Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Hier hinein gehören spezifische Beiträge zu Depressionen, manischen und manisch-depressiven (bipolaren) Störungen, Zyklothymie, Dysthymie und anderen Störungen des Gemüts.
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anjavan
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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon anjavan » Mi 23. Okt 2013, 16:37

Hat hier noch jemand eine Meinung? Feuerchen?

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Feuerchen
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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon Feuerchen » Mi 23. Okt 2013, 23:10

Hallo Anjavan,

Ob Dein Mann fremdgeht, oder nicht, kein Mensch kann hier über das Internet irgendwelche Aussagen darüber machen. Das hat nichts mit Manisch oder Bipolar zu tun. Das sind zwei Paar Stiefel.

Und wie ich sehe, drehst Du Dich im Kreis.

Letztlich wirst Du einen Weg finden müssen, egal was wir raten oder meinen.

Im Moment spielst Du alles zig mal in Gedanken durch, rum und num und wieder im Kreis und kommst letztlich zu keinem Schluß.

Wie willst Du das Gedankenkreiseln durchbrechen ?
Was willst Du machen, um freier entscheiden zu können?
Was haben unsere Vorschläge gebracht? - Hast Du darüber nachgedacht, oder hast Du sie gleich verworfen.
Wie willst Du das alles durchstehen und für Dich sorgen? - Ich höre immer nur Dein Mann...Dein Mann... Dein Mann!

Deinen Mann kannst Du nicht ändern, wenn er sich nicht behandeln läßt.
Wenn er sich nicht ändert, kannst nur Du Dich ändern!

Und was Du jetzt aus unseren Gedanken machst- ist Deine Möglichkeit, Dein Part!

Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen.

Liebe Grüße und alles Gute
Feuerchen

anjavan
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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon anjavan » Mi 23. Okt 2013, 23:14

Hallo Anjavan,

Ob Dein Mann fremdgeht, oder nicht, kein Mensch kann hier über das Internet irgendwelche Aussagen darüber machen. Das hat nichts mit Manisch oder Bipolar zu tun. Das sind zwei Paar Stiefel.

Und wie ich sehe, drehst Du Dich im Kreis.

Letztlich wirst Du einen Weg finden müssen, egal was wir raten oder meinen.

Im Moment spielst Du alles zig mal in Gedanken durch, rum und num und wieder im Kreis und kommst letztlich zu keinem Schluß.

Wie willst Du das Gedankenkreiseln durchbrechen ?
Was willst Du machen, um freier entscheiden zu können?
Was haben unsere Vorschläge gebracht? - Hast Du darüber nachgedacht, oder hast Du sie gleich verworfen.
Wie willst Du das alles durchstehen und für Dich sorgen? - Ich höre immer nur Dein Mann...Dein Mann... Dein Mann!

Deinen Mann kannst Du nicht ändern, wenn er sich nicht behandeln läßt.
Wenn er sich nicht ändert, kannst nur Du Dich ändern!

Und was Du jetzt aus unseren Gedanken machst- ist Deine Möglichkeit, Dein Part!

Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen.

Liebe Grüße und alles Gute
Feuerchen
Das ist weil ich nichts anderes in meinem Leben hab als mein Mann. Ich bin hier bei meiner Mutter und Schwester und keiner hat Zeit, es ist voellig egal dass ich hier bin und das macht mich sehr traurig. Ich moechte auch ein paar enge Bindungen in meinem Leben haben so wie andere Leute, hab aber keine, daher versuche ich das bisschen was ich habe mit allen Mittel zu retten!

cake
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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon cake » Do 24. Okt 2013, 07:11

anjavan Im Moment richtest Du Dein Leben ganz nach Anderen aus.

Das funktioniert nicht.

Versuche mal auf Ämter zu gehen und Dich zu erkundigen, wie Du hier Arbeit finden kannst.

Danach könntest Dir auch eine kleine Wohnung leisten.

Es gibt genügend Hilfen.

