Was tun gegen Panikattacken??

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elaa
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Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon elaa » Do 19. Nov 2009, 20:54

Hallo!

Anfang September hatte ich (weibl.,20 Jahre) meinen ersten Schwindelanfall,was sich letztendlich als Panikattacke rausstellte. Seitdem hatte ich noch 2-3Anfälle und war auch schon im Krankenhaus. Mein Leben ist sehr eingeschränkt dadurch, da ich ständig diese Angst vor der Ohnmacht hab und bei kleinen Aufregungen Herzrasen bekomme. Oft ist es so, dass ich mich kaum traue,raus zu gehn..selbst einkaufen ist ein großes Problem.
Von meinem Freund habe ich mich vor etwa 2 Wochen getrennt, da er mich nicht mehr so unglücklich sehen konnte und ich auch die Befürchtung hab, dass alles mit ihm zusammenhängt. Seit wir zusammen waren,habe ich oft geweint und war unzufrieden, obwohl ich vorher nie so war. Er hat mich oft kritisiert und ich hab eingesteckt ohne mich zu wehren..wir haben auch schon eine Trennung hinter uns..und ich habe erfahren,dass er eine andere Frau hatte in der Zeit.Dann wollte er wieder zurück und ich hab mich nach langem Hin und Her wieder darauf eingelassen..kurz danach kam der erste Anfall.
Natürlich ist es für mich im Moment ein großes Problem auch alleine zu sein..mit der ständigen Angst,dass niemand da ist,wenn mir was passiert. Ich komme mir allein gelassen vor..meine Freunde haben kein Verständnis für mich..

Dazu kommt noch,dass mein Vati seit Jahren an einer Depression leidet und seit langer Zeit stationär in Behandlung ist. Ich habe Angst, so zu werden wie er..

Denn diese Angst zehrt an mir..ich fühl mich schwach, sehr wacklig auf den Beinen, unsicher bei allem..ein Kreislauf,aus dem ich rauskommen will..

Was kann ich machen,um die Situation für mich zu verbessern? Halten Sie es für gut,noch Kontakt zu meinem Freund zu haben (er sagt,er liebt mich noch..)? Ich will nicht,dass es durch das allein sein nur noch schlimmer wird..denn mein Freund war auch der einzige,vor dem ich weinen konnte..meine Eltern haben genug Probleme mit sich und sie schaffen es nicht,mich auch noch zu stärken.

Vielen Dank für eure Antwort..ich wäre sehr dankbar für etwas Hilfe..

michim
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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon michim » Mi 2. Jan 2013, 08:55

Hallo,

Das klingt gar nicht gut :( - Ich hatte auch Panikattacken und kein Arzt kont mir helfen. Du musst deinen Freund unbedingt behalten, da er dir ein starker Rückhalt sein kann. Entspannungsübungen und Meditationen helfen auch dabei. Du solltest auch lernen dich zu öffnen und über deine PRobleme offen zu sprechen ! Ich bin auch mit dem Ratgeber "Weg mit der Panik" gut gefahren - Allerdings hab ich schon von andren gehört das die damit nicht so zufrieden waren. ISt halt wahrscheinlich auch eine Typensache denk ich .

Viel Erfolg dir !

elaa
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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon elaa » Sa 5. Jan 2013, 17:11

Hallo michim!

Danke für deine Antwort :)
Der Thread ist zwar schon über 3 Jahre alt...aber macht ja nix ;) Immerhin die erste Antwort :D

Das Thema ist mehr oder weniger leider immer noch aktuell. Es geht mir natürlich viel besser als vor 3 Jahren, aber das Schwindelgefühl bzw. die Panikattacken gehen einfach nicht weg.
Ich merke z.B., dass ein ganz normaler Arbeitstag sehr anstrengend für mich ist und je später es wird, desto schlechter geht es mir. Dann komm ich nach Hause und brauch erst mal meine Ruhe. Auch geschlossene Räume (z.B. bei Vorlesungen) sind für mich immer noch kaum zu ertragen.
Ich habe das Gefühl es hilft einfach nichts und ich kann nichts dagegen machen :(

Mit meinem (Ex)-Freund bin ich damals übrigens nicht wieder zusammen gekommen, aber das war auch gut so. Mein jetziger Freund gibt mir viel Kraft und Halt. Das hilft mir schon sehr. Leider sind Panikattacken eben sehr schwer nachzuvollziehen, wenn man sie selbst nicht erlebt hat.

Eine Verhaltenstherapie habe ich übrigens auch angefangen..allerdings bin ich umgezogen und kann daher nicht mehr regelmäßig hin gehen. Das möchte ich aber wieder in Angriff nehmen. Obwohl ich das Gefühl hab, dass die Therapie mir nicht geholfen hat sondern alles nur noch mehr aufgewühlt hat.

