Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

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Mirjam
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Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon Mirjam » Sa 7. Jan 2012, 11:24

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48610

[quote]Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen
Dienstag, 3. Januar 2012

Atlanta – Eine tiefe Hirnstimulation kann Depressionen lindern. Die Wirkung scheint nach einer Studie in den Archives of General Psychiatry (2012; doi: 10.1001/archgenpsychiatry.2011.1456) mit der Dauer der Stimulation sogar zuzunehmen. Die Behandlung war auch bei Patienten mit Bipolarer Störung II effektiv und sicher.

Während die Tiefe Hirnstimulation beim Morbus Parkinson zu den etablierten Therapieansätzen gehört, wurden bei anderen Hirnerkrankungen erst vereinzelte Erfahrungen gesammelt. Zu den Pionieren dieser Behandlung bei der Major-Depression gehört die Gruppe um Helen Mayberg, die seit Jahren zuerst in Toronto und jetzt an der Emory Universität in Atlanta Patienten mit schweren Major-Depressionen behandelt. Zielort der Tiefen Hirnstimulation ist die Area subcallosa des Gyrus cinguli (Brodmann-Areal 25), die auch von einigen deutschen Teams bevorzugt wird (Alternative Regionen sind Nucleus accumbens, Capsula interna oder Habenula).
In der aktuellen Studie wurden 17 Patienten mit schweren therapierefraktären Depressionen behandelt. Darunter waren erstmals sieben Patienten mit einer Bipolaren Störung, bei der die Depressionen sich mit leichten hypomanischen Perioden ablösen.

Alle Patienten hatten die mildere Variante der Bipolaren Störung II, bei der es nicht zur ausgeprägten Manie kommt, die mit einem erhöhten Suizidrisiko einhergeht. Suizide könnten im Prinzip auch bei einer Tiefen Hirnstimulation als Komplikation auftreten, falls die elektrische Stimulation zu einer überschießenden Steigerung von Antrieb und Stimmung führen sollte.

Auch in der Studie kam es zu zwei Suizidversuchen: Einer der Patienten litt jedoch an einer Major-Depression (ohne hypomanische Zustände), und die Suizidideation besserte sich ohne Änderung von Hirnstimulation oder Medikation. Der zweite Suizidversuch betraf einen Patienten mit Bipolarer Störung II. Sie trat in der Nachbeobachtungsphase auf. Mayberg sieht deshalb keinen Zusammenhang mit der Behandlung. Die einzige schwere Komplikation in der Studie waren zwei Infektionen bei einem Patienten, die die Explantation der Elektroden zur Folge hatte.

Eine weitere Besonderheit der Studie war eine „Sham“-Periode. Die Stimulationsgeräte wurden ohne Wissen der Patienten erst vier Wochen nach der Implantation eingeschaltet. Interessanterweise kam es während dieser Zeit bereits zu einer gewissen Verbesserung der Depressionen.

Diese Placebowirkung wurde in den folgenden 2 Jahren jedoch durch die aktive Stimulation in den Schatten gestellt. Die Ansprechrate stieg im Verlauf der Zeit von 41 Prozent nach 24 Wochen auf 92 Prozent nach 2 Jahren. Eine Remission der Depression wurde bei 18 Prozent und später 58 Prozent erzielt.

Bei keinem Patienten, der eine Remission erzielte, kam es bisher zu einem Rückfall, versichern die Autoren. Die Ergebnisse waren bei den Patienten mit Bipolarer Störung nicht schlechter als bei Patienten mit Major-Depression.

Diese Patienten, die zuvor seit Jahren unter einer schweren Depression gelitten haben, sollen jetzt wieder ins Alltagsleben integriert werden. Bei dieser Rehabilitation setzen die Forscher übrigens auf die Unterstützung von psychotherapeutischen Behandlungen. Die beiden entgegensetzten Therapieansätzen sollen sich demnach ergänzen. [/quote]

© rme/aerzteblatt.de

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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon fluuu » Di 10. Jan 2012, 10:03

Auch das Ärzteblatt gehört zu den Medien, den Printmedien und schreibt viel wenn der Tag lang ist.

