Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

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Iltis05
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Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » Mi 27. Jan 2010, 15:45

Hallo Leute,

meine liebe Freundin leidet zur Zeit wieder an einer schweren Depression. Seit 7 Jahren leidet sie an Psychosen und war bereits mehrmals in einer Klinik. Allerdings war die weiterführende, medizinische Versorgung in den Vorjahren nicht gut.
Jedenfalls war sie 2009 schon zweimal in der Klinik. Zuletzt im Oktober. Allerdings war sie sehr positiv angetan von der Art der Behandlung, es hat sich viel getan.
Doch Ursache für den Klinikaufenthalt war, daß ihr Freund mit ihr Schluß gemacht hat und sie keine eigene Wohnung mehr hatte (wohnt noch dort, aber zieht bald aus). Dann kam sie aus der Klinik zurück und verlor ihren Job. Als sie nun über Weihnachten in ihre Heimat fuhr hatte sie einen Unfall und nach Silvester verstarb plötzlich und unerwartet ihre Mutter.
Seitdem ist sie in ein tiefes Loch gefallen und hat zu nichts mehr Antrieb.Sie würde sich am liebsten nur im Bett verkriechen und für immer einschlafen, sieht keinen Sinn mehr in ihrem Leben.
Wir kennen uns schon sehr lange, und ich habe sie in den letzten 7 Jahren immer als treuer Begleiter und einziger Freund mit ihrer Krankheit begleitet. Ich weiss schon eine Menge darüber und habe viel gelesen und gelernt.Ich kenne sie sogut wie niemand anders, für sie bin ich die absolute Vertrauensperson.
Neulich waren wir bei ihrer Ärztin, die sie auch wegen der Psychosen stabil eingestellt hat. Sie bekommt nun auch Antidepressiva, die nimmt sie seit einer Woche, und die Ärztin meint, es sei noch zu früh, über eine Wirkung urteilen zu können. Am 12.Februar hat sie wieder Termin. Die Ärztin fragte, ob sie es selber schafft oder ein Klinikaufenthalt besser sei. Sie meinte, sie schafft es erstmal selber.
Ich liebe meine Freundin über alles, und sie tut mir so wahnsinnig Leid. Ich versuche alles in meiner Macht stehende, um ihr zu helfen. Doch was kann ich noch mehr tun? Gute Stimmung kann man nicht herbeizaubern. Ich probiere ihr Mut zu machen und einfach für sie da zu sein. Aber so schlimm wie jetzt war sie noch nie dran. Sie hat sehr an ihrer Mutter gehangen, und nun ist alles was sie hatte eingestützt. Gut, das Auto wird repariert. Das ist eine Sache und überhaupt kein Problem. Wohnung auch erstmal nicht, sie zieht zu ihrem Vater. Doch dann noch die Mischung aus Liebeskummer und Trauer in Verbindung mit der Depression. Sie war vorher so gut drauf, strahlte richtig und war voller Freude und Enthusiasmus...und nun fallen ihr schon die einfachen Dinge des täglichen Lebens schwer. Ich leide mit ihr. Wenn ich ihr nur noch mehr helfen könnte. Doch was kann ich noch für sie tun, damit es ihr besser geht?

Bin für jeden Rat dankbar!

Gruß Iltis

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Feuerchen
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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Feuerchen » Mi 27. Jan 2010, 16:53

Hallo Iltis,

sind wir doch mal ehrlich, wenn uns das passieren würde, wären wir auch am Boden zerstört. Es braucht einfach seine Zeit, diese Schicksalsschläge zu verarbeiten. Gut wenn man da einen Freund hat, der einem beisteht! Und Du bist da... Das ist doch das wichtigste.... DA SEIN!

Man kann nicht alles weg trösten.... Weinen muß sein, Trauer muß sein... nur so kann man manches verarbeiten... Notfalls... wenn Reaktionen überschießen eben mit Medikamenten... Aber das wird ja alles getan...
Du könntest mit ihr versuchen schöne Dinge zu erleben... z.b. Spazieren gehen, ein Gespräch wenn erwünscht führen, Dinge die einem einfach wieder helfen aus dem Trott zu kommen.... Ablenken.... und immer wieder DA SEIN,... Mehr denke ich kannst Du nicht tun...