Hast du die Entspannungsübungen und Meditation irgendwo gelernt oder einfach mit CD zu Hause gemacht?

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Lilith
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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon Lilith » Sa 5. Jan 2013, 17:32

Guten Tag elaa,

Thema ist drei Jahre alt :roll: haben wir auch nicht hingeschaut
da das Thema beantwortet wurde
ist es wieder nach oben gerutscht und wir
sind nicht auf die Idee gekommen das es so alt ist.
:lol:
lassen es aber nun trotzdem stehen.
:D
da haben sie viele Themen angesprochen
die sie scheinbar im Moment beschäftigen.

Also was man so raus liest sind verschiedene Belastungen,
ich zähle mal auf:
- Angst vor der Angst und der Ohnmacht
- Angst an einer Depression zu erkranken = Angst so zu werden wie ihr Vater
- Angst davor allein zu sein
- Zurechfinden in der neuen Situation "ledig" zu sein
- unsicherheit dem Verhalten ihres Ex Freundes gegenüber
- vielleicht auch unsicherheit mit dem was sie wollen?

Warum ich das so aufzählen,
einfach um mal in Ruhe zu schauen
wo man etwas ändern kann oder bei oder über welches Thema
man sich klarheit verschaffen kann.
Manchmal lohnt es in Ruhe hin zu schauen.

Ganz groß und wie ein Faden zieht sich das Thema Angst durch
einige Probleme.
Die Frage dahinter, woher kommt sie?
Was ist geschehen das der Körper eine solche Schutzreaktion auslöst?
Denn Angst ist ja auch irgendwie eine Schutzreaktion.
Also die abgeleitete Frage wäre;
Warum gibt sich dein Körper in diese Reaktion?
Was löst es aus?

Ihr Verhalten, alles zu meiden was es auslösen könnte
mag ihnen im Moment nützlich und die einzige Möglichkeit sein,
aber langfristig gesehen, ist das leider keine Lösung.
Daher erscheint es mir wichtig
hinzuschauen wodurch es passiert.
Was also passierte in den Vorfeldern der Angstreaktion?
Haben sie da eine Ahnung oder
Wissen sie schon wodurch das ausgelöst wird.
(müssen sie nicht hier hinschreiben, aber
wenn sie die Frage für sich beantworten können,
könnte das ggf. hilfreich sein)
Denn wenn man weiß wo die Angst her kommt,
kann man abschätzen zum Beispiel
ob sie realistisch ist, ob man wirklich bedroht ist,
oder ob es "nur" alte Gefühle sind,
die im hier und heute vielleicht gar nicht mehr aktuell sind.
Die aber sozusagen nach oben geschwämt werden und
sie in ihrem heutigen Leben behindern und
ihnen die Lebensqualität raubt.

Was die Beziehung zu ihrem Freund angeht,
da kann ich ihnen nicht direkt etwas raten.
Denn die Frage nach der Liebe zu ihm können sie nur in sich selbst finden.
Sie schreiben er liebt sie noch,
aber deswegen müssen sie ihn nicht zurücknehmen,
denn es muss ja auch für sie stimmig sein!
Wenn sie in sich hereinhorchen, dann
spüren sie mal nach,
in wie weit ihnen der Freund gut tut.
In wie weit die Liebe evtl. Schmerz ertragen lässt-
und vor allem die Frage;
Sind oder waren sie gemeinsam Glücklich oder
war es eher das Gegenteil?
Sich wieder in eine Beziehung zu begeben mit dem Gedanken
nur nicht allein zu sein, ist denke ich
langfristig keine gute Lösung
es könnte sein das es sie nicht glücklich macht.
Vielleicht müssen sie auch erst mal schauen und
sehen wie das ist wieder allein zu sein.
Da kann man sich manchmal auch erst wieder selbst fühlen.
Schauen was kann man sich gutes tun,
und wie gestaltet man seinen tag und das leben,
vielleicht könnte es auch helfen
wenn sie sich so was wie eine Zielliste machen.
oder auch den tagesablauf "planen".
So das sie Wissen wann was gemacht werden muss,
und sie weniger depressiv wären wenn an dem so sei.
Ziellisten wie z.B. was nehme ich mir diese Woche vor,
den Monat, das Jahr.
Um auch lichtblicke zu haben und zu Wissen und zu fühlen
wo man mit seinem Leben hinsteuert.

Was noch mal den Freund angeht.
Sie haben sich getrennt,
wegen ihren Ängsten?
Weil sie nicht gemeinsam darüber reden konnten?
Könnte er denn damit umgehen?
Konnten sie es ihm erklären?

