Leide ich an Depressionen?

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Shapeshifters
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Leide ich an Depressionen?

Beitragvon Shapeshifters » Mo 2. Feb 2015, 02:01

Liebe Foristen,

ich schreibe, weil ich unbedingt euren Rat benötige. Ich bin in einer sehr verzweifelten Lage.

Zu mir: Männlich, 35, Absolvent mit 2 Staatsexamen, arbeitssuchend. Leicht übergewichtig. Hatte vor über 1 Jahr eine Verhaltenstherapie (emotionsfokussierte Schematherapie) gehabt.

Zur Sache:
Ich weiß nicht, ob ich in einer Depression bin. Aber ich empfinde die letzten Wochen oder gar Monate als sinnlos und verspüre keine Motivation mich sportlich zu betätigen. Nehme daher zu. Komme kaum noch aus dem Haus. Wenn ich das Haus verlasse, dann nur wegen der Einkäufe. Lebe sozial sehr zurückgezogen. Keine Lust. Keine Hoffnung. :cry: Es ist ein Teufelskreislauf. Die Kleidung passt nicht mehr. Trage immer dieselben Sachen. Dabei müsste ich mich eigentlich bewegen.
Hinzu kommen diese mich zerfressenden und seelisch belastenden Minderwertigkeitsgefühle. Diese entstehen insbesondere dann, wenn ich in der Gesellschaft meiner Bekannten/ Verwandten bin. Alle haben bereits Kinder. Ich habe Nichts: Keinen Job, kein Vermögen, kein Auto, keine Freundin, kaum Freunde.
Am schlimmsten ist jedoch die Tatsache, dass ich keine Freundin habe. Ich hatte bisher keinerlei intime Erfahrungen mit einer gehabt. Leider war ich während meiner Schul- und Studienzeit überwiegend auf Leistung getrimmt und hatte auf mich kaum Rücksicht genommen. Nun fegt dieser Defizit in meiner persönlichen Entwicklung wie ein Tsunami von Zeit zu Zeit über meine seelische Verfassung hinweg. Ich habe das Gefühl, dass ich keine Aussicht auf ein halbwegs zufriedenes Leben mehr habe. Habe keine Tagesstruktur. Schlafe ein, wenn andere erwachen. Erwache, wenn andere von ihrer Arbeit kommen. Erschwerend kommt noch das Verhalten meiner Vermieterin hinzu, die alles unternimmt, damit ich aus meiner Mietwohnung ausziehe. Es ist zum Heulen!

Was soll ich also tun?
Psychopharmaka hatte ich noch nie ausprobiert.
War nach der letzten Therapie bei keinem Psychologen u. ä.-
Bin so ratlos.

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Laura
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Re: Leide ich an Depressionen?

Beitragvon Laura » Di 3. Feb 2015, 10:06

@Shapeshifters:

Dieselben psychologischen Lehrwerke, von denen Du Deinen Text abgekupfert und in die Ich-Erzähler-Form umfrisiert hast, werden Dir sicherlich auch den Rat geben können, den Du gar nicht benötigst, wenn Du ein Fake bist.
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.

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fluuu
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Re: Leide ich an Depressionen?

Beitragvon fluuu » Di 3. Feb 2015, 10:44

Meinst Du ein Fake, glaube ich gar nicht, die beschriebenen Schwächen klingen so authentisch, so menschlich.
Ein Mann mit zwei Staatsexamen ist ein Intellektueller, der weiß sich auszudrücken auch in der Krise.
Nur gerade diese geistige Qualität ist häufig die Ursache für die seelische Krise, es wird viel gegrübelt und
sich wenig verhalten um den Gefühlen die Empfindungen zu geben die sie brauchen.
Ein anderer Mann in seiner Lage knallt sich mit Fernsehen, Bier und Chips zu und kommt nicht auf die Idee,
dass ihm etwas fehlt. Ein Studierter hatte große Ziele zu denen zu gehören die an den Knöpfen drehen
und dann nur so durchzuhängen ist bitter. Wenn Du so willst hast die eine Minderwertigkeitsdepression
aber die kommt nicht als Krankheit über Dich, sondern Du hast Jahre lang nur an Karriere gedacht,
an Studieren um etwas Besseres zu sein, der falsche Ehrgeiz wie sich nun zeigt, das Leben als solches
hast Du dabei vergessen. Das solltest Du nun nachholen, Dich nicht mit welchen vergleichen die diese
Statussymbole vorzuweisen haben, sondern mit Menschen die genau wie Du psychische Probleme haben.
Dann stellst Du ganz schnell fest, der akademische Grad ist belanglos, wichtig sind die Empfindungen.
Das bekommst Du z.B. in einer Selbsthilfegruppe mit oder in einer Tagesstätte für psychisch Betroffene
oder bei der Ambulanz der Klinik oder in einem Hilfsverein. Möglichkeiten in eine Gemeinschaft zu kommen
von Menschen die seelische Probleme haben gibt es viele, jedoch setzt das voraus die seelischen
Probleme vor sich im Moment im Leben als Priorität anzuerkennen und weniger die akademische Bildung.
Wie gesagt, ein guter intellektueller Theoretiker sein hilft im Moment nicht weiter, es geht um die Gefühle
und die erlebt man vor allem beim sich Verhalten, beim praktischen Umgang mit Menschen.
Um das Selbstwertgefühl wieder zu stärken brauchst Du praktische Erfolgserlebnisse im Umgang mit
anderen Menschen und das geht nur bei welchen die genauso betroffen sind wie Du.
Suche den Anschluss an eine Gruppe von Menschen die nach seelischer Gesundheit streben.
gruß fluuu

