Bipolar und will keine Medikamente mehr

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RBB
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Bipolar und will keine Medikamente mehr

Beitragvon RBB » Di 4. Jul 2017, 02:23

Hi; .
Ich habe schon lange eine Bipolarestörung demnach auch schon viele Medikamente verschrieben bekommen die aber alle samt nichts brachten Manisch Phasen ( 5000 Euro in 2Wochen weg ) Depressionen mit SVV,SMI, SMV.
Trotz hoher Meditation.

Verschäfend kam hinzu das meine GGT Werte immer hoch war ( ca 150 statt ca 40 ) es wurde immer ein Steinleiden diskutiert aber nie nachgewiesen
Mein Psychiater verschrieben also sehr bald möglichst Medikamente die über die Niere ausgeschieden werden

Aktueller Stand meiner Werte Steigerung innerhalb von zwei Wochen
GGT über 1200 Tendenz steigenden
Niereninsuffizienz Grad 2
Beim Internisten durchgecheckt empfiehlt alle nicht Lebenswichtigen Medikamente abzusetzen

Meine Hausärztin setzte bis auf Diabetes Typ 2 und Hypertonie Medikamente alles ab
Mein Psychiater meinte " aus Fachärztlicher sicht ist eine Änderung der Meditation nicht verantwortbar !
ICH MÖCHTE KEINE MEDIKAMENTE
ICH HABE ANGST
Bitte um Antworten
RBB

mamschgerl
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Re: Bipolar und will keine Medikamente mehr

Beitragvon mamschgerl » Di 4. Jul 2017, 06:16

Hallo,
bezüglich der GGT Werte habe ich dir schon bei deiner ersten Anfrage geantwortet.
Bei mir wurde auch Adipositas diagnostiziert und aufgrunddessen eine Fettleber mit dementsprechend hohen GGT Werten. Eine Ernährungsumstellung wirkt da Wunder, weil sie den Stoffwechsel positiv beeinflusst und die Leber entlastet, das mindert auch den Einfluss der Medikamente.
Nach jahrelanger Einnahme von ADs und unkontrollierten Fressanfällen stiegen bei mir die GGT Werte natürlich wie bei dir extrem an, sie fallen aber auch wieder sehr schnell, wenn man die Ernährung unter Kontrolle bekommt.
Das ist nicht leicht bei Depressionen, daher wäre hier eine Kontrolle durch den Besuch einer Adipositasklinik sinnvoll, das geht auch ambulant.
SVV, SMI und schließlich SMV sind leider bei solchen traumatischen Erlebnissen mit all den darauf basierenden psychischen Störungen und Erkrankungen die häufigsten Symptome und Medikamente gegen Angstzustände, Depressionen und Panikattacken können diese fatalerweise auch noch verstärken.
Psychiater begründen die Einnahme der Medis gerne damit, daß dadurch auch die Therapie unterstützt würde, doch meiner Meinung nach wird man dadurch zwar ruhiger, aber eben auch gleichgültiger, da nicht nur Angst und Panik unterdrückt wird, sondern auch alle anderen Empfindungen.
Wenn du der Meinung bist, daß sie nicht helfen und dich negativ beeinflussen, kannst du nur entweder weiter nach Alternativen suchen oder ausschleichen, aber auch das nur unter Aufsicht, denn die Absetzungserscheinungen können die Symptome natürlich ebenfalls verstärken.
Es gibt Menschen, die ihre Medikamente nur bei Auftreten einer manischen Phase nehmen, um sie heil zu überstehen und danach wieder auslassen, ich selbst kann mir das weniger vorstellen, aber da ist jeder anders.
Es tut mir sehr leid, daß ich dir nicht helfen kann, aber vielleicht solltest du zum Ausschleichen und hinsichtlich der Beaufsichtigung wieder einen Klinikaufenthalt in Betracht ziehen, eine sichere Umgebung wäre hierbei wirklich sinnvoll.
Alles Gute
mamschgerl

RBB
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Re: Bipolar und will keine Medikamente mehr

Beitragvon RBB » Di 4. Jul 2017, 09:40

Danke für deine Antwort,

War erst im März in der Klinik, den Stress kann ich meiner Tochter nicht antun, mitlerweile Erwachsen und hat selber eine Tochter mit 5 1/2 Jahren Job , Wohnung und Partner kann ihr die Sorgen um mich nicht antun sie ist gewohnt das ich nach SMV in der <<<<<<<Klinik bin zum teil mit Einweisung durch den Amtsartz.....
Mein Mann nimmts Gelassener er ist eher ein phlegmatischer Mensch der immer für mich da ist nur ich weiß das ihm Einzelheiten aus meiner Vergangenheit sind nicht gut für Ihn.
Lt. meiner Therapeutin besteht die Möglichkeit ihn damit zu überfordern da er mir nicht helfen konnte, kenne Ihn schon als ich 14 Jahre alt war und der MB noch voll im gange war. Er ist 15 Jahre älter als ich zusammen gekommen sind wir erst als ich 18 war und von zu Hause weg bin.....
mir ist wichtig das wenigstens er einen Stabilen Fixpunkt in unserer Familie ist.