Was die Angst angeht so zu werden wie ihr Vater,
da musste ich schmunzeln,
denn wie viele Menschen haben Angst so zu werden wie ihre Eltern,
aber nein ich verstehe ihre Sorge.
Denn die Angst auch an Depressionen zu erkranken kann einem schon
ein wenig die positive Sicht auf das Leben nehmen.
Haben sie denn den Eindruck das sie depressive Phasen haben?
Ich hab da gerade noch einen ganz anderen Gedanken,
Wissen sie
wenn ein Kind eine Krankheit der Eltern bekommt
muss das ja nicht zwingend etwas damit zu tun haben
dass es auch die Eltern hatten-
da spielen ja auch Lebensfaktoren mit rein-
denn sie können sich ihr leben selbst gestalten!
Sie können jeden Tag aufstehen und
den tag begrüßen,
sich Dinge vornehmen,
sich die Zeit einteilen und schön machen.
Das alles liegt in ihrer Hand,
nur steht wie ich denke im Moment die Angst im Weg und
ich denke das kann schon auch depressiv machen,
aber bitte vergleichen sie sich nicht mit dem Vater,
denn die Gründe können verschieden sein.
Und so denke ich auch die Lösungen z.B. aus einer
Depression sich herauszuarbeiten.

Die Angst raus zu gehen, kenne ich auch,
das ist immer sehr schlimm, und
zieht bei mir zumindest eine spiralle nachsich,
was das Thema "ich bin nichts wert, ich kann gar nichts
und ich bin zu nichts nütze" etc. einschließt
also eine negativ Spirallle wird ausgelöst weil
man wieder nicht schafft raus zu gehen.
Aber da kann man schon ein Stopp einrichten.
Vielleicht hilft es mal zu schauen
woher die Angst kommt,
ich meine,
wovor sie Angst haben?
Und auch ob diese Angst realistisch ist?
Also die Frage sich selbst stellen;
Muss ich Angst haben?
Was ist es für eine Angst?
(also z.b. vor Menschen, oder das was passieren könnte)

Oh je ich habe dazu so sehr viele Gedanken,
ich glaube ich schließe hier vorerst,
kann nur mässig hilfreich darauf eingehen.
Weil mir da irgendwie ein wenig hintergrund fehlt.
(Soll jetzt nicht heißen das sie hier öffentlich schreiben sollen
was da alles noch rein spielt! So mein ich das nicht. :wink: )

Wichtig ist eben zu schauen was man tun kann.
Was man für sich tun kann.

Hab mal eine noch andere Frage:
haben sie schon mal darüber nachgedacht sich deswegen in Therapie zu begeben?
Oder sind sie schon und ich hab es überlesen?

Grüße


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Lilith
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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon Lilith » Sa 5. Jan 2013, 17:42

Hallo Elaa
ich bin es noch einmal :lol:

Dieser Satz ist mir ins Auge gefallen:
elaa hat geschrieben:Leider sind Panikattacken eben sehr schwer nachzuvollziehen, wenn man sie selbst nicht erlebt hat.

Eine Verhaltenstherapie habe ich übrigens auch angefangen..allerdings bin ich umgezogen und kann daher nicht mehr regelmäßig hin gehen. Das möchte ich aber wieder in Angriff nehmen. Obwohl ich das Gefühl hab, dass die Therapie mir nicht geholfen hat sondern alles nur noch mehr aufgewühlt hat.
Das ist wahr wenn man es nicht selbst so kennt
kann man es nur schwer nachvollziehen.
Aber ich denk man kann schon nachvollziehen
wie viel Angst so etwas auslöst,
und das man sich dann unter Umständen sehr hilflos vorkommt.

Was die Therapie angeht,
es ist ja öfter so, das Therapien Dinge aufwühlen,
und hoch holen und das es dann einem erst einmal schlechter geht.
Ist auch nachvollziehbar
weil man da ja hinschaut
und vielleicht Dinge ausgräbt die man gut in sich versteckt hat.
Ich glaub sogar wenn eine Therapie einen nicht beschäftigt
dann weiß ich nicht ob das Sinn machen würde,
wenn dich die Therapie aufwühlt ist das
so seltsam es klingen mag denk ich ein gutes Zeichen.
Nur ist es dann wichtig einen TherapeutenIn zu haben
die einen dann auch abfangen/ auffangen kann und
einen mit seinem evtl. inneren Chaos nicht allein lässt.

Weißt sie denn (so nach Drei Jahren :roll: :D )
woher die Panikatacken kommen?

Ich find es übrigens sehr schön das sie einen Freund gefunden haben
und ich hab auch das Gefühl das sie mit ihm Glücklicher bist
als mit dem damaligen.

