Angst vor Hochspannungsleitungen

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itsgoodtobe_me
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Angst vor Hochspannungsleitungen

Beitragvon itsgoodtobe_me » Fr 24. Okt 2008, 17:46

Hallo an alle,

ich habe große Angst vor Hochspannungsleitungen. Allerdings keine bestimmte Angst, beispielsweise, dass mich ein Stromschlag treffen könnte, sondern ich habe allgemein Angst vor ihnen.
Allein nur der Gedanke an sie lässt mich zittern. Oft hab ich Albträume, in denen es um Hochspannungsleitungen geht. Auch mit dem Auto darunter durch zu fahren (Landstraßen etc.) fällt mir schwer. Ich kneife dann immer die Augen zu, weil ich einfach nicht hinsehen kann und mir kommenm die Tränen..
Vor einer Woche war ich mit meiner Familie im Wald Pilze sammeln, ein kleiner Weg trennte zwei Wälder von einander und genau über diesen Weg verlief eine Leitung. Ich stand auf der einen Seite und weinte, weil ich einfach nicht rüber laufen wollte. Es wurde so schlimm, dass ich einen Heulkrampf bekam. Tagelang verfolgte mich diese Leitung noch in meinen Gedanken, sie kam mir vor wie ein großes Monster, was jetzt heimlich über mich lacht.
Das geht jetzt seit etwa 2 Jahren so und ich weiß nicht wieso, ich hatte nie einen Unfall im Zusammenhang mit elektrischen Strom oder sonstigem. Und langsam weiß ich echt nicht mehr was ich machen soll, da mich das echt quält.

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Laura
Beiträge: 4454
Registriert: Sa 25. Sep 2004, 07:09

Beitragvon Laura » Sa 25. Okt 2008, 01:31

Hallo it'sgoodtobe-me!

Erstmal herzlich willkommen im Forum! :)

Du könntest Dich auf die Suche nach einem geeigneten Therapeuten machen, der sich gut mit Phobien auskennt. Soweit ich weiß, empfiehlt sich da am ehesten Verhaltenstherapie. Bei der Therapie von Phobien gibt es den Ansatz, den Klienten in die gefürchteten Situationen zu begleiten und ihn allmählich zu desensibilisieren. D. h., wenn ich es recht verstehe, soll der Phobiker sich immer wieder der Situation stellen, innerhalb des Schutzrahmens der Therapie, und allmählich lernen, dass er die Situation gut überstehen kann und sie im Griff hat. Der Therapeut hat da vielleicht so eine Art "Schutzengel-Funktion".

Selbst habe ich keine Erfahrung mit Phobien und was eine Therapeutensuche angeht, so muss man da wirklich genau gucken, dass man da an jemand Gutes gerät. Aber in Berlin ist die Auswahl an Therapeuten mit Sicherheit groß. Wende Dich an Deine Krankenkasse, an Deinen Hausarzt oder schau in die Gelben Seiten. Therapeuten mit Kassenzulassung sind entweder Diplom-Psychologen oder Psychiater (also Ärzte), aber nicht jeder Psychiater ist gleichzeitig auch Psychotherapeut, darum darauf achten, dass da der Zusatz Psychotherapie angegeben ist, in etwa Dr. XY, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie oder Facharzt für psychotherapeutische Medizin. Für viele Menschen ist es abschreckend, zum Psychiater zu gehen, weil der einem mit Psychopharmaka kommen kann. Psychopharmaka sind meiner Meinung nach bei vielen psychischen Erkrankungen und Störungen recht hilfreich, sie halten einen grob zusammen, so dass der quälende Zustand nicht allzu sehr entgleiten muss. Ob Psychopharmaka bei Phobien ratsam sind, kann ich Dir leider nicht sagen. Und wenn Du absolut nichts mit Psychopharmaka zu tun haben möchtest, dann kannst Du Dir ja einen Psychologen suchen, der Psychotherapie anbietet. Psychologen haben keinen medizinischen Status und dürfen daher auch keine Medikamente rezeptieren.

Viel Glück und gute Besserung

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


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