Angst vor dem Sehen

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Dennis.H
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Angst vor dem Sehen

Beitragvon Dennis.H » Di 19. Jan 2010, 21:37

Hallo zusammen,

durch eine Internetrecherche bin ich auf dieses Forum gestoßen und hoch interessiert. Ein Forum das sich mit dem Thema Psychiatrie und Psychotherapie in ihren ganzen Facetten beschäftigt, super :D Bestimmt finde ich hier einige Tips und Ratschläge.
Um mit der Tür ins Haus zu fallen:
Ein wirklich guter Freund hat ein Problem. Vor einiger Zeit nahm er ein Aufbaupräparat für sein Muskeltraining. Nach ein paar Wochen bekam er dann körperliche Probleme wie erhöhten Blutdruck, Schwindel und für etwa 5 Minuten konnte er nichts mehr sehen.
Das ganze war vor ca. einen Monat , aber die Angst belastet ihn immernoch immens. So wie er es schildert hat er Angst, nichts mehr sehen zu können und das sich dieser Zustand wiederholen könnte. Allerdings schildert er eine veränderte Wahrnehmung und ein vermehrtes Denken über diesen Zustand. Bei fast allen Dingen fragt er sich, ob das nun real sei und so sucht er nach Anhaltspunkten um sich zu vergewissern. Besonders wenn er zuhause ist, treten diese Gefühle, die er als Derealisierung beschreibt, auf. Immer wieder tauchen die Fragen nach dem Wahrheitsgehalt des Gesehenen auf und der Zweifel der Existenz. Oft sind diese Gedankengänge verbunden mit Herzrasen.
Sein Neurologe verschrieb ihm, nach eingehender Untersuchung, Paroxetin. Das Problem an der Sache sind die Ängste, das ständige Hinterfragen des Seins und die Gedanken die er sich macht.

Was kann man tun um ihm zu helfen? Es ist wirklich eine komische Situation, wenn ein wirklich guter Freund solche Probleme hat und man selber nicht viel ausrichten kann. Wenn euch mehr Informationen helfen könnten, sagt bitte Bescheid.(Er weiss im Übrigen, dass ich seine Situation hier schildere)

Auch wenn es so klingen mag, als ob mein Kollege nur in meinem Kopf stattfindet, so ist es nicht :wink:
Vorab vielen Dank für eure Tips.

Mit freundlichen Grüßen,

Dennis
mit freundlichen Grüßen,

Dennis

Dennis.H
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Re: Angst vor dem Sehen

Beitragvon Dennis.H » Sa 23. Jan 2010, 20:15

Guten Abend,

@MelaNiete:

Vielen Dank :D
Meines Wissens nach war das Paroxetin alles, was er verschrieben bekam.
Meinst du das Neuroleptikum für die akuten Zustände?

Die Liste mit den Skills ist echt umfangreich, super! Werde ihm den Link mal schicken.

LG, Dennis
mit freundlichen Grüßen,

Dennis

sky
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Re: Angst vor dem Sehen

Beitragvon sky » So 24. Jan 2010, 15:55

hi dennis,

mein rat : dein freund sollte sich einfach bei ärzten vor ort genau untersuchen lassen.
wie soll eine ferndiagnose über das internet funktionieren ?
es können so viele faktoren mitspielen, die du evtl nicht weißt, nicht genannt hast, die dein freund evtl nicht weiß, die hier falsch gedeutet werden, usw.

ein symptom kann zb eine nebenwirkung eines medikaments sein, kann aber auch zb die auswirkung eines tumors sein - wie soll das jemand aus der ferne wissen ?
das weiß nicht mal der betroffene selbst.
wenn die medikamenteneinnahme zufällig zusammen fällt mit der wirkung, die auf etwas ganz anderem beruht, scheint es das medikament zu sein - aber ob es so ist, kann nur ein arzt vor ort diagnostizieren.

muskelaufbaupräparate sind im übrigens auch oft sehr fragwürdige mittelchen - vielleicht auch einfach mal die einstellung zur eigenen gesundheit überdenken, welche risiken man für welchen preis bereit ist einzugehen.

viele grüße, sky
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Dennis.H
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Re: Angst vor dem Sehen

Beitragvon Dennis.H » So 24. Jan 2010, 16:07

Hi Sky,

du hast Recht. Eine Ferndiagnose ist immer sehr ungenau, unverbindlich und ersetzt keinen Arzt.
Bislang hat er sich schon gründlich untersuchen lassen. U.a. ein MRT, wo nichts Auffälliges gestgestellt wurde. Zumindest kein Hirntumor.
Natürlich spielen viele Faktoren eine Rolle, die man nicht kennt. Es hätte ja sein können, dass jemand Erfahrungen mit solchen Ängsten gemacht hat und vielleicht ein paar Tipps hätte, wie zum Beispiel MelaNiete.

LG, Dennis
mit freundlichen Grüßen,

Dennis

Dennis.H
Beiträge: 6
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Re: Angst vor dem Sehen

Beitragvon Dennis.H » Fr 29. Jan 2010, 18:03

Hallo,

gerade habe ich erfahren, dass der Neurologe seine Dosis erhöht hat und ein paar Psychologen aus der Umgebung empfohlen hat.
Laut dem Neurologen werden diese Ängste in max. 6 Monaten verschwunden sein.
Wenn diese Ängste nun verschwinden, besteht dann eine erhöhtes Risiko wieder diese Ängste zu empfinden?

mit freundlichen Grüßen,

Dennis
mit freundlichen Grüßen,

Dennis


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