Komme vorerst zum Ende,
und noch eine Frage in ihrer Nähe
gibt es da keine Therapeuten?
Wäre vielleicht eine Option,
damit Sie da regelmäßiger hin gehen können.

Grüße

elaa
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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon elaa » Mo 7. Jan 2013, 12:22

Das freut mich ja, dass ich doch noch mehr Antworten bekomme :) Dann hat sich das Anmelden vor 3 Jahren ja dann doch gelohnt ;)

Dass sich die Angst im Moment durch mein Leben zieht ist richtig…ich habe einfach vor so vielen Dingen Angst, aber ich versuche immer das ein wenig auszublenden und mich davon nicht beeinflussen zu lassen. Woher das kommt weiß ich auch nicht..aber ich war schon als Kind ziemlich ängstlich ;) Die Ängste sind zu 98% wahrscheinlich unreal..das weiß ich. Aber da sind sie trotzdem.

Als depressiv würde ich mich nicht bezeichnen…manchmal habe ich vielleicht so ganz kurze Phasen, aber ich denke die hat jeder. Die Angst davor es zu werden, ist leider trotzdem da. Aber nicht mehr so stark wie damals. Ich ähnel meinem Vati in dem Bezug sehr und ich konnte ihn auch immer verstehen, als es ihm so schlecht ging (inzwischen geht’s auch ihm wieder ganz gut).

Ein Therapeut sagte mir mal, dass ich froh sein kann über die Reaktion meines Körpers, da mir signalisiert wird, dass irgendwas falsch läuft und ich etwas ändern muss. Das mag zwar stimmen, aber mir geht’s wirklich so ganz gut im Moment und schwindlig ist mir trotzdem öfter. Aber eben nur zu bestimmten Situationen (im Kaufhaus, bei Vorlesungen etc.). Und das hat denke ich nichts damit zu tun, dass irgendwas in meinen Leben schief läuft, sondern eher mit den negativen Erinnerungen an bestimmte Orte.

Mein Ex-Freund stand mir damals zur Seite (das war damals auch der Einzige), was auch der Grund war warum ich mich nicht von ihm trennen wollte. Ich dachte, alleine würde ich es nicht schaffen. Er hat mich ins Krankenhaus begleitet, er hat mir Dinge abgenommen die am Anfang unmöglich für mich waren (z.B. einkaufen), ihm konnte ich alles erzählen und ich konnte vor ihm weinen. Nun sagte aber der erste Therapeut bei dem ich war, ich muss mich von meinem Freund trennen, sonst brauche ich nicht wieder kommen. Das war für mich ein Schock, hat mich aber zum nachdenken gebracht. Im Nachhinein weiß ich dass mein Ex-Freund nicht gut für mich war..er hat mich auch betrogen, angelogen, hat mir Vorwürfe gemacht usw. Ich konnte am Anfang auch nicht abends weggehn, dann ist er eben jedes Wochenende alleine weg gegangen und hat mich zu Hause sitzen lassen.

Nach der Trennung war es für mich alles andere als einfach, aber ich bin wieder zur Uni gegangen und habe versucht mein Leben auf die Reihe zu bekommen. Das hat auch ganz gut funktioniert und ich habe alles gemacht, was ich sonst auch gemacht hätte, auch wenn es mir teilweise sehr schwer gefallen ist. Zum Beispiel sind Partys, Diskos etc. der reinste Horror gewesen..inzwischen geht’s besser, aber wohl fühle ich mich auch nicht immer.
Ich habe auch eine 3-wöchige Reise gemacht..zwar „nur“ nach Skandinavien statt wie geplant nach Thailand, aber ich bin stolz auf mich, dass ich das gemacht habe. Es ging mir auch da oft nicht gut…aber ich habs überstanden. Vor einem halben Jahr war ich 5 Monate in der Schweiz, was mich ebenfalls sehr viel Überwindung gekostet hat. Kurz bevor es los ging, hab ich sehr viel geweint, weil ich nicht wusste ob ich das schaffe so ganz alleine. Im Endeffekt war es die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Aber die Angst ist eben da…

Mein jetziger Freund unterstützt mich und sagt mir auch, dass ich mit ihm darüber reden soll. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass er sich hilflos vorkommt, wenn ich mit ihm darüber rede und er dann nicht so richtig weiß was er dazu sagen soll. Aber das kann ich ihm nicht vorwerfen. Übrigens hab ich auch 3 Monate gebraucht, bis ich mit ihm zusammen sein wollte, mal wieder aus Angst es könnte mir nicht gut tun…

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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon elaa » Mo 7. Jan 2013, 12:23

Mit dem nachvollziehen das halte ich für schwierig. Bisher hab ich niemanden gefunden (außer zufällig in einem anderen Forum), der wirklich weiß wie man sich fühlt bzw. auch damit umgehen kann und sinnvolle Ratschläge geben kann. Meine Eltern (naja, wohl eher meine Mutter) versteht mich überhaupt nicht..manchmal darf ich mir dann auch Vorwürfe anhören, dass es ja nicht ewig so weiter gehen kann und ich was dagegen tun soll, damits mir besser geht. Wenn das so einfach wäre, hätte ich es schon längst gemacht.