Alles Liebe
Feuerchen

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » Mi 27. Jan 2010, 22:33

Hallo Feuerchen,

ich versuche wirklich alles.Doch sie hat einfach keinen Antrieb, keine Lust zu irgendwas. Selbst die täglichen Dinge fallen ihr ja schwer. Ich weiss auch nicht so recht, wenn sie sich nicht bei mir meldet,braucht sie Abstand oder fällt es ihr selbst schwer sich zu melden? Soll ich mich von mir aus anbieten zu ihr zu kommern oder engt sie das ein? Ich will nichts verkehrt machen, ich will ihr ja helfen. Doch sie spricht auch wenig. Ich denke auch, daß es vielleicht schon hilft, wenn ich einfach nur da bin.Auch wenn wir nicht viel reden, aber daß sie nicht alleine ist. Nur will ich sie auch in dieser schweren Zeit nicht einengen oder mit meiner Hilfe erdrücken. Es ist schwer.
Ich weiss auch, wie schlimm Trauer ist.Gerade ich habe damit große Probleme und kann von daher sehr gut verstehen wie sie sich fühlt. Ich weiss daß es Zeit braucht und probiere ihr auch immer vorsichtig das zu sagen und sie aufzubauen. Sie war noch vor einem Monat so gut drauf. DOch so ist das bei Depressionen und der Tod der Mutter hat sein Übriges getan.....

Ich hoffe es wird besser.

LG Iltis

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Feuerchen
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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Feuerchen » Do 28. Jan 2010, 11:21

Hallo Iltis...

Ja, das kann ich verstehen... Du hast viele Fragen offen, wie du mit Deiner Freundin umgehen sollst.
Am Besten Du sprichst mit ihr selber... Sag ihr, dass du für sie da sein willst, aber sie nicht einengen willst. Das auch miteinander schweigen ok für Dich ist ! Frag, ob es ihr so recht ist , oder ob du öfter zu ihr kommen sollst... Frag sie, wie es am Besten für sie ist... ob du dich telefonisch öfter melden sollst...
Ich kenne das von mir... Ich bin auch antriebslos und hatte Depressionen... Nichts scheint, einem Freude zu bereiten... und doch unter der Schale des erstarrtseins kommt was an!
Für mich war einmal in tiefster Depression ein total krasses Erlebnis folgendes...

Alles war schwer und ich war ganz unten... Wir mußten von der Tagsklinik aus eine kleine Wanderung (mehr ein Spaziergang) machen. Ich hatte zu nichts Lust... Mußte aber gezwungener Maßen mit.
Und dann war es so ein herrlicher Tag, die Bäume blühten, wir waren auf einem Hügel , schauten auf einen malerischen See mit Bergkette dahinter, strahlend blauer Himmel und die Vögel zwitscherten... Das war so krass , meilenweit entfernt von meinem inneren Fühlen, daß es mich trotzdem berührt hat. Diesen Ausflug habe ich bis heute nicht vergessen, und das ist ca 7 Jahre her!

Vielleicht kannst du ja auch für schöne Aktivitäten sorgen... (wenn sie mitmacht). Schwimmen gehen...spazieren... Billiard spielen... ich weiß nicht was sonst noch alles?
Das was sie vorher gern gemacht hat, wieder aufnehmen... Basteln... Irgendwas, was einfach ablenkt, und dann hinterher doch ein gutes Gefühl macht.....

Die Momente reihen sich aneinander... Ich habe in meinen schlimmsten Zeiten erlebt, eine Tasse Kaffee ist wie ein Geschenk... Ein guter Moment, den man suchen muß!
Hilf ihr dabei... evlt mach eine Liste... Mela Niete hat mal eine Liste im Deprichat reingestellt mit Skills gegen Selbstverletzendes Verhalten... Guck mal unter DBT - Skills.... Das ist eine Liste in der Sachen ausgefüllt sind, mit was man sich beschäftigen kann! Und wenn es nur ist, der Waschmaschiene beim Laufen zuzusehen....

Ich hoffe ich konnte Dir damit weiterhelfen....
Ich wünsch Dir dabei viel Glück und Deiner Freundin alles, alles Gute!!!