kostenlose psychosoziale Online-Beratung
www.seelegut.de

Shapeshifters
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Re: Leide ich an Depressionen?

Beitragvon Shapeshifters » Di 3. Feb 2015, 20:04

Danke soweit für die Beiträge!
Laura hat geschrieben: Dieselben psychologischen Lehrwerke, von denen Du Deinen Text abgekupfert und in die Ich-Erzähler-Form umfrisiert hast, werden Dir sicherlich auch den Rat geben können, den Du gar nicht benötigst, wenn Du ein Fake bist.
Liebe Laura, glaubst Du im Ernst, dass mein Beitrag, bzw. mein Hilferuf ein Fake ist?! Also, ich bitte Dich. Ich musste mich erst überwinden, ehe ich mich in diesem Forum zu Wort meldete. Nicht entscheidend ist der akademische Hintergrund. Niemand ist gefeit vor den psychischen Herausforderungen. Also bitte beim nächsten Mal vorher nachdenken, ehe Du anderen mit solchen Beiträgen kränkst. Mein Lehrer sagte immer: "Erst nachdenken, dann melden"!
fluuu hat geschrieben: Nur gerade diese geistige Qualität ist häufig die Ursache für die seelische Krise, es wird viel gegrübelt und
sich wenig verhalten um den Gefühlen die Empfindungen zu geben die sie brauchen.
So ist es. Ich habe mich früher immer über mein Intellekt definiert. Das hängt auch damit zusammen, dass ich mir nur dann Anerkennung und Liebe bei meinen Eltern versprochen habe, wenn ich mit guten Noten nach Hause kam. Eine Zeit lang ging das gut, aber ab der Oberstufe ließen die Erfolge allmählich nach und ich zweifelte an mir. Das Studium war mit depressiven Episoden gepflastert. Das wirkte sich natürlich auch auf meine Leistungen und Gemütslage aus.
fluuu hat geschrieben:
Wenn Du so willst hast die eine Minderwertigkeitsdepression
aber die kommt nicht als Krankheit über Dich, sondern Du hast Jahre lang nur an Karriere gedacht.
Der Begriff "Karriere" war zu meinen Studienzeiten ein negativ besetzter Begriff. Nein, ich hatte einfach Spaß und Interesse an der Materie. Mehr nicht. Ich wollte kein Karrierist werden. Das Studium war sehr hart, da man innerhalb kürzester Zeit (Zwischenprüfung!) viele Klausuren und Hausarbeiten abliefern musste. Dass dabei die körperliche und psychische Verfassung drunter leidet, war eine Folge davon. Aber ich habe einfach den Fehler begangen und bin in dieser so wichtigen Phase zu keinem Psychologen gegangen. Hatte es sogar versucht. Aber die Wartezeiten waren schlicht zu lang. Bis dahin, so dachte ich, wäre ich wieder der 'Alte'- da hatte ich schon längst Selbstbetrug begangen. Das rächt sich jetzt.
fluuu hat geschrieben:
Dich nicht mit welchen vergleichen die diese Statussymbole vorzuweisen haben.
Diese Vorgehensweise hatte ich mir schon zu Studienzeiten auf die Fahne geschrieben, um mich gerade vor den Folgen eines negativen Konkurrenzklimas zu bewahren. Der Vorwurf, den ich an mich richte ist: Wenn ich mir schon so viel Zeit für das Studium genommen habe: Wieso haben sich all diese Mühen nicht in gute Noten niedergeschlagen. Bei Juristen sind die Examensnoten der Eintritt in das Berufsleben. Wer durchschnittliche Leistungen vorzuweisen hat, hat so gut wie keine Arbeitsmarktchancen. Einfach bei google "Prädikatsexamen" eingeben, und Du weißt bescheid, worum es geht.
fluuu hat geschrieben:
Dann stellst Du ganz schnell fest, der akademische Grad ist belanglos, wichtig sind die Empfindungen.
100%-ige Zustimmung! Mit meiner Therapeutin erlernte ich Techniken zu mehr Achtsamkeit (Achtsamkeitstraining).Sie diagnostizierte bei mir ein Narzisst. PS, wobei ich negative Selbstschema vorwies. Ich bin erstaunt und erschrocken, als ich damals vom Mangel an Achtsamkeit ggü. meinen eigenen Gefühlen erfahren habe. Man glaubte, dass man sich im "Griff" hatte. Aber das Gegenteil war der Fall. Intellekt und Gefühle sind zwei unterschiedliche Bereiche, die man nicht vermengen sollte.
fluuu hat geschrieben:
Das bekommst Du z.B. in einer Selbsthilfegruppe mit oder in einer Tagesstätte für psychisch Betroffene
oder bei der Ambulanz der Klinik oder in einem Hilfsverein. Möglichkeiten in eine Gemeinschaft zu kommen
von Menschen die seelische Probleme haben gibt es viele.
Ja, genau davor fürchte ich mich gerade. Sich vor einer Gruppe fremder LeidensgenossInnen einzugestehen, dass man trotz eines glänzenden Intellekts im Leben irgendwie gescheitert ist. ich habe schon Probleme, wenn ich ggü. meinen Eltern meine wahren Gefühle zeige. Es tut ziemlich weh.
Irgendwie habe ich noch eine riesige Scheu davor mich einer Gruppe zu öffnen. Ich kann mir schon denken, dass ich nachher erleichterter bin als zuvor. Aber der Weg dorthin führt durch die Hölle. Wie heiß mag es da sein?!!
fluuu hat geschrieben:
Wie gesagt, ein guter intellektueller Theoretiker sein hilft im Moment nicht weiter, es geht um die Gefühle
und die erlebt man vor allem beim sich Verhalten, beim praktischen Umgang mit Menschen.
Richtig! Aber ich habe gemerkt, dass ich mich am ehesten gegenüber einer echten Freundin öffnen kann- mit all meinen Facetten. Nur in einer intimen Beziehung bin ich gut aufgehoben und habe das nötige Vertrauen, um meine tiefsten und innersten Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
fluuu hat geschrieben:
Suche den Anschluss an eine Gruppe von Menschen die nach seelischer Gesundheit streben.
Wie denn? Es ist eine sehr große Herausforderung für mich. Ich weiß nicht wie ich das anstellen soll.
Ich denke mir: OMG, ist es wirklich so schlimm? Ja, ist es, muss ich mir eingestehen. Im Umgang mit anderen habe ich Schwierigkeiten, da der Gedanke, abgelehnt zu werden, immer mich verfolgt. Das rührt aus meinen Erfahrungen in Schule und Studium und Beruf. Bin eher pessimistisch gegenüber den anderen eingestellt, da ich mir von denen keine Besserung der Anerkennung verspreche. Nur Probleme.