Bei der Therapie hatte ich mich damals für eine Verhaltenstherapie entschieden, da ich dachte, dass mir das vielleicht mehr hilft (ich hatte 2 Jahre vorher schon mal eine normale Therapie gemacht). Aber alle Übungen die ich da gelernt hab, waren zwar ganz interessant, aber geholfen hat es mir nicht wirklich. Der Therapeut hat mir mal gesagt, dass es keinen Sinn hat zu überlegen warum alles so gekommen ist, weil ich darauf keine 100%ige Antwort bekommen werde. Soviel auch dazu, ob ich weiß woher die Panikattacken kommen, nein ich weiß es nicht.
Vielleicht hing es mit dem Stress mit meinem Ex-Freund zusammen .Wahrscheinlich kam ganz viel zusammen. Mein Vati hatte ein paar Monate eher eine Art Anfall, ist blass geworden, ohnmächtig und hat gekrampft. Was es war konnte niemand sagen..Epilepsie wurde ausgeschlossen. Diese Bilder habe ich noch ganz genau im Kopf und jedes Mal wenn ich meinen Vati sehe, muss ich daran denken. Und schon wenn er mal ein bisschen hustet oder so, habe ich Angst das ihm was passiert. Aber das ist im Allgemeinen auch ziemlich schlimm..auch in der U-Bahn wenn mal jemand blass aussieht oder ähnliches, dann wird mir selbst gleich ganz komisch…ich übertrage das dann so schnell auf mich. Ob aus Mitgefühl oder ob aus einem anderen Grund weiß ich nicht.

Sicher ist es klar, dass eine Therapie aufwühlend ist und auch sein muss. Aber da ich irgendwie immer versucht hab, mir selbst zu helfen, hab ich die Erfahrung dass das Vergessen ganz gut wirkt. Wenn man immer daran erinnert wird, dass man Panikattacken bekommt, dann denkt man ja automatisch dran und schon geht’s mir wieder schlecht. Und wenn ich mit niemandem drüber rede, es einfach ignoriere, geht’s mir besser. Vielleicht eine schlechte Strategie..ich weiß es nicht. Eine Freundin hat mir mal zu einer Art Therapie zur Traumabewältigung geraten…aber ob das auf mich passt weiß ich auch nicht..soll wohl bei ganz vielen Dingen helfen.

Sicher gibt es auch hier Therapeuten. Ich wollte eigentlich nicht so gern wechseln, da ich meinen alten Therapeuten sehr sympathisch fand. Aber das lässt sich wohl nicht vermeiden. Ich habe noch einen letzen Termin im Februar..mal sehn ob ich mir danach einen anderen suche. Schließlich habe ich es nicht geschafft, in über 2 Jahren die 25 Sitzungen aufzubrauchen…

Ohje..jetzt habe ich so viel geschrieben. Aber vielleicht liest es ja doch jemand ;) Es tut auch einfach mal gut, sich alles von der Selle zu schreiben.

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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon cake » Mo 7. Jan 2013, 15:07

Oh, das fühlt sich ganz schlimm an- Schwindel, Herzrasen, Schweißausbrüche, Zitterknie.....

Nun, natürlich kann man sicher konsequent in Theraphie gehen- das ist auch sinnvoll, wenn man da dran bleibt.
Wenns ganz schlimm ist - kann man denn auch ne Zeit begleitend Medikamente nehmen.

Im Grunde beobachtet man vermutlich zuviel- so denke ich.
Auf sich selbst, auf die Umwelt und auch nahestehende Menschen.

Mehr Gelassenheit, Selbstbewußtsein und etwas Abgrenzung wäre wohl schon gut.

Oft hilft auch die richtige Atmung- oder nen Yogakurs und sich immer wieder wie ein Mantra vorsagen: Es passiert mir nichts. :wink:

Das ists, was mir im Moment dazu schnell einfällt.