Und neue Menschen lernt man oft- so ganz nebenbei- kennen.
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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Feuerchen
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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon Feuerchen » Do 24. Okt 2013, 16:26

Hallo liebe anjavan,

Ich kann dich schon verstehen. Du liebst ihn und möchtest die schöne Zeit mit Deinem Mann festhalten. Hier hast du das Gefühl hält dich nichts. Es ist alles nachempfindbar. Dein Mann ist an erster Stelle bei Dir.

Aber das heißt ja nicht, daß Du ihn sofort aufgeben mußt. Es heißt nur, daß Du für Dich sorgen sollst, damit Du freier bist. Man verkraftet auch Kranke besser, wenn man selber auf sich und sein Umfeld achtet.

Du bist finanziell, emotional an Deinen Mann gebunden. Was ist wenn er plötzlich sterben würde. Würdest Du alleine zurecht kommen?

Ich glaube, daß jeder auch für sein Umfeld sorgen muß. Alleine wenn Du Freundinnen hättest, könntest Du dich schon austauschen. Und das ist eine enorme Erleichterung.
Mach Dir mal Gedanken, wie du zu mehr Kontakten kommen kannst.

Liebe Grüße
Feuerchen

Kesh
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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon Kesh » Do 24. Okt 2013, 18:12

Hallo Anja,

mich würde auch interessieren, ob Du unsere Vorschläge realisierst oder sie liest und dann ist ok.

Die Frage ist doch, möchtest Du mit Deinem Mann weiter leben? Dann lass' alles so wie es ist und beklag Dich nicht, dass er eventuell fremd geht, zig Freundinnen bei facebook hat und Dich in seiner Krankheit wörtlich und körperlich attackiert.
Möchtest Du nicht so weiterleben, musst Du Dich ändern, Deine Situation selber in die Hand nehmen. Nicht nur Probleme wälzen und zerreden, sondern handeln.

Mach was draus!

LG Kesh

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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon anjavan » Do 31. Okt 2013, 14:39

Hallo liebe anjavan,

Ich kann dich schon verstehen. Du liebst ihn und möchtest die schöne Zeit mit Deinem Mann festhalten. Hier hast du das Gefühl hält dich nichts. Es ist alles nachempfindbar. Dein Mann ist an erster Stelle bei Dir.

Aber das heißt ja nicht, daß Du ihn sofort aufgeben mußt. Es heißt nur, daß Du für Dich sorgen sollst, damit Du freier bist. Man verkraftet auch Kranke besser, wenn man selber auf sich und sein Umfeld achtet.

Du bist finanziell, emotional an Deinen Mann gebunden. Was ist wenn er plötzlich sterben würde. Würdest Du alleine zurecht kommen?

Ich glaube, daß jeder auch für sein Umfeld sorgen muß. Alleine wenn Du Freundinnen hättest, könntest Du dich schon austauschen. Und das ist eine enorme Erleichterung.
Mach Dir mal Gedanken, wie du zu mehr Kontakten kommen kannst.

Liebe Grüße
Feuerchen
Hallo Feuerchen,

Ja du hast Recht mich haelt hier absolut garnichts. Dann lieber alleine in meinem Traumland ohne Familie und Verwandschaft leben, jeden Tag alleine aufstehen, keine Familie anrufen koennen, mit keinem shoppen gehen, immer bewusst vor Augen gefuehrt zu bekommen dass man keinerlei Verwandschaft mehr hat, und noch schlimmer man hat noch eine Mutter und Schwester aber die Stempeln einen ab und sind nur fuer sich. Dann eher das Ganze unter Palmen und schauen wie lange ich so ueberhaupt noch leben kann!
Ich habe seitdem ich 17 bin versucht Menschen in mein Leben zu bekommen. Aber seien wir mal ehrlich, keiner wartet auf einen, und bei jedem kommt die Familie zuerst und wenn man die eben nicht hat ist man emotional aufgeschmissen und kommt nicht von einem Ehemann los der immer beteuert wie sehr er einen liebt aber einem dann doch in der staendigen Manie das Leben zur puren Hoelle macht. Leute wie ich haben einfach keine Chance!!! Versucht es mal. Ich versuche seit 20 Jahren mein Leben zu aendern und erfuellt zu machen mit vielen engen Menschen so wie andere sie haben!

