was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

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Llllleona 5x.2
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was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Llllleona 5x.2 » Di 1. Dez 2015, 17:10

Hallo!

Ich habe das Gefühl über früher oder länger in einem ziemlich argen Zustand zu landen. So ohne ich-Bewusstsein und auch ohne sonstigen Orientierung. Hier hab ich das schon mal gepostet, manche haben gemeint, hört sich nach einer Dissoziation an. Ohne ein Gefühl fürs sein, für sonstige Zustände, und auch dafür, ob Kommunikation zu nah ist, etc. Vielleicht auch. Weiß nicht, ob das nicht auch schon ein bisschen psychotisch ist.

Weiß nicht, ob sich jemand jetzt darunter etwas vorstellen kann, tu mir schwer, das zu beschreiben.

Bei einer Bekannten von mir (kenne sie wirklich nicht näher, deshalb kann ich die Situation nicht näher beschreiben) ist so etwas in der Art schleichend gekommen. Die ist dann auf die Psychiatrie und ich hab sie nie mehr gesehen. Einmal hab ich nach ihr gefragt - weil ich teilweise solche Zustände bei mir auch wahrnehme, früher nur ganz wenig ausgeprägt, in den letzten Wochen immer mehr und mehr ausgeprägt und ich mir Sorgen mache, was daraus einmal werden soll. Zur Antwort habe ich bekommen, sie sei nicht zurückgekehrt (nicht im Sinne eines Suizides, das hätten die uns, der Gruppe, schon gesagt). Kann nicht mehr aus diesen Leuten herausquetschen.

Wie auch immer das zu verstehen ist... Was passiert mit solchen Personen, die schleichend psychotisch werden und nicht mehr "zurückkehren" aus diesem Zustand des "ichbewusstseinslosigkeit" (stelle mir das vor, wie bei einem Säugling, der keine Ahnung hat von sich oder von seiner Umwelt)? Gut, wenn das dissoziativ ist und ich vielleicht am besten mit so etwas auf die Psychosomatische gehe (weiß nicht, ob ich dort richtig wäre, kann ja mal fragen oder mit allen möglichen Leuten über so etwas reden), wohin geht der weitere Weg? Ist es möglich, aus so einem Zustand wieder zurückzukehren zu einem Ich-Bewusstsein, vielleicht ganz langsam, Schritt für Schritt, wenn man gute Betreuung hat? Ansonsten ist so etwas für mich wie "Diagnose Krebs" oder sonst irgendetwas, was mit dem Tod endet. Wo ich nicht weiß, wann ich noch etwas bewusst erleben kann. Wollte doch noch mein Studium beenden und herumreisen und einen Beruf am 1. Arbeitsmarkt ergreifen. Das geht alles ohne Ich-Bewusstsein nicht, da geht kein denken, keine Selbständigkeit, kein gar nichts.

Grüße
Llllleona 5x.2
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Su Wang
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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Su Wang » Di 1. Dez 2015, 23:42

Hallo Leona,

Könntest Du einräumen, daß, wenn es dann so ist, wie Du zu fühlen scheinst, Du evtl. auf eine Psychose hin zusteuern könntest, daß man selber dann natürlich auch die Welt um sich her ... ähm ... etwas anders wahrzunehmen beginnt, als sie in Wirklichkeit ist ... ?

Was Du da mit der Information "sie ist nicht zurückgekehrt" verbinden versuchst, könnte das nicht vielleicht auch einfach nur heißen: Diese nämliche Patientin ist irgendwann, von einer Beurlaubung vielleicht, nicht wiedergekommen ... ? Und das Personal wird kaum Zeit haben, dann nachzuforschen, was die Gründe waren.
Also werden sie Dir, einer ohne irgendwelche "Berechtigung" sich nach ihr dann Erkundigenden, auch kaum mehr sagen wollen als eben das, und Du aber legst es dann so aus, wie Du es aus einer momentan selber vielleicht bereits etwas "angeschlagenen" Verfassung nur sehen kannst.

So wie Du dieses da für Dich da jetzt auslegst, muß es absolut nicht gemeint gewesen sein.

"Nicht zurückkommen" und "mit dem Tod enden" liegt in der Psychiatrie übrigens eng beieinander ...
Das könnte es also auch schon gemeint haben. Und sagen Dir als einer Außenstehenden dann halt nichts Näheres.

Um Dir über Deine momentanen Selbstzweifel klarzuwerden, wirst Du in einer Psychosomatischen Abteilung eher wohl nichts finden. Dort werden keine Psychosen behandelt.

Daß jemandem aus einem vielleicht schwierigem Studium eine Sinnkrise entsteht, ist durchaus nichts Ungewöhnliches.
Vielleicht aber könnte schon helfen, wenn Du Dir dessen ein wenig bewußter einfach nur mal werden wolltest, was Du - trotz dessen - schon geschafft hast und wahrscheinlich auch noch immer zu leisen schaffst.