Aber dass es dir nun besser geht- freut mich schon mal sehr.
Weiter so :D
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elaa
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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon elaa » Mo 7. Jan 2013, 15:27

Danke für deine Antwort cake :)

Ja sowas wie Yoga hatte ich mir auch schon mal gedacht..bin allerdings noch nicht dazu gekommen.
Hatte mal von meinem Hausarzt eine CD bekommen, wo Entspannungsübungen drauf sind. Aber meistens ist es ja gerade so schlimm mit wenn man unterwegs ist..da hilft das dann leider auch nicht :(

Mit dem selbst beobachten das stimmt..man hört auf jede kleinste Veränderung bei sich und der Umwelt. Ich merke z.B. sofort wenn der Boden ein bisschen schräg ist (z.B.geht in manchen Geschäften der Boden ganz leicht nach oben, ohne dass man es sieht)..das hatte ich vorher nicht und wenn ich mit andern unterwegs bin, merken die da auch nichts. Dann muss ich erst mal einen Moment stehen bleiben um zu merken, dass nicht ich schief bin oder ohnmächtig werde, sonder der Boden schief ist :roll:

Ich werde wahrscheinlich die Therapie noch mal in Angriff nehmen müssen...

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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon cake » Mo 7. Jan 2013, 16:07

Ja sowas wie Yoga hatte ich mir auch schon mal gedacht..bin allerdings noch nicht dazu gekommen.
Es kommt imer drauf an, was dir mehr zusagt.
Mir wäre das im Liegen mit Cd zu langweilig :D

Beim Yoga macht man hingegen aktiv mit und lernt an,- und entspannen.
Es gibt auch viele Übungen für die Atmung. :wink:
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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon Lilith » Mo 7. Jan 2013, 18:53

Hallo Elaa :mrgreen: ,
Erst einmal freue ich mich das es dir ja so im ganzen besser geht.
Aber ich verstehe auch sehr gut das die Ängste immer
wie ein dunkler Schatten über einem schweben,
ich finde deine Einstellung sich davon nicht einschränken zu lassen
sehr schön zu lesen.
Die kann nicht jeder so für sich durchsetzten,
daher hab ich mich ein wenig gefreut das zu lesen,
auch wenn ich ahne wie schwer das dir fallen wird.

Das mit dem Wissen wo es her kommt,
ich glaub ich hab das irgendwie falsch ausgedrückt,
ich meinte damit eher,
Wann es eintritt,
wann es dir auffällt und so die Richtung.
Mir scheint es hat schon irgendwie etwas mit Menschen zu tun.
Weil unterwegs sind manchmal viele Menschen,
in der Uni, oder bist du dann eher von denn gesamten Eindrücken
so was wie überfordert?
War jetzt noch so ein paralleler Gedanke,
weil du beschreibst deine Wahrnehmung ist mehr sensibler.
Wenn man die kleinen Dinge mehr wahrnimmt kann das
schon auch Angst machen-
weiß auch nicht aber ich muss da irgendwie an den Film
Horten hört ein Hu denken,
ich weiß das hat so gar nichts damit zu tun,
aber da entdeckt der eine ja auch das Leben auf der Blume,
vielleicht gehörst du auch zu den Menschen
denen mehr die Kleinigkeiten auffallen. :roll: :wink:

Aber ich verstehe auch durchaus
wie einen die Angst einengen kann,
und auch wie schlimm es sein kann
wenn einem die Luft weg bleibt,
wenn einem der Schweiß in strömen rinnt
das Herz einen seltsamen Rhythmus verfällt,
alles mehr ist, mehr Farbe, mehr laut, mehr Gerüche,
alles dann zu viel.
Ich versuche dann immer ruhig zu atmen,
bewusst zu atmen
bewusst machen das die Erde unter meinen Füssen ist,
gerade auch dann wenn sich alles anfängt um mich herum zu verändern
und meine Phantasie/ Wahrnehmung mir böse Streiche spielt.
Hast du so Erdungsübungen?
Ich hab da sogar so eine Imaginationsübung das ich mir
einen Anker denke und der
verankert mich wenn ich abgleite.

Ich weiß nicht in wie fern es hilft sich seinen Ängsten zu stellen
wie man oft zu hören bekommt-
oft auch verbunden mit Sätzen wie
Stell dich doch nicht so an, oder so schlimm ist das doch nicht,
so was hilft gar nicht,
aber manchmal muss man einfach wegschauen und weiter gehen,
um sich auch nicht von der Angst kontrollieren zu lassen.