Jeder Mensch der lebt hat Hirnstimulationen und wenn man diese bewusst gestaltet durch Sprache,
Denken und Empfindungen der Sinne lässt sich so auf die Vorgänge im Gehirn kreativ einwirken.
Es ist ein ganz simpler Vorgang eines erfüllten und gesunden Lebens und nichts was man als
spezielle Heilmethode verkaufen kann, es sollte jeder Mensch beherrschen der lebt.
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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon Remedias » Di 10. Jan 2012, 11:52

Eine weitere Besonderheit der Studie war eine „Sham“-Periode. Die Stimulationsgeräte wurden ohne Wissen der Patienten erst vier Wochen nach der Implantation eingeschaltet. Interessanterweise kam es während dieser Zeit bereits zu einer gewissen Verbesserung der Depressionen.
Lustig fand ich das hier - den Placeboeffekt. Auch Antidepressiva sind einem Placebo in Studien nicht überlegen. Was will uns das sagen? Offensichtlich sorgt die therapeutische Zuwendung dafür, dass es dem Patienten schon besser geht.
Ich halte das für positiv, nicht etwa für negativ. Der Placeboefekt ist nämlich ohne Nebenwirkungen zu haben.
Mirjam hat geschrieben: Darunter waren erstmals sieben Patienten mit einer Bipolaren Störung, bei der die Depressionen sich mit leichten hypomanischen Perioden ablösen.

Alle Patienten hatten die mildere Variante der Bipolaren Störung II, bei der es nicht zur ausgeprägten Manie kommt, d
Ich halte die "Erfindung der Bipolar2- Störung" eh für Quatsch; eine Erfindung der Pharmaindustrie, um Stimmungsstabilisatoren verkaufen zu können. Was ist schon eine hypomane Phase? Der Patient ist gut drauf - entweder ist das seine normale Stimmung, wenn er nicht depressiv ist; es ist eine gewöhnliche Nachschwankung nach Ende einer Depression oder es ist - und das wird völlig vernachlässigt - ein Effekt der angwandten Antidepressiva in die andere Richtung ( so war das bei mir). Stimmungsstabilisatoren habe ich bis heute nicht genommen.

Das erinnert mich an Gert Postel, der so schöne Diagnosen geliefert hat wie "bipolare Depression dritten Grades" oder "symptomarme autistische Psychose" = Der Patient weigert sich, mit dem Arzt zu sprechen. :)

liebe Grüße Remedias
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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon Klaus W » Di 10. Jan 2012, 13:04

Meine Meinung dazu ist, es wäre ja interessant wenn das geht. Dem generellen Weg stehe ich aber skeptisch gegenüber. Letztlich eine Symptombehandlung, die Ursachen liegen woanders, im sozialen Bereich. Dort müßte die Wissenschaft im Grunde ansetzen, bei der Prävention, und nicht bei High-Tech Apparaten zur Körpermodifikation.
Mit den richtigen Worten kann man alles sagen, mit den falschen Worten nichts.

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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon Remedias » Di 10. Jan 2012, 14:07

Klaus W hat geschrieben: Letztlich eine Symptombehandlung, die Ursachen liegen woanders, im sozialen Bereich.
na ja, ich habe eine bipolare Freundin (richtig bipolar, nicht diese bipolar-zwei - Geschichte) und bei ihr war es schon immer so; sie hat manisch auch sehr viele Schulden gemacht und hat für Geldangelegenheiten einen Betreuer bekommen; und sie leidet ziemlich unter den Extremen der Stimmungsschwankungen;
vielleicht sind ja die Hirnstimulationen besser als die ewige Tablettenschluckerei;
sie hat auch ganz schön zugenommen dadurch und einen Diabetes bekommen
Wo die Ursachen für ihre Störung liegen, kann ich nicht sagen.
Sozialer Bereich - glaube ich bei ihr aber eher nicht; manchmal sind Störungen einfach auch nur Störungen.

liebe grüße Remedias

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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon fluuu » Mi 11. Jan 2012, 10:27