Selbst überschauen zu wollen, welche Kräfte man noch hat - oder meint, daß man sie vielleicht ja eben nicht hätte -, funktioniert spätestens dann immer schlecht, wenn man sich gerade schon inmitten einer solchen Sinnkrise befindet.

Zu einem Therapeuten würd' ich Dir raten, falls Du so schnell dann einen finden könntest, welcher Dir hoffentlich dann Wege aufzeigen könnte, Dein vermißt-geglaubtes Ich wiederzuentdecken.

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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Llllleona 5x.2 » Do 3. Dez 2015, 10:55

Hallo!

Also, ich habe gute Gründe, warum ich nicht alles niederschreib. Gewissermaßen unterliege ich nämlich einer Schweigepflicht, deshalb will ich nicht alles aufschreiben und ins Internet stellen. Weil ich zur Person persönlichen Kontakt hatte, weiß ich, dass es darum geht, in einer eigenen Welt zu verschwinden. Weil ich vielleicht selbst betroffen werde (aber eigentlich hoffentlich gar nicht aber ich kann es nicht wissen), muss ich es irgendwie umschreiben. Mit Freunden darüber kann ich natürlich, tu ich auch ein bisschen, aber kaum jemand hat Erfahrung mit z.B. Psychosen und noch weniger damit, was mit diesen Menschen passiert. Ich weiß, dass es unterschiedliche Arten gibt und unterschiedliche Verläufe.

Und nein, Sinnkrise ist es nicht, warum ich beunruhigt bin. Die hab ich auch ein bisschen (mittlerweile nehm ich sie aber gar nicht mehr wahr weil ich die Welt direkter wahrnehm und nur mehr lebe und reagiere), das weiß ich, hab auch andere Sorgen, aber um die geht es hier nicht.
Ja, keine Ahnung, hab schon gehört, dass man in einer Psychose anders wahrnimmt, interessiere mich auch sehr für Psychologie, habe auch Psychologie studiert (noch nicht absolviert), also weiß ich vom Studium und vom Gehörten her (hab schon mit sehr vielen Menschen Kontakt gehabt), dass in einer Psychose Halluzinationen auftreten können und dass man die Wirklichkeit verzerrt wahrnimmt und auch anders fühlen kann. Kann bei einer Persönlichkeitsstörung auch auftreten.

Mein Bewusstheits-Radius (oder eine gewisse Wahrnehmung, weiß nicht, wie ich es umschreiben soll) ist ein wenig kleiner geworden und dann noch kleiner. Hoffe, dass es nicht noch und noch kleiner wird. Keine Ahnung. Vielleicht gibt es auch keine Sicherheit, was passiert. (In Deutschland gibt es Soteria-Stationen. Da kann ich als aus Österreich kommende nicht hin.) Und ja, die Menschen sind sehr unterschiedlich, keiner wie der andere, selbst wenn sie ähnlich sind und bei Krankheit gibt es auch sehr verschiedene Verläufe, auch wenn Leute gleiche oder ähnliche Probleme (bzw. Diagnosen) haben.

Es wäre für mich weniger problematisch, wenn ich "nur" Depressionen hätte oder "nur" einsam wäre oder "nur" nicht wissen würde, was ich mit mir anfangen soll oder "nur" Angst vor anderen Menschen oder "nur" starke/gefährliche Suizidgedanken oder "nur" durchlässige Grenzen oder "nur" eine Mischung aus dem allem. Muss man nur aushalten, sich ablenken ("Augen zu und durch"), sind starke schlimme Gefühle, schwierig auszuhalten, aber es ist möglich. Aber würde um keinen Preis mein Ich-Erleben oder Ich-Bewusstheit oder wie ich es auch nennen soll, aufgeben, egal wie schlimm die sind. Aber ohne Ich-erleben...?
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Su Wang
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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Su Wang » Do 3. Dez 2015, 14:36

Hallo Leona,

Nun, mir persönlich ist mein Ich-Erleben noch nie abhandengekommen, und denk' auch, daß auch "Gestörte" immer eines haben resp. behalten werden.
Daher mein' ich, daß Deine Angst, Dich selbst betreffend, nicht wirklich eine realistische sein kann. Und falls Du Dich vergleichst mit einer Dir bekannten Person, die solches durchlebt, und Du mußt hilflos zusehen, dann ist, was Du siehst, ja nicht mit dem ident, was diese Person selber wahrnimmt. Anders gesagt: So wirklich und richtig mit allen Sinnen in sojemanden hineinversetzen kann ein Außenstehender halt nicht; auch Therapeuten schaffen da allenfalls eine Annäherung, nachdem ihre Empfindungen (zumeist ;) ) ja noch voll funktionieren.