LG
RBB

mamschgerl
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Re: Bipolar und will keine Medikamente mehr

Beitragvon mamschgerl » Di 4. Jul 2017, 21:28

Hallo,
ich weiß, daß die Sorgen um die nächsten Angehörigen immer Vorrang haben und man sich selbst am meisten im Weg steht. Ich habe auch lange gebraucht, um loszulassen, doch das musste irgendwann sein, es ging ums Überleben, d.h., du musst deine Tochter mit ihren Sorgen um dich nicht beruhigen oder sie zu sehr an dich heranlassen. Du schreibst, sie ist erwachsen, hat eigene Familie, ein hoffentlich gesundes und stabiles Umfeld, das sie unterstützt, wenn es um eben besagte Sorgen um dich geht.
Du hast so viel gegeben, wie du konntest und jetzt musst du dich um dich selbst kümmern, auch wenn dir das schwer fällt. Du denkst immer an andere und deren Befinden, welche Kümmernisse du ihnen mit deinen Problemen bereitest, aber so wird das nichts. Hier ist gesunder Egoismus gefordert, du musst loslassen lernen.
Es ist egal, ob dein Mann überfordert ist, du sagst, er ist für dich ein stabiler Punkt in deinem Leben, dann wird er verstehen, daß du jetzt wirklich echte Unterstützung brauchst, die dir erlaubt, unbeeinflusst von störenden und hemmenden Gedanken an deine Angehörigen und deren Wohlbefinden einen Weg zu finden, der dir wieder Ruhe verschafft und einen adäquaten Umgang mit deinen Symptomen.
Du hast jedes Recht der Welt, daß man sich um dich kümmert und alle Anforderungen des Alltags von dir fernhält.
Lass die anderen mal selbst machen, die können das schon...
L.G. mamschgerl

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Re: Bipolar und will keine Medikamente mehr

Beitragvon RBB » Mi 5. Jul 2017, 09:09

Lieb gesagt du hast sicher recht aber wie soll das gehen ?
Ich kann mit meinem Körper nichts anfangen hab in den letzten 20 Jahren auf 125kg zugenommen alles ausprobiert was am markt vorhanden ist inklusive WW, hab zb 16 kg abgenommen und 25kg wieder zugenommen daher immer mehr und ich sehe kein ende.
Ich hab kein Gefühl für Grenzen bei anderen schon bei mir nicht, eigentlich hab ich keine Kontackte außer meinem Mann meine Tochter und PSD und Ther. privat null nada. Hab halt angst wie es wird wenn mein Mann einmal nicht mehr ist.......
Ich dreh mich mit meiner angst schon wieder im Kreis.

mamschgerl
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Re: Bipolar und will keine Medikamente mehr