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fluuu
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Re: Leide ich an Depressionen?

Beitragvon fluuu » Di 10. Feb 2015, 11:50

Ich mag dieses in den Text hineinschreiben nicht besonders, es hat so etwas von zerstückeln.
Du brauchst nicht jeden meiner Sätze kommentieren und mit ausweichenden Begründungen antworten.
Denke darüber nach was andere im seelischen Bereich Betroffene und Experten Dir mitteilen und tue etwas.
Tun nicht im Sinne von noch mehr theoretischer Leistung herbeihecheln in der Hoffnung ein "brav"
zu bekommen, sondern etwas für das ausgeglichene Gefühlsleben zu tun. Dazu gehört körperliches Spüren.
Dazu gehört auch wie hier im Forum, darauf beruht das Missverständnis mit dem Fake, die persönlichen
Gefühle zum Ausdruck zu bringen als zusammenhängende Formulierung und weniger das Kommentieren.
Natürlich ist es eine Fähigkeit den Ausgleich zwischen Intellekt und Gespür zu ermöglichen.
Diese Fähigkeit braucht jeder Mensch will er gesund leben und wer feststellt, dass er diese Fähigkeit
nicht hat auf Grund von Symptomen, sollte in dem entsprechenden Bereich etwas tun.
In Deinem Fall das Tun ganz klar, weniger intellektuelle Beschäftigung und mehr Gespür über die Sinne,
davon gibt es fünf Hauptsinne, einer davon ist das Tasten, das Gespür über die Haut.
gruß fluuu

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serbina55
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Re: Leide ich an Depressionen?

Beitragvon serbina55 » Fr 15. Mai 2015, 14:40

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