Versuch mal zu erfassen was ich mache wenn die Angst mich überrennt.
- Versuche zu erkennen das es eine Stressreaktion ist
und ich nicht Angst haben muss.
Es ist "nur eine Überreaktion" meines Körpers, mehr auch nicht!
(Wenn das mal so einfach wäre :) )
- Ich versuche mich nicht durch Gedanken hineinzusteigern.
Wie: Was könnte passieren? Was ist wenn? usw.
- Meine Gefühle sind unangenehm und zu viel,
aber mir wird nichts passieren, es wird vorbei gehen?
(Das ist dann wie wenn man sich Mantras vorsagt)
- Ich versuche mich auf das hier und jetzt zu konzentrieren,
nicht auf das was meine Vorstellung noch alles dazu fügt.
- Ich versuche mit der Angst umzugehen, sie nicht zu vermeiden,
oder wegzudrücken, ich versuche auszuhalten und zu lernen,
was mir dabei helfen könnte.
- Ich schätze oder versuche mein Angstgefühl einzuschätzen,
teile es ggf. in Stufen von 1-10 und merke dann langsam wie
es weniger wird, und ich wieder aufatmen kann und
registriere das wirklich nichts schlimmes passiert ist.
- Ich versuche mich dann zu erden, eben durch bestimmte Dinge
mich ans hier und jetzt zu binden.
Das können dann auch Skills sein.

Mehr fällt mir gerade nicht ein.
Vielleicht kannst du dann ja auch Entspannungsübungen einflechten lassen.

Ich denke man kann die Angst nicht einfach unterdrücken
aber man kann lernen
in kleinen Schritten mit ihr umzugehen,
so das es besser wird.

Grüße

und ja es hat sich noch gelohnt,
ist schon witzig wie viel nach drei Jahren sich hier
doch wieder einfinden :wink:
War ja auch eine Weile weg :lol:
Bin nur sporadisch hier, schau aber etwa zwei mal im Monat rein- geht aus Zeitgründen leider nicht anders.

"Coming back to where you started is not the same as never leaving."
A Hat Full of Sky- Terry Pratchett

elaa
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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon elaa » Mo 7. Jan 2013, 23:54

@ cake
Stimmt, bei den Entspannungsübungen war ich auch immer schnell gelangweilt und habs daher nicht wirklich oft gemacht :???: Ich werd mich mal nach Yoga-Kursen informieren :)
Sport soll ja im allgemeinen auch helfen..ich bin, als es mir noch gut ging, oft joggen gegangen. Aber das geht jetzt (wenn überhaupt) nur noch mit meinem Freund zusammen. Alleine hab ich zu viel Angst…

@ Lilith
Viele Dinge kosten mich immer noch viel Überwindung..aber ich versuche sogut wie es geht trotzdem alles zu machen. Einige Dinge meide ich schon, z.B. auf Konzerte gehen etc. Aber da kann ich drauf verzichten.

Hmm mit was die Ängste was zu tun haben, ist schwer zu sagen finde ich. Eigentlich geht es mir am Besten solange ich abgelenkt bin, das heißt jemanden zum Reden habe..dann geht’s mir auch in der Uni gut. Sobald ich irgendwo ruhig sitzen muss und nicht reden darf bzw. nicht machen kann was ich will, wird’s schwierig für mich (Uni,Kino,...). Ich habe in der Uni immer viel gemalt und mich irgendwie versucht abzulenken..das hat auch meistens ganz gut funktioniert. Zu Hause geht’s mir meistens gut..nur manchmal wache ich nachts auf und mir ist schwindlig und ich fange an zu zittern.
Sobald ich einen Schritt vor die Haustüre setze, merk ich schon dieses Schwindelgefühl. Und kaum bin ich wieder zu Hause, geht’s mir wieder gut. Ich glaube es sind sowohl viele Menschen, als auch die vielen Eindrücke, die mich einfach überfordern. Manchmal ist es auch so, dass ich mich abwesend fühle und ich die Stimmen wie durch eine Wand höre und alles wie von oben überblickt sehe. Vielleicht auch eine Schutzreaktion.
Kleinigkeiten bemerk ich schon, zumindest Dinge die ich vorher nicht bemerkt hab. Auch wenn ich in der Bahn sitze und an der Haltestelle Leute einsteigen, merk ich jede kleine Bewegung der Bahn..sowas macht mich immer ganz hippelig. Tja aber was soll man dagegen machen? Ich versuche immer mich irgendwie abzulenken. Aber das kann doch irgendwie nicht mein ganzes Leben so weiter gehen,oder??
Das mit der Imaginationsübung klingt gut :) Sowas hab ich im Moment nicht. Erdungsübung auch nicht so richtig..mein Therapeut hat immer gesagt ich soll am besten ein mal kurz springen um mich wieder fest auf dem Boden zu spüren, aber das geht ja nicht überall ;)

Leider leider leider muss ich sagen, dass ich mir noch was ziemlich doofes angewöhnt habe. Immer wenns mir schlecht geht, esse ich was Süßes (manchmal auch was anders). Und das schlimme, das hilft :( Ich komme da nicht richtig davon weg…ganz am Anfang wollten mir auch einige Leute einreden, dass ich bestimmt Diabetes habe (weil mir eben so oft schwindlig war). Tja..das ist wohl hängen geblieben. Ich weiß nicht wie ich es schaffe davon wieder weg zu kommen...ich bin jetzt nicht dick, aber man sieht es schon dass ich zugenommen habe…:(

Danke auf jeden Fall für deine Tipps! Ich werde versuchen das nächste mal dran zu denken :D Wenn ich fragen darf, hattest du auch mit Ängsten zu kämpfen? Wie lange ist es inzwischen her? Hast du heute auch noch manchmal diese Ängste?

