Absetzungssymptome bei Paroxetin!

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waldschrat
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Absetzungssymptome bei Paroxetin!

Beitragvon waldschrat » Sa 31. Mai 2008, 16:27

Hallo!

edit: Sorry, falscher Bereich. Bitte Thread löschen. Danke.

Von Januar diesen Jahres an bis vor etwa einer Woche
(also etwa 5 Monate lang) habe ich Paroxetin genommen. Zuletzt 40 mg.
Zum Medikament selbst: Mir hat es wirklich gut geholfen. Zwangsgedanken und Depression haben sich bis auf ein Minimum reduziert.
Sicher auch aufgrund einer 3-monatigen stat. Psychotherapie, bei der das Medikament begleitend eingesetzt wurde.

Vor etwa 3 Wochen habe ich dann beschlossen, Paroxetin schleichend abzusetzen. Das "Ausschleichen" von 40 mg auf 0 ging über ca. 3 Wochen....
Aber ungefähr seit diesem Zeitpunkt spüre ich ein zeitweiliges, immer wiederkehrendes "Pochen/Zischen" im Kopf. Das sind immer so Intervalle von 3-5 "Schlägen", dann ist es wieder weg - bis zum nächsten mal...
Es ist nicht schmerzhaft, jedoch sehr unangenehm und macht mir auch etwas Angst...

Hat jemand ähnliche Erfahrungen nach dem Absetzen mit Paroxetin gemacht?
War die "Ausschleich-Zeit" zu gering bemessen?

Was kann man tun? Es einfach "aushalten, bis es irgendwann weg ist?
Oder wieder niedrig dosieren und evt. "fliegender Wechsel" zu einem anderen AD?

Ich werd auf jeden Fall Montag mal meinen Arzt dazu befragen. Würde mich aber trotzdem freuen, wenn ihr mir etwas die Angst nehmen könntet. Ich denke nämlich zeitweise auch, es könnte etwas anderes sein...

Gruß
Ralf

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moni
Beiträge: 3629
Registriert: Di 30. Nov 2004, 00:35

Beitragvon moni » So 1. Jun 2008, 10:18

Hallo Ralf

Was du beschreibst, klingt nach einem Absetzsymptom, das bei vielen SSRIs auftritt und gerade auch bei Paroxetin häufig erwähnt wird. Ich kenne es auch von Trevilor. Ja, es ist unangenehm, verschwindet mit der Zeit jedoch dann schon. Allerdings kann es recht lange dauern.

Sprich unbedingt mit deinem Arzt darüber.
Die Ausschleichzeit von drei Wochen empfinde ich als sehr (zu) kurz, und es wäre auch besser gewesen, mit dem Arzt vorher deinen Absetzwunsch zu besprechen.
Vielleicht genügt dir das Wissen darum, was genau es ist, um es aussitzen und aushalten zu können - oder du überbrückst die Zeit wieder medikamentös. Meine Erfahrung ist, dass gerade die allerletzte Dosis am schwersten wegzulassen ist. Ich habe dann in der ersten Zeit auf 0 mg (ca. 10 Tage) manchmal ein Benzo genommen. Benzos sind eine gute Überbrückung - aber genau nur dies - keine Dauerlösung.

Also mach dir mal bis morgen nicht zu viele Sorgen! :wink:

LG moni
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Hermann Hesse


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