Liebe Grüße
Feuerchen

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » Do 28. Jan 2010, 20:11

Ja, danke, das ist lieb!
Wenn die Gelegenheit passt versuche ich mal mit ihr zu reden. Das Problem ist, daß ihr alles egal ist im Moment und sie dann nur so fragt, warum sie überhaupt auf dieser Welt ist. Neulich waren wir beide bei netten Freunden eingeladen und sie wäre fast mit gekommen, aber dann hat sie kurz vorher doch abgesagt. Sicher, es ist noch alles sehr frisch. Aber ich denke schon, es hätte ihr gefallen. Nur ich will sie ja auch zu nichts drängen.
Sie hat so wenig Antrieb, daß sie sich nicht mal mehr von sich aus bei mir meldet wie früher. Ich hoffe echt, sie bekommt wieder neuen Lebensmut. Sie hat sonst auch immer Sport getrieben, aber dazu kann sie sich auch nicht aufraffen. Wiegesagt, schon die einfachen Dinge fallen ihr so schwer. Wenn sie selber nicht will wenn ich mit ihr irgendwas machen will, dann kann man sie auch nicht zwingen. Es muss ja von ihr aus kommen.
Sie sollte ja ab Mittwoch die Dosis vom Antidepressiva von einer halben auf eine Tablette erhöhen. Vielleicht hilft das ja, ich will es hoffen. Ich glaube, ohne ginge es garnicht.

Die Geschichte mit dem Spaziergang, ja, das wäre schön, wenn ich sie in eine SItuation bringen könnte, die sie aus dem Loch rausreisst und ihr wieder Kraft gibt. Die Jahreszeit ist allerdings auch denkbar schlecht, alles ist kalt und grau. Wenn es draussen erstmal wieder losgeht und warm und grün wird, die Tage länger, dann hilft das denke ich auch schon. Nur diese Antriebslosigkeit, die macht alles so sehr schwer. Ich hoffe echt daß es langfristig besser wird.
Wenn sie möchte, daß ich zu ihr komme, dann komme ich sofort. Eben, wenn man auch nur zusammen schweigt, aber der Andere ist da. Wäre total ok für mich. Ferner gehts mir auch besser, wenn ich in ihrer Nähe bin.Dann denke ich nicht die ganze Zeit drüber nach, was sie wohl macht und wies ihr geht. Aber ich muss sie fragen, ob sie es möchte, daß ich zu ihr komme. Denke, sie ist im Moment sehr zerbrechlich.

LG Iltis

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Feuerchen » Fr 29. Jan 2010, 21:49

Dorist316
hat genau das geschrieben, was ich auch dachte... Ich schließe mich einfach mal an und wünsche Dir weiterhin:" gutes Gelingen,bei Deiner nicht ganz leichten Aufgabe."

Liebe Grüße
Feuerchen

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » So 31. Jan 2010, 20:03

Achja, das ist eine lange, komplizierte Geschichte.....ich würde sie so gerne heiraten und sie ist auch die größte Liebe meines Lebens. Eigentlich sucht sie nur das, was ich auch suche, doch sie meint, sie hat mich die letzten 13 Jahre nur als besten Freund gesehen und kann meine Liebe nicht annehmen....sie kann mich einfach nicht aus einem anderen Blickwinkel sehen, obwohl sie weiss, daß sie mit all den anderen Typen immer nur auf die Nase gefallen ist und immer nur ich da war, der es wirklich gut mit ihr meint und sie immer wieder aufgebaut hat. Ich weiss nicht. Vielleicht ist sie noch nicht so weit, keine Ahnung. Aber das was ich für sie bislang getan hab hat noch keiner für sie getan.Nur ich.Und ich tue es aus echter Liebe zu ihr. Ich kümmere mich um sie, sorge dafür, daß sie zum Arzt geht und versorgt wird.Ich kenne jede Regung an ihr, weiss sofort, was mit ihr los ist. Auch ihr letzter Freund hat groß getönt, daß er mit ihrer Krankheit leben könnte, doch nichts konnte er ausser abhauen.
Aber ich lasse sie nicht hängen. Nicht daß ihr es falsch versteht, sie hat mich nie um etwas gebeten, ich habe ihr völlig freiwillig geholfen und tue das auch heute noch, weil sie mir so viel bedeutet. Sie weiss auch, wie groß meine Liebe zu ihr ist und daß ich auch in schlechten Zeiten immer zu ihr stehe.Das hab ich bewiesen.
Jetzt möchte ich ihr nur helfen, wieder auf die Beine zu kommen und wieder die strahlende Frau zu werden, die sie mal war.
Sie hat mir gesagt, ich hätte nichts verkehrt gemacht und soll mir keine Sorgen machen. Sie müsste von selber auf die Beine kommen. Doch ich weiss, wie schwer es ist. Sie ist ein Mensch, der manchmal jemanden braucht, der sie an die Hand nimmt, damit was passiert. Natürlich ist die Gratwanderung zwischen Helfen und Nerven dann gegeben, aber manchmal muss etwas nerven sein, denn ich mache es ja um ihr zu helfen.
Ich will sehr vorsichtig sein, aber wie ihr auch geschrieben habt: Ich werde mich nicht zurück ziehen, sondern mich immer mal melden bei ihr. Ich habs ihr auch erst wieder gesagt, daß ich immer für sie da bin, egal was kommt. Wenn ich nur irgendwas für sie tun kann.
Ein Hauptproblem ist momentan, daß sie noch in der Wohnung vom Exfreund lebt, weil sie wegen ihm ihre schöne WOhnung aufgegeben hat. Sie will jetzt wieder zu ihrem Vater. Ich werde mit ihr reden, ob wir nicht langsam alles dafür vorbereiten wollen, damit sie dort raus kommt.Sie sagt, daß zieht sie am meisten runter, und sie probiert zu flüchten davor. Sie war schon zwischendurch bei ihrem Vater. Auch die Tür zu mir steht ihr immer offen, das weiss sie. Nur liegen wir rund 40km auseinander. Aber zu mir kann sie auch jederzeit kommen.

