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Re: Darf mann nicht auch mal depressiv sein?

Verfasst: Sa 23. Feb 2013, 10:32
von Lilith
Guten Tag Sternenglanz,
in wie weit du körperlich Fähig bist einen Beruf auszuüben
das kann ich dir natürlich nicht sagen,
dass kannst natürlich nur du selbst einschätzen.

Du bist der direkten Auffassung,
dass wen man Medikamente nimmt und psychische Diagnosen hat
dass man dann Gesellschaftlich und Arbeitsmäßig abgeschrieben ist.
Das kann ich so nicht bestätigen.
Ich kann dir recht geben das es mit gewissen Diagnosen
nicht leichter fällt
aber es ist nicht gänzlich unmöglich einen Job zu finden.
Kann mann den in der heutigen Gesellschaft behaupten mann sei psychisch krank und einen normalen Beruf ausüben?

Wenn man eine Diagnose hat,
behauptet man ja nicht das man Krank ist
sondern die Symptome die man hat wurden einer Krankheit zugeschrieben,
dann hat man auch eine Krankheit
ich schreibe mal im Sinne der Diagnoseschlüssel.
(Lasse da außen vor das Symptome sich überschneiden können,
und auch Diagnosen nicht immer richtig sind!)
Und was ich eigentlich schreiben will ist:
JA! Mann kann einen normalen Beruf ausüben.
Ich habe die Erfahrung gemacht,
dass in dem Punkt Ehrlichkeit dem Arbeitgeber gegenüber,
mehr bringt als zu verheimlichen.
Hat eben auch etwas mit Vertrauen zwischen einander zu tun,
aber ich räume auch ein das dies
auch etwas mit der Art des Betriebes/ der Firma zu tun hat
und mit der Betriebsgröße.
Es ist aber nicht unmöglich mit einer psychischen Diagnose
einen Job zu finden!
Kann man den mit einer psychischen Erkrankung in der Gesellschaft noch als vollwertiges Mitglied akzeptiert werden?
Ich denke schon das man das kann,
es kommt aber auch alles irgendwie darauf an
was man selbst aus sich macht und
wie man selbst ist,
was man erreichen will,
wo man hin will,
und wie man sich überhaupt in die Gesellschaft integrieren will.
Das hat alles auch viel mit der eigenen Einstellung zu tun und
auch denke ich, wie man den Menschen begegnet.
Kann man den überhaupt noch ernst genommen werden mit dem Makel psychisch krank?
Ja, man kann noch ernst genommen werden.
Kommt denke ich auch darauf an,
wie ernst man sich selbst nimmt und die Dinge die man anpacken will.
Wenn man z.B. die Krankheit vorschiebt als Argument
dass man dieses oder jenes nicht kann,
(obwohl man es vielleicht könnte
aber aus dem Gedanken heraus,
"ich bin Krank" es gar nicht versucht)
dann kann man auch nicht all zu viel erwarten denke ich.

Ich glaube nicht das jedes anormale Verhalten
einer Medikamentation bedarf.
Sagt das dein Therapeut/ Psychiater?
Ich denke es bedarf einer Medikamentation
wenn man bestimmte Verhalten
(obwohl verhalten ja weniger von Medikamenten beeinflusst wird
denken ich)
oder Muster nicht mehr leben möchte,
wenn die Lebensqualität sinkt und man nicht mehr zurecht kommt
und es da Medikamente gibt die erleichtern können
helfend unterstützen können,
dann macht es Sinn Medikamente zu nehmen.
Kann mann den als psychich krank selbstbestimmt leben?
Ich denken schon das man das kann.
Kommt auch darauf an was man sich selbst zutraut.
In wie weit hast du denn das Gefühl das du das nicht könntest?
Sagen das den bei dir Therapeuten, Betreuer oder Psychiater?
Zugegeben ich gehe weniger auf Diagnostik und Wirkung der Medikamente ein,
was mich aber am meisten stört an dem ganzen ist der Hintergrund und die Begründung Nl zu nehmen warum wird nicht erst dort angesetzt und als letzte Möglichkeit Nl?
Wo würdest du denn Ansätzen, bei dir?

In wie weit werden dir Steine in den Weg gelegt
bezüglich einer Arbeitsaufnahme?

Wenn du körperlich nicht in der Lage bist,
eine Volle Arbeitsstelle zu erfüllen,
wäre dann vielleicht eine Teilzeitstelle etwas für dich?
Das du langsam anfangen kannst?

Was würdest du denn ändern und vor allem wie würdest du es ändern?
Was sind deine Strategien in deinem Leben um
wieder nach vorn zu schauen?

Ich verstehe deine Abneigung gegenüber Ärzten und
Psychiatern usw.
Aber hast du denen mal gesagt das sich bei dir
auch was die Krankheit und die Empfindung angeht
bei dir sich etwas geändert hat?
Und das die nicht nach Akten von vor einigen Jahren behandeln können?
Hast du denen das gesagt?

Ich muss ehrlich zugeben
dass ich in deinen Zeilen
keine klaren Ziele finde,
ich meine ich lese was du willst:
- keine Medikamente mehr nehmen
- als anerkanntes Mitglied der Gesellschaft akzeptiert werden
- eine Arbeit anfangen
- Freunde haben die einen nicht nur auf die Krankheit reduzieren.

Aber ich lese nicht wie du erreichen willst
dass die Dinge in eine positive Richtung für dich laufen.
Ich lese immer nur wo du gegen bist
aber nicht wo du mal dafür bist.
Was sind also deine Strategien?

Grüße

Re: Darf mann nicht auch mal depressiv sein?

Verfasst: Do 7. Mär 2013, 19:42
von fluuu
Es gibt keinen Dialog, es werden Behauptungen in den Raum gestellt wie sie gerade einfallen
ohne Bezug zu den Beiträgen.
So ist zwischenmenschliche Kommunikation virtuell nicht möglich, es müsste nonverbal
weitergearbeitet werden aber das geht nur real.
Was nutzen lange Texte wenn sie keinen Wiederhall finden?