Ich denke öfter mal an die Zukunft..im Moment könnte ich es mir z.B. nicht vorstellen, mich um ein Kind zu kümmern (auch wenn das jetzt nicht in den nächsten Jahren geplant ist). Trotzdem habe ich manchmal irgendwie Zweifel, dass ich das so alles gemeistert bekomme…

Ich fand es ganz lustig, dass ich auf einmal ne Nachricht in meinem Posteingang von dem Forum hatte ;) Damit hatte ich nun überhaupt nicht mehr gerechnet :D
Zuletzt geändert von elaa am Di 8. Jan 2013, 17:55, insgesamt 1-mal geändert.

cake
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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon cake » Di 8. Jan 2013, 07:45

Ich fand es ganz lustig, dass ich auf einmal ne Nachricht in meinem Posteingang von dem Forum hatte ;) Damit hatte ich nun überhaupt nicht mehr gerechnet
Ja das ist lustig :D :D

Versuche doch mal ganz bei Dir zu bleiben .
Manchmal träume ich mich z.B auch in die Karibik :D

Es erfordert aber Konzentration und Übung.

Auch das kann man sich angewöhnen- nicht nur die Schokolade :wink:
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon Lilith » Di 8. Jan 2013, 15:14

Guten Tag,
ich habe dir eine Nachricht gesendet.

Ich denke das du schon eine gute Strategie für dich entwickelt hast,
und unbewusst Skills anwendest-
mit den Dingen, mit denen du dich ablenkst.
Das ist schon mal gut denk ich und
da kannst du sicher noch mehr ausbauen.

Skills und auch Imaginationsübungen sind auch im Netz zu finden,
bei letzterem muss man allerdings etwas suchen :wink:
Da ich nicht weiß wie das hier im Forum mit externe Links ist,
macht sich am besten jeder selbst auf die Suche.

Was deinen Skill die Schokolade betrifft :roll:
das ist sicher nicht so einfach.
Was macht denn die Schokolade wenn du sie ist mit dir?
Lenkt sie dich ab?
Überdeckt sie deine Gefühle?
Füllt sie in dir etwas? Also im Sinne von
einem Gefühl das du dann anders empfindest?

Bekomm das nicht gut ausgedrückt,
aber ich denke es könnte helfen wenn du weißt
was du alternativ für die Schokolade und das Süße finden kannst
also muss ja nicht ganz auf süßes verzichten :wink:
Aber so das es für dich in einem erträglichen Rahmen wäre
dass du dich weil du schon wieder quasi was süßes gegessen hast
nicht schlecht fühlst,
denn das kann ja auch nicht gut sein :-k

Grüße
Bin nur sporadisch hier, schau aber etwa zwei mal im Monat rein- geht aus Zeitgründen leider nicht anders.

"Coming back to where you started is not the same as never leaving."
A Hat Full of Sky- Terry Pratchett

FrankaZiss
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Registriert: Sa 2. Apr 2011, 09:14

Re: Was tun gegen Panikattacken??

Beitragvon FrankaZiss » Di 8. Jan 2013, 15:44

Hallo,

ich wollte mich auch mal zu dem Thema melden ohne jetzt alle Antworten gelesen zu haben.

Ich bin auch eine Angstgeplagte. Ich habe eine sehr tolle Tagesklinik besucht.

Gruppentherapie ist was ganz tolles. Man sitzt in einem Boot. Man stärkt sich den Rücken für lange Zeit.

Man darf so sein wie man ist. Nach einiger Zeit, wenn man selbstbewusster geworden ist, wird dann das Thema Konfrontation angegangen, d.h. man wird immer mit dem Angstauslöser konfrontiert bis man keine Angst mehr davor hat (mal ganz knapp umschrieben). Und das macht man ZUSAMMEN.

Ich glaube, dass ist ein großer Unterschied zu der Therapie 1x die Woche 50 Minuten.

Vielleicht wäre das was für dich?

In der Therapie sind natürlich nicht alle geheilt raus gegangen, aber die meisten waren auf dem besten Weg.

Ich habe noch Kontakt zu ein paar Leuten aus der Gruppe. Es haben sich Freundschaften entwickelt und man hilft sich gegenseitig.

Ganz liebe Grüße!


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