Morgen sehe ich sie, dann werd ich ja sehen.

LG Iltis

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » So 31. Jan 2010, 22:46

Nein, das ist nicht so. Sie meinte das im Bezug auf meine Frage an sie vorher. Habe ihr gesagt, daß es im Moment für mich schwer ist, mich ihr gegenüber richtig zu verhalten. Will ihr Freiraum lassen und auf der anderen Seite für sie da sein. Das ist der Spagat im Moment.
Sie braucht mich denn sie hat sonst absolut niemanden. Das ist leider so.Sie vertraut mir zu 150% und weiß daß ich sie niemals enttäuschen würde. Ich kenne es von ihr, daß sie meinte, sie kommt da schon irgendwie raus. Aber sie kam bisher nie ganz von alleine wieder auf die Beine. Immer nur durch Hilfe.Und das wird so bleiben. Sehe sie morgen, mal sehen was sie sagt.

LG Iltis

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » Fr 5. Feb 2010, 18:04

Da kann ich dir gleich den Wind aus den Segeln nehmen, denn das wird niemals passieren!
Wir kennen uns ein halbes Leben lang und uns verbindet eine wunderbare Freundschaft die einzigartig ist! Keiner würde jemals den anderen bewusst verletzen!

Ich habe es geschafft, es geht ihr schon besser. Ich musste sie ein bischen in den Hintern treten, aber der Plan hat funktioniert und es ging ihr auf einmal schon sichtlich besser, ich hab sogar mal wieder ein Strahlen in ihrem Gesicht gesehen! Sie meinte, es wäre gut gewesen, daß ich ein bischen energischer gewesen bin, denn so hat sie sich aufgerafft und selber etwas getan und dann den berühmten Lichtstrahl am Horizont gesehen!

Nun geht es immer weiter, immer vorwärts! Es wird alles gut werden!

Gruß Iltis

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » Mo 24. Jan 2011, 22:35

Hallo,

also im Moment ist meine Freundin wieder auf dem absoluten Tiefpunkt und ich weiss nicht mehr weiter. Sie macht einen Schritt nach vorne und dreie zurück....
Dann redet sie nur noch davon daß sie am liebsten für immer einschlafen würde, dann wäre Ruhe für immer und lauter so ein blödes Kram!
Und ihr könne doch keiner mehr helfen etc.
Die nächste Therapiestunde ist erst in 4 Wochen und das ist noch verdammt lange hin.
Eigentlich bräuchte sie jetzt Hilfe denn ich weiss nicht mehr weiter.

Von AD oder stationärer Behandlung will sie nichts wissen. Aber was soll ich machen.....ich drehe mich doch im Kreis mit jedem Satz...

LG Tim

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » Di 25. Jan 2011, 19:54

Hallo Erwin,

ja, ich sehe es ähnlich wie du, sie hat es in der Hand etwas zu ändern,was ihr kein Mensch der Welt abnehmen kann. Und irgendwo muss sie anfangen.
Sie hat das jetzt schon das achte Jahr und ich mache das mit ihr jedes Jahr durch, nur diese Depri hält nun schon etwas über ein Jahr an und ist bislang die Schwerste wie ich finde.
Sie hat jedes Jahr wieder gesagt, ja, am liebsten einschlafen, was soll ich noch hier usw. und jedes Mal hab ich sie aus diesem Loch wieder rausbekommen.
Jetzt ist es ja wieder genauso und ich hoffe auch daß sie in ein paar Monaten wenn auch das Frühjahr wieder kommt besser drauf sein wird. Sie fängt zumindest damit an an sich zu arbeiten um ihr Gewicht irgendwie in den Griff zu kriegen, sagt aber selber gleich schon wieder, ja, glaube nicht daß das so was bringt...sag ja, sie hat soviel negative Gedanken und macht nach einem Schritt vor gleich wieder drei zurück...