Beitragvon mamschgerl » Mi 5. Jul 2017, 13:35

Tja, wenn ich das wüsste, würde ich es dir sagen. Ich kenne deine Probleme, da ich sie selber habe, ich hatte mal ein Gewicht von 58 Kilo, jetzt wiege ich auch so um die 125 kg, ich bin auch 52, habe keinerlei Kontakte mehr außer zu meinem Sohn, meinem Nochpartner und meiner einzigen Freundin.
Aber ich habe schon mal in einem anderen Beitrag geschrieben, daß ich durch die Arbeit in der Dienstleistung und den vielen, vielen Kontakten mit Angestellten, Kunden etc etc all die Jahrzehnte über voll bedient bin und wirklich nichts vermisse.
Diese unkontrollierbaren Freßanfälle, die Medis, die ein solches 'eh alles egal' Gefühl verursachen, keine Bewegung mehr, keine Arbeit mehr, also rundherum nichts, was einem von der Depression ablenkt und den Körper in Bewegung hält, fördert natürlich die Bemühungen, etwas abzunehmen, nicht wirklich.
Mein Körper gehört auch nicht zu mir, den habe ich als Kind schon verlassen, musste ich, sonst wäre ich seelisch komplett draufgegangen.
Ich habe mir diesen Körper nie zurückgefordert, mich als Kind vergessen, also verlorene Liebesmüh, da etwas zu versuchen, was nie wieder zu richten ist. Und die Wichtigkeit sehe ich auch nicht, deswegen kann ich auch nur sagen, wie es sicher klappen dürfte, all das Übergewicht zu verlieren, aber das gilt natürlich nur für diejenigen, die ihren Körper und sich selbst lieben und ihm Gutes tun wollen und konsequent und eisern den gesunden Lebenstil wählen und durchhalten...
Die einen werden rappeldürr, wir wurden eben dick. Man kann sich aussuchen, was letzten Endes schöner ist, besser ist dick sein auf keinen Fall.
Aber sich mal kurzfristig wieder darauf zu konzentrieren, lässt ernstere Dinge wieder etwas in den Hintergrund treten, es hilft also manchmal, kurz aus dem Hamsterrad auszusteigen und mal wieder etwas an der Oberfläche zu schwimmen, dafür ist das Besinnen auf gesunde Ernährung schon mal gut, also wenn man das Abnehmen nicht so unter Druck erzwingen will, sondern sich dadurch nur zur Ablenkung beschäftigt, wird auch kein JoJo Effekt gefördert.
Und das Problem mit den eigenen Grenzen kenne ich auch nur zu gut. Woher sollte man sie kennen, wenn nie jemand darauf Rücksicht genommen oder dich welche zu setzen ermuntert hat?
Jetzt, nach all den Jahrzehnten gibt es nur noch die einzig mögliche Art und Weise, nicht mehr in solche Situationen zu gelangen, in denen man wieder ausgenützt und klein gehalten wird ( weil man es nicht als solches erkennt oder wenn, viel zu spät ) indem man sich zurückzieht.
Ungerechtigkeiten, Grenzüberschreitungen bei anderen zu sehen und bei sich selbst kein Gefühl dafür entwickeln zu können, ist typisch.
Aber das macht alles nichts, es ist nicht wirklich wichtig, ob wir dünn oder dick sind, wichtig ist nur, daß wir lernen, damit leben zu können, ohne uns damit noch schlechter und wertloser zu fühlen, als wir es eh schon tun.
Es gab und gibt immer noch genügend Menschen, die uns, oft auch unbewusst und ungewollt, die Kraft nehmen, weil sie unsere Aufmerksamkeit fordern, die uns wieder von dem ablenkt, was uns belastet.
Also helfen wir Ihnen und lassen uns selbst im Stich. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich selbst auch noch nicht, ich bin dabei, es herauszufinden.
Einen Unterschied gibt es schon bei uns, ich habe keine Angst vor dem Alleinsein, den einsam war ich nie.
L.G. mamschgerl

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Re: Bipolar und will keine Medikamente mehr

Beitragvon RBB » Mi 5. Jul 2017, 15:54

Bei meiner Magen OP geht es natürlich um eine gewichtsreduktion keine Frage , aber ich habe Diabetes Typ 2 das heißt mei Körper reagiert resistent auf das Insulin das prinzipiell in ausreichender Menge zur verfügung steht. Der nächste schritt meiner Therapie wenn die Tabletten nicht mehr ausreichen ist Insulin !!! an sich kein Problem kann ich dosieren BE berechnen spritzen alles kein Problem aber wenn ich wieder Depressiv bin und mich Umbringen will ist es mit ein wenig Medizienischem Vorwissen ein einfaches das mit Inulin in form einer bewussten Überdosierung einfach umzusetzen und davor habe ich wenn ich klar bin angst. Dem Argument ist auch meine Hausärztin gefolgt, mit dem Zusatz das es ohne OP bei einem BMI und meinen Medis kaum eine wirkliche Chance gibt auf ein normales gewicht dauerhaft zu kommen,
bin Vegetarier vorwiegend hin und wieder ein Fisch 2nach Broteinheiten berechnete Mahlzeiten am Tag, kein Zucker wenige Kohlehydrate leider, wenig Olivenöl... gehe 3x pro Woche trotz spießrutenlauf im Bad und eischränkungen ins bzw am ehesten beim aus dem Becken zu geehen kann nur über stufen gehen die für Kinder gedacht ist kann auf diesen hängestufen mich nicht über die letzte stufe wuchten.
Schwimme dann aber wirklich mein mind.10 - 15 längen konnte letzt länger nicht weil ich mich im April massiv selbst verletzt habe, 3 Gradige Verbrennungen ca 8x10 cm an beiden Unterarmen aber jetzt ist alles wieder zu und ich kann ins Hallenbad Freibad geht noch nicht die doch gosen narben reagieren auf sonne sofort mit blasen dauert noch wird aber weiß ich von früher.......
LG


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