Fragen zu bipolarer Störung

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Nimoe
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Fragen zu bipolarer Störung

Beitragvon Nimoe » Mo 17. Dez 2007, 22:30

Hallo zusammen!

Ich habe einige Fragen zu bipolarer Störung, und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann.
Der Vater meines Kindes leidet seit Jahren unter einer bipolaren Störung. Er sagt jetzt, durch die neuen Medikamente sei er stabil. Mag sein, dass er stabiler als früher geworden ist, dennoch sind die depressiven Phasen (Termine, bzw. den ganzen Tag verschlafen) und manischen Phasen (provozierendes Verhalten, grössenwahnsinnige Ideen) immer noch vorhanden.
Dazu meine Frage: Gibt es denn überhaupt eine Möglichkeit diese Symptome komplett zu "heilen"? Oder kann man sie nur mildern?

Und noch eine andere Frage: Kann mir jemand von seinen Erfahrungen als bipolare/r Mutter/Vater berichten? Wie kommen eure Kinder damit zurecht? Wie habt ihr ihnen die Krankheit erklärt?

Bedanke mich schonmal für eure Informationen und Ratschläge.

lg Nimoe

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fluuu
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Beitragvon fluuu » Do 20. Dez 2007, 18:57

Hallo Nimoe,

habe seit über 20 Jahren die Diagnose Bipolar wie die manisch/depressive Störung inzwischen heißt und ich finde das klingt gut. Ist nicht alles, auch die Natur, durch Polarisierung aufgebaut? Bin Vater eines Jungen, habe wenig mit ihm zusammengelebt, ist inzwischen erwachsen.

Aber das Wichtigste um Deine Frage zu beantworten, lebe seit acht Jahren mit Lithium (das Medikament bei bipolarer Störung) relativ stabil ohne überzogene Höhen und Tiefen. Es ist möglich wenn man sehr diszipliniert auf das eigene Innere und die Umwelt hört und dabei auch weniger schmeichelhaftes im Inneren und Kritik sowie Mahnung von außen akzeptiert. Ansonsten lebe ich in einer guten Beziehung ohne Klammern und ohne Weglaufen.

Dass Du den Vater Deines Kindes ansprichst, über dritte reden ist nicht so gut, hat doch einen Grund.
Willst Du wieder mit Ihm zusammen leben?

gruß fluuu
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Nimoe
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Beitragvon Nimoe » Fr 21. Dez 2007, 22:23

Danke für deine Antwort.

Ich möchte nicht mehr mit ihm zusammen kommen, es geht mir eher um sein Verhalten dem Kind gegenüber, wenn er den Kleinen besucht. Oft ist er dann rücksichtslos und verletzend zu seinem eigenen Kind, scheinbar ohne es zu bemerken.
Ich habe schon oft versucht mit ihm zu reden, auch über seine Krankheit, was ja mit dem Verhalten zusammenhängt. Aber leider kommt das bei ihm gar nicht an. Er sagt, mit den Medis sei er stabil und ende.

Ich würde mir einfach wünschen, dass er sein Verhalten besser kontrollieren könnte, dem Kleinen zuliebe.


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