Diplomarbeit

Hier hinein gehören spezifische Beiträge zu Depressionen, manischen und manisch-depressiven (bipolaren) Störungen, Zyklothymie, Dysthymie und anderen Störungen des Gemüts.
-> Basis-Infos zum Thema "Depressionen" und zum Thema "Manie und bipolare Störung"
Marina85
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Diplomarbeit

Beitragvon Marina85 » Mo 31. Mär 2014, 22:17

Hallo zusammen ich hoffe ich bin hier richtig sonst bitte ich vielmals um entschuldigung

Ich bin Krankenschwester auf einer Notfallstation in der Schweiz und ich schreibe meine Diplomarbeit über bipolar affektive Patienten in der akuten Phase. Speziell in der Phase der Suizidalität.
Ich möchte mich mit Umgangsmöglichkeiten und Strategien auseinander setzten um Zwangsmassnahmen umgehen zu können.
Gibt es jemand im Forum der mir dazu ein paar Fragen beantworten würde? Mir geht es darum, eine optimale Pflege leisten zu können und unterstützung an zu bieten.
Mich interessiert es wie ihr euch fühlt, was ihr in dieser Phase von mir als Krankenschwester erwartet und braucht. Hattet ihr schon mal mit Zwangsmassnahmen zu tun (Isolationszelle, Fixationen etc.) wie war dies für euch?
Gibt es einen grossen Wunsch den ihr an uns Pflegepersonal habt?

Ich würde mich sehr über Nachrichten per PN freuen
Liebe Grüsse Marina85

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fluuu
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Re: Diplomarbeit

Beitragvon fluuu » Di 1. Apr 2014, 11:11

Eine liebevolle Fürsorge einer Krankenschwester in allen Ehren aber bei einer affektiven Störung im akuten Stadium
und besonders bei suizidalem Verhalten geht es weniger um niedliche Streicheleinheiten als viel mehr um
bewusstes Handeln und wenn es das Leben retten kann auch mit Intervention per Aktion oder Zwangsmaßnahmen.
Man kann die enorme Energie die ein Patient in der Manie hat nicht weg streicheln und man kann den starken
Wunsch eines Depressiven nach dem Ende dieses schmerzlichen Zustandes, hin zum Tod als Erlösung nicht mit
süßen Worten begleiten.
Liebe Krankenschwester, in der Akut-Psychiatrie ist eine professionelle dicke Haut um mit akut psychisch kranken
Menschen umzugehen unausweichlich, das geht soweit, dass selbst ein gelungener Suizid eines Einzelnen,
er lässt sich letztendlich nicht verhindern bei alles Sorgfalt, überwunden wird im Interesse der anderen Patienten
für die die Behandlung weiter gehen sollte.
Nicht das Abmildern oder Verhindern des Suizides ist letztendlich die wichtigste Aufgabe des Begleiters,
sondern mit dem Loslassen umgehen können falls es zu dieser seltenen extremen Situation kommen sollte.
Den Tod aufhalten wollen ist vermessen für einen Sterblichen und führt zu noch viel mehr Verwirrung.
gruß fluuu

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Remedias
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Re: Diplomarbeit

Beitragvon Remedias » Di 1. Apr 2014, 12:05

hallo, Marina,
ich sehe es anders als @fluuu, bin aber nicht bipolar, sondern schizoaffektiv, womit ich Dir leider nicht weiterhelfen kann.
Mit freundlichen Grüßen Remedias

ich lasse mich beispielsweise durchaus mit Gesprächen aufhalten, man braucht mich nicht fixieren :wink:


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