Allenfalls ist es (das Ich-Erleben) dann halt ein wenig anders als das von früher her gekannte.

Aber auch da denk' ich nachher, daß sich gleichzeitig auch die wirklichen Vergleichsmöglichkeiten des Betreffenden proportional "vernebeln", sodaß das Darunter-"Leiden" auch nur mehr schemenhaft wahrgenommen wird, verflacht sozusagen. Die Erinnerung, wie es genau gewesen war, wird blasser und somit auch weniger schmerzhaft.

(Real weniger schmerzhaft, müßte es richtiger heißen, denn (hysterisch) hineinsteigern in irgendwas läßt sich's immer irgendwie; auch ins Leiden.)

Doch, wie wir uns mit allen schicksalhaften Veränderungen in unserem Leben abfinden müssen und letztlich immer nur das an greifbarer Substanz haben werden - und eben auch für unser Seins-Empfinden zur Verfügung hätten dann -, mit dem wir nach derlei Ereignissen unser Leben noch weiter fortführen können, so werden wir's auch müssen (und können), wenn die Sinne, Übertragungswege und die Denkzentrale uns ihre Leistungen einschränken.

Man könnte, wo's um eine allgemeinverständliche Erklärung geht, was eine Psychose "hinterläßt", es vergleichen mit einem überlasteten Elektromotor ...
Sobald da die Wicklungen zu heiß werden, sodaß die Isolation zwischen den Drähten abschmilzt und es ein Kurzschluß die zwingende Folge ist, wird man den zumeist wieder reparieren können, indem man den Draht vorsichtig abwickelt und mit neuem Isolieranstrich versieht; hiernach dann die Spulen damit dann einfach wieder neu wickelt.

... aber nie wieder wird dieser Motor die vorherige Leistung erreichen können.

Wir Menschen sind im Leben so vielen "Überhitzungen" - sprich: unguten und schädigenden Einflüssen, unter denen ein (auch) psychosenauslösender Stress sogar noch als eine der mildesten Ursachen gesehen werden könnte - ausgesetzt, daß da eigentlich kaum überhaupt irgendwer ein Menschenleben lang "durchkommt", ohne nennenswert Schaden zu nehmen.

... aber wir haben auch überhaupt keine Vorstellung von den Reserven, die wir in dieser Zeit, sozusagen parallel zu unseren Beschädigungen, akkumuliert haben, sodaß wir selber, weil subjektiv, auch gar nicht absehen können, was sich dann, und auf welche Weise, anders wieder ausgleichen würde.

Kann sein, Du spürst Deine Kräfte gerade stark schwinden.
Dann weißt Du aber eben nicht, was alles vielleicht längst schon in Dir fest verankert ist, was das nachher wieder auf irgendeine Art ausgleichen würde.

Wenn wir hier über diese Dinge reden (schreiben), Fragen stellen, Antworten uns erhoffen, ist es sogar äußerst wichtig, daß man es alles soweit zu verschlüsseln versteht, daß man eben auch diese Sicherheit zuerst selber gewinnt, daß keiner einem mit den zur Kenntnis gelangten Fakten schaden kann. Möglich ist dies allemal, diese Dinge so zu beschreiben, daß es weitgehend unkonkret und variabel, also Auslegungssache bleibt, man selbst aber aus den Antworten dann konkret Verwertbares für sich herausfiltern wird können.

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fluuu
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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon fluuu » Fr 4. Dez 2015, 15:04

Ich würde sagen, ein Mensch der nicht von psychotischen Störungen, einem Wahn oder anderen Verirrungen im Gehirn zurück kommt
wird in ein eng betreutes Heim eingewiesen. Der Vergleich mit dem Baby ist nicht so weit her, es geht um Rundumbetreuung. Das ist jedoch sehr
selten und auch im Heim kann der 'Knoten' noch platzen und derjenige kommt zurück in die alltägliche Welt.
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Remedias
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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Remedias » Mo 7. Dez 2015, 18:57

Hallo Leona,

was du beschreibst, hört sich wirklich nach Dissoziationen an. Dissoziationen sind aber etwas ganz anderes als Psychosen. Das darf man nicht in einen Topf werfen. Bei Dissoziationen weiß man für gewöhnlich auch, dass an der Wahrnehmung etwas nicht richtig ist, was man in der Psychose eher nicht weiß etc.
Du schreibst, du hast Angst, dass eine Person " nicht wieder zurückkommt". Solche Zustände gab es in früheren Zeiten tatsächlich häufig, Menschen, die nicht mehr sprachen, sich verhielten wie Möbelstücke, das nennt man kataton.
Gute Beispiele dafür findest du in dem Roman von Hannah Green "Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen". Der handelt von einem Mädchen in einer Psychiatrie der Vierzigerjahre in den USA.
Heutzutage kann man durch Medikamente und andere Eingriffe einen katatonen Zustand aufbrechen und verhindern.