Nein, diese Ansicht führt auf jeden Fall zum chronischen Leiden, Störungen haben immer eine Ursache.
Alles in der Natur unterliegt dem Ursache - Wirkung - Prinzip, so auch die bipolare Störung.
Es gibt keine Wirkung im menschlichen Dasein ohne Ursache, manchmal sind die Ursachen so tief im
Unbewussten verborgen, dass es schwer und mühsam ist sie aufzudecken, manchmal ist ein
sich bewusst machen so schmerzlich und auslösend, dass darauf verzichtet wird aber eine Ursache
bzw. mehrere Dinge in der Biographie die zu Störungen führen können gibt es immer.
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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon Remedias » Mi 11. Jan 2012, 14:21

fluuu hat geschrieben: Störungen haben immer eine Ursache.
Mein Psychiater sagte da: "Es helfen nur Medikamente". Leider. Der biologistische Ansatz ist in der Psychiatrie leider viel verbreiteter als deine Ansicht , Fluuu.
Es gab mal einen Psychiater, der ging Ende der Sechzigerjahre in die USA, der hatte einen anderen Ansatz (das war auch noch vor dem endgültigen Siegeszug der Psychopharmaka). Er nannte seine Patienten "Schüler" und seine Psychiatrie "Lebensschule", weil er eben glaubte, es wäre im Leben der Leute ganz schön was schief gegangen bzw. die Patienten hätten bei Kohflikten krankmachende Verhaltensmuster gewählt, die man aber auch wieder rückgängig machen könnte.
Am anfang waren gegen ihn: a) die Patienten , eine Frau schrie ihn an: "Ich habe Schizophrenie und Sie müssen mich auch so behandeln!" b) Das Pflegepersonal ( gewöhnt, den Patienten auch kleine Aufgaben abzunehmen) c) die Psychiater- Kollegen.usw
Das Ganze ist nachzulesen bei
http://www.zeit.de/1973/39/die-aerzte-aus-holz
http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Foudraine
Da werden auch Autor und Buch genannt, ich glaube allerdings, es ist nur noch antiquarisch zu bekommen.

liebe Grüße Remedias

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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon fluuu » Do 12. Jan 2012, 22:14

Wenn Du einen Arzt um Hilfe bittest gibt er Dir Medikamente.
Wenn Du einen Bäcker um Hilfe bittest gibt er Dir Brot.
Wenn Du einen Psychologen um Hilfe bittest gibt er Dir Lebensberatung.
Wenn Du einen Bänker um Hilfe bittest gibt er Dir einen Kredit.
Wenn Du einen Seelsorger um Hilfe bittest gibt er Dir Glaube und Hoffnung.
Wenn Du einen Angehörigen oder Partner um Hilfe bittest geben sie Dir Geborgenheit.
usw.
Nur wenn Du Dich selbst um Hilfe bittest gibt es bedingungslose Liebe und Heilung.
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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon swina » Do 12. Jan 2012, 23:22

warum sollen arzt und psychologe/psychotherapeut nicht heilen?

warum soll es nicht psychische erkrankungen geben, welche mit der gen. hirnstimation oder medikamenten geheilt werden können?
allein die genetische komponente bei erkrankungen (unterschiedliche häufigkeiten, erhöhte wahrscheinlichkeit der erkrankung) zeigt doch, daß nicht nur stressoren zum krankheitsausbruch führen.

sind aus deiner sicht, fluuu, psychiater und psychotherapeuten unnötig?

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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon Remedias » Fr 13. Jan 2012, 09:52

ich nenne wieder ein Buch (ich denke in Büchern , sie sind für mich sehr wichtig):
"Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green
http://www.antipsychiatrieverlag.de/ver ... /green.htm

Deborah heilt sich in Fluuus Sinn selber, aber - hier was aus dem Abschnitt-

Sie erfindet für sich eine neue Welt. Nur allmählich und nur mit der liebevollen Führung ihrer Ärztin gelingt es ihr, ohne diese zweite Welt auszukommen.«

Augenmerk auf "liebevolle Führung"

Deborah Blau hat das Glück, in der Klinik eine Ärztin zu finden, die ihr hilft, den Weg zurückzugehen zu den Anfängen und Ursachen ihrer Verstörungen

Im besten Fall ist ein Psychiater nämlich das: Ein Begleiter, ein Lebensbegleiter für einen bestimmten lebensabschnitt.
Der im besten Fall viel weiß, viel kann, der hilft, Ordnung in die psychische Unordnung zu bekommen.
Warum soll es Ärzte wie im "Rosengarten" nicht geben?

liebe Grüße Remedias

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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon fluuu » Fr 13. Jan 2012, 13:26

swina hat geschrieben: sind aus deiner sicht, fluuu, psychiater und psychotherapeuten unnötig?
Nein, keines Falls, der Psychiater verschreibt als Arzt Medikamente, klärt den medizinischen Bereich ab
und der Psychotherapeut führt als moderner Seelsorger die zwischenmenschlichen Gespräche.

