Derpressionen

Hier hinein gehören spezifische Beiträge zu Depressionen, manischen und manisch-depressiven (bipolaren) Störungen, Zyklothymie, Dysthymie und anderen Störungen des Gemüts.
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Romy
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Derpressionen

Beitragvon Romy » Mo 3. Mär 2008, 19:53

Hallo..

Ich habe mal eine Frage,

ich war letztes Jahr zwei Monate im LKH und dort wurde festgestellt das ich unter anderem schwer depressiv bin.

Aber woher weiß man ab wann man Depressionen hat?
Ein Freund ist ein Mensch der dein Lächeln sieht und trotzdem spürt das deine Seele weint.

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moni
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Beitragvon moni » Di 4. Mär 2008, 00:30

Hallo Romy

Es gibt überall z.B. im Netz Beschreibungen von Symptomen, die zu einer Depression gehören (können), und wo die Grenze zu "einfach mal schlecht drauf sein" in etwa ist - auch hier auf dieser Seite. Sieh dich einfach mal um.

Wie wurde das in der Klinik bei dir denn diagnostiziert? Manche Fachleute arbeiten mit Tests - hast du so was gemacht?

LG moni
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Jeremia
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Beitragvon Jeremia » Di 4. Mär 2008, 12:38

Hallo Romy!
Man kann es u.a. feststellen,wenn es einem auf einmal alles zu viel wird,man sich hilflos und alleine fühlt,man fängt an zu weinen endlos und weiss nicht mehr weiter,Zukunftsängste.Dann kommen solche Stimmungsschwankungen dazu.Bei mir wurde es auch so festgestellt.Ich war desöfteren in der Klinik,weil ich mit manchmal sogar schweren Depressionen da stand.Da ich nun eine gute Psychiatrin habe und zu einer Institutsambulanz gehe,wurde u.a. sowas bei mir festgestellt.

Ein Beispiel in meiner Situation:
Bei mir ist es so,daß es u.a. an einer Glaubensgemeinschaft liegt,die sehr viel Psychodruck macht und man dabei immer allein ist.Man wir da ausgegrenzt,aber wenn man gehen will,wird man nicht gelassen.Hier zum Beispiel haben auch sehr viel leiden müssen und haben gleiche Erfahrungen gemacht.

Nur bei mir sind es mehrere kleine Dinge.Eben halt auch diese Stimmungsschwankungen (manisch depressiv).

Ich kann vielleicht so eine Institusambulanz weiter empfehlen,in der Klinik angeschlossen.
Die hören einen zu und können einen weiter helfen.
Die machen einen vo allem keine Vorwürfe.
Wenn Sie jetzt bei mir wären,hätte ich Sie da gerne mit genommen.Gerne gebe ich Ihnen weitere Infos.
Liebe Grüsse jeremia

Romy
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Beitragvon Romy » Di 4. Mär 2008, 18:31

naja die therapeutin hat sich viel mit mir unterhalten und mich gefragt wie ich in bestimmten situationen reagiere, außerdem habe ich einige "fragebögen" ausfüllen müssen und erzählt wie es dazu kam das ich ins LKH gekommen bin.
Aber jetzt bin ich ja schon ne zeitlang nicht mehr dort gewesen und soll eigentlich im märz nocheinmal für einen monat eine therapie machen
eine Dialektisch behaviorale therapie.
aber zum einen bin ich nicht sicher ob ich das brauche bzw ich den therapieplatz nicht für jemand lassen sollte ders nötiger hat. und zum anderen habe ich nach den ereignissen nach meiner entlassung im letzten jahr auch angst diese therapie zu wiederholen.
Als ich entlassen wurde habe ich zwei wochen später eine kündigung von meiner arbeit bekommen. glücklicherweise wurde sie zurück gezogen nachdem ich mit einigen leuten dort geredet und die situation erklärt habe.
aber wenn ich nun wieder 4 wochen weg bin werde ich sicher endgültig gekündigt:/
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Maulbeere
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Beitragvon Maulbeere » Di 4. Mär 2008, 18:42

Ob du "depressiv" also schwer traurig bist, kann niemand wissen ausser dir! Merk dir das!!
Laß dir keinen Kram von irgendwelchen Psycholeuten einreden. Die wissen nichts!!


Und zur Diagnoserstellung tat ja deine Therapeuten nichts anderes als mit dir zu reden, es wurden sicher keine Meßmethoden am Gehirn vorgenommen( weil es da ja auch nichts zu messen gibt) . Die Diagnoserstellung beruht also auf der subjektiven Meinung des "Therapeutens" Wenn du zu 10 verschiedenen Therapeuten/Psychiatern gehst bekommst du 10 verschiedene Diagnosen!

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moni
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Beitragvon moni » Mi 5. Mär 2008, 01:11

Hallo

@Maulbeere:
Ob du "depressiv" also schwer traurig bist, kann niemand wissen ausser dir! Merk dir das!!
Verstehe ich das richtig: Willst du damit der Selbstdiagnose das Wort reden? "Schwer traurig" ist dann allerdings eine ziemlich unqualifizierte und somit unbrauchbare Definition von "depressiv" - nichts, was Romy "sich merken" müsste.

Es ist richtig und wichtig, sehr aufmerksam für sich zu bleiben oder zu werden und diagnostische "Etiketten" auch immer wieder kritisch zu hinterfragen - für sich alleine und auch zusammen mit den behandelnden Fachleuten, falls denn welche vorhanden sind.
Maulbeere hat geschrieben:Laß dir keinen Kram von irgendwelchen Psycholeuten einreden. Die wissen nichts!!
würde ich deshalb sogar noch erweitern zu: Lass dir von niemandem irgendwelchen Kram einreden, schon gar nicht von anonymen Forumsusern, die dich nicht mal persönlich kennen ...