Auch um Dissoziationen zu bewältigen gibt es gute Methoden, die skills. Die kann man auch in einer Akutpsychiatrie lernen, aber besser in einer Psychosomatischen Klinik oder psychotherapeutisch.
/stör dich bei den Seiten nicht daran, dass sie für Borderline gelten, Borderliner haben oft mit Dissoziationen zu tun , deshalb, aber nicht jeder Betroffene ist Borderliner):

Hier eine sehr gute allgemeine Infoseite:
http://www.blumenwiesen.org/
und
http://borderlineloni.jimdo.com/home/di ... onsskills/

liebe Grüße Remedias

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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Natalie » Di 8. Dez 2015, 11:08

Hört sich tatsächlich nach Dissoziationen an, aber im Prinzip kann das ohnehin nur ein Facharzt feststellen.
Bis du irgendwo in Behandlung?
Ich würde das schnell abklären lassen und nicht allzu lange warten es entsprechend zu Behnadeln. Ich denke das geht schneller in einem Anfangsstadium. Ich würde mir nicht allzu große Gedanken darum machen was ist wenn man nicht wieder in den Normalzustand kommt. Kläre es lieber ab.

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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Llllleona 5x.2 » Fr 11. Dez 2015, 21:18

Hallo!

Sorry für die späte Antwort, hab überlegt wie ich mein Geschriebenes verschlüsseln könnte, weiß zwar niemand, wem die Beiträge zuzuordnen sind, aber so ganz behaglich ist mir der Gedanke trotzdem nicht, dass die deutschsprachige Welt meinen Beitrag lesen kann. Bin noch nicht dahintergekommen, wie.

Dass ich es nicht ganz nachvollziehen kann, was andere Menschen empfinden, seh ich auch so. Deshalb reduzier ich's auf in eigener Welt verschwinden. Auf welche Weise, das ist wirklich eine sehr individuelle Sache, habe auch gemerkt, dass mein Prozess dorthin gar nicht ident ist mit ihrem Prozess dorthin, dorthin wo eine eigene Welt wahrscheinlich sehr unterschiedlich zutage tritt.

Ja, glaube, ich-erleben triffts nicht voll und ganz, vielleicht hat man in einem Delir auch ich-erleben, aber ohne dass man es auch wirklich bewusst mitbekommt.

Naja, schemenhaft mitbekommen... Von dementen Personen nimmt man vielleicht auch an, dass sie nicht mitekommen, dass sie dement werden. Habs mitbekommen, dass es einer mitbekommen hat. Und ich krieg auch Sachen mit, die ich aber nur wahrnehme, aber nicht beeinflussen kann, weil ichs nur mehr ein paar hundertstel Sekunden später mitbekomm.

Steigere mich in nichts hinein, im Gegenteil, hab in den letzten Tagen versucht, (untröstliche) Reaktionen auf mich auszublenden, weil ich es einfach nicht wahrhaben wollte, dass es mir zunehmend schlechter geht. Geht zunehmend leider immer weniger und das ist einfach nur mist, Weihnachten werd ich sicherlich noch einigermaßen erleben.

Habe mir überlegt, eine Patientenverfügung zu erstellen, für den Fall, dass Ärzte an mir eine ganze Palette von Medikamenten ausprobieren wollen, wenn ich nicht mehr mitreden kann, denn in dieser Form bringen sie mir, glaub ich nichts, da muss ich einfach durch, hoffe, dass das nicht so lang dauert. Weiß nicht, ob es jetzt schon Sinn macht, zu einem "Notfalltermin" zu meiner Psychiaterin zu gehen, da der "worst case" noch nicht eingetreten ist und ich mich eigentlich ganz gut orientieren kann, nur halt ein bisschen weggetreten bin, kognitiv aber noch alles gut regeln kann.

Reserven hab ich schon ordentlich angehäuft, die aber offenbar nicht helfen gegen das "Ungeheuerliche" (so nenn ich das mal hier). Ich denke, dass schon sehr viel in mir verankert ist, deshalb kommt das "Ungeheuerliche", ist vielleicht vergleichbar mit einem Zimmer, in dem der Teufel los ist. Lange Zeit weiß man vielleicht gar nichts von so einem Zimmer. Im Laufe der Zeit bekommt man allerdings eine Ahnung von so einem Zimmer und rückt man immer und immer näher, bekommt man immer mehr und mehr mit, dass dort der Teufel los ist. Und irgendwann ist die Mauer zu so einem Zimmer ganz abgebaut und man nimmt es wahr, dass dort drinnen der Teufel los ist. Das muss dann bewältigt werden und irgendwann ist nicht mehr der Teufel los, sondern mensch hat wieder Durchblick und verbraucht weniger Energien darauf, um trotz dem Teufel-ist-los den Über- und Durchblick zu bewahren, sondern kann sich auf anderes konzentrieren wie lesen, einkaufen, abwaschen, etc.