Ich hatte eine enge Freundin fuer ein paar Jahre bis 2007, dann hat sie geheiratet und schwup war sie weg vom Fenster obwohl wir vorher wie Schwestern waren. Ich habe Bekanntschaften, bezeichne sie aber nicht als Freunde: einen aelteren deutschen Mann mit dem ich schreibe sitzt irgendwo in den USA, eine Bekantschaft hier in Hamburg russische Frau mit 2 Kindern ihr Mann hat schizophrenie, da ich grad zu Besuch in D. bin sehen wir uns alle 3 Wochen ist fuer mich aber Bekanntschaft, mit meinem Exfreund ist der Kontakt abgebrochen 4 Jahre Beziehung bis 2012. Nie geschlagen worden usw, aber bei mir hat es zum heiraten leider nicht gereicht. Jetzt bereue ich das! Hab dann leider meinen Mann geheiratet und jetzt ist er mit einer neuen zusammen und wir koennen nicht mehr telefonieren, er war ein guter Freund fuer mich und ist jetzt weg! Dann hab ich da nur noch eine 70 jaehrige Frau in England aus meinem christlichen Glauben die ich seitdem ich da lebte (13 Jahre) kenne. Sie kann ich jeden Tag anrufen, sie hat eine grosse eigene Familie wie irgendwie fast jeder den ich mal traf. Trotzdem sieht sie mich als Tochter. Ich kann aber nicht bei ihr uebernachten oder wohnen wegen ihrem Mann der, wie sie sagte, in unserer Abmachung nicht mit einbezogen ist. Sie war frueher mal meine Therapeutin.

Meine kleine Schwester ist 24 wohnt oben hier im Haus und hat immer keine Zeit obwohl ich nur alle 2 Jahre hier bin. Ich bin jetzt 3 Monate hier und hab sie 2 Mal kurz gesehen!!! Normalerweise war mein Rueckflugticket schon auf den 5 September gebucht!
Meine Mutter ist oben mit ihrem neuen Ehemann der mir sagte dass er es nicht mag wenn wir alleine im Haus zusammen sind. Sie legt dass dann so aus dass sie mir sagt dass sie sich meine Probleme nicht anhoeren muss und auch nicht will!
Abweisung an allen Ecken und Kanten mit Schuldzuweisung in meine Richtung da ich ja so schwierig sei wegen des Problems mit meinem Mann!!! Vorher war sie auch schon so, hat sich nie gekuemmert und wirft mir vor dass ich schon immer Probleme hatte. (aber nicht so wie dieses das jetzt ist mein schlimmstes was ich je hatte) Und da stempelt meine Mutter mich eben zum schwierigen Menschen ab und entschuldigt damit ihr totale emotionale Vernachlaessigung. Mein Exfreund, der sehr stabil und vernuenftig war und mit dem ich 4 J zusammen war behauptet allerdings ich sei total ok und die haetten einfach keinen Bock auf Probleme (und seien ganz anders wie ich und sehr oberflaechliche Menschen) er haette mich auch geheiratet meint er. Meine Mutter sagte daraufhin: der ist doch kein Massstab und haette doch alles mitgemacht. Ich hab immer das Gefuehl meine Mutter versucht mein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu zerstoeren.
Das ich mich da von meinem Mann nicht trennen kann das ist kein Wunder. Das wird sicherlich noch schlimm enden. Und vielleicht ist es auf nur eine Art & Weise auch ganz gut so, denn wenn mir da was passiert dann wird meine Mutter endlich mal sehen wir schlimm alles wirklich fuer mich war und was sie angerichtet hat. Ich bin immer noch der Ueberzeugung dass wenn ich echte Familie haette dass ich dann von ihm loskommen koennte. (ich war ja kurz bei seiner grossen tuerkischen Familie, und was fuer ein Unterschied, sie kochen fuer einen, stellen Fragen, wollen alle Zeit mit einem verbringen, als er letztes Jahr bei ihnen war haben sie seinen kranken Fuss gewaschen, Mutter hat ihn dann massiert, Schwester gewaschen, da blueht man richtig auf). Aber ich sehe die nicht als meine Familie da ich innerlich genau weiss dass es mit ihm extrem schlimm ist und ich bald alleine sein werde, er muss gehen ich schaffe das nicht. KOMISCHERWEISE geht er auch nicht obwohl es so schlimm ist. Gehen die manisch depressiven nie? Hat mir mal eine Frau geschrieben.

