an den punkt kommen, wo du allein überfordert bist.
was denkst du denn über eine auszeit, raus aus dem alltag, in eine klinik, weit weg,
damit du nicht unbedingt kollegen oder andere unliebsame triffst??!!
damit du mal durchatmen kannst , zur ruhe kommst und zu dir kommst,
dich neu ordnen kannst und deine familie freut sich wieder auf dich.
was denkst du, was du nun für dich tun kannst?
es hört sich sehr rastlos bei dir an, alles ein bißchen viel auf einmal....... :|

lg, inka

lordi
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Re: Angst und Depression

Beitragvon lordi » Mi 27. Apr 2011, 20:53

Hallo Herr Dr.
als ich auf Station im Landeskrankenhaus war, war da auch ein Internist mit Depressionen mit dem ich zu Alkoholvorlesungen ging. Der Arzt sagte, er hätte getrunken um seine Depressionen los zu werden und so war es auch bei mir. Er fragte mich am Ende meines Aufenthaltes, was mir geholfen hätte - also hatte er auch keinen Plan.
Ich habe von einem Bekannten gehört, der Angst und Panikattacken hatte, dass er Trimipramin 100 mg und Seroquel 100 mg bekommt. Er ist in der Ambulanz der Uniklinik.
Eine Renha würde Ihnen vielleicht auch helfen. Es gibt private Rehas, die teuer sind oder man kann von der Krankenkasse aus eine psycho-somatische Kur machen.
Ich war immer scharf auf Neuroleptika, weil man da nichts fühlen muss, aber es hilft nur eine gewisse Zeit.
Eine Ärztin, die auch psychisch krank war und versuchte mir zu helfen, sagte, dass man im Arztberuf so viel geben muss und nichts von den Patienten zurück bekommt. Es gibt extra Pschologen, die für die helfenden Berufe ("der hilflose Helfer") sorgen und Ärzten weiter mit Gesprächstherapie helfen.
Gute Besserung
Lordi

lordi
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Re: Angst und Depression

Beitragvon lordi » Mi 27. Apr 2011, 21:10

Hallo Herr drlines,
ich habe nochmal eine Adresse für anonyme Hilfe bei Kollegen
http://www.psychiatrie.de/beratung/

Der Herr Albers hat mir mal eine sehr nette Empfehlung per e-mail zugeschickt.

Dann gibt es noch einen Expertenrat von Omneda, einer Arzeneimittel-Gesellschaft:
http://www.onmeda.de/foren/forum-stress/list.html

Irgendwo sind auch Ärzte online, die muss man dann wohl bezahlen, aber ich finde im Moment die Adresse nicht.

Ich würde meine Familie einweihen, wenn ich Sie wäre, wenn da Liebe ist, dann ist da auch Verständnis.
Vermutlich werden Sie einen Entzug von den schweren Tabletten machen müssen, man ist ja nicht nur körperlich von dem Zeug abhängig sondern auch seelisch, es ist halt alles so easy mit Pillis. Ich habe die Neuroleptika auch über 10 Jahre lang geschluckt. Obwohl sie angeblich nicht abhängig machen sollen, tun sie das doch in gewisser Weise.
Es kann sein, dass Sie Schwierigkeiten mit der Ärztekammer bekommen. Fachleute untereinander sind oft am intollerantesten, deshalb ist es schon richtig, sich anonym zu erkundigen.
Vielleicht finde ich noch Internetadressen.
Viele Grüße
Lordi

lordi
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Registriert: Mo 19. Jul 2010, 13:25

Re: Angst und Depression

Beitragvon lordi » Mi 27. Apr 2011, 21:19

Hi nochmal,
hier Internetadressen:
burnout und Depressionen
http://www.imedo.de/infocenter/burnout

http://www.medizinfo.de/kopfundseele/
Wenn man Angst anklickt, erscheint unten
8 Neurologen sind gerade online, die kann man dann wohl fragen.