Wegen Heim... naja, so ganz beruhigt mich das nicht. Dissoziation? Keine Ahnung, ob der Wahrnehmungsradius bei einer Dissoziation sich kontinuierlich immer weiter einschränkt. Dissoziation würde ja bedeuten, dass durch einen Reiz ein gewisser Zustand hervorgerufen wird, der aber wieder endet. Ich meine nicht so etwas.

Bin in Psychotherapie. Das Buch Ich habe dir keinen Rosengarten versprochen kenn ich. Gibt ja unterschiedliche Arten von Verläufen. Dieses Buch beschreibt ja auch einen jahrelangen Prozess. Und bis dahin... geistig stark umnebelt. Juhuu!
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Su Wang
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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Su Wang » Sa 12. Dez 2015, 18:05

Hallo Leona,

Schon merkwürdig, daß - wenn man annehmen darf, daß Du Dissoziationen nicht lediglich befürchtest, daß sie Dir "passieren" würden, sondern vermutlich zeitweise auch schon welche erlebst oder jedenfalls an dieser Schwelle stehst, wo Dir jetzt also diese Befürchtungen entstehen - Du aber dennoch, sozusagen parallel dazu, zu fürchten scheinst, daß sie für den Zweck (den Du freilich genauso wenig überhaupt nur erahnen kannst, warum dieses da auf Dich zukommen zu wollen scheint) nachher also doch womöglich nicht ausreichend sein könnten ("Wegbeamen aus der Realität"), sondern Dir irgendwelche imaginären Verfolger (bitte nicht wörtlich nehmen !) auf den Fersen bleiben könnten. Gemeint: Du willst selbst das anonyme Drüber-Reden am liebsten noch so verschlüsseln, daß nun wirklich aber auch keiner wissen dürfe, was mit Dir geschieht.

Diese Sorge scheint mir übertrieben - ... denn Deine Mitwelt wird es ja eh mitbekommen, wenn's dann so geschehen würde.

Ist es vielleicht gerade so, daß "etwas in Dir" ausprobieren versucht, wie weit Du es schaffen würdest, Dich auf sozusagen eine "andere Welt" einzulassen, im Sinne von: wie weit Du diese Kunst, sozusagen vorsorgend, schon mal immer üben und also im Bedarfsfalle, dann also, wenn die Dinge, die Du möglichenfalls als Bedrohungen empfindest (oder auch erst irgendwann empfinden zu können befürchtest), wenn diese irgendwann mal zu krass werden können, damit Du dann etwas hättest, wohin Du Dich - und erst dann wirklich - flüchten wollen würdest ... ?

Ja, und wie bitte meinst Du, sollte die Situation nachher erst noch zugespitzt sein, damit Du es als Notfall ansehen wolltest ... ?

Ich denke, Du solltest sogar recht schnell um solch einen "Notfalltermin" bitten.
Dein (gerade wenig behagliches) Gefühl könnte nämlich durchaus richtig sein. Doch nicht in dem Sinne, wie Du es befürchtest, daß dieser Zustand dann nicht mehr rückgängiggemacht werden könnte.

Eingangs hattest Du u.a. dieses geschrieben:
Llllleona 5x.2 hat geschrieben:Weiß nicht, ob das nicht auch schon ein bisschen psychotisch ist.
... und nun denk' Dir bitte mal einen "ganz normalen" ;) Infarkt-Patienten: Der nähme einigermaßen deutliche Anzeichen war, meint aber, erst noch abwarten zu wollen. Über's Wochenende wird das vielleicht alles zu umständlich. Und gar über Weihnachten im Spital, das ginge schon gleich dreimal nicht.

Na bitte, da wird sein Herz aber jetzt wissen, daß es noch zu warten hat, bis alles paßt ...

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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Llllleona 5x.2 » Fr 18. Dez 2015, 20:54

Hallo!

Tut mir leid, dass ich erst jetzt schreibe, bin im Umzugstrubel und geh zur Zeit nur auf der Uni ins Internet, weil ich daheim hinterm Computer vereinsamen würde weil niemand da ist außer mir.