Nur mehr als hoffen daß sie wieder wird kann ich auch nicht. Wiegesagt, von nochmal Klinik hält sie garnichts, aber ich finde einfach, die Termine der Arztbesuche liegen zu weit auseinander. Ihre Ärztin sagt immer, sie braucht soviel Geduld weil man im Schnitt mindestens 1,5 Jahre warten muss bis eine Depression langsam abnimmt.Das kann ich bestätigen.
Nur ich sage ihr auch immer wieder nur das Selbe und mache mir täglich nur einen Kopf wie ich ihr Leben wieder auf die richtige Bahn kriegen kann.Das ist einfach nur schwer und macht mir viele Bauchschmerzen...

Die Hoffnung ist immer da daß es besser wird.

LG Tim

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Feuerchen » Di 25. Jan 2011, 23:17

Hallo Iltis,

Hast du schon mal an eine Lichtdusche gedacht?.... Allgemein soll das ganz gut gegen eine Depression in der dunklen Jahreszeit helfen.... Mir kam der Gedanke, weil Du ja immer wieder eine Wiederholung der Depression erwähnst....Vielleicht hängt das ja auch bei ihr mit dem mangelnden Licht zusammen? Es könnte vielleicht ein Stimmungsaufheller für Deine Freundin sein, wenn Du so was ausprobierst?
Gegen Psychosen wird das allerdings nichts bringen!....

Google doch einfach mal nach Lichtduschen... Es gibt sie in ganz unterschiedlichen Preisklassen .
Ich selber hab einen Bekannten, dem dies schon mal geholfen hat.

Wünche dir und deiner Freundin alles Gute!
Feuerchen

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » Mi 26. Jan 2011, 20:45

Hallo,

ich hab mal was von Lichttherapie gehört bzw.gelesen, das bietet mein Hausarzt an. Wäre sowas auch eine Möglichkeit?

Es ist die totale Antriebslosigkeit die ihr so zu schaffen macht, sie lebt nur vor sich hin weil sie muss aber sie weiss überhaupt nicht was sie mit sich anfangen soll...

Sie braucht dieses Gefühl daß es klick macht und sie wieder merkt daß das Leben für etwas gut ist und sie wieder Antrieb im Allgemeinen bekommt, um ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen.

Die Psychose ist ja einfacher zu bekämpfen als die Depression als Folge. Die Tabletten helfen ihr ja und halten sie stabil. Aber die Depri, das ist das riesengroße Problem was einfach nicht weg gehen will...wenn es doch nur einen Ausweg gäbe...

LG Tim

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Feuerchen » Mi 26. Jan 2011, 23:29

Ja , ich meine Lichttherapie.

sollte das Depressive von einem Lichtmangel kommen, kann es sich dadurch verbessern... Sprich doch mal mit Deinem Hausarzt!

Drück Euch die Daumen, daß es was hilft!

Liebe Grüße
Feuerchen

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Re: Wie kann ich meiner depressiven Freundin noch mehr helfen?

Beitragvon Iltis05 » Do 27. Jan 2011, 18:02

Ich glaube, der einzige Ausweg ist, daß sie professionell gegen die Depression behandelt wird.
Sie ist irgendwie einfach nur am Ende.Es geht garnichts mehr.
Hab ihr vorgeschlagen, in eine Tagesklinik zu gehen, denn es bringt garnichts nur alle 6-8 Wochen mal 10 Minuten mit ihrer Ärztin zu reden die auch immer wieder das Selbe sagt.
Die zweite Therapiestunde hat sie erst am 28.Februar, das ist einfach immer viel zu weit auseinander, sie braucht jetzt Hilfe.Nur was soll ich machen, es ist ja ihre Entscheidung was sie tut, aber sie muss es wissen.Sie möchte einerseits wieder zurück kehren ins Leben , aber andererseits hat sie zu nichts Kraft und zieht sich eher noch weiter zurück...

Ich bin der Überzeugung daß eine Tagesklinik das Richtige für sie wäre in ihrer jetzigen Verfassung denn ich bin am Ende mit meinem Latein und sie auch...

LG Tim


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