Info über die schizo- affektive Störung

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Remedias
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Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon Remedias » Sa 7. Apr 2012, 21:49

Hier nochmals eine Zusammenfassung über schizoaffektive Psychosen, die ich ganz gut fand:

http://www.diagnose-schizoaffektiv.de/w ... ertes.html

liebe Grüße Remedias

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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon EMU12 » Mi 7. Nov 2012, 19:59

Machen die das heute, das sie die Familie benachrichtigen? In den Achtzigern haben die nichts gemacht, nichts gesagt, keinen aufgeklaert, die Eltern nicht benahchrichtigt. Und hier London, fuehl ich mich auch so langsam nicht mehr richtig behandelt. Eine spichiatrische Einrichtung ist geschlossen worden und jetzt heisst es ich muss 1 1/2 Jahre warten bis ich wieder im System drinnen bin. Ich glaub meine Tablette ist nicht die richtige, bin viel zu manisch. Egal ob ich 5 oder 15mg Abifily nehm. Es wird Zeit das ich mal nach Deutschland komm und mich dort behandeln lasse. Sonst ist alles gut, ich weiss einigermassen wie ich die zittrigen Haende ruhig stellen kann. Nur hab ich seit Jahren keinen Psychologen gesehn, mein Arzt hat keine Zeit. In Deutschland wird viel mehr getan fuer Kranke. Hier gibts das Arbeitslosengeld fuer Kranke nur fuer sehr Kranke und ich gelt als ein Teil eines Paares also krieg ich als nie was.
Ich hab Chenise Medizin entdeckt, fuer psychotische Kranke super, nur teuer.

Ich bin in keine Gruppe und ich find die sollten den Chat wieder herrichten. Mit dem arbeiten klapts nicht, wir haben Schwierigkeiten mit dem Geld weil mein Partner auch mal krank war und aus gesetzt hatte.

Wie gehts?
Hab gelesen das du mit deiner Familie zusammen lebst, das ist gut.
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Remedias
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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon Remedias » Do 8. Nov 2012, 14:14

hallo emu,
gut, wieder von dir zu lesen, auch wenn es nicht so schön ist, was du berichtest. Von abilify wurde ich auch hypomanisch.Anderthalb jahre ohne psychiatrische Versorgung, das ist zu lange, woher kriegst du deine Medikamente?

liebe grüße remedias

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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon EMU12 » Do 8. Nov 2012, 21:06

Ich kriegs vom Hausarzt. Ich hatte auch einen Psychaiter und so weiter aber da die Psychology Prxis geschlossen wurde kann ich dort nicht einfach hingehn.
Such momentan einen Job, aber selbst in Deutschland wuerd ich nur paar Wochen an einer Stelle bleiben.
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Mavros
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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon Mavros » Fr 9. Aug 2013, 12:18

Hier nochmals eine Zusammenfassung über schizoaffektive Psychosen, die ich ganz gut fand:

http://www.diagnose-schizoaffektiv.de/w ... ertes.html
Meines Wissens werden oft und gerne diejenigen Texte verbreitet, die sich mit der wissenschaftlich unbegründeten Annahme beschäftigen, dass psychische Störungen an erster Stelle durch Genetik bedingt ist. Das entspricht aber weder dem Erkenntniswissen der Geschichte noch dem derzeitigen Wissensstand der Psychologie oder Psychiatrie. Selbst bei hormonellen Störungen bzw. Psychosomatik ergibt sich die Frage nach dem Erstauslöser. Es gibt lediglich eine kausale Kette, auf die Menschen in unterschiedlichen weisen reagieren, und diese Art ist z. T. genetisch bedingt, z. T. geht sie auf die Entwicklung und Erfahrungswerte der frühen Kindheit zurück. Es ist aber nicht die Störung selbst, der die genetisch bedingte Vorlage zugrunde liegt, sondern es ist nur die Art des reaktiven Vorgehens, die das Entstehen einer psychischen Störung begünstigen kann.

Liebe Grüße
Mavros
"Die Deutung des Unangenehmen als Machenschaft der Außenwelt macht aus dem Unangenommenen etwas Unannehmbares."

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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon fluuu » Do 15. Aug 2013, 12:09

Behaupte, dass es möglich ist einen genetischen Defekt von den Ahnen mitgegeben im Laufe des Lebens durch konkretes Verhalten
so zu beeinflussen, dass die Störfaktoren dieses Gendefektes auf das alltägliche Leben kaum noch einen Einfluss haben.
Mit anderen Worten, Gendefekt ist kein Argument für eine unüberwindliche Störung im psychischen Bereich.
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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon cake » Do 15. Aug 2013, 12:29

Behaupte, dass es möglich ist einen genetischen Defekt von den Ahnen mitgegeben im Laufe des Lebens durch konkretes Verhalten
so zu beeinflussen, dass die Störfaktoren dieses Gendefektes auf das alltägliche Leben kaum noch einen Einfluss haben.
Mit anderen Worten, Gendefekt ist kein Argument für eine unüberwindliche Störung im psychischen Bereich.

Bitte um Lösungsvorschläge fluuu
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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon fluuu » Fr 16. Aug 2013, 12:42

Die Lösungen sind individuell verschieden, wollte nur den Gedanken aufbringen,
dass Gendefekt noch nicht das Ende bedeutet und somit ermuntern auf die
Suche zu gehen welches Verhalten für den Defekt von Vorteil sein könnte.