Nagut, ist vielleicht übertrieben, die Sorge, nicht anonym zu sein, denn wer soll mich da zuordnen. Wobei, vielleicht auch nicht. Keine Ahnung. Es ist kompliziert. Daheim versteck ich manchmal auch mein Geld, damit etwaige Einbrecher es nicht finden. Dann kram ich's wieder heraus, weil ich das übertrieben und unsinnig finde. Irgendwie können ja wirklich mal Einbrecher kommen, das kann in jedem Haushalt passieren. Die würden dann wahrscheinlich aber alles durchforsten und das Verstecken ist dann auch schon egal (außer vielleicht an wirklich sehr unüblichen Verstecken wie hinter der Bodenleiste eines Schrankes.). Wie gesagt, kompliziert.

Bin mir nicht sicher, ob ich richtig verstanden hab, dieses Ausprobieren. Meinst du, ich würde/könnte ausprobieren, vor [was auch immer] in eine andere Welt zu flüchten, ob mir das gelingt, um später wenn [dieses was auch immer] eintritt zu wissen, aha, da kann ich hinflüchten, da bin ich sicher vor dem [was auch immer]? Und dass ich einen Zustand des wegbeamens unzureichend finde und daher in diese andere Welt flüchte? Verschlüsseln, nehme ich an, ist auf das Verschlüsseln meines Beitrags hier bezogen, oder? Was das mit meiner Mitwelt zu tun hat, die eh bemerken würde, wenn ich dann wegtreten würde, verstehe ich nicht.

Naja, jedenfalls hab ich das Gefühl, dass das Psychotische schon wieder zurückgegangen ist. Fühle mich nicht mehr eingeschränkt in meinem Wahrnehmungsradius. Und auch meine Trainerinnen (das sind die Betreuer bei meiner Arbeit) haben mich heute nicht mehr so traurig angesehen (das hab ich in meinem letzten Beitrag gemeint mit >untröstlichen Reaktionen< auf mich) (mal sehen, wie das an den nächsten Werktagen ist). Dafür ist das Dissoziative öfter da, wo ich mich dann ein bisschen unorientiert fühle oder so, als würde ich mich in einer Situation nicht auskennen. Habe kurz mit meiner Psychotherapeutin darüber gesprochen, sie hält es für unwahrscheinlich, dass ich in eine Psychose gerate. Sie meint, es gäbe ja auch Phasen, in denen es Verbesserung gibt - und da hat sie recht. Gerade befinde ich mich in so einer Phase. Gerade jetzt halte ich es auch für unwahrscheinlich - wäre schön, wenn diese Entwicklung anhält. Weiß ich natürlich nicht. Ich glaube, so lange ich durchlässige Grenzen hab und meine Umgebung mich mehr zu spüren kriegt als ich mich selbst, kann ich es nicht 100%-ig ausschließen, dass da etwas auf mich zukommt.

Und gerade so eine Verbesserung macht mich unsicher. Wenn in ein paar Tagen mein Wahrnehmungsradius wieder genauso eingeschränkt ist wie vor ein paar Tagen oder noch mehr, kann es ja sein, dass es wieder vorbeigeht und sich sozusagen im Wartezimmer meiner Ärztin mein "Zustand" verbessert und sich der Notfallstermin wieder erübrigt. So ein "Katz-und-Maus-Spiel" hab ich im körperlichen schon erlebt, im psychischen wär's mir noch peinlicher, v.A., was sag ich dann? "Vorher ist es mir sehr schlecht gegangen, aber jetzt geht es mir wieder besser, ich komme wieder zu Ihnen, wenn es mir wieder schlechter geht denn im Augenblick kann ich mich wieder gut orientieren und mein Umfeld auch zur Genüge wahrnehmen"? Ob ich ernst genommen werde dann, weiß ich nicht. Es fällt schon mir manchmal schwer, mich ernst zu nehmen. Wenn auch noch alles ein bisschen wechselt weil alles phasenweise auftritt, fällt es mir noch schwerer. So eine Verbesserung hat es in den vergangenen Wochen nicht gegeben. Aber mein Wahrnehmungsradius ist noch nicht ganz hergestellt. Etwas ist noch im Weg. Ob es mich beunruhigen soll, dass ich des Öfteren das Gefühl habe, links neben meinem Kopf befände sich ein Schrank, weiß ich nicht. Nehme es mal als Gegeben hin, ich weiß ja, dass da kein Schrank ist, halluzinier auch keinen Schrank hin, es ist eher so etwas wie eine übersinnliche Verkennung.

Mit meiner Bezugstrainerin (Arbeit) hab ich mal über so etwas gesprochen. Sie hat gemeint, auf das Dissoziative kann das Psychotische folgen. Und dass ausreichend Schlaf wichtig ist, damit sich das Gehirn regenerieren kann. Über mehr gab es da nicht zu reden, weil ich ausreichend orientiert war und bin. Es ist aber anstrengend - soll ich mir Sorgen machen und Vorsorge treffen oder soll ich nicht und einfach nur leben?
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Su Wang
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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Su Wang » Sa 19. Dez 2015, 12:02

Nun, es ist keine große Kunst darinnen, diese allgemeine Verunsicherung bei Dir zu erkennen.