Ich hab die letzten Tage mal durchgespielt wie es ist ohne ihn zu sein. Es war die Hoelle! Nur fuer mich! Nur allein! Ich war so deprimiert dass ich ein paar Tage nur im Bett blieb. Sehr zum Anstoss fuer meine Mutter wieder, die wuetend auf mich ist und nicht versteht dass ich ihn nicht einfach schon laengst zum Mond schiesse und darueber auch nicht sprechen will da sie sagt es sei nicht ihr Problem und ich bin alt genug. Aber dann hab ich keinen mehr denn sie ist ja nicht da. Meine Schwester auch nicht. Es ist mit ihm die absolute Hoelle da er mich total fertig macht. Und glaub ich noch nichtmal mehr bereit ist Medikamente zu nehmen. Und es auch auf mich jetzt abwaelzt. Er schrieb vor ein paar Tagen: Leute kreieren ihre Probleme selber, ja ich hab irgendwas aber du musst dich dementsprechend benehmen damit ich nicht so werde (so wuetend). Wenn ich 3 Monate hier ok bin dann liegt das an uns. Ich schrieb daraufhin dass er nur ok ist weil er allein ist und keine engen emotionalen Bindungen eingehen kann solange er unmedicated bipolar ist. Daraufhin schrieb er dann dass ich mich zu sehr auf seine Krankheit fixiere, die Rosen riechen soll, ob ich den Song von Bob Marley dont worry be happy kenne, und dann spaeter dass ich ihn mit seiner Krankheit nicht belaestigen soll. Und dann noch wann ich denn nun endlich zurueckkomme und dass er mich das schon so oft gefragt haette aber nie eine genaue Antwort bekommt immer sage ich nur spaeter ich komme spaeter, dann schrieb er noch: my darliing i love you i miss you. Toll, nicht wahr!!?? Wenn er doch wenigstens sage wuerde "Anja ich mach alles um gesund zu werden". Ich sehe es schon kommen ich werde alles verlieren.

Mavros
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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon Mavros » Sa 2. Nov 2013, 13:33

Hallo,
eine Bipolare Störung muss nicht mit Gewalt einher gehen. Schau eventuell unter Narzissmus und Borderline und mehr so komplementäre Sachen, was deinen Partner angeht. Ambivalenz ist ein Markenzeichen der Narzisstischen und der Borderlinestörung, in solchen Beziehungen gibt es "ruhigere Tage" und Wohlverhaltensphasen bevor man zum nächsten Angriff übergeht, und schließlich gibt es einen vergleichbaren Effekt auch bei der Antisozialen Störung. Die Betroffenen sind nicht permanent böse, sondern in Schüben; es kommt darauf an, wie groß die Angst vor der sozialen Isolation ist und auf die Fähigkeit der Verdrängung diesbezüglich. Beim Psychopathen dagegen spielt die Angst keine Rolle, man bedient sich bewusst der Wortverdreherei, der Intrigen und Gewalt, psychisch oder körperlich oder beides, weil man daran Freude findet. Gute Tipps bezüglich einer Beziehung mit ähnlichen Experten findest du hier:

http://www.borderlinezone.org/trennung/ ... n_kann.htm

Die Illusion, sich den Halt im Leben durch eine Liebesbeziehung zu sichern und die Überzeugung, ohne sie zwangsläufig untergehen zu müssen, gehört wieder in den neurotischen Bereich. Dazu kann man vielleicht anmerken, dass es auf der Erde einige Milliarden Männer im heiratsfähigen Alter gibt. Wenn man sich auf den einen einzigen Unterdrücker derart extrem eingeschossen hat, gibt es ohne Therapie nur wenige Chancen sich aus einer solchen Abhängigkeit zu lösen, oder man braucht welche danach. Das eben weil dahinter meistens eigene defizitäre Lage steckt, die vor der Beziehung nur latent vorhanden, dann aber durch Bedrängnis verstärkt zum Vorschein kam. Die Trennung wird womöglich so düster ausfallen, wie du es dir vorstellst. Wenn man monate- oder jahrelang seine Lebensenergie in Selbstverleugnung investiert hat um etwas anderes "gut zu machen", fehlt sie dann wo anders; man hat sich selbst und andere private Kontakte vernachlässigt, steht am Ende vor rein gar Nichts. Bei "schweren" Sachen ist der Bremsweg lang und man kann sich meistens auf viele Rückschritte gefasst machen, bis der Rückwärtsgang eingelegt werden kann. Eine Therapie kann auf jeden Fall weiter helfen, man muss ja nicht alles im Leben selbst schultern und das Rad neu erfinden wollen..

:wink: :!:

Trennungstipps:

http://www.borderlinezone.org/trennung/ ... ennung.htm

Gruß
Mavros
"Die Deutung des Unangenehmen als Machenschaft der Außenwelt macht aus dem Unangenommenen etwas Unannehmbares."

Dr. med. Michael Depner - seele-und-gesundheit.de

anjavan
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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon anjavan » Sa 2. Nov 2013, 14:13

Hallo,
eine Bipolare Störung muss nicht mit Gewalt einher gehen. Schau eventuell unter Narzissmus und Borderline und mehr so komplementäre Sachen, was deinen Partner angeht. Ambivalenz ist ein Markenzeichen der Narzisstischen und der Borderlinestörung, in solchen Beziehungen gibt es "ruhigere Tage" und Wohlverhaltensphasen bevor man zum nächsten Angriff übergeht, und schließlich gibt es einen vergleichbaren Effekt auch bei der Antisozialen Störung. Die Betroffenen sind nicht permanent böse, sondern in Schüben; es kommt darauf an, wie groß die Angst vor der sozialen Isolation ist und auf die Fähigkeit der Verdrängung diesbezüglich. Beim Psychopathen dagegen spielt die Angst keine Rolle, man bedient sich bewusst der Wortverdreherei, der Intrigen und Gewalt, psychisch oder körperlich oder beides, weil man daran Freude findet. Gute Tipps bezüglich einer Beziehung mit ähnlichen Experten findest du hier:

http://www.borderlinezone.org/trennung/ ... n_kann.htm

Die Illusion, sich den Halt im Leben durch eine Liebesbeziehung zu sichern und die Überzeugung, ohne sie zwangsläufig untergehen zu müssen, gehört wieder in den neurotischen Bereich. Dazu kann man vielleicht anmerken, dass es auf der Erde einige Milliarden Männer im heiratsfähigen Alter gibt. Wenn man sich auf den einen einzigen Unterdrücker derart extrem eingeschossen hat, gibt es ohne Therapie nur wenige Chancen sich aus einer solchen Abhängigkeit zu lösen, oder man braucht welche danach. Das eben weil dahinter meistens eigene defizitäre Lage steckt, die vor der Beziehung nur latent vorhanden, dann aber durch Bedrängnis verstärkt zum Vorschein kam. Die Trennung wird womöglich so düster ausfallen, wie du es dir vorstellst. Wenn man monate- oder jahrelang seine Lebensenergie in Selbstverleugnung investiert hat um etwas anderes "gut zu machen", fehlt sie dann wo anders; man hat sich selbst und andere private Kontakte vernachlässigt, steht am Ende vor rein gar Nichts. Bei "schweren" Sachen ist der Bremsweg lang und man kann sich meistens auf viele Rückschritte gefasst machen, bis der Rückwärtsgang eingelegt werden kann. Eine Therapie kann auf jeden Fall weiter helfen, man muss ja nicht alles im Leben selbst schultern und das Rad neu erfinden wollen..