Oft sind psychische Störungen über viele Generationen vererbt und einen in der
Familie trifft es und es kommt bei ihm zum Ausbruch oder bei mehreren.
Gegen diesen bösen Familiengeist wie ich es nenne gilt es zu kämpfen um ihn zu
bezwingen. Dafür sind konventionelle Mittel weniger geeignet sondern eher
Alternativen wie Mental-Healing, Meditation, Schamanismus, Kommunikation mit
dem Gehirn (NLP), provokative Therapie, Humor usw.

Alle diese Methoden dienen dazu die Gehirnverbindungen und die seelischen Empfindungen
neu zu beschreiben und zu belegen so, dass Gendefekte ausgeglichen werden.
Für die Anwendung dieser Methoden braucht es eine fachliche Begleitung und viel Zeit
bzw. Geduld denn die Übungen sind über Jahre zu absolvieren, eine schnelle Lösung gibt es nicht.
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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon Mavros » Mi 21. Aug 2013, 15:25

Es kann auch eine sich wiederholende Familienkonstellation sein, die bestimmte pathologische Verhaltensweisen begünstigt. Die Generationen sind ja miteinander interaktiv verbunden. Das Kind ist für mich ein unbeschriebenes Blatt, das aber, eingebettet in ein System, ununterbrochen mit allen korrespondiert. Das ist dann u. U. keine Last, die "fest" in der Materie steckt und unumgänglich durch körperliche Merkmale anhand der Geburten weiter gegeben wird, sondern die in der Gegenwart durch familiäre und soziale Konstellationen, sowie "übernommene" Handlungsweisen ihren Tribut fordert. Wie oft haben Kinder mit Eltern auf der geistigen Ebene überhaupt nichts zu tun? Es sind manchmal ganz unterschiedliche Menschen, wenn z. B. die Empfänglichkeit der Kinder für die Übernahme der Denkweisen des Erwachsenen gering ist, wenn der IQ anders ausfällt u. ä. Mir fallen dazu auch Straßenkids ein. Warum gehen sie wohl weg aus ihren Familien - weil sie z. t. selbst mal keine schlagende Eltern sein wollen. Zumindest berichten viele von ihnen davon, und schaffen das auch dann meistens. Dass sie sich den Betäubungsprozessen durch Suchtmittel unterziehen, passiert aus genau dem gleichen Grund - Erinnerungen auslöschen, neu starten können, auf ihre verzweifelte weise mittels für sie, in ihrer "Ersatzfamilie" einzig erreichbaren Mittel, wenn man ihnen keine Alternative bietet. Das ist für mich trotz allem ihr mutiger Umgang mit Erblasten.

So nebenbei. Gruß.
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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon Remedias » Mo 3. Feb 2014, 19:18

Ich sehe eine genetische Disposition nur als "Schwachpunkt" an: Der eine kriegt bei extremen Stress eine Psychose, der zweite Krebs, der dritte ein Magengeschwür und der vierte gar nichts, weil er es durch verschiedenartigste Methoden - und da ist alles hilfreich, was Fluuu aufgezählt hat - schafft, seine Vulnerabilität nicht auszureizen - vielleicht hat er auch einfach nur ein gutes Leben. Es ist aber keinesfalls eine Wertung; jemand, der bei Belastung zu Psychosen neigt, ist nicht weniger wert als einer, der Migräne kriegt.

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Re: Info über die schizo- affektive Störung

Beitragvon fluuu » Fr 14. Feb 2014, 12:04

Das ist richtig, Störungen im Organismus gegeneinander aufzurechnen und eine Werteskala aufzustellen ist ziemlich dumm
denn alles hängt zu gleichen Teilen mit Seele, Geist und Körper zusammen. Nur wird bei Gendefekten oft behauptet sie
sind unabänderlich gegeben dabei lassen sie sich gerade im psychischen Bereich gut durch Intervention beeinflussen.
Das ist vielleicht sogar der Vorteil wenn die Störung direkt über Psyche/Seele zum Ausdruck kommt und genau dort
auch beeinflusst werden kann als wenn eine körperliche Störung (Krebs, Schmerz) entsteht und die Verbindung zum
seelischen Empfinden nicht klar ist und somit nur das körperliche Symptom Behandlung bekommt aber nicht die Psyche.
Bin fest davon überzeugt, dass alle Funktionen im Organismus hauptsächlich von Seele/Psyche gesteuert werden
und diese Steuerung ist flexibel, wandelbar und lässt sich sozial anpassen ohne den individuellen Kern zu verlieren.
Bei vielen Menschen läuft diese seelische Steuerung automatisch richtig ab und Konflikte werden selbstständig gelöst,
nur bei einigen Menschen kommt es zu so starken Kriesen, dass sie alleine nicht raus finden und die Gemeinschaft brauchen.
Bei der Schizophrenie z.B. ist die Störung im Akuten Zustand so stark mit einer Vielzahl von Symptomen, dass ohne
Begleitung von außen diese Symptome nicht automatisch zurück gehen und somit eine Behandlung notwendig wird.
Eine Embolie (Verschluss des Blutgefäßes) z.B. ist viel lebensbedrohlicher als ein direkter seelischer Konflikt, trotzdem
werden über den Verschluss eines Blutgefäßes nicht viele Worte gemacht, dabei bedeutet es, die Liebe kann nicht fließen,
die Gefühle können nicht zum Ausdruck gebracht werden, eine eindeutige seelische Störung.
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