Wär' die Frage, wodurch Dir diese entstanden ist, oder vielmehr vielleicht: Weshalb Du meinen könntest, daß die Dinge um Dich her, einschließlich der Verhältnisse, in denen Du lebst, Dir diesen Eindruck verursachen könnten, alles wär' irgendwie unsicher oder nicht greifbar.

... vielleicht - ganz entfernt - auch: Du hättest dies alles so vielleicht nicht verdient.

Dies ist, wie das zu hinterfragen gehören würde.

Kurz gefaßt könnte man zum letzten Teil Deines Schlußsatzes nur dickst unterstreichen: Ja, fang' einfach nur an, Dich auf das Leben einzulassen, wie auch immer es Dir entgegentritt, aber komm' bitte weg davon, die Dinge ständig irgendwie "vorausdenken" zu wollen !

Ankommen im Hier und Jetzt.

Mir will sich, weiß nicht genau wieso, hier eine Metapher aufdrängen, die ich gerade noch nicht so wirklich einzubauen weiß: Du stehst - vorzustellen am besten vielleicht als Kind, welches die vielen imposanten Eindrücke gerade nur ganz allmählich überhaupt erst aufnehmen kann - in einer großen Bahnhofshalle vor einem Fahrplan, und all diese vielen dort angeschriebenen Züge fahren in Richtungen, in die Du gern mitreisen würdest. Aber - könntest Du lesen ;) - und würdest auf Dein Billet schauen, da steht eben nur ein ganz konkretes Ziel drauf, welches insofern auch schon alles vorausbezahlt ist. Und so, wie auch das Kind schon wußte, daß es einzig in diesen Zug wird einsteigen können, und mit niemandem mitgehen, der es wo anders hin würde führen wollen, so könntest Du im Grunde da jetzt auch "einfach nur" von diesen Zweifeln mal wegkommen versuchen.

Fast will es scheinen, Du "träumst" Dich da zu weit in diese Sachen hinein, nachdem es Dir irgendwie offenbar ja wohl nicht auszureichen scheint, die "Gefahr" zu erkennen, sondern willst Bestätigung darin außerdem noch finden, sie auch tatsächlich zu erspüren.

Daß Du Dich auf diesem Weg nur verlaufen kannst, solltest Du bereits bemerkt haben.

Ich kann nicht sagen, was Dir diese Verunsicherung macht. Und dies ist sicherlich auch nicht die Stelle, dies öffentlich herausfinden zu wollen. Noch dazu bei einem Menschen, dem es durchaus auch selbst zuzutrauen ist, dies bei näherem Befassen damit nachher auch schon allein herauszubringen.
Könnt' da so einige Gründe haben: Ein diffuses Gefühl, die Anderen (Kommilitonen) seien einem immer irgendwie voraus - ... oder es könnte diese Situation auch nur irgendwann eintreten, wo sie es nachher wären.
Nicht zuletzt sogar vielleicht auch

Bedenke bitte: Jeder dieser "Fluchtversuche" in eine unwirkliche Welt - auch wenn es erst nur sozusagen touchiert ist - trainiert Dich dahingehend, es peu à peu immer "realer" zu finden, wenn Du auf diese Weise dann meinst, dem entkommen zu können, was Du Dir da so immer konstruierst.
Ist es vielleicht am Ende nicht doch einfach nur die Suche, eine vorsorgende, nach Rechtfertigungsgründen, warum Du etwas - hier: das Leben im allgemeinen vielleicht, oder eben auch konkretere Dinge - als mit Deinen Kräften womöglich nicht zu Schaffendes ansiehst ... ?

Da wird es doch sicherlich Leute geben, die Dich für die von Dir gewählte Aufgabe für hinlänglich befähigt gehalten haben.
Vielleicht versuchst Du es zur Abwechslung dann ja mal mit deren Augen zu sehen. Ich denke nicht, daß denen ähnliche Zweifel nun schon entstanden sein könnten, nur weil sie vielleicht das eine oder andere Mal bemerkt haben könnten, daß Du gelegentlich ein wenig ... ähm ... am Wegdriften-Versuchen Begeisterung entdecken geneigt scheinen könntest ...

Immer noch der Rat: Übe das Gleich-wieder-Vergessen all dieser Gedanken schon in deren Entstehen !

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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Su Wang » Sa 19. Dez 2015, 15:43

Noch eine Ergänzung vielleicht, nachdem es mir grad selber mal wieder so passiert ist ...

