Hilfe für Partner von Depressionskranke

Hier hinein gehören spezifische Beiträge zu Depressionen, manischen und manisch-depressiven (bipolaren) Störungen, Zyklothymie, Dysthymie und anderen Störungen des Gemüts.
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angel34
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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon angel34 » Di 18. Jan 2011, 10:35

Hallo, also die Wohnungsbesichtigung war nicht so toll. Wohnung in schlechten Zustand, weit ausserhalb und viel zu teuer. Schade.
Naja, vielleicht ist die nächste besser.
@lordi, ich habe einen Hund. Doch den muss ich wahrscheinlich auch weggeben, da ich mit großem Hund erst recht ganz schlechte Chancen auf eine Wohnung habe. Aber zum Glück habe ich hier eine ganz liebe Familie (Nachbarn), die meinen Hund evtl. zu sich nehmen werden. Sie haben schon einen Hund und die beiden verstehen sich prima. Mal sehen wies weiter geht.

cake
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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon cake » Di 18. Jan 2011, 15:32

dann könnte doch auch der leibliche Vater der Tochter
Ja, könnte wäre gut :wink:
Meist sind Sie jedoch schon vorher nicht zuverlässig gewesen :|
Wie ist es bei Dir angel?
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. (Ludwig Erhard)

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angel34
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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon angel34 » Di 18. Jan 2011, 21:57

oh ha. naja, wir sind seit 12 jahren geschieden. er ist alkoholiker. und meine tochter will keinen kontakt mehr zu ihm. er hat sie einfach zu oft belogen und enttäuscht.
Ich geh am samstag auf eine geburtstagsparty von einer freundin. da werd ich mal wieder richtig schön feiern. wird sicher super toll. freue mich schon drauf.
ich verdränge meinen ex aus meinem leben. ich versuche nicht dauernd an ihn zu denken und so. er soll seinen weg gehen und ich meinen. eine gemeinsame zukunft wird es für uns nie mehr geben. basta! Strich drunter und ende!

cake
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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon cake » Mi 19. Jan 2011, 07:32

er soll seinen weg gehen und ich meinen. eine gemeinsame zukunft wird es für uns nie mehr geben. basta! Strich drunter und ende!
Exakt das ist ein guter Ansatz. :wink: :wink:
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angel34
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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon angel34 » Fr 21. Jan 2011, 15:49

Hallo meine lieben.
Da meine Freunde und meine Familie sich große Sorgen um mich machen, habe ich nun doch endlich einen Termin am 03. Februar bei einem Therapeuten. Ich versuche immer stark zu sein und nach vorne zu schauen, doch es gibt sie immernoch, diese Momente, an denen ich nicht fähig bin zu reden ohne in Tränen auszubrechen. Und da ich in so einer Verfassung sicher keinen Job kriege, muß ich was tun. Ich hoffe, eine Gesprächstherapie wird mir helfen. Ich weiß, daß es noch dauern wird, bis es mir besser gehen wird. Aber so wie bis jetzt, geht es einfach nicht weiter. Mal bin ich stark und hoffnungsvoll und plötzlich holt mich das alles wieder ein. Es ist echt peinlich im Einkaufsladen zu stehen und loszuheulen, nur weil man auf den Ex angesprochen wird. Oder wenn man bei einer Wohnungsbesichtigung erklären soll, warum man aus der derzeitigen Wohnung auszieht.
Also mich erschreckt ja am meisten, daß ich so senibel geworden bin. Eigentlich war ich immer eine sehr starke Frau und nichts konnte mich so dermaßen aus der Fassung bringen. Ich war mit einem Alkoholiker verheiratet, mein Vater war Alkoholiker, meine zwei Exfreunde vorher haben mich betrogen und belogen. Und jetzt macht mich diese Situation fertig? Das verstehe ich nicht. Also begebe ich mich in die Hände (bzw. Ohren) eine Therapeuten. Bin ja mal gespannt, wie es läuft.
Na ja, ich halte euch auf dem Laufenden...
LG

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon Remedias » Fr 21. Jan 2011, 16:18

Hallo, angel,
toll, dass du eine Gesprächstherapie hast und da deinen Kummer etwas loswerden kannst. Das du so traurig bist wegen deinem Freund beweist doch nur, dass du zu tiefen Gefühlen fähig bist. Ich wünsche dir, dass du einen guten Draht zu deinem Therapeuten findest .

liebe Grüße Remedias

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon angel34 » Sa 22. Jan 2011, 10:40