@Remedias, habe das Buch "Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen" gelesen.
Es entspricht nicht meiner Erfahrung und Überzeugung, hatte es von einer Klientin geschenkt
bekommen die genau wie Du damit etwas ganz bestimmtes belegen wollte über die Psychiatrie.

Meine Haltung ist, Hilfe von außen so annehmen können, dass sie für die Verbesserung der
eigenen Lebensqualität dient, ist auch eine Kunst.

Die Heldin des Romans hat das Glück sich selbstständig auf einen Weg machen zu wollen und
zu können, dabei Begleiter findet die ihr wirklich gut tun.
Das ergibt sich, wer sich wirklich auf seinen eigenen Weg macht empfindet logischer Weise alle die
er dabei trifft als hilfreiche Begleiter, es sind sehr wenige die man auf dem eigenen Weg trifft.
gruß fluuu

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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon Remedias » Fr 13. Jan 2012, 17:06

Hallo Fluuu,
fluuu hat geschrieben:Meine Haltung ist, Hilfe von außen so annehmen können, dass sie für die Verbesserung der
eigenen Lebensqualität dient, ist auch eine Kunst.

Die Heldin des Romans hat das Glück sich selbstständig auf einen Weg machen zu wollen und
zu können, dabei Begleiter findet die ihr wirklich gut tun.
Das ergibt sich, wer sich wirklich auf seinen eigenen Weg macht empfindet logischer Weise alle die
er dabei trifft als hilfreiche Begleiter, es sind sehr wenige die man auf dem eigenen Weg trifft.
Ja, das sehe ich auch so. Und es müssen ja nicht viele Begleiter sein, es reicht einer.

Wer vielleicht genauso wichtig ist auf dem Weg; aber im Gegensatz zum Begleiter nicht gewertschätzt wird,
ist der Widersacher; Carlos Castaneda nennt ihn in seinem Buch: "Der würdige Gegner"
Der würdige Gegner ist der, der dir den Weg versperrt.
Der würdige Gegner ist der, der dich zur Perfektion und zur Wachsamkeit zwingt, denn du weißt nie , wo und wann er zuschlägt.
Der würdige Gegner kann einem eine Menge Angst einjagen.
ich weiß nicht, ob der Gegner immer wissen muss, dass er der würdige Gegner ist; vielleicht weiß er es gar nicht. Und trotzdem treibt er mich an zu lernen.

Ich bin nicht einfach nur nicht-compliant oder nicht krankheitseinsichtig oder mit welchen Adjektiven man mich noch belegt hat;
nein, ich lerne.

liebe Grüße Remedias

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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon fluuu » Mi 18. Jan 2012, 10:28

Soweit die Theorie, genau, es lässt sich auch innerer Schweinehund nennen was es zu überwinden gilt
denn der größte Feind der eigenen Lebensqualität kommt nicht von außen, er ist in einem selbst.
Deshalb kommt Heilung nicht von außen, nicht vom Arzt/Therapeut, sie geben den Anstoß für den inneren Prozess.
Es gibt viele Hilfestellungen und Krücken von außen um es mit sich innerlich zu schaffen.
Den inneren Schweinehund überwinden jedoch kann ich nur selbst, kein Begleiter oder Betreuer kann es für mich tun.
Das ist das besondere an seelischer Gesundheit, sie entsteht nur aus dem individuellen Innersten und
dafür kann ein förderlicher Rahmen geschaffen werden wie Medikamente, Therapie und kreatives Lernen.
Das Lernen ist zweifellos eines der wichtigsten Prozesse um im Fluss zu bleiben und inneren Frieden zu erlangen.
gruß fluuu

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Re: Tiefe Hirnstimulation lindert auch Bipolare Depressionen

Beitragvon Remedias » Do 19. Jan 2012, 10:34

Der würdige Gegner ist natürlich NICHT der innere Schweinehund.
Hätte ich das gemeint, hätte ich es auch geschrieben.

liebe Grüße Remedias


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