:wink: :!:

Trennungstipps:

http://www.borderlinezone.org/trennung/ ... ennung.htm

Gruß
Mavros
Hallo Mavros,

Danke. Aber mein Mann ist nicht borderline. Er wurde von 2 verschiedenen Psychiatern die schon aelter sind als bipolar rapid cycling diagnostiziert. Er wechselt staendig und hat meisstens nur manische Phasen und kaum Depressionen. In der Manie hat er dann immer rapid speech, schnelles Reden, sein Gehirn laeuft auf Hochtouren und er ist gereizt und denkt er hat in Allem Recht. Da kann man sich schnell in die Haare kriegen. Und wenn es sich dann zuspitzt wird er "blind" und greift mich unter Umstaenden auch an. Sein ganzes Denken und Fuehlen ist dann anders. Bis diese Phase dann vorbei ist kann er mich nicht mehr umarmen, weil er mich noch als Schuldige sieht. Danach kommen die Gefuehle langsam wieder zurueck und ihm wurd alles bewusst dass ich doch eine tolle Frau bin und dann weint er meisstens und kann es nicht glauben was er tat. Er hat auch viele Probleme im Kopf: keine lange Konzentration, staendige Schmerzen, Geraeusche, die schlimmer werden bei stimulation. Bordeline glaube ich nicht weil er erstmal die Diagnose nicht hat aber auch weil er nie an Selbstmord denkt. Nur wenn er mal depri ist sagt er er will sterben. Aber er ist sonst garnicht so.
Eine Psychiaterin per Briefkontakt vom Mount Sinai New York schrieb mir damals sie glaubt er habe schizoaffektive Stoerung und dass dies oft falsch diagnostiziert wird!? Und das sei dann sehr schlimm!
Er hat keine Freude an Gewalt also psychopatisch ist es definitiv nicht, er leidet immer sehr darunter was er macht und sprach schon dass er sich selbst hasst dafuer usw. Angst vor der sozialen Isolation habe ICH. Aber er garnicht. Er hat eine riesen Familie 100 Leute mit denen er staendig oberflaechlichen kurzen Kontakt hat. Er arbeitet seit 30 Jahren im Hotelbusiness ist bekannt wie ein bunter Hund und hat viele Kontakte auf Facebook die ihn alle moegen und denken er ist der liebste Mensch. Er sagte mir die Depressionen fingen an als seine Frau 2008 an Krebs starb. Da hatte er erstmal eine lange Zeit eine Depression, dann fingen damals der Schwindel, die Wolke im Kopf, Kopfschmerzen, Geraeusch an. Er liess MRT machen aber nichts. Und die sagten es sei Stress und Ueberarbeitung. Er hat bis wir uns trafen 90 Stunden die Woche gearbeitet. Dann immer 63. Ja arbeiten kann er komischerweise noch.
Er hatte sehr starke Angst vor einer Beziehung. Er hatte nur sie in seinem Leben von 17 bis 47 dann starb sie! Dann nie eine Freundin und jetzt mich. Laut seinen Aussagen war die Ehe mit der geliebten Ex erst ganz toll. 1990 hat er sie nach 6 Jahren nach Amerika nachgeholt zusammen mit deren 2 kleinen Kindern. Dann sagte er ging aus irgendwelchen Gruenden die Ehe ploetzlich total den Bach runter. Die Frau dachte staendig er geht fremd, hatte kein Vertrauen mehr dass er sie liebt, war staendig eifersuechtig, hat ihn von seiner Familie isoliert, er durfte die 8 Jahre nicht mehr besuchen, wenn jemand anrief legte sie auf, sie kontrollierte ihn, die Kinder und alle Finanzen. 2001 hat sie sich von ihm scheiden lassen weil er sich nicht von seiner Mutter losgesagt hat. Sie stellte ihn vor die Wahl entweder die Mutter oder sie. Er sagte er kann das nicht und sie trennte sich daraufhin. Sie war eifersuechtig auf jeden. Und er tat alles um ihr zu beweisen dass er sie liebt was sie aber bis zum Schluss nicht glaubte. Sike hat auch die Kinder gegen ihn aufgehetzt. Er erzaehlte mir auch am Anfang dass sie ihn mit dem Baseballschlaeger bedroht hat. Als sie 2003 Krebs bekam sagte er mir wurde alles schlimme ueberdeckt und er hat nur noch Schuldgefuehle gehabt! Er tat alles fuer sie und zog sogar bei ihr wieder ein um sie zu pflegen. 2006 hat er sie wieder geheiratet nur damit sie mit auf seinen Versicherunsplan darf und ihre 70.000 Dollar Chemo bezahlt bekommt. Dann hat er ihr noch auf ihren eindringlichen Wunsch hin das gesamte Familienvermoegen auf ihren Namen ueberschrieben damit eine spaetere Frau dass nicht bekommt sondern nur die Kinder. Daher war das erste was ich machen musste eine Guetervereinbarung. Seine Familie in Berlin hier hat mir erzaehlt dass seine Exfrau extrem schlimm zu ihm gewesen sein soll. Und jeder ihm riet sich zu trennen was er nie gemacht hat. Er hat mir auch immer erzaehlt: egal was sie tat und wie schlimm es war ich hab sie dann doch immer wieder geliebt.
Genau das Gleiche haben wir jetzt bei uns auch. Obwohl ich das Gegenteil bin wie von seiner Ex. Aber manchmal denke ich dass die Frau ihn wohl kaputt gemacht hat!?