Ja, so denke ich das auch. Habe letztens mit ihm telefoniert, weil er doch nicht bei seinen Eltern ist. Seine worte waren ja, er hat heimweh und will zurück nach hause zu seinen eltern. Tja, kam dann doch alles anders. Er ist zur zeit bei einem Freund in der Nähe seiner eltern und hat sehr regen Kontakt zu einigen Leuten, die er aus der Klinik kennt. Die helfen ihm dort in Berlin einen neuen Therapeuten zu finden. Und er sucht wohl den Kontakt zu Leuten aus seiner Jugendzeit, als er noch dort gewohnt hat. Zu seinen Eltern nach hause will er nicht, da die ihn "angeblich" nicht verstehen. Er war total entsetzt, da die ihm eine kleine Wohnung anmieten wollten, wo er selber wieder versuchen kann auf eigene Beine zu stehen, da er ja sagt, er will das alleine schaffen. Doch er hat wohl keine Lust da drauf.
Habe am Monatg das letzte mal mit ihm telefoniert. Ich werde mich einfach nicht mehr melden, da ihm das alles zu viel ist. Ich werde ihn nur kurz anrufen, sobald ich eine neue Wohnung gefunden hab und er dann seine Sachen hier abholen muss. Ich gebe es auf. Er will keine Hilfe von mir. Ich denke das liegt daran, weil er merkt wie mich das alles fertig macht. Seiner Mutter hat we wohl auch erzählt, daß er die Therapie durchzieht und dann evtl. ins Ausland gehen will. Eine Frau aus der Klinik lebt größtenteil in Italien. Ich denke, daß die beiden solche Pläne geschmiedet haben. Naja, dann soll er ins Ausland gehen wenn er will.
Ich habe für mich entschieden, daß es endgültig vorbei und er wird auch nicht mehr wieder kommen. Also muss ich loslassen. Und um das alles gut verkraften zu können, habe ich mich eben für eine Gesprächstherapie entschieden. Ich habe nur Angst, daß der mir auch gleich irgendwelche Tabletten verschreiben will. Das will ich auf keinen Fall. Wird auch sicher nicht einfach werden, wieder alles von vorne erzählen und durchleben zu müssen. Aber da muss ich wohl jetzt durch.
Ihr seid mir echt eine große Hilfe.
LG

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon angel34 » Fr 28. Jan 2011, 16:28

Hallo Leute, hab nen riesen Fehler gemacht. Hab die Briefe gelesen, die er mir aus der Klinik geschrieben hat. Er hat mir immer wieder geschrieben, wie sehr er micht liebt und dankbar ist, daß ich das alles mit ihm durchstehe und er sich total auf unsere gemeinsame Zukunft freut. Und 2 Wochen später hat er mich verlassen. Wie konnte das alles nur passieren??? Wie kann man so für jemanden empfinden und 2 Wochen später angeblich total leer und gefühllos sein? Heute ist ein schlechter Tag. Warum kann ich das alles nicht einfach abhacken?
Er fehlt mir so sehr. Er hat sich so sehr verändert. Und jetzt gerade ist er auf dem Weg nach Monaco!!! Einen Freund besuchen. Ich versteh das alles nicht. Was ist nur passiert, daß er sich plötzlich von einen Tag auf den anderen so verändert hat????

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon Remedias » Fr 28. Jan 2011, 17:42

Hallo, angel,
bei der Gesprächstherapie bekommst du bestimmt nicht gleich Tablletten ( zumindest ein Psychotherapeut darf das nicht verschreiben.)

Eine psychische Krankheit kann eine Person verändern.

Aber manchmal ist die Veränderung nur zeitweilig, und er wird hinterher wieder der Alte.

liebe Grüße Remedias

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon angel34 » Fr 28. Jan 2011, 17:48

Ich dachte nur, daß es mit der Zeit leichter wird. Aber die Veränderung und Trennung sind jetzt schon 5 Wochen her. Es gibt gute Tage und schlechte Tage. Aber die schlechten Tage werden immer schlimmer. Ich hatte noch nie so zu kämpfen mit einer Trennung.

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon Remedias » Fr 28. Jan 2011, 18:13

hallo, angel34,
5 Wochen ist noch wenig Zeit. Gib dir auch noch Zeit, traurig zu sein.

liebe Grüße Remedias

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon angel34 » Fr 28. Jan 2011, 18:22

oh mann, das hört sich schrecklich an.

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon angel34 » Do 3. Feb 2011, 17:22

So meine lieben...
komme gerade von meinem Therapeuten... Er hat mir noch ein paar Adressen gegeben, da ich wohl über längere Zeit ein Therapie machen soll. Und jetzt der Hammer. Er hat mir doch tatsächlich Tabletten verschrieben. Ich wollte das Rezept nicht haben. Da hat er gesagt, daß ich in meiner jetztigen Verfassung gar keine Therapie machen kann, da ich das nicht packen würde. Ich soll erst mal die Tabletten nehmen, damit ich ruhiger werde und wieder schlafen kann. Kennt jemand von euch die Tabletten? MIRTAZAPIN und OPIPRAMOL ????

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon Remedias » Do 3. Feb 2011, 17:29

Hallo, Mirtazipin ist ein Antidepressivum. Ich hatte es selbst einmal, aber es hat nicht so doll angeschlagen.
liebe Grüße Remedias

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Re: Hilfe für Partner von Depressionskranke

Beitragvon angel34 » Do 3. Feb 2011, 17:40

Danke, Remedias. ich soll die ersten 4 tage 1/2 tablette abends nehmen und dann eine ganze. und falls ich nicht schlafen kann, eine von den anderen. Bin mal gespannt, wie ich die vertrage. Danke schön für deinen Beitrag.


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