@Romy: Wenn ich das richtig verstanden habe, bist du dir nicht sicher, ob du (noch) "depressiv genug" bist, um dir noch mal eine Auszeit für eine (stationäre?) Therapie zu nehmen, und du hast Angst um deinen Arbeitsplatz, falls du dich denn dazu entschliessen würdest. Das sind zwei Dinge, die in meinen Augen möglichst gut getrennt voneinander betrachtet werden sollten, damit du zu der für dich richtigen Entscheidung kommen kannst. Was die Gefährdung deines Arbeitsplatzes betrifft, so kenne ich mich mit den rechtlichen Grundlagen in Deutschland nicht aus - vielleicht kann dir jemand anderer diesbezüglich noch raten, wo und wie du dich dazu informieren könntest. Es ist wichtig, seine Rechte zu kennen.
Das andere ist dein Bedürfnis nach Therapie, nach Auszeit. Das ist wirklich nicht einfach zu beurteilen - ich habe selber ein ganzes Jahr gebraucht, bis ich mich endlich zu einer stationären Therapie habe durchringen können. Es war eine Frage des Leidensdruckes, und ich glaube, diese Frage ist letztendlich entscheidend. Was du allerdings nicht mit einbeziehen solltest, ist die Frage, ob nicht jemand anderes "deinen" Therapieplatz nötiger hat als du. Es reicht, wenn du für dich entscheidest, ob du ihn nötig hast ... :wink:
Wenn du fühlst, dass du diese Therapie machen möchtest, dann pack die Chance, wenn sie sich dir bietet.
Machst du denn jetzt ambulant Therapie oder momentan gar nicht? Ambulant wäre ja eine Alternative, bei der du trotzdem arbeiten gehen könntest.

Liebe Grüsse

moni
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fluuu
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Beitragvon fluuu » Mi 5. Mär 2008, 17:37

Hallo,
nach so viel Aufklärung über Depression in der Gesellschaft kann es eigentlich niemanden mehr geben der davon noch nichts gehört hat und nicht weiß was das ist, außer er verschließt sich vor Allem und Jedem.
Wenn jemand Klinikerfahrung hat und zu einem Therapeuten geht, dabei die Diagnose Depression erhält und dann fragt was ist denn das? Derjenige braucht mehr Hilfe als ein paar Sprüche in einem Forum. Job hin oder her, rate Dir dringend einen stationären Aufenhalt damit Du Lernen kannst wie Du Dich mit Deinen Defiziten im Leben einordnen kannst, in der Realität des Alltags im Jahre 2008 christlicher Zeitrechnung.

gruß fluuu
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moni
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Beitragvon moni » Do 6. Mär 2008, 07:21

Hallo fluuu

Romy hat nicht gesagt, dass sie nicht weiss, was Depressionen sind, sondern:
woher weiß man ab wann man Depressionen hat?
Gut, in deinen Augen mag das vielleicht dasselbe sein; ich habe hinter Romys Worten eher eine Unsicherheit herausgelesen, wie ich sie in meinem letzten Beitrag beschrieben habe. Aber letztlich ist weder deine noch meine Interpretation entscheidend, sondern das, was Romy eigentlich meint, und dass sie dies klärt - seis hier oder für sich alleine.

Gruss

moni
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Beitragvon Jeremia » Sa 8. Mär 2008, 16:16

Zitat:"Aber jetzt bin ich ja schon ne zeitlang nicht mehr dort gewesen und soll eigentlich im märz nocheinmal für einen monat eine therapie machen"

Das kann ich Ihnen wirklich nur ans Herz legen.
Denn ich bin ja auch in Behandlung.es kann sehr viel bringen,mit Depressionen um zugehen.


@Maulbeere
Zitat:Ob du "depressiv" also schwer traurig bist, kann niemand wissen ausser dir! Merk dir das!!
Laß dir keinen Kram von irgendwelchen Psycholeuten einreden. Die wissen nichts!!

Das stimmt nicht ganz oder nur teilweise
Das hatte ich aber anfangs auch immer denken müssen,was bringt mir das alles.
Aber seid ich meine Psychiatrin der Institutsambulanz
habe,hat man viel Verständnis.
Wie gesagt,kommen meine Depressionen,wie raußkam,teilweise von einer Glaubensgemeinschaft her,
die sehr viel Psychodruck machte.

LG jeremia

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@moni

Beitragvon Romy » Sa 8. Mär 2008, 17:39

Du hast mich schon richtig verstanden. ich bin nicht sicher ob ich noch "depressiv genug" bin für einen stationären aufenthalt...
Die Idee mit der ambulanten therapie als alternative finde ich sehr gut und ich denke das mir das durchaus weiter hilft:)
Vielleicht ist das ja des rätzels lösung :)
nach meiner letzen entlassung hatte ich das gefühl das das leben über mir zusammen bricht.
Nochmal will ich das nicht haben..

danke für eure hilfe :)
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Beitragvon SuMu » Sa 8. Mär 2008, 18:12

hi
etwas intensiver als ambulante therapie, wäre eine tagesklinik :cool:
viele Grüße
SuMu / http://psychomuell.de - http://blogzicke.de - http://su-mu.de/

Aki
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Beitragvon Aki » So 9. Mär 2008, 11:31

Du willst doch nicht ernsthaft irgendjemand anderen
entscheiden lassen, ob Du "depressiv" bist.


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