http://www.psychosomatik-austausch.de/forum/

http://www.psychiatrie-aktuell.de/bgdis ... links_allg

http://www.depri.ch/forum.php
da ist auch ein Abschnitt zu Angst und Panik

Viele Grüße Lordi

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Feuerchen
Beiträge: 1194
Registriert: Sa 27. Okt 2007, 16:26

Re: Angst und Depression

Beitragvon Feuerchen » Mi 27. Apr 2011, 22:38

Lieber Drlines,

Nun haben Sie so viele Antworten bekommen, aber sich nicht zurückgemeldet.

Wie geht es Ihnen mit der Anteilnahme und können Sie was mit den Links anfangen?

Liebe Grüße
Feuerchen

kalina
Beiträge: 7
Registriert: Mi 26. Nov 2014, 14:38

Re: Angst und Depression

Beitragvon kalina » Mi 26. Nov 2014, 15:01

Hallo,
Ich habe eine tolle Hilfe gegen Depression gefunden. Mit Valium Diazepam 10 mg habe ich meine Depression erfolgreich behandelt.
Ich kann schon besser schlafen und bin ruhiger geworden. Die Behandlung macht mir viel Spaß!
Die Pillen fand ich Online bei www.viagra-free.com
Hier bekam ich die Lieferung in 6 Tage .
Versuchen.

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Remedias
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Re: Angst und Depression

Beitragvon Remedias » Mi 26. Nov 2014, 16:24

kalina hat geschrieben:Hallo,
Ich habe eine tolle Hilfe gegen Depression gefunden. Mit Valium Diazepam 10 mg habe ich meine Depression erfolgreich behandelt.
Ich kann schon besser schlafen und bin ruhiger geworden. Die Behandlung macht mir viel Spaß!
Die Pillen fand ich Online bei www.viagra-free.com
Hier bekam ich die Lieferung in 6 Tage .
Versuchen.
Das halte ich für ziemlich verantwortungslos:
- Valium ist ein Benzo und macht eventuell )* süchtig - falls du nicht nur Guerilla Marketing betreibst: viel Spaß beim Entzug dann später ! :-"
- die Medikamente dort sind ziemliche Hämmer, die ich mir ohne ärztliche Kontrolle nicht reinpfeifen würde....
- die Seite hat kein Impressum, die den Ersteller nennt. ( ich tippe mal auf was Asiatisches)
- Im besten Fall handelt es sich um eine unwirksame, im schlechtesten Fall um eine toxische Fälschung.

mit freundlichen Grüßen Remedias

)* das Suchtpotential ist individuell.

sky
Beiträge: 304
Registriert: Mi 19. Aug 2009, 14:29
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Re: Angst und Depression

Beitragvon sky » Mi 26. Nov 2014, 19:23

@ remedias

das ist "ganz normale" werbung für medikamentenverkauf, lediglich etwas angemessen eingepackt für die seite hier.
wird vielleicht auch noch gelöscht, weiß ich nicht (wäre mmn das sinnvollste).

nebenbei : valium kann depris eher auslösen bzw zum vorschein bringen, ist also eher kontraindiziert.

viele grüße, sky
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kalina
Beiträge: 7
Registriert: Mi 26. Nov 2014, 14:38

Re: Angst und Depression

Beitragvon kalina » Do 27. Nov 2014, 09:54

Guten Tag,

Ich mochte sagen dass ich glücklicherweise eine schnell meine Depressionsstorungen behandelt habe.
Ich erfuhr zeitlich uber Diazepam Valium 10 mg und entschied es zu probieren, weil ich das Mittel ONline rezeptfrei bekommen konnte. ( viagra-free.com )
Die Behandlung mit Valium war ohne Probleme. ( keine Nebenwirkung)
Ich bin so glücklich dass ich geschafft habe , mein Problem erfolgreich zu losen.

Grüsse.


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