Die Dinge scheinen zuweilen "diese Neigung zu haben", genau so nachher auch einzutreten, wie man dies vorausbefürchtet hatte.

Hängt damit zusammen, daß wir sie - speziell dann, wenn's wenig angenehme Aussichten sind, die wir da fürchten - eigentlich so schnell wie möglich einfach nur hinter uns gebracht wissen wollen, egal wie, und uns mithin weniger mit diesen noch auseinandersetzen zu müssen dann hoffen; obgleich wir's dennoch auch weiterhin tun.

... ein wenig vielleicht auch noch damit, daß wir uns aus unterschwelligen Gründen vorstellen könnten, mit einem ungünstigen Ausgang vielleicht doch für irgendwas irgendwie gerecht nachher bestraft zu sein ...

Also: Denk' einfach nur ein wenig mehr positiv !
Konzentrier' Dich auf wovon Du sicher weißt, daß Du es kannst und währenddem auch voll Herrin über Deine Sinne bleibst, statt Dich Anflügen zu ergeben, daß es vielleicht ja doch irgendwie anders sein könnte.

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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon fluuu » Mo 21. Dez 2015, 10:49

Es wird selbst erfüllende Prophezeiung genannt, eigentlich hinlänglich bekannt. Wer Symptome befürchtet bekommt sie auch
und das Karussell der Betreuung bleibt in Schwung denn dieser schlechte Zustand ist nur mit Beistand zu bewältigen.
Eine Form in die gesunde Richtung würde Gedanken hervorbringen wie ich überstehe das auch ohne schlechte Erfahrungen
und es kommt ein Ergebnis heraus Situationen ohne schwere Probleme gemeistert zu haben. Da kann ein Versuch im
ganz kleinen und einfachen Ansatz schon Wunder bewirken wenn es geklappt hat.
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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Llllleona 5x.2 » Mo 28. Dez 2015, 16:42

Hallo!

Ja, stimmt eigentlich. Bin nicht sehr stolz darauf, wenn sich was komisch anfühlt, will ich da unbedingt weg, wenn sich alles normal anfühlt, will ich dahin. Weiß eh, was bei mir eine riesige Verunsicherung bringt, aber das ist nun wirklich zu privat für hier. Ja, stimmt, ich tu mir schwer damit, mich einzulassen, v.A. auch weil eine Leere da ist und eine Ungeduld und damit die Erwartung, die Zeit möge bitte schneller vergehen. Nicht weil ich etwas sehnsüchtig erwarte, sondern einfach weil ich ungeduldig bin und das Gefühl habe, wenn irgendetwas aus ist, wird alles besser. Was nicht so ist, denn was sollte sich geändert haben.

...unsicher und ungreifbar... ich denke, ich wirke vielleicht selbst unsicher und ungreifbar. Hm. Aber zunehmend jeden Tag ein Stück weniger, denke ich, hoffe ich! Wäre schon gerne 300 Schritte weiter. Kann es sein, dass man mit so einer Vermeidung eigentlich auch unangenehme Erinnerungen vermeiden will? Wüsste nicht, was ich mit denen tun soll. Erzählen geht nicht, fühl mich eingesperrt, wenn ich etwas von mir erzählen will, kommt es dazu, dass sich alles auflöst, ich unkoordiniert und unorientiert werde.

Nein, also meine Betreuung ist nicht karusselartig, berichte manchmal über die Seltsamkeiten, die mich hier und da manchmal mehr, manchmal weniger heimsuchen, aber das war's schon. Zur Zeit steht Wohnung einrichten am Plan und das machen wir auch und zwar so, dass ich auch vorwärts komme.
Manchmal ist mein Glas halbvoll,
manchmal ist mein Glas halbleer,
manchmal ist das Leben toll,
manchmal ist das Leben so besch*** wie ein verschissenes Katzenkisterl...

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Laura
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Re: was wird aus diesen Menschen? Was passiert mit ihnen?

Beitragvon Laura » Di 29. Dez 2015, 14:43

Hallo Lilleona!

Wenn es einem nicht wirklich gut ist, bewegt man sich halt zwischen "könnte besser sein" und "könnte aber auch schlimmer sein". Koste - solange das große Glück noch nicht zu haben ist - die kleinen Freuden des Alltags aus, so gut Du kannst. "Schlimmer geht immer" ist eher Teil des krankhaften Denkens als der Weg hinaus, aber ich leide ja selber noch unter einigen worst-case-scenarios in meinem Kopfkino und habe noch nicht die Kurve gekriegt.

Für das Einrichten der Wohnung wünsche ich Dir viel Spaß und viel Erfolg!

LG

Laura
Es ist o. k., wenn nicht alles supertoll ist. Wenn alles supertoll wäre, dann wäre alles nur noch o. k.


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