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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon Mavros » Sa 2. Nov 2013, 17:09

Hallo anjavan,
schwer zu sagen, wem von den beiden der Schwarze Peter zugeschoben werden kann und ob das überhaupt Sinn macht. Es gibt auch induzierte Psychosen, die in der Co-Abhängigkeit entstehen. Vielleicht solltest du selbst auch daran denken. Die Anfälligkeit dafür ergibt sich sicher anhand der Genetik und aus dem Erleben der ersten Lebensjahre und den Störfaktoren in der Mutter-Kind-Beziehung. Der erste Schritt zur Eifersucht ist eine Selbstentwertung, und die ergibt sich aus ungünstigen Konstellationen in der Partnerschaft und dem Aufleben früherer Traumatisierungen, deren Grundsteine dann auch wieder in der Kindheit liegen. Wer im Dauerstress lebt, muss anhand des höheren Cortisol-Spiegels mit organischen Schäden rechnen, von degenerativen Prozessen im Gehirn bis zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs. Es macht daher nicht viel Sinn bei so etwas mitzumachen.

Kann man sich auf die Sicht der Dinge deines Partners verlassen? Die Beziehung zur Mutter und der gewalttätigen Ehefrau klingt ein wenig nach kindlichem Gehorsam, und dass er überall so beliebt ist, verleiht der häuslichen Gewalt noch mehr Tragik. Die Borderline-Seite habe ich wegen der Kopmlementärstörung mit Narzissmus verlinkt. Allerdings nach dem, was du zuletzt geschrieben hast, würde ich sagen bingo, die Psychiaterin hat es gut getroffen, und Schizoaffektive Psychose ist auch schwer abzugrenzen, z. B. hier mehr dazu: http://books.google.de/books?id=gUvNWiz ... 4t&f=false Entschuldige bitte, dass ich nicht alles von dir gelesen habe, und das ich dich jetzt so fragen muss - ist der Mann schon stationär behandelt worden? Das wäre, deinen Schilderungen nach zu urteilen, im Moment doch sehr angebracht.

Gruß,
Mavros
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DonnyDarko3
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Re: Ehemann manisch depressiv rapid cycler! Verzweifelt :(

Beitragvon DonnyDarko3 » Do 16. Jan 2014, 10:38

Liebe Anjavan

Ich hoffe es geht dir besser und du/ihr hattet einen guten Start ins 2014? du hast so viele wertvolle Ratschläge erhalten woraus du etwas machen kannst, da brauche ich nicht auch noch mit gutgemeinten Vorträgen zu kommen. Aber ein paar Gedanken möchte ich dir doch mitgeben...

Es ist bewiesen dass eine Beziehung nicht funktionieren kann wenn ein Partner sein Glück oder auch Unglück vom anderen abhängig macht. Jeder ist für seine Situation allein verantwortlich. Erst wenn du mit dir im Reinen bist und dankbar für was du hast und zufrieden mit wie du bist sein kannst, wirst du unabhängig aber um so glücklicher mit deinem Mann leben können. Es nützt also keinem ihn als Krank und dich als Opfer zu sehen. Du lässt dich zum Opfer machen! Jeder ist seines eigen Glückes Schmied. Lerne dich wieder zu wertschätzen damit du auch wieder schätzen lernst was du an deinem Mann hast. In obigem Artikel bereust du dass du ihn geheiratet hast und dass sind harte Worte. Das ist nicht die Wertschätzung die ein Partner verdient. Wenn du zu wenig Respekt vor dir selber hast um dir bewusst zu werden dass du besseres verdient hast als die Behandlung die dein Mann an den Tag legt, dann wird er dir diesen auch nicht entgegen bringen. Du scheinst schon in der Familie nie die nötige Aufmerksamkeit bekommen zu haben um ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen. Scheinst zu England Zeiten (also vor deinem Mann) in psychischer Behandlung gewesen zu sein? Also gibt es doch auch bei dir was aufzuarbeiten, ohne alles auf deinen Mann abzuschieben. Das hilft euch beiden nicht! Jeder hat viele Tiefs im Leben und daran ist nie ein anderer schuld, nur wir selbst! Der andere will mit seinem Verhalten nur oft was aufzeigen, etwas woran wir noch arbeiten sollten es oft schon Jahre vor uns herschieben und schwer mit uns herumschleppen. Es ist einfacher beim anderen hinzuschauen und zu sehen was falsch läuft als bei einem selbst. =;

Versucht beide selbständig euren Weg zu finden um einander auf einer anderen Ebene wieder mit Respekt und Achtsamkeit voreinander zu begengen.
Ich habe in diesem Zusammenhang Mal eine in meinen Augen sehr wahre Aussage die es treffend auf den Punkt bringt gelesen: "Wir akzeptieren die Liebe die wir glauben zu verdienen!" Genau so ist es auch mit dem Respekt und Umgang in einer Beziehung. Du hast es verdient geachtet und geschätzt zu werden. Also mach etwas verrücktes das dich aus deinem Alltag ausbrechen lässt und dir deine Wertschätzung zurück gibt und dich erfüllt und glücklich macht. Gönn dir einen anderen Lebensinhalt. Bilde dich weiter, mache etwas künstlerisches, einen Gestaltungskurs, vertiefe ein Hobby. Egal was, hauptsache es macht Spass, Zufrieden und Stolz. Zudem lernst du so auch Gleichgesinnte kennen. Menschen die am selben Spass haben und vielleicht erntwickelt sich da eine ehrliche Bekanntschaft zum Austausch.

Vielleicht findet ihr wenn du für dich etwas getan hast auch ein gemeinsames Hobby welches euch auf einem anderen Weg wieder mehr zusammenführt. Klettern z.Bsp. braucht Vertrauen und Verlass auf den Partner. Berge erklimmen, die Natur hat eine sehr Heilende Wirkung auf Geist und Seele wenn man offen genug sein kann all die kleinen Wunder wahr zu nehmen und macht Zufrieden und Stolz auf die erbrachte Leistung. Stellt eure Wohnung um, restauriert Möbel..zusammen an etwas arbeiten, was nachhaltig ist! Keine Ahnung, überlegt euch was euch Spass machen könnte!

Jetzt wurde es doch ein Roman mit weiteren gutgemeinten Ratschlägen. :???: Sorry! Hoffe du schaffst es dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen im 2014 und dich nicht mehr an deinem Unglück zu laben. Denk daran, du lässt es zu und geschehen! Er ist nicht alleine dran schuld. Kläre die unaushaltbare Situation mit deiner Familie - schliesse ab um das Unglück aus deiner Kindheit aufzuarbeiten! Es ist ein langer Weg und nicht schmerzfrei aber wenn du immer das befreiende Ziel vor Augen hast und dir bewusst wirst, dass du auf dem steinigen Weg zu einem erfüllteren und glücklicheren Leben bist, wirst du es schaffen. Du bist nicht allein!

Wir drücken die Daumen und schicken viele gute Gedanken!


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